Hallo
In einem anderen Thread schrieb WOM:
Zitat
Im hier nicht beigefügten NMEA-Log fiel noch eine bereits für meine Syson festgestellte Eigenart auf, nämlich regelmäßige Einfriereffekte der Koordinaten (mal Nord, mal Ost). Einer der beiden Koordinatenwerte bleibt z.B. über teils mehr als 20 sec! lang konstant, während der andere sich in dieser Zeit gelegentlich ändert. Als Folge ergibt das in diesem Teilbereich der Koordinatenverteilung entweder eine rein vertikale oder eine rein horizontale Punktefolge. Hier liegt also eine Art "Mini-SN" vor. Denn man darf nicht vergessen, dass bei dem hier in der Abbildung vorliegenden Maßstab (Nachkommastellen) die vierte Stelle in Nordrichtung etwa 18 cm und in Ostrichtung gar nur ca. 12 cm ausmacht. Bei dem starken Rauschen, von dem das schwache Satellitensignal überlagert ist, sollte man von einem Messpunkt zum nächsten gewisse kleinere Variationen erwarten dürfen, so wie dies bei den früheren Sirf-Empfängern der Fall war. Dass dies hier nicht auftritt, ist für mich ein deutlicher Hinweis auf "Koordinatenkosmetik", indem die eigentlich natürlichen Signal-Fluktuationen schöngerechnet und unterdrückt werden.
So würde ich das nicht ausdrücken wollen. Vielmehr würde ich zwei Dinge anführen, die IMHO dafür verantwortlich sind:
1. Begrenzung der möglichen Winkelauflösung durch die Anzahl der Stellen nach dem Komma.
2. neuere SiRF-Chips sind möglicherweise doch besser als die alten und halten die Variationen deshalb oftmals unter der "Wahrnehmungsschwelle" nach Punkt 1.
Und das schauen wir uns jetzt mal näher an.
Am Sonntagabend war ich mal wieder auf EGNOS-Jagd, bin ins Freie gefahren und habe meinen PDA aufs Autodach gestellt. Geloggt wurde im binären SiRF-Format, SN und Tracksmoothing waren deaktiviert. Da nach 20 Minuten immer noch kein SBAS auftauchte, habe ich die Sache abgebrochen.
Aus diesem binären Log habe ich mit S2N zwei NMEA-Logs generiert. Beide unterscheiden sich nur in der Anzahl der Stellen nach dem Komma. Eines ganz normal mit vier Stellen, das andere mit sechs Stellen. Mehr ist technisch nicht möglich, da Länge und Breite im SiRF-Format als mit 10^7 skalierter 32-Bit INTEGER und in Dezimalgrad ausgegeben werden. Die Umwandlung ins NMEA-Format (DDDMM.MMMM) ist daher nur bis sechs Stellen nach dem Komma sinnvoll.
Und wenn man nun mal auf das obere Bild guckt, dann scheint die Position oftmals länger eingefroren. Das ist aber nicht ganz richtig, wie der Vergleich zum "hochaufgelösten" Bild zeigt. Und wenn selbst dort waagerechte Linien auftauchen, dann heißt das nur, daß die Auflösung des skalierten Integers nicht ausreicht, um weitere Details darstellen zu können. Ich bin also der Meinung, daß die Positionen immer in Bewegung sind. Nur ob man das sehen kann, ist halt die Frage.
Die beiden Logfiles sind im rar.
bfn hevo2