Die Raucherdebatte

  • Zitat

    Original von Achim
    Wird Zeit, dass Raucher ihre eigene Krankenversicherung zahlen müssen, damit nicht die Allgemeinheit diese Leute mit durchschleppen muss!


    Hallo


    Na ja... ich weiß ja nicht... und die "Trinker"... und die "Risikosportbegeisterten"... u.s.w. ;D


    Man könnte sicherlich darüber nachdenken, ob best. Risikofaktoren - ähnlich bei Lebensversicherungen [dort kann es sogar zur Verweigerung eines Abschlusses führen] - bei der Beitragserhebung berücksichtig werden. Aber eine eigene Krankenkasse bzw. den Ausschluss aus der allg. Versicherungspflicht kann und sollte es nicht geben. Denn wie angedeutet: Wo anfangen und wo aufhören? Die Allgemeinheit wird es [im Großen und Ganzen] mittragen müssen, da hier - auch im Sinne der Gleichbehandlung - nur schwer zu trennen wäre. Hier ist unsere Gesellschaft eben eine Solidargemeinschaft.


    MfG


    P.S. Nein... ich rauche nicht... :D

  • Was bin ich froh, dass


    - ich privat-versichert bin.
    - in GB wohne wo man mich nicht mehr wegen Passiv-Rauchen als Mörder hinstellen kann, da mittlerweile schon überall ein Rauchverbot gilt.


    ... das einzige was ich hoffe ist, dass nicht irgendwer auf die Idee kommt, mich anzuzeigen, weil er den rauchigen Whisky-Duft aus meinem Glas gesundheitlich nicht verträgt ... X(


    cu Peter

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Achim,


    bitte sei so gut und entferne entweder das Zitat oder gebe es mit Deinen eigenen Worten wider.


    Einer der größten Irrtümer im Onlinerecht und damit Ursache zahlreicher Abmahnungen ist es, dass fremde Artikel oder sonstige Texte als Zitat eins zu eins übernommen werden dürfen, wenn man die Quelle angibt.


    Viele Grüße,
    Sven

    • Offizieller Beitrag

    Hallo,


    da Achim nicht mehr online zu sein scheint, habe ich das Zitat gelöscht.


    Viele Grüße,
    Sven

  • vielleicht sollte man die krankenkassen absolut privatisieren.
    dann wäre das problem, dass gesunde leute die kosten für kranke zahlen erledigt.


    ich sehe ja auch nicht ein, wieso ich die kosten tragen muss damit anderen den magen ausgepumpt wird, weil sie zu tief ins glas geschaut haben oder weil sie beim besteigen des grossglockner fahrlässig waren. oder weil sie ohne schauen über die strasse gerannt sind und am schlimmsten sind noch die, die sich einfach verletzen, weil sie zuwenig aufgepasst haben.


    sind wir doch ehrlich, jeder unfall ist vermeidbar und passiert auf unnötigen / unvernünftigen umständen. genauso verursacht rauchen unnötiges leiden und kosten für die krankenkassen. aber deshalb gleich zuschläge oder ähnliches von rauchern zu verlangen, finde ich nicht okay. es güngt schon, dass manche für 20 die gleiche leistungen von der krankenkasse bekommen, wie andere für 600.


    dIdI


    PS: übrigens ich bin nicht gesetzlich versichert! und habe seit samstag nicht mehr geraucht (und habe mir vorgenommen, nicht mehr als 3-4 zigaretten in der woche künftig zu rauchen)

  • Zitat

    Original von dIdIX
    vielleicht sollte man die Krankenkassen absolut privatisieren.
    dann wäre das Problem, dass gesunde Leute die kosten für Kranke zahlen erledigt.
    ...


    ... sag mal irgendwie hast du da etwas falsch verstanden ... auch bei Privatversicherung zahlen viele in einen Topf aus dem dann für den Einzelnen ausgezahlt wird.


    Der einzige Unterschied ist der, dass


    1. Der Versicherte erst einmal in Vorleistung gehen muss und dann das Geld erstattet bekommt (wenn er den Schadensfall wirklich mitversichert hat)


    2. In der Regel nur Besserverdienende und Selbstständige dort versichert sind, die sich lieber halbtot ins Geschäft schleppen, weil sie es sich einfach nicht leisten können, den Laden zuzusperren.


    3. Sind in den "privaten" Versicherungen natürlich keine Arbeitslosen, Hartz 4 oder geringfügig Beschäftigte die zwar kaum Beiträge zahlen aber doch Kosten verursachen


    Aber trotzdem zahlen die anderen gesunden Privatversicherten in gewisser Weise deine Kosten durchs rauchen mit ... nur dass die Versicherung dich halt im Schadensfall hochstuft mit den Beiträgen ... :D :gap : drink


    ... oder möchtest du uns jetzt erzählen, dass du jede Arztrechnung aus der eigenen Tasche bezahlst ... ohne Versicherung ... denn dann versteh ich deine Haltung zur Raucherei überhaupt nicht mehr ...




    und von wegen Ungerechtigkeit, dass einige für 20 Beitrag die gleichen Leistungen wie andere für 600 bekommen ... soll das heissen, dass jeder der aus welchem Grund auch immer (z.B. Firma geht nach 40 Jahren pleite) in Hartz 4 rutscht dann halt verr***** soll, weil er es sich nicht leisten kann zum Artzt zu gehen ???


    Das ist nämlich der Grundgedanke der Privatversicherung ... die Gesellschaft soll schon solidarisch sein ... der Pöbel zahlt untereinander für sich selbst und aus den Beiträgen der gesetzlich Versicherten werden Krankenhäuser und Uni-Kliniken vorgehalten, in denen der Herr Privatpatient dann aber nur das zahlt, was er in Anspruch nimmt ...


    ... jedem das Seine und mir das meiste ... schöne Einstellung das ...

    2 Mal editiert, zuletzt von ManEater ()

  • @ManEater


    ich rede von österreich, wo nur sehr wenige privat versichert sein können - und das sind eigentlich leute, die durch das soziale netz fallen (zB grenzgänger, manche freiberufler). hier haben die kassen überhaupt KEINE vorgaben, d.h. sie können die prämie individuell nach alter, raucher, hobbies, etc festlegen (was sie auch zum teil machen!)


    und das mit den 20 und 600 wollte ich nur hinstellen, damit man sieht, dass krankenversicherungsbeiträge sowieso total ungerecht sind, also können auch nicht raucher für raucher zahlen (ist eh schon egal)


    dIdI

  • Mag ja sein, nur solange es hier bei uns legal ist, dass Leute für 3,60 (z.B. Friseure) in der Stunde arbeiten sollen (macht bei ca. 160 h/Monat einen Bruttoverdienst von 576,- Brutto vor Steuer etc.) wie sollen die dann kranken versichert werden ???


    Gar nicht ??? (Ironie ein / sind ja selber schuld die faulen Schweine, wenn die für Vollzeit nicht genug verdienen /Ironie aus /)

  • Zitat

    Original von dIdIX
    ... dass krankenversicherungsbeiträge sowieso total ungerecht sind, also können auch nicht raucher für raucher zahlen (ist eh schon egal)


    Der Unterschied ist nur:
    - bei Risikosportarten mag man vielleicht einen Unfall haben
    - beim Rauchen ist der Lungenkrebs sicher, nur beim einen kommt er früher, beim anderen später.


    Aus meinem "gelöschen Zitat" oben:
    4,5 Millionen Rauchertote pro Jahr weltweit
    135.000 Rauchertote pro Jahr in D
    + 3000 tote Passivraucher pro Jahr in D, das ist eine "nette" Truppe, die Raucher X( X( X(


    Achim

    Einmal editiert, zuletzt von Achim ()

  • Zitat

    Original von Achim


    - beim Rauchen ist der Lungenkrebs sicher, nur beim einen kommt er früher, beim anderen später.


    Sicher ist nur der Tod - wo, wann und durch was er eintritt, das kannst Du nicht sicher sagen ;)


    Mein Opa hat täglich zwei Schachteln geraucht und ist friedlich im Schlaf mit 84 Jahren gestorben - ohne Krebs gehabt zu haben.


    Also, bleibt noch ne dritte Möglichkeit: bei wieder nem anderen kommt er gar net.
    Es gibt auch keine Studie die besagt, dass Rauchen Krebs verursacht (dagegen würde die Tabakindustrie gleich mit ner Gegenstudie vorgehen, die belegt, dass es tausende Leute gibt, die rauchen und nicht an Krebs sterben bzw. leiden) - es steht immer drinnen, Rauch kann Krebs verursachen und dass es einen signifikanter Zusammehang zw. Rauchern und Krebspatienten gibt.

  • Zitat

    Original von ManEater
    Mag ja sein, nur solange es hier bei uns legal ist, dass Leute für 3,60 (z.B. Friseure) in der Stunde arbeiten sollen (macht bei ca. 160 h/Monat einen Bruttoverdienst von 576,- Brutto vor Steuer etc.) wie sollen die dann kranken versichert werden ???


    Gar nicht ??? (Ironie ein / sind ja selber schuld die faulen Schweine, wenn die für Vollzeit nicht genug verdienen /Ironie aus /)


    *sorry*
    über frisöre möchte ich jetzt nicht diskutieren.
    hab genug in der klientel davon,
    50 % läuft einfach neben den büchern vorbei.
    mit den mitarbeitern wird fix ausgemacht, bekommst noch 300 pro monat auf die hand dazu. dann bekomme diese mehrere hundert euro steuerfreies trinkgeld ...


    und versteh jetzt mich nicht falsch, aber das sozialversicherungswesen ist sowieso nicht fair, die gutverdiener zahlen für die armen, und die gesunden für die kranken und in einem masse auch die nichtraucher für raucher.


    und "Beim rauchen ist der lungenkrebs sicher"
    ist absoluter käse.


    aber bitte sag mir den grund, wieso es gerecht ist, dass alkoholiker dem staat viel kosten dürfen, raucher aber nicht. die DROGE alkohol wird bei uns derzeit genau so ignoriert, wie rauchen vor 30 jahren!


    und bzgl. den toten von passivrauchen glaube ich die zahl nicht. da rauchen leider zum sündenbock für sämtliche schädstoff erkrankungen geworden ist. möchte nicht wissen wieviele von den toten aufgrund co2 belastungen gestorben sind und es dem rauchen zugeschanzt wird.


    ich möchte gerade die nichtraucher vielleicht dazu animieren, nicht die raucher als sündenbock für alles herzunehmen. rauchen ist schädlich, aber viel anderes auch! und ich bin grundsätzlich für rauchverbote, aber gegen eine diskriminierung und behandlung von rauchern als verbrecher!



    aber da das hier eine endlose diskusion ist, werde ich diesen thread nicht mehr weiter verfolgen.

  • Zitat

    Original von Achim
    Der Unterschied ist nur:
    - bei Risikosportarten mag man vielleicht einen Unfall haben
    - beim Rauchen ist der Lungenkrebs sicher, nur beim einen kommt er früher, beim anderen später.


    Hallo


    Und trotzdem werden wir in D keine Differenzierung vornehmen können. Wie denn? Bei welchen fangen wir an und wo hören wir auf? Wer will entscheiden, welche Heilbehandlungskosten selbst verursacht sind und welche nicht?


    Und auch bei Risikosoprtarten müsste man sagen: Eigentlich unnötig... wer's nicht kann soll's lassen... :D


    MfG

  • ... wo bitte habe ich wann gesagt, dass sich die Leute totsaufen dürfen und die Allgemeinheit das mitbezahlen soll/muss ???


    Es ging mir nur darum, dass der Einzelne eben nur im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten in eine Sozialkasse einzahlen kann und dass es eben eigentlich eine bodenlose Sauerei ist, dass die Herren Selbstständigen und Besserverdienenden sich aus dieser Solidaritätsgemeinschaft ausklinken können und sich Privat versichern.


    Aber irgendwo muss man ja endlich anfangen ... nur weil der Andere auch etwas macht, was nicht gesund ist, gibt es noch lange keine Rechtfertigung dafür dass ein Raucher alle in seiner Umgebung gesundheitlich schädigen darf ...

  • Zitat

    Original von ManEater
    dass die Herren Selbstständigen und Besserverdienenden sich aus dieser Solidaritätsgemeinschaft ausklinken können und sich Privat versichern.


    dann zieh nach österreich