Royaltek RGM2000 Umbau auf Speicherbatterie

  • Hallo,


    eine in die Jahre gekommene Royaltek RGM 2000 hat leider die Eigenschaft dass sie nach kurzer Zeit ohne Boardnetz ihre Programmierung verliert und in den Auslieferungsstand zurückkehrt. Das ist besonders nervig wenn man mittlerweile auf andere Programme umgestiegen ist die eine andere Programmierung als den Auslieferungszustand erfordern. Ursache ist der Lithium-Akku der immer hochohmiger wird und beim Abschalten der Boardspannung kurz unter 2V einbricht und somit einen Reset auslöst. Auch ein Laden über 24Std bringt nur kurze Zeit Verbesserung.


    Wer die Maus nicht täglich über längere Zeit benutzt ist mit einer Batterie besser bedient.


    Hierfür habe ich mir zwei 1,55V Knopfzellen (V393 Varta, LR48 oder ähnliche) ausgesucht die man bei ausreichender Kapazität in der Maus unterbringen kann.


    Sie verfügen eine Kapazität von 72mA und ermöglichen eine Speicherzeit von rund 2-3 Jahren. ( Bei ca. 3uA Ruhestrom).


    Allerdings muß noch eine kleine Schottkydiode das Laden der Batterien verhindern. Dafür habe ich eine PHILIPS PMEG2010EH eingesetzt. Hier tut es aber auch jede andere Schottkydiode. Sie sollte nur schön klein sein.


    Für eine bessere Lötbarkeit der Batterien empfiehlt es sich die Kontakte mit einer kleinen Nadelfeile anzurauhen. Der Lötvorgang sollte sehr kurz sein.


    Den störenden Plastiksteg entfernt man mit einem Seitenschneider.
    An dem Mausdeckel muß innen noch etwas Plastik mit einem scharfen Messer abgeschnitten werden damit er sich bei den Batterien wieder richtig schließen lässt.


    Ich hoffe die Zeichnung ist selbsterklärend.


    Viel Spaß beim Umbau und immer einen guten Fix mit Eurem Naviprogramm.


    Gruß
    Naviboy

  • Hallo Naviboy,
    möglicherweise hast du bei dieser Lötmethode ein glückliches Händchen bewiesen, trotzdem würde ich ab und zu mal einen Blick ins GPS werfen, ob nicht langsam Korrosion auftritt, weil durch Hitzeeinwirkung die Dichtung der Knopfzelle Schaden genommen hat.
    Sicherer ist es jedenfalls, Knopfzellen mit Lötfahnen zu verwenden.


    Übrigens, auch Lithiumzellen gibt es mit Lötfahnen, da hat man gleich die 3V , braucht weniger Platz und nachdem du ohnehin die Schottky-Diode einsetzt, würde diese bestimmt eine längere Lebensdauer garantieren.
    oe5psl
    Hans

  • Euch beiden großen Dank für die Erläuterungen, so kann manch einer (ich auch) die an sich gute Maus wieder zum Leben erwecken! :respekt

    Katzen landen auf ihren Füßen.
    Toast landet auf der Marmeladenseite.
    Eine Katze mit einem Toast auf ihrem Rücken schwebt über dem Boden in einem Zustand von Quantenunentschlossenheit.

  • Hallo oe5psl ( vermutlich Funkamateur aus OE ?),


    mit den Lötfahnen ist es natürlich sicherer. Ich hatte zufällig die Silberoxydbatterien im Haus. Mit dem Lötkolben kann ich ganz gut umgehen. Die Lötstelle ist zwar nicht schön aber ich wollte so wenig wie möglich die Batterie erhitzen.


    Eine geeignete Lithiumbatterie mit 3V habe ich nicht gefunden. Sie sind im Durchmesser zu groß und können nirgends untergebracht werden. Außer auf der Antenne :D


    Hätten die Hersteller gleich auf Lithiumbatterien gesetzt wäre eine Speichererhaltung von über 5 Jahren kein Problem.


    Gruß
    Naviboy

    Einmal editiert, zuletzt von Naviboy ()

  • Hallo Naviboy,
    guck mal unter : http://www.distrelec.com/ishop…aeak/and/series/is/1.html


    die Fa. Distrelec hat in sehr vielen Ländern Niederlassungen (in DL auch mit Schuricht vernetzt , siehe www.schuricht.de)
    Sind zwar nicht die Billigstanbieter, haben dafür aber Superqualität.
    Dort bekommt man alle möglichen Dimensionen an Knopfzellen mit Lötfahnen.
    Deine Vermutung bez. Funkamateur ist richtig, habe mich jedoch in den letzten Jahren immer mehr auf die Seite der PC-user geschlagen, und kaum noch, außer GPS, etwas am HF-Sektor gemacht.(verzeiht liebe OMs, das Bessere ist nun mal der Feind des Guten)


    Du hast erwähnt, daß Du die Batterie so wenig wie möglich erhitzen wolltest, klar, daß dabei die Lötstelle nicht besonders schön wurde, aber es ist auch die einzige Möglichkeit, wie das Lot an Materialien, die an und für sich nicht lötfähig sind, trotzdem haften bleibt. Sobald nämlich die Schmelztemperatur des Lotes an der Lötfläche erreicht wird, bildet das Lot Tropfenform und löst sich nach Erstarren fast von selbst wieder von der Fläche ab. Lediglich im teigigen Zustand ist es möglich, das Lot auf eine etwas aufgerauhte Oberfläche aufzureiben, so habe ich bereits dünne Cu-Drähte an Aluminium, CrNi-Metalle usw. angepappt und einen elektrisch leitenden Kontakt hergestellt.
    Die feine englische Art ist es aber nicht ;D
    Aber was soll's, letztendich zählt nur der Erfolg !
    oe5psl
    Hans

  • Hallo Hans,


    die Ausführungen kenne ich schon. Die kleine Batterie hat 48mA und 13,5mm im Durchmesser. Leider zu groß für die RGM2000. Meine haben 7,9mm und 72mA. Aus diesem Grund habe ich mich für den Doppelpack entschieden.


    Gruß

  • Vielleicht sollte man der Genauigkeit halber mal vermerken, dass mA ein Maß für den Strom ist.


    Die Kapazität wird in mAh angegeben.


    Ist in (mindestens) 2 Beiträgen falsch angegeben.

  • Zitat

    Original von karlgerd
    ... ML 621 oder MC 621 ca. netto 6,19 ...


    Hallo karlgerd


    Herzlich willkommen im Forum.
    Danke fuer den Link. Den kann man manchmal gut gebrauchen. Ob der dem User hier noch helfen kann, kann ich nicht sagen, denn der Thread ist schon was aelter. Ich denke das der User mittlerweile eine Loesung gefunden hat.


    Trotzdem Danke