Scanner vs. DigiCam zum einlesen einer Karte

  • Hallo zusammen,


    habe vor kurzem eine Karte per Scanner eingelesen, leider war das ziemlich umständlich, da es sich um eine gefaltete Karte gehandelt hatte, deren Breite exaxt der meines Schanners entsprach, und somit X Scanns erforderte.


    Nun bin ich auf die Idee gekommen die Karten zu Photographieren, hat damit schon jemand erfahrungen...????


    Habe einen ReproTisch mit zwei Daylight LS-Röhren und eine 3.2Mio Digicam, abstand Objaktiv - Karte ca 35 cm


    Würde diese Idee vernünftige Ergebnisse liefern...?????


    Greetings
    Mr_Moo


  • Ich denke schon.


    Probier es, dann weißt Diu mehr und poste Deine Erkenntnisse hier. Mit einem Reprotisch sollte es auch keine Verzerrungen wegen Schiefstellungen geben, die eine Kalibrierung gefährden.

  • Zitat

    Original von Mr_Moo
    Würde diese Idee vernünftige Ergebnisse liefern...?????


    Hängt von der Größe der Karte ab ... bei üblichen Kartengrößen (50 x 50cm und größer) wirst du damit aber auf die Nase fallen, denn dann löst deine 3,2 MP Kamera all die kleinen Beschriftungen der Karte nicht auf. Ich hab das mal mit meiner 8 MP versucht, aber schnell wieder sein lassen und bin zur klassischen Methode mit Scanner zurück gekehrt.



    Wastl

    Das schöne an Bienchen ist, man hat immer was worauf man sich freuen kann :love2

  • Zitat

    Original von Wastl


    Hängt von der Größe der Karte ab ... bei üblichen Kartengrößen (50 x 50cm und größer) wirst du damit aber auf die Nase fallen, denn dann löst deine 3,2 MP Kamera all die kleinen Beschriftungen der Karte nicht auf. Ich hab das mal mit meiner 8 MP versucht, aber schnell wieder sein lassen und bin zur klassischen Methode mit Scanner zurück gekehrt.



    Wastl


    Interessant. Hätte ich jetzt nicht gedacht.


    Vielleicht war aber bei mir auch der Wunsch Vater des Gedankens, denn eine vernünftige Karte einzuscannen heißt ja immer (DIN A4-Scanner) eine Wahnsinnsfummelei beim Einscannen, ein vernünftiges Stich-Prog zum Zusammenstückeln und Aufwand bei der Kalibrierung.

  • Zitat

    Original von karomue
    Interessant. Hätte ich jetzt nicht gedacht.


    Alles nur ein Rechenexempel.


    Exempel:
    Einen Scanner benutzt man in der Regel mit 300 DPI, um Karten zu scannen. Damit erreicht man in der Breite (DIN A4) 20cm. Eine 3MP Kamera hat in der Höhe (=Breite eines Scans) eine Auflösung von 1480 Pixel. Damit überdeckt man 4,93 Inch (= 12,9cm) bei gleicher Auflösung der Vorlage.


    Dazu kommen dann - leider viel zu oft - noch, wenn auch leichte, Verzeichnungen des Objektivs. Eine winkelgerechte Aufnahme ist auch nur mit Reprostativ gegeben (hier der Fall).


    Zitat


    Vielleicht war aber bei mir auch der Wunsch Vater des Gedankens, denn eine vernünftige Karte einzuscannen heißt ja immer (DIN A4-Scanner) eine Wahnsinnsfummelei beim Einscannen, ein vernünftiges Stich-Prog zum Zusammenstückeln und Aufwand bei der Kalibrierung.


    Ja, das Einscannen ist die größte Fummelei. Wunderbar montieren (wenn auch mit Handarbeit) lassen sich die Scans mit PanaVue und der Aufwand der Kalibrierung unterscheidet sich nicht, egal ob nun mit Scanner oder Kamera erzeugt.



    Wastl

    Das schöne an Bienchen ist, man hat immer was worauf man sich freuen kann :love2

  • Hi,
    also ich hab`s mal mit meiner Digicam getestet, die Karte wurde mit einer 2mm Plexiglasplatte in 25x50cm beschwert, damit alles "flach" aufliegt, Bildgröße war etwas kleiner als Din A4 gewählt. Zusammengefügt hab ich es mit Autostitch (weil Freeware bzw. uneingeschränktes Demo)...


    Die Pics (Stört euch am Chaos in meinem Labor nicht...!!!!) :
    1. Mein geliebter Phillips Farbvergrößerer PCS100/PCS150, einfach genial das Ding, macht auch B/W im BlauKanal wunderbar...!!!!! Als gnadenloses Gegenstück hängt gegenüber noch ein Durst Magico der wie ein Spielzeug wirkt... Hab etwas gebastelt und kann nun auch mit dem Phillips Digitale-Bilder auf Fotopapier belichten (Falls das jemand Interessiert, einfach PN)


    2. Das Repro-SetUP
    Die LS-Röhren hängen relativ tief. Jene haben eine Abdeckung darüber welche das Licht leicht streut und somit keine Spiegelungen entstehen...
    Die Cam wurde so tief gesetzt, das ich ohne Zoom auf den Din A4 Ausschnitt gekommen bin


    3. Ein kleiner Ausschnitt meines Machwerks, für meine Zwecke sollte es ausreichen...


    Ciao & Viele Grüße
    Mr_Moo

  • Moin zusammen.


    Dieser Beitrag kommt mir wie gerufen und ich hoffe der Themenstarter nimmt es mir nicht übel wenn ich mich hier einklinke.


    Mit der Demo-Version von Glopus möchte ich meine ersten Gehversuche mit Rasterkarten unternehmen. Dazu habe ich via Flachbettscanner eine Papierkarte eingescant und mittels des Stitch-Tools meiner alten Digicam zusammengefügt.


    Jetzt das Problem:
    Das Scannen gestaltet sich als extrem unbefriedigende Angelegenheit, weil bei meinem Scanner (CanoScan 1250U) das Vorlagenglas von einem fast 5mm hohen Rand eingefaßt wird. Bis man nun die schöne Papierkarte über viele Einzelscans eingelesen hat, ist diese, durch die ständige Knickerei an besagtem Rand, reichlich ramponiert.


    Daraus ergibt sich für mich die Frage an Euch, wie Ihr mittels Flachbettscanner Karten einlest, ohne daß diese danach total ramponiert sind?
    Kennt Ihr evtl. Scanner, bei denen das Vorlagenglas nahezu in einer Ebene mit der Einfassung des Glases liegt?


    Wie auch Wastl schrieb würde ich den Scanner einer Digicam vorziehen, weil dieser nahezu frei von geometrischen Verzerrungen arbeitet.


    Danke & MfG
    Moin_Moin

  • Zitat

    Original von Moin_Moin
    Daraus ergibt sich für mich die Frage an Euch, wie Ihr mittels Flachbettscanner Karten einlest, ohne daß diese danach total ramponiert sind?


    Ich habe einen so gut wie baugleichen Canon, den N650U, also auch das Problem des versenkten Glases. Meine Lösung ist folgende: Ich habe den orignalen Deckel entfernt und mir ein Brett (19mm Span kaschiert) 2mm kleiner als das Vorlagenglas zurecht gesägt, die unteren Kanten ganz leicht abgerundet und beschwere das noch zusätzlich mit einem Ziegelstein. Damit brauche ich die Karte nicht mehr zu kncken, sie wird sauber plan aufs Glas gedrückt ...



    Wastl

    Das schöne an Bienchen ist, man hat immer was worauf man sich freuen kann :love2

  • Guten Abend Moin_Moin,
    habe bei meinem Scanner eine 2mm Plexiglasplatte (Bastlerglas von Horn***h 2,50) zugeschnitten und aufs Vorlagenglas gelegt, somit war die Schwelle akzeptabel, die Lichtleistung meines Scanners wurde auch nicht sonderlich beeinträchtigt...


    Die gleiche Glasplatte verwendete ich dann auch für mein Karten-Repro...


    ciao
    Mr_Moo

  • Moin Mr_Moo,


    die guten Dinge können manchmal so einfach sein. Jedenfalls danke für Deinen Tip, den ich so übernehmen werde.


    Habe mir mal überlegt, statt die Karte auf den Scanner, den Scanner ohne Deckel auf die ausgebreitete Karte zu legen, und diesen dann Abschnittsweise zu verschieben; mal sehen was das gibt.


    Gruß
    Moin_Moin

  • Zitat

    Original von Moin_Moin
    Habe mir mal überlegt, statt die Karte auf den Scanner, den Scanner ohne Deckel auf die ausgebreitete Karte zu legen, und diesen dann Abschnittsweise zu verschieben; mal sehen was das gibt.


    Das wird möglicherweise nicht funktionieren :( Die meisten Scanner sind so aufgebaut, daß sie genau eine Gebrauchslage haben - Glas nach oben. Dreht man sie um, liegt die Scaneinheit nicht mehr auf ihrer Führungsschiene auf. Damit kann einerseits (im schlimmsten Fall) die Glasplatte verkratzt werden, andererseits ist die Vorlage (die Karte) dann garantiert nicht mehr im Fokus.



    Wastl

    Das schöne an Bienchen ist, man hat immer was worauf man sich freuen kann :love2

  • Moin Wastl,


    ein guter Einwand. Das Glas kann trotzdem nicht zerkratzen, da mein Scanner kopfüber erst gar nicht anläuft :D


    Der Fokus ist bei den "hoch bauenden" Scannern, wie dem D1250 kein Problem, die haben eine gute Tiefenschärfe von ca. 4cm. Die "flach bauenden" Scanner haben zugegeben eine extrem geringe Schärfentiefe.


    Gruß
    Moin_Moin