Schlechter TMC-Empfang mit gestecktem Autoladekabel!

  • Hmm.... bei mir waren die Ausfälle nicht von großer Dauer, eigentlich kaum länger wie 5-10min.


    Ich habe mal gelesen, das die Navi-Tante seit ein paar Jahren die Dauer der Verzögerung kennt (wird ja auch angezeigt). Daher kann es sein, das dich die Tussi mutwillig in den Stau schickt wenn sie der Meinung ist, das die Umfahrung länger dauern würde....
    Stimmt das?

  • Hoffe, du hast auch so ein geiles Wetter wie hier in Berlin gerade ist.
    Also: Stau mit totalsperrung war über mehrere Stunden. War echt glücklich, hast ja Tmc. Also, den Anweisungen folgen, neue Route und .... "Bitte wenden!" Tmc kein Empfang, kein Stau. Wenn du jetzt nicht vorher auf die Grafik geguckt hast, hängst du voll im Schlamassel.

  • Hmm...kann ich mir vorstellen, das das ärgerlich ist. Habe noch nicht so viel Erfahrungen mit TMC, das letzte Navi (Navman) hatte das noch nicht.


    Die ersten Erfahrungen war gerade eine Tour durch Italien.
    Bei der Hinfahrt habe ich meiner allerersten Staumeldung bei Ulm nicht getraut und bin weitergefahren. Quittung für diese Ignoranz: 30min Stau :evil:


    Durch Österreich meldet TMC, das der Reschenpass gesperrt sei, eine wichtige Verbindung nach Italien. Bei OE1 und Radio Tirol wurde nichts davon gemeldet. Diesmal doch getraut und über den Brenner an den Lago di Garda....
    Auf dem Rückweg angeblich ein Stau bei Karlsruhe-Nord. Diesmal den Vorschlag von Navi-Susi angenommen und die manuelle Umfahrung zugelassen.
    Tatsächlich hat auch genau an der Abfahrt der Stau angefangen.


    Ist natürlich n bissl wenig, um sich ein eigenes Bild über die Zuverlässigkeit von TMC zu machen, habe schon gelesen, das die Meldungen oft nicht aktuell sind....


    PS: Wetter heute mittach, 20 Grad und blauer Himmel

    Einmal editiert, zuletzt von Batchman99 ()

  • Lago di Garda, Ledrosee, Reschenpass - ich sitz im Büro, und du erzählst von einer der schönsten Ecken der Welt. Also, da ich auf fast der gesammten Strecke und gerade in den neuen Ländereien sehr schlechten Empfang mit der Wurfantenne hatte (in der Asäule verbaut, zwischendurch auch mal auf dem Festerbrett liegend), zeigte Navimausi mal Verkehrsstörungen, denn wieder nicht usw. Grüße

  • Da die A-Säule aus Metall besteht,schirmt sie natürlich das Empfangssignal z.T. stark ab.
    Du solltest also diese zwar optisch elegante,empfangstechnisch aber recht schlechte Anbringung unbedingt vermeiden.
    Ich habe eigentlich keine Empfangsprobleme obwohl ich die Antennne von der Polarisationsrichtung falsch,nämlich flach parallel zur Frontscheibe liegen habe.
    Ich kann es mir bei euch dann eigentlich nur so erklären,dass ihr doch eine metallbedampfte Frontscheibe habt.Hier bleibt dann wohl nur das Y-Kabel zur Autoradioantenne.



    Buggifan

  • Ich habe jetzt auch nochmal getestet Ladekabel an / aus.
    Ergebnis: mitunter scheinbar besserer TMC-Empfang mit angestecktem Kabel ?!
    Ich kann die Empfangsstärke mit nachgerüstetem 7states-Icon im TMC-Center gut verfolgen, es schien aber dass bei Wahl der MapView mehr "reinkam" als beim Starren auf das TMC-Center (durch POIObserver in Map auch verfolgbar) ?!


    Bin jetzt noch unsicherer und verfolge die Y-Lösung aufmerksam :D


    Habe aber merklichen Vertikalanteil der Wurfantenne an Scheibenmitte (hinter SpiegelVignettenPlakettenTerror), vielleicht daher eher gute Empfangswerte ?!


    gruß
    mobutu

  • Zitat

    Original von Batchman99
    Danke, Herr Lehrer, ich kenne die "Materie" bereits seit 30 Jahren ;)
    Gruss: DJ3UE(Achim aus Ludwigshafen)


    Bitte, gern geschehen ;) (auch wenn ich nicht Lehrer bin). Macht ja nicht's, wenn wir nicht gleicher Meinung sind, oder? Ich kenne den Rothammel schon seit 45 Jahren :D


    Gruss: Peter (HB9SGI)

  • Zitat

    Original von peter2a


    Gruss: Peter (HB9SGI)


    Gut, do hamma das dann aach geklärt... ;)


    Zurück zum Thema:
    Als Indikator für die Emfängergüte bleibt nur die Anzahl der gefundenen TMC-Sender bei der manuellen Suche.
    Nachdem ich den Draht von 1,5m auf ca. 80cm gekürzt habe, hat der Medion drei Sender mehr gefunden. Ich nehme daher an, das man sich erwartungsgemäß nicht die Mühe gemacht hat, den beigelegten Halbwellen-Draht richtig anzupassen und daher der Viertelwellendraht besser tutet. Warum man trotzdem den langen Draht verwurschtelt hat (und dafür auch noch 15 Euro Ersatz verlangt) wird wohl ein Geheimniss des zuständigen Entwicklers bleiben....
    Ein weiters Geheimniss, das er vermutlich mit ins Grab nehmen wird ist die Tatsache, das man für den Ohrstöpsel den standardmäßigen 3fach-Klinken genommen hat, aber für die sogenannte "Wurfantenne" einen luxuriösen 4fach-Klinke. Der Grund liegt vermutlich darin, das die internen Speaker nicht wie sonst mechanisch, sondern elektronisch abgeschalten werden, den beim Einstecken der Antenne bleiben die Lautsprecher für die an.
    Das große Rätsel bei der Sache ist, weshalb man nicht in beiden Fällen an einem 3fach-Klinkenstecker den Massekontakt abgegriffen hat. Das Abschalten der internen Lautsprecher hätte man weiterhin mit dem Durchgangswiderstand der Ohrstöpsel bewerkstelligen können, den Massekontakt hätte man mit einem geeigneten Ko an den TMC-Eingang gelegt, so hätte man nicht nur mit dem Designer-Draht, sondern auch mit der Masseleitung der Ohrstöpsel Empfang gehabt, wie es bei MP3-Dudlern und PDAs üblich ist.


    Als Ersatz für diesen läßtigen Draht wäre da zunächst die Idee einer Rahmenantenne im Gehäuse. Die Fotos, die ich vom Medion am offenen Herzen gesehen habe, lassen einen entprechenden Platz zu.
    Im Gegensatz zum Draht erfordert eine Rahmenantenne aber einen Anschluß an zwei Kontakten, das könnte zum Problem werden, den ich vermute, das man irgendwohin oder irgendwoher Gleichspannung oder andere Signale aus einer Steuerung blocken müßte.
    Bleibt nur noch eine Möglichkeit:
    Den Antennendraht selbst mit seinem offenem Ende unterm Gehäuse ums Display wickeln.
    Als ersten Test hierzu werde ich mal an einen Ersatzstecker einen wesentlich dünnernen Draht anlöten und ausserhalb vom Gehäuse um das Display herum wickeln. Die daraus enstehende unerwünschte Induktivität werde ich versuchen, mit der Drahtlänge herauszuexperimentieren.
    Wenn ich eine brauchbare Länger herausgefunden habe, werde ich mal eine bestimmte Strecke abfahren und die Zeiten ohne TMC-Empfang bei einem festen Sender messen und vergleichen.


    Was meinst du zu dieser Idee, Habünin ;) ?

  • Zitat

    Original von sokobana
    [@alle Kurzstabantennen-Entwickler


    Aufgepaßt! Wir brauchen also nicht einen Winkelstecker, sondern idealerweise einen U-Winkelstecker. :gap Sowas habe ich allerdings noch nirgendwo gesehen...


    Meine Lösung dazu sieht so
    [Blockierte Grafik: http://home.arcor.de/klaus_gp/pics/PNA510T/tmc_13.jpg]
    aus.
    Der Stab wird hinter dem Navi an der Halterung angeklemmt.


    Der Empfang ist "gut genug". Soll heißen, ich habe keine Vergleichsmessung gemacht bezüglich erzielbarer dB.



    Gruß
    Klaus




    (Für technisch Interessierte)
    Material:
    ca. 1,5 m Kupferlackdraht
    ca 20 cm Litze mit Isolierung
    Klinkenstecker 3,5 mm; 4-polig
    Kugelschreibermine aus Kunststoff
    Schrumpfschlauch
    Epoxy-2K-Kleber


    Aufbau:
    * Die Litze an einer Seite ca. 10 mm abisolieren und verzinnen
    * Von der Kugelschreibermine die Spitze abziehen (Sauerei vermeiden...)
    * Ein Ende vom Kupferlackdraht in das Loch einlegen und die Spitze wieder aufstecken
    * Den Kupferlackdraht dicht um die Mine wickeln. Dabei beachten, daß nur eine Lage entsteht und die Windungen sauber anliegen
    * Am unteren Ende der Mine angekommen, den Kupferlackdraht abschneiden und mit der Litze verlöten.
    * Das verlötete Ende der Litze in die untere Öffnung der Mine einstecken und mit dem Epoxy verkleben.
    * Den "Antennenstab" mit Schrumpfschlauch umschließen.
    * Am freien Ende der Kupferlitze den Klinkenstecker anlöten (am Schirmkontakt)


  • Wie erklärst du dir denn den besseren Empfang bei Kürzung der Antenne von Lambdahalbe auf Lambdaviertel?


    Japie


    PS Die Idee mit der integrierten Rahmenantenne finde ich prima,bin schon auf deine Resultate gespannt.

    Einmal editiert, zuletzt von Japie ()

  • Hallo Klaus,

    Zitat

    Original von Klaus_GP
    Meine Lösung dazu sieht so


    Wow - das sieht ja recht professionell aus!


    Ich habe auch schon ein paar "Wickelversuche" mit 1,5m schwarzer Kupferlitze (0,14mm²) hinter mir ("Vitamintabletten-Methode", über den Stylus oder über dünnen Schrumpfschlauch gewickelt, Schlaufen versteckt in der Klemmhalterung, ...), habe aber immer festgestellt, das der beste Empfang mit gerade nach unten hängendem, gestrecktem Draht erfolgt.


    Für TMC ist es relativ egal, aber für TMCpro braucht man was besseres...


    Ich habe den Draht übrigens nur an den entsprechenden Anschluss an der Cradle-Kontaktleiste geklemmt.


    Gruß,
    Stefan

  • Zitat

    Original von StefanDausR


    Für TMC ist es relativ egal, aber für TMCpro braucht man was besseres...


    Warum der Unterschied?

  • Zitat

    Original von Japie
    Wie erklärst du dir denn den besseren Empfang bei Kürzung der Antenne von Lambdahalbe auf Lambdaviertel?


    Ich versuchs ;)
    Die zunächst ideale Antenne wäre der Dipol, der aus zwei Seiten zu je ein Viertel der Wellenlänge besteht und einen Wellenwiderstand von ungefähr 60 Ohm hat. Da dieser Dipol für Kleingeräte wie Radioempfänger oder PNAs zu sperrig wäre, spart man eine Seite ein und koppelt diese statt dessen an die Bezugs- oder Masseleitung des Gerätes an. Hierbei verringert sich der Wellenwiderstand auf ungefähr 36 Ohm. Der Widerstand des Empfängereingangs liegt im ähnlichen Bereich und läßt sich somit einfach mit der Antenne verbinden.
    Verdoppelt man die Länge des Drahtes von Viertel- auf Halbwellenlänge, so steigt der Wellenwiderstand stark an. Um Verluste zu minimieren, muß man den hohen Widerstand mit geeigneten Mitteln auf den niedrigen Widerstand des Empfängers herunter transformieren, sonst kommt es zu unerwünschten Übergangsverlusten.
    Würde man einen so angepassten Halbwellendraht wieder auf ein Viertel kürzen, so würde dieser Draht dann mit einer "Fehlanpassung" laufen. Üblicherweise würde sich damit auch der Empfang verschlechtern.
    Da ich aber das umgekehrte festgestellt habe, gehe ich davon aus, das der Draht ohne besondere Transformierung am Empfänger hängt und daher als Viertelwelle bessere Ergebnisse bringt.
    Ich hoffe, das war nicht zu kompliziert..? 8)

  • Nein Batchmann,dass war sehr gut nachvollziehbar erklärt!
    Das Einzige was mich wundert -ich hatte schon andere Geräte mit TMC -,dass dort immer Lambdahalbe von 3 m Wellenlänge mitgeliefert wurde.
    Bei der Stückzahl,die weltweit vermarktet wird, kommen schon etliche überflüssige Meter zusammen,die die Firmen ja sparen könnten und das kürzere Abschneiden sollte ja kein Problem sein :D


    Ich habe mir mal beide Antennenlängen hergestellt(das sperrige Kabel war mir einfach nur lästig,ich habe nun Silikonkabel genommen,das sich wunderbar der Form der Armaturenbrettes anschmiegt und auch noch die richtige Frabe hat)und werde in der nächsten Zeit mal sehen,welche Resultate ich erhalte.
    Ich war nämlich schon überrascht über den guten Empfang bei senkrecht ins Fahrzeuginnere herunterhängendem Antennendraht,denn da wird ja doch der Effekt des faradyschen Käfig langsam aktiv.


    Japie

  • ...wollte das interessante Thema nochmal nach vorn bringen....