Eine Bitte an die x30-Benututzer

  • Imho ist die eigentliche Sinnfrage die: Wie genau kann man mit diesen historisch gesammelten Daten eine Verkehrssituation in der Zukunft voraussagen.


    Meiner Meinung nach muss man, um nicht völlige Fehleinschätzungen zu haben, kurzfristige Staus aus dieser Statistik entfernen, da sie halt zu kurzfristig sind, um wirklich exakt vorhersehbar zu sein. Das mag vielleicht bei der einen oder anderen Strasse gehen, aber sicher nicht in der Fläche. Es ist auch sicher illusorisch, das alle Strassen einzeln nachbearbeitet werden. Insofern denke ich, das IQ-Route da auch grenzen gesetzt sind.


    Der eigentliche Nutzen ist doch der, das statt der geschätzten Durchschnittsgeschwindigkeit eine tatsächlich ermittelte Geschwindigkeit für die Routenberechnung herangezogen wird.


    Kleines Beispiel: Hier hab ich ne Strasse, da gibt es ne "rote Welle". Da steht man an jeder Kreuzung und es ist eigentlich egal, ob da viel Verkehr ist oder nicht. Die Zeit bleibt eigentlich immer gleich lang, die man für diese Strasse benötigt. Diese Strasse ist aber deutlich langsamer, als eine parallel verlaufende Hauptstrasse, die viele Ortskundige benutzten. Solche Strassen gibt es viele. Bei der einen gibt es viele Ampeln, Bahnübergänge oder sonstwas für Verkehr behindernde Umstände, und an einer anderen Strasse der gleichen Kategorie, geht es ohne Behinderung durch. Oder für eine normalerweise mit 70 kmh angesetzten Strasse ergeben die Daten, daß dort diese 70 kmh nie erreicht werden, sondern maximal 50 und das zu jeder Tageszeit. Das kann derzeit nur von IQ-Route berücksichtigt werden.


    Auch wenn die gleiche Route teilweise auch von anderen Navis berechnet wird, sehe ich da einen Unterschied. Mit IQ-Route wird es näher an der Realität berechnet, das es die schnellste Route ist. Bei allen anderen ist es in diesem Punkt Zufall, weil dort halt die tatsächlichen Verhältnisse vor Ort nicht berücksichtigt werden. Da kann ich auch nicht aktzeptieren, das Zero z.B. sagt, das ja die optimale Route auch gut ist. Wenn dort statt der optimalen Route durch Zufall die schnellste Route rauskommt, dann stimmt doch da was nicht und die Zielsetzung (Kompromiß aus Zeit/Kosten) wurde verfehlt.


    Das mag jetzt nicht so ganz mit den Werbeaussagen von TT übereinstimmen (von wegen Stau umfahren), ist aber meine Meinung. Es werden IMHO generell, nach den Daten, langsame Strassen wenn sinnvoll vermieden. Dabei ist es egal, ob das wegen dem dort immer herrschenden Verkehr oder anderer Behinderungen so ist.


    Die Idee ist brilliant und wurde IMHO schon in der ersten Ausbaustufe gut umgesetzt. Einen vergleichbaren Ansatz sehe ich bei keinem Mitbewerber.


    Die Auswirkungen von IQ-Route merke ich bei fast allen Routen hier. Mal mehr, und mal weniger. Wenn ich was merke, dann ist es positiv. Eine negative Beeinflussung habe ich noch nicht bemerkt.


    Franz

    Einmal editiert, zuletzt von Franz Jaeger ()

  • Zitat

    Original von Franz Jaeger
    Das mag jetzt nicht so ganz mit den Werbeaussagen von TT übereinstimmen (von wegen Stau umfahren), ist aber meine Meinung.


    Das hört sich so weit auch ganz nett und verständlich an, aber IMHO wird IQ-Routes immer in Verbindung gebracht mit dem Zusatz "Wochentags" und "Wochenende".
    Und wenn ich das höre, dann denke ich "Berufsverkehr".


    Zumindest geht es aber um zwei verschiedene Routenberechnungen.
    Und man kann davon ausgehen, dass am Wochentag um 21 Uhr der Verkehr eher dem Wochenende ähnelt, als dem Verkehr von 9 Uhr morgens.


    Aber okay, ich habe jetzt auch keinen Bock 400 Routen zu erstellen und zu schauen, ob die Planung fürs Wochenende eine andere ist.
    Die Routen kommen mir halt recht stimmig vor. Und darauf kommt es mir an.
    Die TT-Routen waren mir immer etwas Autobahnlastig, aber das hat sich schon was verbessert und wie gesagt, seitdem ich die Routen für 78 Km/h berechne, fährt TT auch keine Umwege mehr, um schnell auf die Autobahn zu kommen.
    Ob ich jetzt irgendwo mal nen KM umsonst fahre, oder 5 Minuten länger unterwegs bin, soll mir mal egal sein. Und das wird auch immer und mit jedem Gerät so sein.


    Ich habe auch gerade mal wieder auf den "Map-Share-Zähler" geschaut und mittlerweile sind 80.000 Veränderungen eingegeben.
    Womöglich ergibt sich mittlerweile sowieso ein ganz anderes Bild, als ursprünglich mit IQ-Routes gedacht. ;)


    Sicherlich ist die Idee gut, muss sich halt zeigen, ob das mehr kann, als die normalen "Algorithmen".


    Grüße Alfons

  • Liebe Moderatoren,
    da IQ Routes ein heiß-diskutiertes Thema ist und in vielen Threads parallel diskutiert wurde und wahrscheinlich weiterhin würde, schlage ich vor, ein "sticky" Sammel-Thread zu diesem Thema anzulegen. Dann kann alles zu diesem Thema von nun ab dort diskutiert werden.
    Danke.

  • Also ich habe durch IQ Routes hier schon wirklich bessere Routings bekommen. Sowohl Kurzstrecke (Liechtenstein-Lindau), als auch Langstrecke (Lindau-Brüssel).


    Ich habe vorher schon vieles getestet (D7, TT6, MN65, I8 ...) und alle haben praktisch gleich geroutet aber nicht sehr optimal.


    Beispiel - Lindau -> Brüssel:


    Alle Systeme geben als schnellste Route (TT ohne IQ) ein AB-Routing -A96-A7-A8-A6-A4-A3 (740km - 6:40h)


    Als optimale Route / Alternative (ohne IQ) ein Routing über Freiburg im Breissgau-Strasburg-Luxemburg (694km - 7:06h)


    Bei Alternative mit IQ wird die bessere Route über -Villingen Schwenningen-Schwarzwald-Strassburg-Luxemburg gewählt. (669km - 6:56h)


    Die Strecke über Freiburg ist zwar nach statischen Daten (Kilometer, Strassenklassifizierung, erlaubte Geschwindigkeit) schneller. Aber sie ist weniger gut ausgebaut, hat viel mehr Höhenunterschiede und ist stärker befahren. Deshalb ist die Strecke viel langsamer als durch den Schwarzwald. Dies spiegelt sich anscheinend in den IQ-Daten wieder und es ist das einzige Navi welches diese Route einfach so als 1. Alternative ausspuckt.


    Übrigens gibt IQ auch für die schnellste Route am Werktag andere Zeiten an (nämlich 744km - 7:04h). Es führt in meiner Erfahrung auch insgesamt zu einer genaueren Abschätzung der Fahrzeit.


    Habe lang Navigon genutzt und finde es sicherlich gediegener und geschliffener von der Nutzerführung her. Eine besonders schnelle oder überragende Routenfindung konnte ich in all der Zeit aber nie feststellen.


    IQ Routes haben sich bei mir sofort positiv bemerkbar gemacht und werden mit der Zeit sicherlich noch besser werden. Deswegen und wegen HD-Traffic und Mapshare bin ich auch zu TT gewechselt und habe es nicht bereut.


    Grüsse, Elgo.

  • Zitat

    Original von Zero511


    Der TE hat jetzt erfahren, dass ihm IQRoutes für seinen Zweck nicht viel bringt, sondern die "Alternative Route" weiterhin sein Werkzeug ist, wie schon vor paar Jahren.


    Als langer Navigonbenutzer hat mir beim ersten Benutzen des GO die Auswahlmöglichkeit 'optimale' Route konzeptionell schon gefehlt. Allerdings finde ich jetzt die Alternativenberechnung besser.


    Zum ersten durch den Vergleich der Ergebnisse der beiden Berechnungen und anschliessende Entscheidung meinerseits auf Basis dieser Daten.


    Zweitens weil der "optimalen" Navigonroute in meiner Erfahrung selten zu trauen ist. Da habe ich schon ganz schönes Chaosrouting erlebt.


    Auch finde ich ist IQ gerade bei der Benutzung der Alternativen sehr vorteilhaft. Da es gerade auf nicht AB Strecken zu besseren Routen führt.

  • Es freut mich sehr, dass du mit IQRoutes zufrieden bist. :)