Geocaching und RoyalTek RBT-2110

  • Beim Geocaching werden an den GPS-Receiver einige besondere Anforderungen gestellt, die ich am Beispiel der "Wintec WBT300" hier erläutert habe: http://forum.pocketnavigation.de/tid1064703-sid.htm


    Die dort getestete WBT300 (Antaris-Chip) überzeugte bei den üblichen Anwendungen (Autofahren usw.) als Allround-Empfänger mit sehr guten Leistungen, bei schlechten Empfangsbedingungen konnte sie jedoch im Vergleich zu meiner "SysOnChip Smart Blue mini" (Sirf III) nicht mithalten. Gerade solche Situationen kommen jedoch beim Geocaching häufiger vor.


    Da meine Syson seit einem Garantie-Austausch jedoch beim Geocaching andere Probleme aufwirft (siehe obiger Bericht), stellte sich mir die Frage, ob dies an meiner Syson oder generell am Sirf-III-Chip liegt. Um zu prüfen, wie sich beim Geocaching ein aktueller Receiver eines anderen Herstellers verhält, fiel meine Wahl auf die "RoyalTek RBT-2110". In einer älteren Sirf-III-Generation ist diese als "RBT 2001" (bauartähnlich, nur kleinerer Akku) schon im Nov. 2005 von "peterpu" ausführlich hier getestet worden.


    Für den Test der RBT-2110 wurde mir freundlicherweise von TSGPS ein Exemplar zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür. Ich hatte darum gebeten, eine etwa vorhandene Static Navigation zu deaktivieren, da ich an ein Leihgerät nicht mit SirfDemo herangehen will. Die Maus ließ sich problemlos über Bluetooth koppeln und wurde dann zum sammeln aller erforderlichen Satellitendaten zunächst eine halbe Stunde lang unter freiem Himmel betrieben. Anschließend wurde als Eingangstest mittels VisualGPS ein Ruhelog über knapp 20 min aufgezeichnet. Die daraus resultierenden Ergebnisse sind im untenstehenden Bild "Ruhelog_freier_Himmel" dargestellt. Dieses Bild und einige weiter unten erläuterte sind auch im beigefügten "Anhang.rar" enthalten.


    Aus dem NMEA-Log wurde mittels Excel die im Bild oben dargestellte Koordinatenverteilung ermittelt (hier sind nur die Nachkommastellen der Minutenwerte aufgetragen). Die Koordinatenpaare bilden eine Punktewolke mit üblicher Drift, Static Navigation ist nicht aktiviert. Die Nordwerte streuen innerhalb eines Bereichs von insgesamt etwa 6 m, in Ostrichtung sind es nur ca. 2 m. Dieses Ergebnis wäre beim Geocaching zur Positionsbestimmung mittels Averaging sehr gut geeignet. Wie man in der unteren Bildreihe an der Sat-Verteilung, den Signalstärken und der Statistik sieht, haben hier allerdings auch gute Empfangsbedingungen vorgelegen. Dies ist beim Geocaching aber häufig nicht der Fall.


    Im hier nicht beigefügten NMEA-Log fiel noch eine bereits für meine Syson festgestellte Eigenart auf, nämlich regelmäßige Einfriereffekte der Koordinaten (mal Nord, mal Ost). Einer der beiden Koordinatenwerte bleibt z.B. über teils mehr als 20 sec! lang konstant, während der andere sich in dieser Zeit gelegentlich ändert. Als Folge ergibt das in diesem Teilbereich der Koordinatenverteilung entweder eine rein vertikale oder eine rein horizontale Punktefolge. Hier liegt also eine Art "Mini-SN" vor. Denn man darf nicht vergessen, dass bei dem hier in der Abbildung vorliegenden Maßstab (Nachkommastellen) die vierte Stelle in Nordrichtung etwa 18 cm und in Ostrichtung gar nur ca. 12 cm ausmacht. Bei dem starken Rauschen, von dem das schwache Satellitensignal überlagert ist, sollte man von einem Messpunkt zum nächsten gewisse kleinere Variationen erwarten dürfen, so wie dies bei den früheren Sirf-Empfängern der Fall war. Dass dies hier nicht auftritt, ist für mich ein deutlicher Hinweis auf "Koordinatenkosmetik", indem die eigentlich natürlichen Signal-Fluktuationen schöngerechnet und unterdrückt werden. Dieses Verhalten, welches schon für mehrere aktuelle Sirf-III-Receiver aufgefallen ist, mag für Standardanwendungen durchaus von Vorteil sein, für Geocaching kann es jedoch zu den bereits im Wintec-Posting erläuterten Nachteilen führen.


    Um einen Eindruck über das Verhalten der Royaltek RBT-2110 unter ungünstigen Bedingungen zu erlangen, wurde sie zum Erzwingen einer schlechten Empfangssituation in einem nach Norden gelegenen Zimmer auf die Innenfensterbank gelegt. Hierzu wurde sie gemeinsam mit meiner zum Vergleich mitlaufenden Syson zunächst eine halbe Stunde lang ruhend unter freiem Himmel betrieben, um optimal alle erforderlichen Sat-Daten sammeln zu können. Anschließend wurden beide Receiver unverzüglich und ohne auszuschalten (also mit noch bestehendem Fix) auf die Nordfensterbank gebracht, wo parallel für jeden ein Log über etwa 15 min aufgezeichnet wurde. Dabei hing die Royaltek an einem iPAQ 2210, während das Log für die Syson via Bluetooth mit einem Nokia-Handy aufgezeichnet wurde. Für die Royaltek wurden direkt am iPAQ einige Screenshots aufgenommen, während diese für die Syson nachträglich mittels u-Center aus dem NMEA-Log des Nokias generiert wurden.


    Auf dem im Anhang befindlichen Bild "Ruhelog_Fensterbank" sind diese Screenshots zu sehen, und zwar für die Royaltek in der oberen und für die Syson in der unteren Reihe (oben und unten jeweils zu etwa gleichen Zeitpunkten). Zunächst ist im linken Bild die Satellitenverteilung zu Beginn der Messreihe zu sehen. Es sind einige Satelliten in Nordrichtung zu erkennen, also eine zwar ungünstige, aber beim Geocaching im Wald durchaus gängige Situation, wenn nämlich gerade nur in irgendeiner Richtung eine Lücke zwischen den Bäumen Empfang zulässt. Die Royaltek hatte anfangs mal ganz kurz einen Fix, den sie aber sofort wieder verlor, wie das daneben befindliche Bild ihrer Signalstärke zeigt (Sats in View, aber keiner in Use). Am Ende der Messung ist die Satellitenanordnung praktisch unverändert (3. Bild), aber das Signalbild der Royaltek hat sich verschlechtert (4. Bild). Im Vergleich dazu zeigen in der unteren Reihe die Bilder der Syson ein wesentlich besseres Empfangsverhalten, indem hier ein Fix erzielt wurde.


    Was bereits an diesen Bildern zu erkennen ist, zeigte dann die weitere Auswertung der Logs (u.a. auch mit GPSLog von "karomue") auch quantitativ, dass nämlich die Royaltek RBT-2110 unter diesen Bedingungen überhaupt keinen Fix erzielen konnte, während die Syson in 67,3% der Fälle einen 3D-Fix und zu 24,7% immer noch einen 2D-Fix hatte. Hier liegt also ein deutliches Plus der Syson, welche ja in diesem Punkt beim gleichen Test auch schon der Wintec WBT300 überlegen war. Möglicherweise sind bei der Syson herstellerseitig einige Parameter anders eingestellt, was hier von Vorteil sein mag. Andererseits hat sie aber auch die bereits beschriebenen Nachteile beim Geocaching. Deshalb habe ich auch diese Ruhelog-Beispiele ausführlicher beschrieben, weil sie gewissen Verhältnissen beim Geocaching sehr nahe kommen: eben der langsamen schrittweisen Annäherung an ein Ziel und der Ermittlung einer festen Position.


    Nun zum praktischen Einsatz: bei den üblichen Standardanwendungen wie Autofahren, Radfahren usw. verhielt sich die RBT-2110 untadelig, also etwa so, wie "peterpu" es bereits in seinem oben zitierten älteren Test beschrieben hat. Die aufgezeichneten Tracks deckten sich gut und ohne Ausreißer mit den Straßen und Wegen auf der Karte (Vektorkarten von MS-Autoroute oder Rasterkarte TOP10-NRW. Als Beispiel ist in der Abbildung "Waldwanderung" der Track einer etwa 7 km langen Geocaching-Tour zu sehen, bei der allerdings im lichten Frühlingswald durchweg auch recht guter Empfang herrschte. Dort, wo der Track nicht genau auf den Wegen liegt, bin ich tatsächlich infolge der durch "Kyrill" verursachten Schäden vom Wege abgewichen.


    Interessant wurde es dann bei der schrittweisen Annäherung an einen vorgegebenen Zielpunkt. Das ist die Situation, in der mich die Syson insbesondere bei schlechtem Empfang meist munter hin- und herschickt. Das kam auch bei der Royaltek vor, wenngleich weniger häufig. Ein Beispiel hierfür zeigt der für OziExplorer bei sehr starker Vergrößerung aufgenommene Screenshot "Annäherung". Die von oben kommende rote Linie zeigt den zurückgelegten Weg und der dicke rote Pfeil die momentane Bewegungsrichtung. Man erkennt, dass mich die Maus ganz nahe am gelben Zielpunkt "1" vorbeigeführt hat. Erst im Moment des Screenshots hatte sich die Royaltek dann besonnen und wies mich nun mit der pinkfarbenen Linie wieder um 24 m zurück zum Zielpunkt. So bestätigt sich auch mit diesem neueren Royaltek-Exemplar ein Zitat aus dem früheren "peterpu"-Test:
    "... bei diesen langsamen Geschwindigkeiten scheint der Sirf III Chip ein gewisses Eigenleben zu entwickeln. ... Lediglich der Geocacher kann in Situationen kommen, wo er mit einem Standard-Empfänger eine genauere Position bekommt."
    Solch irreführendes Verhalten kam aber insgesamt seltener vor als bei meiner Syson, und unter Einbeziehung aller mit ihr gewonnenen Eindrücke sehe ich die RBT-2110 zum Geocaching als durchaus brauchbar an. Leider hatte sich während der Testzeit keine Möglichkeit ergeben, diese Maus mal mit einem "Garmin 60CSx" (Sirf III) zu vergleichen, den ich bei anderen Geocachern schon mehrmals als sehr positiv erlebt hatte und der zum Geocaching derzeit eine Art Referenz sein könnte.


    Mein Fazit: den normalen Alltagsanwendungen hat sich die Royaltek RBT-2110 jederzeit gewachsen gezeigt, eben ganz so, wie "peterpu" es in seinem test beschrieben hat und wie es beim heutigen Stand von einem aktuellen Sirf-III-Receiver zu erwarten ist. Beim Geocaching zeigte sie bei der Annäherung an einen Zielpunkt gelegentliche Schwächen, die nach meinen bisherigen Eindrücken mit mehreren Receivern Sirf-III-typisch zu sein scheinen. Gut möglich, dass sich bei sorgfältiger Anpassung einiger Parameter des Sirf-Chips noch Verbesserungen erzielen lassen, Versuche in dieser Richtung laufen jedenfalls (siehe o.a. Wintec-Thread) und lassen den Geocacher hoffen. Solches Anpassen kann allerdings mittels Sirfdemo eine heikle Angelegenheit sein, und daher wäre dringend ein Software-Tool für Sirf-III zu wünschen, welches ähnliche Möglichkeiten bietet wie u-Center für den Antaris-Chip.


    Viele Grüße,
    WOM

  • Hallo WOM,


    du bist aber fleißig :)


    Wenn ich das mit meinen Erfahrungen mit der RBT2010 aus dem letzten Jahr vergleiche, so scheint die neuere Maus sich in zwei Dingen anders zu verhalten: Mich schickte diese Maus nie - wie etwa unsere beide SysOn's - hin und her, dafür aber hatte sie ein nicht abschaltbares SN und versetzte mich bei schlechtem Empfang urplötzlich ganz wo anders hin, weit schlimmer als unsere SysOn's. Anders als deine Logs konnte ich kein Einfrieren einer Koordinate erkennen, es ergab sich lediglich ein Raster (durch Rundung!?), dessen Punkte willkürlich horizontal, vertikal und eben (annähernd gleich wahrscheinlich auch) diagonal durchlaufen wurden.


    Mein Fazit: Für mich erscheint die RBT2110 keine wirkliche Alternative zu sein. Es wurde wohl eher ein Fehler durch einen anderen beseitigt. Bleibt nur zu hoffen, dass endlich einmal Bewegung in die Entwicklung der SirfIII Mäuse kommt und die Hersteller entdecken, dass es nicht nur Autofahrer gibt, sondern auch noch uns GeoCacher.


    Meine Befürchtung ist: Solange bis der letzte GeoCacher auf Garmin und der letzte Autofahrer zu PNA noch nicht gewechselt hat, rühren sich die Mäusehersteller nicht. :-D)


    Danke für deine Mühen, die du für uns alle auf dich nimmst. Das ist vorbildlich! :]


    Viele Grüße
    LeGro

  • Hallo LeGro,


    erstmal vielen Dank für die Blumen ;) Was die Mühe anbelangt, so ist ja auch etwas Eigennutz dabei, um endlich zu einer vernünftigen Geocaching-Maus zu kommen. Das unterschiedliche Verhalten Deiner letztjährigen RBT2010 könnte eventuelle auch an einer anderen Generation des Sirf-III-Chips liegen. Unter http://www.golem.de/0612/49552.html findet sich ein Interview mit dem SiRF-Gründer Kanwar Chadha. Darin beantwortet er die Frage, wann Sirf IV kommt, folgendermaßen:
    "Wir haben normalerweise drei bis vier Produktzyklen pro Technologiezyklus. Und für SiRFStarIII ist bereits der dritte Produktzyklus erreicht, es wird also nicht lange dauern."


    Somit haben wir hier also die 3. Sirf-III-Generation und damit die unschöne Situation, dass es von ein und demselben Receiver sehr unterschiedliche Ausführungen geben kann, indem Sirf die Firmware und der jeweilige Receiver-Hersteller die Software ver(schlimm)bessert haben. Also hoffen auf Sirf-IV oder Antaris-5? :(


    Viele Grüße,
    WOM


  • Vergeßt nicht die Umfrage von Frank Kautz von Tragant!


    Und Konkurrenz belebt das Geschäft... :]

  • Zitat

    Original von karomue
    Vergeßt nicht die Umfrage von Frank Kautz von Tragant!
    Und Konkurrenz belebt das Geschäft... :]


    Wo gibt's diese Umfrage ?(


    Wenn, so wie es aussieht, auch die "Verbauer" von Antaris-Chips genau den selben Mist machen wie die SirfIII-ler, dann nützt auch die Konkurrenz nichts. Ich werde den Schrott gewiss nicht kaufen, schließlich habe ich schon genug Geld zum Fenster raus geschmissen. :-D)


    Solange es noch freundliche Betatester hier im Board gibt, hoffe ich einen weiteren Fehlkauf sicher vermeiden zu können. :]


    Viele Grüße
    LeGro

  • Zitat

    Original von LeGro
    ... Wo gibt's diese Umfrage ...
    Wenn, so wie es aussieht, auch die "Verbauer" von Antaris-Chips genau den selben ... machen wie die SirfIII-ler, dann nützt auch die Konkurrenz nichts. ...


    Hallo Leander


    Esist zu beachten das es sich um eine Umfrage eines Haendlers handelt. Ich hoffe das er so starken Einfluss auf den Hersteller nehmen kann, das er die ausgesprochenen Wuensche zur Umsetzung bringt. Der Glaube daran faellt mir aber schwer.


    Ich habe auf der CeBit2007 versucht Informationen zum Antaris5 zu bekommen. Die Bandbreite ging von "Ist fertig und in unserem Produkt verkaufsfertig integriert" bis zu "Erscheinungsdatum ist noch nicht klar". Allerdings war keiner bereit mir den Empfaenger in die Hand zu geben, das ich den mal mit meinem PDA verbinden konnte. Warum wohl?
    Ach uebrigens. Andere Firmen (nicht SIRF oder Antaris) mit Neuigkeiten auf dem Empfaengersektor hatten doch tatsaechlich Muster vorhanden die man in Haenden halten konnte. Darueber hinaus durfte ich sogar meinen PDA mit den Empfaengern verbinden und mir einen ersten Eindruck ueber die Empfangssituation in der Standumgebung machen.


    Auch bei u-Blox gab es keine wirklichen Aussagen zum Chip. Das soll aber nicht bedeuten das die es nicht wissen, sondern das die Standmannschaft unterschiedlichen Kenntnisstand hatte und keine nachhaltigen Angaben machen konnte. Soll aber kein Vorwurf sein, denn das Standpersonal der Aussteller ist nicht immer auf dem technischen Stand der Entwickler. Auch duerfen dort garantiert keine internen Aussagen getroffen werden. Also war der Informationsgehalt recht abenteuerlich.


    Um die Sache nicht einseitig stehen zu lassen, soll natuerlich auch angemerkt werden, das auch seitens SiRF keine nachhaltigen Aussagen zum SiRF_IV zu bekommen waren. Die Aussagen waren zwar nicht so unterschiedlich, aber das fuehre ich einfach auf die Groesse/Menge des Standpersonals zurueck. Da waren im Grunde keine "angeheuerten Promoter" vetreten. Aber Kern war auch hier. Es gibt im Vorfeld fuer die Besucher keine belastbaren Aussagen.

  • @karomue


    Dein Wunsch war mir Befehl ;) Ich habe die Liste ein wenig weiter vervollständigt.


    Aber irgendwie gehts mir wie 900SS-97: Wenn ich schon Mänädscher lese oder höre, vergeht mir fast schon wieder Hören und Sehen. :-D) Lieber glaube ich an den Weihnachtsmann. :D Ich fürchte, dass am Ende hier nur kostenlos Reklame gemacht wurde, oder warum liest man so wenig von ihm ?( Warten wir's also einfach kritisch ab.



    @900SS-97


    Ich denke nicht, dass die Chip-Hersteller hier den Schwachpunkt bilden, mir scheint eher, dass die 'Verbauer' dieser Chips in erster Linie die Problememacher sind. Jedenfalls bin ich nicht mehr bereit, zu jeweiligen Tageshöchstpreisen bei neuen Produkten den kostenpflichtigen Betatester zu spielen. Wie du liest, kann ich mich nach all den Reinfällen immer noch nicht beruhigen.


    Vielleicht sollten wir tatsächlich einmal über Garmin nachdenken. Da hört man ja fast nur Gutes. Aber wenn ich mir die tollen Komplimente bezüglich TTQV+PW auf Garmin übertragen denke, kommt auch hier sehr schnell Ernüchterung auf. Beide Programme habe ich ausführlich testen können. Das ist ein vorbildliches Angebot von Touratech! War ich von TTQV begeistert so ist PW derart schwach im Vergleich zu OziCe, dass ich lieber die Karten nach WOMs Fineprint-Methode erstelle, als mich über PW zu ärgern.


    Aber vielleicht legt uns ja der Osterhase endlich einmal eine Supermaus ins Nest. Aber ich fürchte, dass wir uns auch den Zahn ganz schnell ziehen können. :gap


    Viele Grüße von
    LeGro

  • Hi, Wom,
    ich schätze Deine Test sehr, vor allem im Hinblick auf's Geocachen.
    Wenn Du aber 2 GPS-Mäuse vergleichst, solltest Du unbedingt die Größe der Antennenfläche berücksichtigen.
    Meine iBT-737 empfängt, mitten auf dem Wohnzimmertisch liegend, 13 Satelliten, davon 8 "grün" (uCenter), Fix nach 40 Sek., sonst Fix in 8 Sek. 1 m vom Fenster entfernt.
    Ich glaube nicht, dass es nur die Leistung des MTK-Chip's ist, sondern auch ursächlich im Zusammenhang mit der großen Antennenfläche steht.
    Zu den Schwankungen der Koordinaten kann ich anmerken, dass nicht nur beim Garmin die Nordwerte mehr als die Ostwerte schwanken.
    Bei 11 Satelliten in Use sind die Koordinaten allerdings auch in der letzten Nachkommastelle außerordentlich stabil, die Punktewolke bewegt sich dann in einem Radius von 25 cm, HDoP 0,76.


    Gruß
    Günther

  • Zitat

    Original von Polarstern
    ... Wenn Du aber 2 GPS-Mäuse vergleichst, solltest Du unbedingt die Größe der Antennenfläche berücksichtigen. ...


    Hallo Guenther


    Das sehe ich anders. Wenn ich zwei Empfaenger vergleiche, dann ist die Antennenflaeche nicht zu beruecksichtigen. Denn das Ergebnis soll lauten: Empfaenger A verhaelt sich so und Empfaenger B verhaelt sich so. Da ist es fuer den User nicht von Interesse wie gross die Antenneflaechen sind.


    Wenn man Systeme miteinander vergleicht, dann spielt das schon eine gewisse Rolle. Wobei man dann aber noch beruecksichtigen sollte, ob es das System A oder B denn ueberhaupt mit anderen Antennenflaechen gibt. Denn vielfach ist die Antenneflaeche im Chip integriert.


  • Dabei.


    Siehe Wintec WBT300. Es ist bekannt, dass da die Antennenfläche nicht optimal ist, was etwa 2-3 dBHz Verlust bedeutet. Es gibt aber keine WBT300 mit anderer Bauform.


    Hier gehen die Hersteller immer einen Kompromiss ein. Offenbar ist momentan Mode, die Mäuse klein, kleiner, am kleinsten zu bauen, zu Lasten der Empfangsempfindlichkeit. Was außer beim Geocachen kaum störend in Erscheinung tritt, da fast immer genügend Empfangsleistung zur Verfügung steht. Aber da sind wir wieder bei der in Gang gekommenden Geocache-Diskussion.

    Einmal editiert, zuletzt von karomue ()

  • Hi,
    viele GPS-Geräte haben eine Anschlussbuchse für eine externe Antenne; in solchen Fällen gehen die Hersteller davon aus, dass die eingebaute Antenne zu klein ist.
    Dann müsste beim Test aber auch die Zusatzantenne benutzt werden.
    Ergo: Jeder Vergleich ist subjektiv, trotzdem kann aber der geneigte Leser aufgrund der positiv dargestellten Eigenschaften Rückschlüsse auf seinen möglichen Anwendungsbereich des Gerätes herstellen.


    Ich wünsche mir sehr, dass die BT-452 dann eine große Antenne vorweisen kann!


    Gruß
    Günther


    P.S. Meine iBT-737 ist empfangstechnisch dann ja wohl die "Über-GPS-Maus"!


  • Hallo Günther,


    jetzt drehen wir uns nahezu im Kreise. Die WBT300 hat eben keinen Anschluß für ext. Antenne, wobei dafür ja sicher die gleichen physikalischen Grundsätze gelten. Und es geht doch um Geocaching. Da möchte ich mal den sehen, der auch noch mit einer ext. Antenne "unter dem Hut" durch den Wald robbt.


    Nein, wir müssen uns schon irgendwo beschränken. Tests - das habe ich jetzt beim WBT300-Test auch ausdrücklich reingeschrieben - können nicht alle Eventualitätsfälle austesten. Man muss sich hier schon auf den Lieferzustand Hardware und SW-Einstellungen beschränken, denn man testet ja die Allgemeinverwendung und nicht die spezielle (z.B.) Geocache-Tauglichkeit mit allen den Empfang unter diesen spezielen Umständen möglichen Hardwareerweiterungen und allen Kombinationen an SW-Parametern.


    Dann wäre die Maus vermutlich längst veraltet, bis so ein Test fertig wäre... :]


    Was die BT-452 anbelangt: da bin ich auch gespannt wie ein Flitzebogen. Es ist noch nicht klar, ob Frank Kautz nun den u-blox 5 oder einen SiRF III für Geocache tauglich machen lassen will.

  • Hi, Charly


    ich hoffe doch sehr, dass der U-blox-5-Chip eingebaut wird, allein schon wegen der Programmiermöglichkeiten und der evtl. Kompatibilität zu Galileo.


    Wenn auch OT, aber dass musste ich noch 'mal loswerden.



    Gruß
    Günther


    P.S. Und außerdem bist Du mit Deinen Tests dafür verantwortlich, dass ich mit meiner GPS-Maus nicht mehr zufrieden bin! ;D

  • Zitat

    Original von Polarstern
    Zu den Schwankungen der Koordinaten kann ich anmerken, dass nicht nur beim Garmin die Nordwerte mehr als die Ostwerte schwanken.


    Hast du Erfahrungen mit Garmin, noch besser: gar einen Log?


    Zitat


    Bei 11 Satelliten in Use sind die Koordinaten allerdings auch in der letzten Nachkommastelle außerordentlich stabil, die Punktewolke bewegt sich dann in einem Radius von 25 cm, HDoP 0,76.


    Meinst du hiermit die Schwankungen bei Garmin oder bei deiner iBT-737
    Dann hast du ja eine Supermaus :) Könntest du einmal einen Log einstellen ?(


    Viele Grüße
    LeGro