Hi zusammen,
hier ist mein Bericht von knapp 3000km Alpentour mit Teilnehmern aus
der Usenet-Gruppe de.rec.motorrad in 2006.
Los ging es für mich mit viel zu vielen Verspätungen und einer
Not-Löterei (Stromversorgung des Navi-PDAs) am Samstag 26.8.06. Als
ich fast soweit war erst Sonntags anzureisen klingt aber Andreas an
und meinte daß Uw(e), PExl und er erst jetzt abfahrtbereit seien. Die
haben mich dann abgeholt, und wir sind viertel nach 10 los. Strecke:
Böblingen, Tübingen, Reutlingen, Pfullingen, Lichtenstein,
Gammertingen, Riedlingen, Bad Schussenried, Isny, südlich an Kempten
vorbei, Füssen, Reutte, Oberau, Garmisch. Dort haben wir in einem
Schokoladenkaffee pausiert. *SLURP*!
Weiter ging es dann am über den Achenpass nach Österreich, Zell,
Gerlospaß mit kleiner Pause, durch den Felbertauerntunnel nach Lienz,
und von dort nach Tröpolach. 593km, Ankunft 20:15, genau richtig um
zum Abendessen ins Pizzastadl zu gehen. Selbstredend waren wir die
letzten an diesem Tag. Nach dem Tunnel haben die Moppeds nasse Füße
bekommen, ansonsten wars trocken.
Sonntag sind wir dann frühzeitig um 12:35 los, die Straßen waren auch
noch naß. Tanken in Österreich, Super zu 116 den Liter!!! Richtig los
sind wir dann um 13 Uhr. Naßfeldpass, sehr rutschig im nassen, mit
Baustelle, lecker
Am Südende gabs dann auch passend eine kleinen
Wegrutscher, der bis auf ein paar Schrammen folgenlos blieb. Im danach
aufgesuchten Kaffe war allerdings wohl die etwas unsichere Miene so
klar, so daß der Rutscher von der Wirtin massiert wurde! ![]()
Vom Naßfeldpass sind wir dann auf trockener werdenden Straßen nach
Udinese, Tolmezzo, Santina, Ampezzo (hier irgendwo wurden wir kräftig
geduscht, es sollte aber das einzige Mal bleiben wo wir die Regenkombi
in der Woche rausgeholt haben), Lozzo, Prato, Paluzza und den
Plöckenpass (eine ganz nette Rennstrecke) wieder nach Tröpolach.
Ankunft nach 260km um 20 Uhr. Mittelweile war auch Jörg vom TDM-Forum
bei uns. Kurz vor 22 Uhr traf dann MTL nach diversen SMS direkt im
Pizzastadl ein, das unsere Stammkneipe werden sollte, trotz der sehr
unflexiblen Platzzuweisung - es war einfach zu eng für alle!
Danach hatte ich noch ein unangenehmes Erlebnis der bissigen Art: Ich
wollte einen Fussel von meinem Bett schnipsen, und der beißt zu! ?!?
Auf die erstaunten Blicke "Das kann nicht sein, wir sind in Kärnten,
und das ist ein Skorpion!" kam dann die Frage ob der giftig ist. Ganz
geklärt haben wir es nicht, als der flüchten wollte, hat mein
Badeschlappen den Rest erledigt. Har! Am Tag drauf hatte ich übrigens
leichten Muskelkater im Finger, das wars dann auch schon.
Montag wurde es zunehmend trockener - es hat nun nur nachts geregnet,
tags waren die Straßen trocken. Unsere Route führte uns ab 11 Uhr über
den Plöcken nach Paluzza, dann Rigolato, Santo Stefano, Innichen,
Lienz, Oberdrauburg und den Gailbergsattel wieder zurück (276km, 17:
20).
Dienstag sollte es nach Slovenien gehen. Das ist weit, also muß man
früh los: 11 Uhr
Die Strecke kann ich mangels Karte nicht wirklich
beschreiben. Eingereist wind wir über den Wurzenpass, mit 18% recht
steil, den ich von meinem ersten Besuch (1975?) dort noch als
Schotterstrecke kenne. Mittlerweile ist er aber ausgebaut und recht
leer - voriges Mal (1985) war das ein einziger Stau. Allerdings hatten
wir 2 interessante Erlebnisse. An einer Baustelle wurden wir
durchgewunken, um nach wenigen Metern an der zweiten zu stehen, wo die
Straße nur noch mit Flügeln zu befahren wäre. Also wieder zurück...
Und dann die Umleitung (wir sind nicht sicher ob es eine solche
wirklich ist), die sich als leckere Schotterstrecke erweist, wo einige
Dosentreiber eindeutige Zeichen geben, was sie von uns halten
Dumm
nur, daß wir den Ausweg trotz versammelter GPS-Power erst nach einer
Diskussion mit einem Einheimischen gefunden haben. Zurück waren wir
nach einer Tanke in Slovenien mit für Uw(e) psychologischem
Klingelbenzin um 20:30 und 340km, das aber im dunkeln über den
Naßfeldpass. Ein nicht sehr spasiges Ende dieser Runde, derweil mit
einigen folgenlosen Rutschern im Dunkeln garniert.
Mittwoch war Ruhetag. Ruhe? Naja. Einige furchtlose (Uw(e), PExl, Dirk
und ich) machen sich auf den Weg, den GG zu besuchen. Wie immer: 11
Uhr, diesmal ct. Unser Plan, den Kölnbreinspeicher zu besuchen liesen
wir aber fallen, nachwir an der Mautstelle die Straße kaufen sollten
(8, die spinnen!). Stattdessen sind wir dann über Oberfellach und
Winklern, den Gailbergsattel und Plöckenpass, Paluzza, Paularo (dort
eine Schleife nach Norden auf kleinsten Sträßchen) und den Naßfeldpaß
ein nettes Ründchen gefahren. An einer Kneipe unterwegs kommt ein
Wanderer zum Tisch, sagt ein Kennzeichen auf, da rinne Benzin. Nur:
Das war keines von uns, aber wir die einzigen Moppeds. Also schauen
wir nach, und wirklich, aus meinem Mopped rinnt es (Tankentlüftung,
voll und zu schräg abgestellt), das Kennzeichen gehört aber zu der
Dose nebenan. Die Navi-Führung abends auf den Naßfeld war auch Lustig.
Uw(e) wundert sich noch über die Anzeigen, aber vor uns parkt ein
Kleinlaster und weist den Weg ins Flußbett. Nun, da war wirklich eine
Schotterpiste *eg*. Dumm war, daß Uw(e) und ich den Weg verfehlten,
und deshalb eine extra Runde über die Baustelle drehen "mussten"
*fettgrins*. Zurück waren wir nach moderaten 340km um 18:30.
Donnerstag wurde es noch eine Slovenienrunde, wieder ab 11, zurück
16:30, 218km. Diese war westlicher als die erste, auch mit schönen
Strecken.
Freitag war dann der Großglockner angesagt, mit allerfeinstem Wetter,
wir waren den ganzen Tag dort (10:30-18:30, 266km). Nett waren die
Schafe auf der Straße, die wohl das Streusalz geleckt haben!
Samstag war für mich Heimfahrt angesagt. Da die Strecke etwas länger
werden sollte, bin ich 7:30 losgerollt - ja, den Motor hab ich erst
weiter unten angemacht, ich wollte die Schläferinnen und Schläfer ja
ned stören. Ich bin den Plöcken nach Italien, über Sappada und Auronzo
an den Tre Crozi vorbei nach Cortina, nördlich an der Sella vorbei
über den Grödner nach Brixen. Auf der Strecke hatte ich die
Gelegenheit eine Oldtimerrallye ohne Eintritt zu verfolgen... im
Wortsinne zu verfolgen! Und die Fahrzeuge waren nett anzusehn, im
wesentlichen alte Porsche und VW, meist Cabrios. In Brixen hab ich
dann den extra Moppedkoffer mit Lavazza befüllt, der hier wesentlich
günstiger ist als bei uns. Von da ging es in regem Urlauberverkehr
über den Brenner nach Innsbruck, weiter über das Hahntennjoch und
Tannheimer Tal nach Sonthofen, und von dort quer über die Alb heim.
700km später, fast auf die Minute genau um 20 Uhr nach schon anfangs
prgonostizierter Ankunftszeit, war ich dann wieder zuhaus.
Viel Spaß und lasst den Gummi unten beim Nachfahren!
Der Track liegt jetzt als gezippte PCX5-Datei bei, die kann mit vielen Programmen gelesen werden. Zusätzlich noch als klm, zum laden in GE. Wenn das alles nicht klappt, gibt es gpsbabel und Trackcon zum wandeln. Ich wollte es nicht als BCR speichern, derweil so viele Punkte wie da noch drin sind in dem Format keinen Sinn machen.