Akkus im Vista HCx

  • In einem Nachbarforum laufen grad ein paar interessante Threads zum Thema "Laufleistung von Akkus"


    Ich bin darauf gestossen, weil mein eTrex Vista HCx mit den Sanyo 2700 Ni-MH blos ca. 16 Stunden lief.


    Ich hab dann nachgemessen und dabei gesehen, das mein Biligladegerät aus dem Mediamarkt (X-Speed 1400) die Akkus nur zu ca. 70 % füllt und dann als Voll bezeichnet.


    Hier ein interessanter Link


    Nun hab ich mir ein Voltcraft IPC-1L von Conrad zugelegt und so erreicht der eTrex über 26 Stunden im "Normalbetrieb"

    Einmal editiert, zuletzt von Wildwux ()

  • Hi Wildwux,
    das Ladeverhalten finde ich interessant.


    Gibt es eigentlich schon Erkenntnisse, welcher Akkutyp besser (längere Laufzeit) ist:
    - 2700 mAh normale Selbstentladung
    oder
    - 2000 mAh geringe Selbstentladung


    Ich denke dabei insbesondere an den Fall, dass man Ersatzakkus mit sich führt und diese erst nach einer gewissen Zeit einsetzt (z.B. 2-3 Tage)


    Welcher Typ hat dann die höhere Kapazität?


    Oder spielt die Selbstentladung erst nach mehreren Wochen eine Rolle?


    Grüße aus Hamburg


    tohu

  • Die Laufzeit ist mit den 2700mAh Akkus in dem allermeisten Fällen länger als mit den 2000mAh. Die höhere Selbstentladung beim Lagern der normalen NiMH-Akkus kommt, nach meiner Erfahrung erst nach mehreren Wochen zum tragen.


    Mein eTrex läuft mit Sanyo2700NiMH ca. 26 Stunden bei "Normalgebrauch". Mit den Eneloops bringt er es auf etwa 19 Stunden. Und das auch bei moderaten Wintertemperaturen.


    Die Vorteile der Eneloop Akkus sind vor allem, dass sie bei tiefen Temperaturen eine längere Laufleistung haben als die normalen NiMH. Also wenn du zB dein GPS im Winter bei minustemperaturen am Lenker des Fahrrades befestigst und dann eine Mehrstündige Tour abradelst.


    In einem Nachbarforum hat einer sein Navi eingeschaltet in den Tiefkühler gelegt um so die Laufleistung der Akkus zu testen. Das scheint mir aber doch sehr Theoretisch.....


    Verwendest du dein Gerät bei "vernünftigen" Temperaturen bieten die Eneloops nach meiner Erfahrung keinen Vorteil.

  • Hängt ja auch vom Anwendungsfall ab:
    Mal eben für 2 Stunden das GPS anmachen und danach liegts 1-2 Wochen in der Schublade.
    Danach kann man mit Eneloop sicher sein, dass es noch 10-15 Stunden läuft, bei normalen NIMHs wird man die Akkus garantiert rauspopeln und neu laden, weil sonst nach kurzer Zeit nix mehr geht.
    Und ich hab weit öfter den Fall dass das GPS nach 2-4 Stunden Betrieb wieder einige Zeit rumliegt.
    Und eine grosse Tages-Bergtour halten auch die eneloops spielend aus (das war beim b/w-Vista noch ganz anders :) ).


    CU
    Grumpftl

  • Wenn deine NiMH's nach 1 bis 2 Wochen bereits leergerödelt sind würde ich darauf wetten, das dein Ladegerät die nicht voll geladen hat oder etwas an deinem Gerät nicht ordentlich funzt.


    Die Selbstentladung der HR3U ist gemäss Datenblatt von Sanyo bei 18° C. ca. 20% in 30 Tagen.

    Einmal editiert, zuletzt von Wildwux ()

  • Hi, nach einer Woche Offline (Urlaub) möchte ich das Thema Akkukapazität/Temperaturverhalten noch einmal aufgreifen.


    Mir leuchtet ein, dass ein 2700er Akku eine höhere Kapazität als ein 2000er hat - bei normalen Temperaturen.


    Mir ist das Temperaturverhalten aber noch nicht klar genug geworden.
    Sind 0°C schon "tiefe" Temperaturen? Hat da der 2700er immer noch die Nase gegenüber den 2000er Eneloop vorn?


    Wenn nein, müsste man ja im Winter die Eneloop und für die Mittsommernachtsfahrten die HR-3U/2700 nehmen.


    20% Selbstentladung in 30 Tagen bei einer Temperatur knapp unter 20°C sind nicht von Pappe, auch wenn man vor längeren Touren eh das ganze Equipment auflädt stellt sich die Frage, wie lange die Akkus eigentlich ohne Schaden zu nehmen in der Schubladen liegen können.


    Grüße tohu

  • Wilkommen zuhause.


    Es ist ja nicht so, das Akkus beim Gebrauch bei tiefen Temperaturen ihre Ladung verlieren. Vielmehr geben sie den Strom nicht mehr so gerne her. Werden die Akkus wieder wärmer, liefern sie auch wieder mehr.


    Die Selbstentladung ist bei tiefen Temperaturen geringer als bei hohen. Die Sanyo HR-3U zum beispiel verlieren in 30 tagen bei 20° ca. 20 %, bei 0° sind es ca. 5 %.


    Die Energie wird durch einen elektrochemischen Prozess erzeugt. Je höher die Tempereatur der "Zutaten" desto schneller läuft dieser Prozess ab. In beiden Richtungen!


    Beim Lagern ist tiefe Temperatur gut, beim gebrauch hohe....


    Beim Gebrauch um 0° ist's grad so auf der Kippe ob die Eneloop oder die HR-3U besser sind.


    Die HR3U liefert bei 20° bis zu einer Spannung von 1.1 Volt ca. 90 % ihrer Kapazität. Bei 0° sind es ca. 70 %. Also etwa gleich viel wie die 2000Eneloop...... jedenfalls Theoretisch. (Ich bin kein Kältefreak, mich ziehts eher in die heissen Zonen)


    Auf nummer sicher gehst du, wenn du tatsächlich Winter und Sommer Akkus benutzt. Für längere Touren nehm ich mir aber auch gerne Alkaline-Baterien als Reserve mit. Die im obigen Link beschriebenen Lithiumzellen sind mir zu teuer.

  • Zitat

    Original von Wildwux
    Wenn deine NiMH's nach 1 bis 2 Wochen bereits leergerödelt sind würde ich darauf wetten, das dein Ladegerät die nicht voll geladen hat oder etwas an deinem Gerät nicht ordentlich funzt.


    Die Selbstentladung der HR3U ist gemäss Datenblatt von Sanyo bei 18° C. ca. 20% in 30 Tagen.


    Das ist ja doch ganz schön heftig. Und ja, meine Akkus sind voll. Bin da bischen eigen, mit Akkus, und hab so ca. 5-6 Ladegeräte im Einsatz - und weis schon wie ich die voll bekomme.
    Aber wenn ich das GPS mit eneloop in die Schublade lege dann hol ichs zu einer beliebigen Zeit mit gutem Gefühl wieder raus und das läuft dann noch ewig.


    Bei normalen NiMH würde man da auf jeden Fall "zur Sicherheit" mal nachladen ...


    Daher kann ich sagen dass *für meinen* Anwendungsfall die 2700er sogar weniger Kapazität bereitstellen wie die eneloops....


    CU
    Grumpftl

  • Zitat

    Original von Grumpftl
    Daher kann ich sagen dass *für meinen* Anwendungsfall die 2700er sogar weniger Kapazität bereitstellen wie die eneloops....


    Dann ist ja gut, dass es so viele verschiedene Akkus (und Ladegeräte ;D) gibt. So findet ein jeder sein passendes Teil.


    Und vieleicht bringt Sanyo die Eneloops bald in einer 2500mA Version raus.

    Einmal editiert, zuletzt von Wildwux ()

  • Hi, bevor jetzt ein Glaubenskrieg über volle/halbvolle und kalte/warme Akkus aufkommt, habe ich mir je 4 Stück


    Camelion high 2700 (entsprechen m.E. Sanyo HR3U)


    und


    Conrad Energy Endurance 2100 (entsprechen m.E. Eneloop)


    gekauft und zunächst die Camelion in dem Voltcraft-Ladegerät UFC-5 LCD geladen (laden, abkühlen, nachladen). Da ich auch das IP-1L habe, werde in den nächsten Wochen ein wenig mit beiden Akkutypen herumexperimentieren.


    Die Zeitmessung erfolgt über die Tracks. Ich habe die Trackzeiterfassung auf 10s umgestellt. Oder gibt es andere Vorschläge?


    Messplan für jeden Akkutyp:
    1) laufen lassen bis Abschaltung bei Raumtemperatur (sprich bei mir im Zimmer bzw. im Auto)
    2) laufen lassen bis Abschaltung bei 0-10°C (im Geräteschuppen liegen lassen)
    3) immer wieder nutzen und zwischendurch abschalten bei Raumtemperatur.


    Grüße tohu

  • Hallo tohu


    Ich hoffe nicht, das sich der Austausch hier zum Glaubenskrieg entwickelt, denn wie oben beschrieben, es gibt dutzende Möglichkeiten von Akku - Gerätebenutzung - Ladegeräten usw.


    Deine Idee finde ich sehr gut, man kann nie genug Daten haben.


    Ich selber benutze ja nicht nur die SanyoHR3U (und Eneloops), sondern auch noch diverse andere NiMH in verschiedenen Kapazitäten und von verschiedenen Herstellern, auch viele Nonames. Als "Fernreiseheini" schaue ich bei allen Geräten für die Reisen, dass ich nur eine Akkugrösse brauche. Rasierer, Fotoapparat, Reiseradio, GPS, Taschenlampen usw...


    Ich habe also immer genügend Akkus "in Bereitschaft" und so lege ich vor jedem Benutzen frische Akkus ein.

  • Hab hier noch was interessantes gefunden:


    NiMH-Akkus, alte Generation


    haben eine Selbstentladerate von 5 bis 10 Prozent am ersten Tag und stabilisiert sich dann bei einem halben bis einem Prozent pro Tag bei Raumtemperatur. Die Umgebungstemperatur hat einen starken Einfluss auf die Höhe der Entladerate, niedrigere Umgebungstemperaturen haben eine niedrigere Selbstentladungsrate, höhere Umgebungstemperaturen eine höhere Selbstentladungsrate zur Folge. Ebenso hat die Kapazität einen Einfluss auf die Selbstentladungsrate, höchstkapazitative Zellen (>2700mAh) haben die höchste Selbstentladungsrate.



    NiMH-Akkus, neue Generation


    2006 wurde ein neuer Typ von NiMH-Akkus vorgestellt, die aufgrund neuer Separatoren eine deutlich niedrigere Selbstentladungsrate vorweisen. Dadurch können sie vorgeladen verkauft werden und müssen nicht vor dem ersten Gebrauch geladen werden wie herkömmliche Akkus. Ihre Selbstentladungsrate soll bei Raumtemperaturlagerung nur 15 % pro Jahr betragen. Sie können in herkömmlichen Ladegeräten geladen werden und haben ähnliche Ladezyklen (500 bis 1000) wie bisherige NiMH-Akkus. Sanyo war als erster mit solchen Akkus (Eneloop) auf dem Markt, bald darauf folgten jedoch auch andere Hersteller.

  • Hallo Wildwux,


    "NiMH-Akkus, alte Generation: haben eine Selbstentladerate von 5 bis 10 Prozent am ersten Tag..."


    Das sind ja interessante Infos. Damit ist locker verständlich, warum die 2700er bei mir einen Tag nach dem Laden 27 Stunden durchgehalten haben und die neuen 2100er 25 Stunden. Wenn die 2700er nach 24 Stunden bis zu 10% verlieren, sind es ja nur noch "2400er" ;)


    Im Dauerbetrieb halten die Camelion 2700 bei mir zwischen 27 und 30 Stunden durch.
    Unter denselben Bedingungen halten die Conrad Energy Endurance 2100 25 bis 26 Stunden.


    Die längeren Zeiten werden erreicht, wenn ich vom 10 Sekunden Aufzeichnungsmodus (Track) auf "Auto" gehe und "WAAS/EGNOS" deaktiviere.
    Alles andere ist im Standard-Modus. Insbesondere sind die Töne eingeschaltet und die Beleuchtung auf 50% für 30 Sekunden. Bei den Routen springt die Beleuchtung dann jeweils an den Abbiegepunkten kurz an und vor Radarstandorten quiekt sich das Teil den Lautsprecher aus dem Gehäuse. Trotzdem finde ich die Laufzeiten beachtlich.


    Augenblicklich habe ich die Camelion im eTrex und nutze das Gerät jeden Tag 2x (Arbeit hin und Arbeit zurück) sowie auf meinen Radtouren am Wochenende. Mal schauen, wie lange die Akkus dabei durchhalten.


    Grüße tohu

  • Die vielen Zahlen mögen ja ganz invormatif sein, ich aber verstehe nur Bahnhof.


    Was soll ich nun für Akku für meinen ETrex vista kaufen?