NgK e.V.

  • Hallo alle,


    mein Sohn erhält heute ein Schreiben von einem NgK e.V. Weidendamm 30, 30167 Hannover in dem er beschuldigt wird, man hätte Aktivitäten auf Pädophilen Seiten gefunden. Als Beweis wird eine IP 198. xxx und ein Java-Script angezogen.


    Am Schluß des Briefes wird eine Sendung von 50 im verschlossenen Umschlag verlangt, wenn man nicht einverstanden wäre würde in ca. 4-6 Wochen ein Schreiben der Verfolgungsbehörden kommen in dem man sich zum Sachverhalt äußern könnte. Anschließend würde die StaatsNWALTSCHAFT ENTSCHEIDEN OB kLAGE ERHOBEN WIRD


    Jemand das schon erhalten? Irgendwelche Erkenntnise? Neue Variante der Abzocke?


    Wir schalten den Verbraucherschutz und die Polizei schon mal ein.

  • Zitat

    Original von karomue
    Wir schalten den Verbraucherschutz und die Polizei schon mal ein.


    :tup


    Erstatte eine Betrugsanzeige, mir ist nicht bekannt, dass Vereine in Deutschland mögliche Straftaten ahnden dürfen.


    Was würde denn lt. Schreiben passieren, wenn man die 50.- Euro bezahlt ?

    Kaum bist mal kurz weg sieht alles gleich ganz anders aus ??

  • Zitat

    Original von Bogi100
    Was würde denn lt. Schreiben passieren, wenn man die 50.- Euro bezahlt ?


    ... wie bei jedem Erpessungsversuch: 100 und steigend


    Den NGK eV gibt es wirklich, siehe hier auf Seite 4 §9.2


    Achim

  • Zitat

    Original von Achim


    Den NGK eV gibt es wirklich, siehe hier auf Seite 4 §9.2


    Achim


    aber nicht in Hannover unter der o.a. Adresse. Aber an Charly's Stelle würde ich dem Kinderschutzbund bzw. der Nummer gegen Kummer die Mail weiterleiten, ich denke die sind auch seeehr daran interessiert, wer sich da unter diesem Deckmantel bereichern will.

    Kaum bist mal kurz weg sieht alles gleich ganz anders aus ??

  • Hi, vollkommen Richtig gehandelt.


    Sollte eine strafbare Handlung vorliegen ermittelt die zuständige Strafverfolgungsbehörde, sprich die Staatsanwaltschaft, über einen richterlichen Beschluss die personenbezogenen Daten. Dann kommt es zu einem Verfahren und man bekommt Post.


    Aber nicht andersherum. So sehe ich das als Abzocke! Vielmehr sehe ich hier den Straftatbestand der Nötigung, wenn sogar der Erpressung gegeben.


    Betrug auf jeden Fall.

  • Zunächst mal: Vorsicht, Vorsicht.


    Es gibt einen NGV und einen NgV. Unter ersterem findet man einiges, auch Zündkerzen. Der NgV ist der Verein gegen Kummer, wie er ja schon richtig beschrieben wurde.


    Ich finde ja gerade diese Namensgleichheit - wenn man von Groß/Kleinschreibung absieht - besonders perfide, das deutet auch auf einen Betrugsvesuch hin.


    Und wörtlich steht da:


    "Wir vom Netz gegen Kinderpornographie im Internet haben jedoch festgestellt das Sie nur ein "einmal" Benutzer/Besucher sind, der möglicherweise versehentlich auf eine der o. g. Seiten gelangt ist. Daher haben wir die Möglichkeit, Ihre kompletten Spuren vom Server zu löschen.


    Sollten SIe damit einverstanden sein, verpflichten Sie sich n Zukunft keine Seiten mit pädophilem Inhalt mehr zu besuhen. m Wiederholfall ist uns eine Löschung der Spuren nicht mehr erlaubt.


    Da die Beseitigung der Spuren einen nicht unerheblichen Arbeitsaufwand nach sich zieht, erheben wir für die Leistung einen Pauschalbetrag von 50 .


    Wenn Sie möchten dass wir die genannten Spuren löschen, schicken Sie bitte 50 in bar an unsere u.g. Anschrift. Dieses Verfahren garantiert Ihnen die größtmögliche Anonymität. ....."

  • Es ist unglaublich, mit welch dreisten Geschichten kriminelle Subjekte versuchen an Geld zu kommen.


    Sollen sie die 50,- doch selbst von der Überweisung aus Kenia abziehen oder selbst abbuchen, nachdem man seine Kontonummer übersendet hat. :wand


    Franz

  • Kinderpornographie ist kein Vergehen. Bereits das "Verwischen derartiger Spuren", wenn es die denn gäbe, wäre strafbar.


    Wissen die eigentlich was sie da schreiben?


    Hier wird unbescholtenen Bürgern eine kriminelle Handlung unterstellt um mit der Angst Profit zu schöpfen.


    Will nicht wissen, wie viele darauf reinfallen würden.

  • Die Polizei hier hat es schon mal nicht sonderlich interessiert... ?( ?(


    Ich habe es aber auch mal an WISO und die Staatsanwaltschaft Niedersachsen geschickt. Mal sehen, vielleicht ist ja doch noch jemand daran interessiert dem nachzugehen.


    Der Verbraucherschutz BW hat es auch bekommen, er wußte auch noch von nichts.

  • Nur nicht abwimmeln lassen. Nötigung, Betrug usw. sind keine Antragsdelikte. Heißt hier besteht öffentliches Interesse und die Polizei ist in der Pflicht!

  • Hallo zusammen,


    ich bin der Sohn von Karomue (sorry Papa, aber deine Logindaten sind hier noch gespeichert, als du meinen Laptop hattest ;) ).


    Ich war auf einer der Hauptwachen in Freiburg bei der Anmeldung, und der dortige Beamte hat sich das Schreiben durchgelesen und auf meine Frage, ob man hier selbst initiativ werden sollte in Form von Strafverfolgung/Anzeige schüttelte dieser erst den Kopf und hatte ehrlich gesagt etwas den Anschein gemacht, als würde er mir zutrauen, es gewesen zu sein.
    Mit dem Vermerk, dass ich aus dem Berufsbereich Informatik bin, und gewisse Dinge nicht sein können wie eine IP im Format 192.xxx.xxx.676 a) nicht extern sichtbar sein kann, da Privatadressraum und b) 676 schon gar nicht geht, da es max. bis zur Broadcastadresse 255 geht, sagte der freundliche Beamte nur "er kenne sich damit nicht so gut aus". Zumal solche IP Nachweise beim Provider, in unserem Fall der Telekom nur durch Beschluss erfolgen können, sprich Staatsanwaltschaft. Und damit gäbe das Schreiben noch weniger Sinn:
    Denn WENN schon die IP über die Staatsanwaltschaft herrausgefunden worden sei, müsse man kaum warten bis diese EVENTUELL aktiv wird, das wäre sie in diesem Fall dann schon. (Zudem müsste auf ein Datum und eine genaue Uhrzeit angegeben sein, zu welchem Zeitpunkt also diese IP auf dem Server geloggt wurde, welches - wie könnte es anders sein - natürlich nicht in dem Schreiben notiert ist)
    Zumal fehlen auf dem Anschreiben gewisse rechtliche Dinge auf den Verein bezogen, von Registriernummer, über Telefonnummer bis zum Vereinsvorsitzenden.
    Abschließend meinte der freundliche Beamte übrigens, wenn ich diese 4-6 Wochen warten würde, könne ich immer noch überlegen, tätig zu werden, und sollte ich mir wirklich keiner Schuld bewusst sein, würde mein Laptop beschlagnahmt werden, um Beweise zu sichern bzw meine Unschuld zu beweisen. (Ein Hoch auf den deutschen Rechtsstaat)


    Ich werde mit dem Schreiben am Dienstag nochmal den anderen Polizeiposten aufsuchen und etwas hartnäckiger sein, denn sowas kann nicht sein, und hier darf - so finde ich, vor allem da meine Freundin schon einen 4jährigen Sohn hat - nicht geschwerzt werden, weder mit solch einem Schreiben, noch mit Kinderpornografie im Allgemeinen.


    Es gibt übrigens noch einen Eintrag, den man zwischenzeitlich über Google zu dem Thema findet: http://www.teltarif.de/arch/2009/kw08/s33152.html



    Ich werde meine Erfolge oder Misserfolge bei der Polizei hier bekanntgeben.

    2 Mal editiert, zuletzt von karomue ()

  • Hallo Sohn von karomue :] :] (wie geil ist das denn 8) )


    Teltarif hast du doch sicher auch informiert/kontaktiert? Sicher gibt es von dort auch Hilfe, wie du weiter verfahren kannst. Und sicher gibt es bezüglich dieser Sache auch mittlerweile eine (offizielle) Stelle, die sich der Sache annimmt und die natürlich von möglichst vielen, die das Schreiben erhalten haben, Infos haben will.


    Ich würde mich auch noch an den Heise-Verlag respektive die c't wenden und evtl. andere auch online aktive Medien wie Golem.de und Silicon.de, damit sich diese Infos möglichst schnell verbreiten. Sicher ist auch in einigen Blogs was erschienen.


    je schneller das verbreitet wird, je größer ist die Chance, dass vielleicht auch der Verursacher ermittelt und dingfest gemacht wird.

    Einmal editiert, zuletzt von Candid ()

  • Wir werden diese Geschichte gemeinsam weiter verfolgen, mal die nächsten 2-3 Tage abwarten ob WISO und/oder die Staaatsanwaltschaft Niedersachsen sich melden. Am Besten wäre es, wenn WISO - unter der Voraussetzung, ich hatte die richtige Adresse - dies in einer dern nächsten Montagssendungen verbreiten würde. Heiß und unverschämt genug finde ich es schon.

  • Sorry übrigens, dass mein Sohn unter meiner Kennung gepostet hat, obwohl er einen eigenen Account hat - was ihm vermutlich garnicht mehr bewusst ist. :]


    Lag daran, dass er mir netterweise sein NB überlassen hatte, zu dem Zeitpunkt, als meines den Geist aufgegeben hatte....