Wie TMC-Empfang mit Wurfantenne verbessern?

  • Wenn Du ein 12/5V Netzeil hast was in diesem Frequenzbereich (TMC) strahlt, kann Du unter einem Sender stehen und Du bekommst KEINEN Empfang.
    Mach den Versuch mit der eingebauten Batterie und zieh den Stecker(auf der 12V Seite) raus.
    Wenn es jetzt besser ist, kannst Du sehen wer der Verursacher ist.


    Gerco


  • Wie das bei anderen Navis ist würde mich auch interessieren. Ich hab mit dem Y-Adapter und reinem Akku-Betrieb heute extra noch einmal drauf geachtet, als ich von München nach Kassel gefahren bin. Ab kurz vor dem Kindinger Berg habe ich keinen TMC-Pro Sender mehr. Das dauert dann ca. 30 km und dann hab ich wieder TMC-Pro (durchgehend).
    Gibt es dort wirklich keine TMC-Pro Sender oder habt Ihr dort mit anderen Navis TMC-Pro-Empfang? Vielleicht kann ja jemand zufällig zu dieser Gegend was sagen.
    TMC ist kein Problem.

  • TMC und TMC Pro unterscheiden sich nur in der Software und haben mit der Hardware nichts zu tun.


    Gerco

  • Zitat

    Original von opaq
    Das Navi Medion GoPal4410 hat offensichtliche Probleme beim Empfang von TMC-Signalen.
    Bei einer Fahrt von Hannover nach Siegen am Freitag ( mit der normalen Wurfantenne) ist der TMC-Empfang mind. 10 mal vollständig für längere Zeit ausgefallen und die Staus, in denen ich dann festhing, wurden nicht angezeigt.


    Ich habe vor zwei Wochen mit dem Wohnmobil 3300km über deutsche Strassen und die kimbrische Halbinsel abgespult (darunter auch die A7 an Hannover vorbei ;-). An der Scheibe hing wie immer mein PNA465.
    Als Antenne habe ich den ehemaligen 1,5m langen Witz, den man als Funkamateur erst Mal auf die richtige Länge kürzt, und zwar exakt um die Hälfte.
    Leider lassen sich nur die wenigsten User davon überzeugen, das ein kurzer angepasster Draht mindestens genauso gut funktioniert wie eine falschangepasster, der zu lang ist. Dieser Draht läßt sich auch ganz bequem in L-Form an der Scheibe befestigen, wobei ich mein Medion gelegentlich auch mal links vom Lenkrad habe und der Draht dann in J-Form am Scheibenrand klebt.
    wie gewohnt, hatte mein Medion auch im WoMo ungefähr 90% TMC-Empfang, in Dänemark etwas weniger, wegen der geringeren Senderdichte.


    Zitat


    Es spielte auch keine Rolle, ob die Stromversorgung eingesteckt war oder nicht.


    Stimmt. Empfangsverschlechterung durch angestecktes Netzteil hatte ich noch nie, egal ob mit dem Original-Lader oder dem 5Euro-No-Name-Lader, der den Medion am Motorrad versorgt.


    PS: Welche Autobahn geht den eigentlich von Hannover nach Siegen?

  • Zitat

    Original von Gerco
    TMC und TMC Pro unterscheiden sich nur in der Software und haben mit der Hardware nichts zu tun.


    Gerco


    Das ist klar... Ich meinte nur, ob jemand zum Beispiel mit nem Blaupunkt Navi oder so dort TMC-Pro-Sender empfängt.

  • Zitat

    Original von Batchman99
    Als Antenne habe ich den ehemaligen 1,5m langen Witz, den man als Funkamateur erst Mal auf die richtige Länge kürzt, und zwar exakt um die Hälfte.
    Leider lassen sich nur die wenigsten User davon überzeugen, das ein kurzer angepasster Draht mindestens genauso gut funktioniert wie eine falschangepasster, der zu lang ist.


    Kannst Du das mal erklären?

  • Zitat

    Als Antenne habe ich den ehemaligen 1,5m langen Witz, den man als Funkamateur erst Mal auf die richtige Länge kürzt, und zwar exakt um die Hälfte.


    Das halte ich für mißverstandenes Wissen aus dem Rothammel (= eine Antennenbibel für Funkamateure).


    Sonst müßten wir einmal eine Diskussion über den Fußpunktwiderstand eines Lambda-Halbe-Strahlers führen, gerne auch über den Wellenwiderstand oder die Impedanz eines 3,5-mm-Klinkensteckers im UKW-Bereich... das würde aber wohl hier den Rahmen sprengen.


    Gruß
    Max (DK7**)

  • Zitat

    Original von wind-hund
    Kannst Du das mal erklären?


    Ich werds versuchen... ;)
    Eine der effektivsten (passiven) Antennen in der Hochfrequenzwelt ist die
    Dipol-Antenne, sie besteht aus zwei gegenüberliegenden Stäbe, deren Gesamtlänge genau die halbe Wellenlänge der benutzten Frequenz hat, auch "Halbwellendipol" genannt.
    Jede Seite des Dipols hat entsprechend ein Viertel der Wellenlänge.
    Die Wellenlänge des UKW-Rundfunks ist im Mittel 3m, entsprechend würde ein Halbwellendipol aus 2x75cm-Stäbe (oder Drähte) bestehen.
    Eine Seite des Dipols ist der "heiße" Teil, der dem Eingang ds Empfängers zugeführt wird, der andere Teil ist der "kalte" Teil, der Verbindung mit der Masse hat.
    Bei unserem elektronischen Pfadfinder fungiert die Wurfantenne als "heißer" Empfangsdraht, der "kalte" Masseteil fehlt, also muß der Wurfdraht mit der verbleibenden Gerätemasse den Dipol "spielen". Das ist zwar ein verlustbehaftetet Kompromiss, ist aber eben nicht besser zu machen.
    Original ist die Wurfantenne aber 1,5m lang. Technisch gesehen ist das zwar ein Ganzwellen-Dipol, aber diese Art der Antenne hat einen viel zu hohen Widerstandswert (Impedanz). Da dieser Wert viel höher ist als der Eingang des Empfängers, kann die empfangene Leistung nicht richtig an den Empfänger übergeben werden.


    Ich hoffe, es ist so halbwegs verständlich erklärt.
    Natürlich spielen noch andere Faktoren eine Rolle, z.B. Verkürzungsfaktor oder Polarisation, die möchte ich aber der einfachheithalber mal Aussen vor lassen.

  • Oder wie wäre es mit einer aktiven Ferritantenne für VHF aus der ARRL Fibel? ;)
    Bislang für TMC erst bei Powerq Tech gesehen....


    Macht doch die User nicht irre, am Ende ist Ebay voll von abgeschnittenen Wurfantennen...


    Da hilft es gar nichts, dass der OM einen KFZ Lader hat,der den Empfang nicht beeinträchtigt, was eher die Ausnahme sein dürfte....

  • Zitat

    Original von Batchman99
    Ich hoffe, es ist so halbwegs verständlich erklärt.
    Natürlich spielen noch andere Faktoren eine Rolle, z.B. Verkürzungsfaktor oder Polarisation, die möchte ich aber der einfachheithalber mal Aussen vor lassen.


    Vielen Dank, so halbwegs ...
    Aber ich bin doch noch etwas am Zweifeln: Du willst doch nicht allen Ernstes behaupten, die Herrschaften Entwickler hätten einfach mal aus Jux eine doppelt so lange Antenne beigelegt, wo es auch die Hälfte (besser) getan hätte? Soviel Inkompetenz erscheint mir zweifelhaft ... ?(

  • Zitat

    Original von wind-hund
    Soviel Inkompetenz erscheint mir zweifelhaft ... ?(


    DAS... kann ich dir nicht sagen ;)
    Das ist zunächst nur mal eine (technische) Erklärung, warum der kürzere Draht genauso gut geht wie der längere.


    Auf der anderen Seite......
    Es wurde auch irgendwann mal ein Audi-TT ohne Heckspoiler konstruiert, was sich im Nachhinein auch als (lebensgefährlicher) Konstruktionsfehler herausstellte ;)

    Einmal editiert, zuletzt von Batchman99 ()

  • Hi alle zusammen,
    ich habe von einer lösung mit einem 12V netzteil gehört!!!!


    medion soll mit dem originalnetzteil sörungen verursachen.


    ein netzteil der t-com soll besserung versprechen.


    ich selbst hab es noch nicht getestet.


    mfg


  • Moin,


    Habe ich auch schon von gehört............ :D
    Wurde hier schon lange drüber diskutiert.......
    Habe das T-Com Netzteil, bei mir bewirkt es Wunder.......
    Suche mal danach.........


    MeggsM

  • Lambda/2 hat am Ende ein Spannungsminimum und Stromaximum
    Lambda/4 hat am Ende ein Spannungsmaximum und Stromminimum


    Eine Lambda/4 Antenne reagiert damit erheblich empfindlicher auf Änderungen der Umgebung.
    Nur den Kopf im Abstand von 1/2m hin und her bewegen kann(muß nicht) Änderungen der Empfangsleistung von 100% bringen.



    Gerco

  • Als ich meinen Funkschein machte (DG6JF*) fand ich in einem guten Buch (Es steht nicht alles im Rothammel) die Behauptung, dass die Wirkungen von Heizungsrohren, Balkongeländern Moniereisen in Beton so vielfältig sind, dass sie jede theoretische Berechnung "über den Haufen werfen". Da stand dann weiter, dass nach fehlgeschlagenen Berechnungen die leitende Verbindung der Antenne mit dem Ferderkern von Omas Ohrensessel plötzlich excellenten Emfang von xyz ermöglichte. Rechne wer da will.
    So ist das auch mit MOBILEN Navis. Eine gute Empfangsleistung des Navis bekomme ich grundsätzlich nur, wenn Medion auch das Auto dazu liefert und beides vorher ( wie beim Ohrensessel) praktisch erprobt.
    Theorie des Afu ist ja was schönes, aber ob der Drahtigel das immer weiß?
    Geduldiges Probiern ist unvermeidlich!
    Habt Geduld, fummelt es euch zurecht.
    Viel Spass
    Rechenschieber

    Einmal editiert, zuletzt von Rechenschieber ()