Wintec WBT 300

  • Hallo!


    So, ich hab vorhin mal eine Runde gedreht.
    Die WBT 300 gibt, so wie sie konfiguriert ist, bis hinunter zu ca. 1 km/h schön präzise Kurs und Geschwindigkeit aus.
    Nachdem ich SBAS so eingestellt hatte, daß nur der PRN 126 berücksichtigt wird, klappte auch das.
    Gibt es eigentlich noch andere BT-GPS mit U-Blox Antaris?


    Grüße,
    Ston

  • Zitat

    Original von Ston
    Gibt es eigentlich noch andere BT-GPS mit U-Blox Antaris?


    Ja gibt es, es ist mir allerdings nur einer bekannt, der ebontek eGPS-597.
    Habe ihn aber hier in DE bisher nicht gefunden, mir würde aber die WBT-300 besser gefallen.


  • Konfigfile erstellen ist "trial and error". Warum BT aber nicht laufen sollte, kann ich mir nun nicht vorstellen, denn soweit ich mich erinnere, ist das keine Konfigeinstellung.


    Eher schon der SW-Stand, der war bei mir 5.0. Da gibt es einige Einstellungen, die sich geändert haben.


    Also wirst Du leider ein eigenes Konfig basteln müssen.


    Tragisch sollte es aber nicht sein, ein falsches Konfig zu verwenden, denn der Antaris-Chip bietet ja 2 Stufen der Konfigfile Einspielung: die erste ist nur temporär und löscht sich wieder wenn die Maus von Spannung genommen wird. Ich gehe mal davon aus, dass das auch bei einer BT so ist, gegeb. mal den Akku kurz rausnehmen. Mit der 2. Stufe schreibt man das Konfig permanent in den Flash-Speicher - bis zum nächsten Überschreiben.


    Mit EGNOS-Untersuchungen hatte ich im Sommer mal begonnen, aber da EGNOS in einem (saumäßigen) Testbetrieb war, wurde das leider nichts auswertbares.

  • Ich hab mir mal in den letzten 2 Wochen die Mühe gemacht die Angaben zur Akkulaufzeit des Herstellers zu überprüfen.


    Zum Einsatz kam ein neuer WBT-300 sowie zwei originale Akkus von Wintec. Beide Akkus hatten vor dem Test bereits etwa 10-12 Lade- und Entladezyklen hinter sich.


    Der Test wurde immer mit eingeschalteter aktiver BluetoothVerbindung und Funktionskontrolle über einen PDA mit VisualGPSce durchgeführt. So konnte sichergestellt werden, das der GPS Empfänger nicht in eine Art Stand-By Modus verfällt. Der WBT-300 wurde in meinen Räumlichkeiten an einer Stelle platziert, an der während der Testphase immer zwischen 6-9 Satelliten "In Use" ("in View" ca 12-14 Sats) verfügbar waren.


    Der Test wurde je Akku 5 Mal wiederholt um äußere Einflusse weitestgehend zu elemenieren. Vor dem Test wurde der Akku jeweils vollständig aufgeladen und 2 Stunden nicht benutzt.


    Das Ergbenis:
    In allen 5 Wiederholungen des Tests der Akkulaufzeit im Dauerbetrieb wurde bei beiden Akkus eine Laufzeit von 13,5 bis 14 Stunden erreicht.


    Die Toleranz von 0,5 Stunden ist damit zu erklären, das ich in der Endphase nicht jede Minute auf den WBT-300 schauen konnte und die Abschaltzeit geschätzt wurde. Es wurde immer mindestens eine Laufzzeit von 13,5 Stunden gemessen.


    Die längste Laufzeit lag in 4 Fällen bei ca 14 Stunden und 10 Minuten. Auch nach dieser Zeit war der GPS Empfänger zwar noch aktiv und empfing laut LED Status Anzeige noch GPS Signale. Jedoch war die Bluetooth Verbindung zusammengebrochen, sodaß eine Nutzung des Signals nicht mehr möglich war.


    Im täglichen Einsatz kann sogar eine Gesamtakkulaufzeit von etwas über 16 Stunden erreicht werden, da das Gerät selten mehr als 7-8 Stunden am Stück genutzt wird. Dadurch das der Akku sich "zwischendurch" immer wieder erholen kann, erhöht sich die Laufzeit während des normalen praktischen Einsatzes ohne neue Ladezyklen.


    Fazit:
    Die Akkulaufzeit von knapp 14 Stunden ist gesehen am Verhältnis der Größe des Akkus (Gewicht 16gr) und geschätzter Kapazität von 680 mAh sehr ordentlich.


    Im Vergleich hält ein Holux GR-236 mit SiRF 3 Chipsatz und originalem Akku (Gewicht 22gr, 850 mAh Kapazität) unter gleichen Testbedingungen etwa 10 Stunden Dauerbetrieb durch.

    2 Mal editiert, zuletzt von GPS Profi ()

  • Hallo,


    wennn schon VisualGPS läuft, hättest Du ein log mitlaufen lassen können, dannn wäre der Abbruchzeitpunkt dokumentiert... :]

  • Der Receiver erscheint mir sehr interessant, aber das im Eingangsposting angehängte Log-File lässt Static Navigation erkennen. Wie die angehängte, mit Excel aus den GGA-Werten erstellte Verteilung der fast 3800 im Log vorhandenen Messpunkte zeigt, kommen nur ganz wenige Positionswerte vor. Das wäre für mich beim Geocaching unbrauchbar. Lässt sich SN bei dieser Maus auch zuverlässig komplett abschalten?


    Viele Grüße,
    WOM

  • Hallo,
    ich weiß nicht genau, welches Log Du genommen hast. Im ersten Log jedenfalls wurde die Maus nicht bewegt.
    Static Navigation nennt sich bei U-Blox Static Hold Threshold und ist standartmässig auf 0,28 m/s bzw. 1km/h eingestellt. Das ganze läßt sich durch die Einstellung 0,00 m/s jedoch auch deaktivieren. Das allerdings nicht mit der beiliegenden Wintec SW, sondern mit U-Center von U-Blox.de. Diese gibt es in einer PC und PPC Version. Aber hier wurde alles schon sehr gut beschrieben.
    Grüße,
    Ston

  • Zitat

    Original von WOM
    Der Receiver erscheint mir sehr interessant, aber das im Eingangsposting angehängte Log-File lässt Static Navigation erkennen. Wie die angehängte, mit Excel aus den GGA-Werten erstellte Verteilung der fast 3800 im Log vorhandenen Messpunkte zeigt, kommen nur ganz wenige Positionswerte vor. Das wäre für mich beim Geocaching unbrauchbar. Lässt sich SN bei dieser Maus auch zuverlässig komplett abschalten?


    Viele Grüße,
    WOM


    Du solltest zur Auswertung u-cenbter (die PC-Version) benutzen. Und wie stone schon sagte, ich habe die wichtigsten Dinge bereits beschrieben.


    Sollten Fragen offen bleiben, einfach hier stellen.

  • Zitat

    Original von Ston
    ich weiß nicht genau, welches Log Du genommen hast. Im ersten Log jedenfalls wurde die Maus nicht bewegt.
    Static Navigation nennt sich bei U-Blox Static Hold Threshold und ist standartmässig auf 0,28 m/s bzw. 1km/h eingestellt. Das ganze läßt sich durch die Einstellung 0,00 m/s jedoch auch deaktivieren.


    Danke für die Erläuterungen! So wie ich schrieb, habe ich das Log aus deinem Eingangsposting genommen (new-file.zip), also bei ruhender Maus. Demnach war also bei diesem Log "Static Hold Threshold" aktiviert. Wäre zur Überprüfung interessant, es einmal vergleichsweise auf "0" zu stellen.



    Zitat

    Original von karomue
    Du solltest zur Auswertung u-cenbter (die PC-Version) benutzen.


    U-Center werde ich mir gelegentlich ansehen, nur zur Prüfung auf SN genügte mir bisher eine Excel-Darstellung der GGA-Zeilen ;)



    Zitat

    Original von karomue
    Und wie stone schon sagte, ich habe die wichtigsten Dinge bereits beschrieben.


    Ja, wenn man unterstellt, dass der Conrad-Receiver mit dem hier besprochenen identisch ist. Nachdem aber sogar das Verhalten ein und desselben Maus-Typs innerhalb der Fertigungs-Serien durchaus unterschiedlich sein kann, bin ich da vorsichtig geworden (eigene trübe Erfahrungen mit Sysonchip und Holux). Daher würde mich bei dieser WBT-300 ein Vergleichslog mit der Einstellung "Einstellung 0,00 m/s" interessieren.


    Viele Grüße,
    Wolfgang


  • Hallo Wolfgang.


    Zunächst werden Dir die GGA-Zeilen wenig nützen, denn die enthalten halt keine Geschwindigkeit. Die ist nur in den RMC und VTG enthalten.


    Und eines wollen wir doch mal klarstellen: es handelt sich bei der WBT300 um eine Maus mit ANTARIS-Chip. Und dafür ist - only - u-center zuständig, sofern man tiefer einsteigen und/oder programmieren will. Das ubx-Protokoll ist vergleichbar mit dem SiRFProtokoll bei SiRF-Chips, denn nur die binären Protokolle enthalten alle erhältlichen Informationen, im Gegensatz zu den txt-Protokollen wie NMEA oder txt bei u-center.


    Die SW-Stände bringen Unterschiede. Die sind aber in u-center zu finden, teils im User Guide zu u-center, teils in der Protokollbeschreibung näher beschreiben. Sie machen aber nur einen kleinen Teil der Infos aus. Zusätzlich - zumindest war das bei der CR4 so - ist der SW-Stand im ubx-Protokoll enthalten/abfragbar.


    Im Übrigen startet u-center mit (SN) 0,00. Eine Eigenschaft von u-center ist es, dass man Änderungen zur Maus senden kann, dies bleiben erhalten, bis sie spannungslos wird. Danach ist wieder der vorherige Zustand eingestellt. Um Eine Änderung permanent in den Flashspeicher zu übernehmen, bedarf es eines zusätzlichen Befehls.


    Aber auch das ist kein Beinbruch, denn man kann bei u-center eine Konfiguration abspeichern und laden. Macht man dies einigermaßen konsequent, kann man auch eine "falsche" Konfiguration in den Flashspeicher packen. Laden der vorhergehenden - sofern man sie gespeichert hat - macht dann den "Fehler" ganz einfach wieder rückgängig. Man nenne mir ein SiRF-Prog das das ebenso harmlos macht.

  • Zitat

    Original von karomue
    Zunächst werden Dir die GGA-Zeilen wenig nützen, denn die enthalten halt keine Geschwindigkeit. Die ist nur in den RMC und VTG enthalten.


    Hallo Charly,
    danke für deine Mühe und die ausführlichen Erläuterungen. Aber hier liegt wohl ein kleines Missverständnis vor. Dass GGA keine Geschwindigkeiten enthält ist schon klar, aber die braucht man auch nicht, wenn man an einem Ruhe-Log nur sehen will, ob SN aktiv ist. Ohne SN muss die grafische Darstellung der momentanen Koordinatenpaare eine Punktewolke ergeben, wie ich sie vor Jahren z.B. für Xtrac2 gepostet hatte. Bei SN reduziert sich diese Wolke dann auf nur noch wenige Punkte, und man kann in GGA sehen, dass sich die Koordinaten über längere Zeit selbst auf der letzten Nachkommastelle nicht ändern. Genau dies ist in Stons Log der Fall.


    Mal eben in GGA reinzuschauen, ist für mich bei einem in Ruhezustand der Maus aufgenommenen Log nur ein Schnelltest, ob SN vorliegt, und wie weit die Koordinaten anderenfalls streuen. Deine sehr schönen Ausführungen zur Conrad-Maus sind mir natürlich bekannt, aber der Antaris-Chip ist m.E. in einer Entwicklungsphase, wo sich noch einiges tut (sieht man u.a. ja auch am Preis). Da ich mich eben wegen der genannten Vorteile für die WBT-300 interessiere, ist für mich aufgrund meiner o.a. trüben Erfahrungen das tatsächlich an einem aktuellen Exemplar gemessene SN-Verhalten wichtiger als das nach der Theorie zu erwartende. ;)
    Viele Grüße,
    Wolfgang

  • Zitat

    Original von Ston
    hier dann noch ein Log, gleicher Ort wie neulich, "SN" deaktiviert, DGPS auch.


    Hallo Ston,
    vielen Dank für den prompten Service! Dieses neue Log beruhigt mich sehr. Zwar enthält es im Gegensatz zum Eingangslog einige Zeilen, die durcheinander geraten sind, aber die sind leicht zu elinminieren. So blieben immer noch rund 2500 Messwerte übrig. Es ergibt sich nun von einem NMEA-Datensatz zum nächsten durchweg eine Änderung bei den Koordinaten. Trägt man deren Nachkommastellen in Excel gegeneinander auf, so zeigt sich eine ordentlich Drift, wie man sie bei deaktiviertem SN kennt. Zum Vergleich zeigt das angehängte Bild die alte und die neue Messung.


    Viele Grüße,
    Wolfgang