Kleiner Bericht unseres 1. Urlaubs mit Navi

  • Hallo,


    nachdem wir nun unseren ersten Urlaub mit dem 510T von Medion verbracht haben, hier ein kleiner Bericht über gutes und nicht wirklich schlechtes 8)
    Das Navi hat uns einwandfrei in das Zillertal nach Österreich gelotst. Da man keine Zwischenziele eingeben kann, hatte ich die Tour in zwei Teile geteilt. Das Durchfahren mit dem Wohnwagen wollte meine Familie nicht so gerne. In Österreich selber direkt vor dem Campingplatz wollte das Navi uns dann allerdings in eine recht schmale Anliegerstrasse lotsen, was uns ein kleines Wendemanöver im nächsten Kreisverkehr beschert hat. Das sei hier nur erwähnt, denn ich konnte den Campingplatz ja schon sehen und frei nach dem Motto : Erst kiecken dann quieken ;D hatte ich eigentlich selber Schuld.
    Die Touren in Österreich selber klappten dann auch super mit dem Navi. Das einzige was ich extrem schade fand war, das im Navi die Stauseen nicht verzeichnet sind als Anlaufziel. Man sieht sie zwar in der Kartendarstellung, aber man kann sie nicht als Ziel wählen, da keine Ortsbezeichnungen vorhanden sind.
    Einmal hat uns das Navi einen Umweg beschert und zwar zwischen Mayrhofen Richtung Schlegeisspeicher / Hintertux. Direkt hinter Mayrhofen muß man links abbiegen um hinzukommen. Das Navi hat uns dort rechts abbiegen lassen und über Hinterhöfe auf die Strasse wieder zurückgeführt, warum auch immer.
    Auf dem Rückweg dann konnte ich sogar TMC nutzen, welches ich mit dem beiliegenden Kopfhörer betrieb ( besserer Empfang meiner Meinung nach ).
    Es hat uns dann einen Stau in einer 15km Baustelle angezeigt mit 168 min. Zeitverlust. Eine Alternativroute konnte laut Navi nicht berechnet werden, obwohl diverse Abfahrten noch vor uns lagen. Wir entschlossen uns dann die Navigation nochmal zu starten mit der Option : Autobahn meiden; Prompt leitete uns das Navi von der Autobahn runter und führte uns über interessante und schöne Wege in Münchens Süden. Als wir nach ca. 30 min. wieder ein Hinweisschild für die Autobahn sahen startete ich erneut die Navigation neu wieder mit der Option : Autobahn verwenden; Wir fuhren dann wieder auf die Autobahn und zwar beim letzten Kilometer der Baustelle und hatten dort nur noch eine leichte Verzögerung von ca. 10 min. :P
    Danach konnten wir ohne Stau unsere Heimreise fortsetzen.
    Mein Fazit : Ich bin von dem Navi mittlerweile sehr positiv überzeugt, bis auf den defekten Lautsprecher. Man sollte allerdings ab und zu bei Stau´s o.ä. Manuell eingreifen und so dem Navi etwas helfen, dann hat man viel Spass damit.


    Gruß


    Holger

  • Na super.
    Wir freuen uns schon auf Mitte Oktober.
    Dann wird uns das Navi hoffentlich gut über die Insel Mallorca führen.

  • Danke für den schönen Bericht, Holger.


    Kleine Frage: hat sich das Gerät vor dem Stau selbsttätig gemeldet und ihn angekündigt oder hast Du in der Stauliste nachgeschaut. Wenn ersteres, wie viele Kilometer im voraus wurde man in deinem Falle vorgewarnt? "Poppte ein Zusatzfenster auf, wo stand die Info bzgl 168 min Verspätung?


    Gruß von


    gume

  • Re:"Poppte ein Zusatzfenster auf"


    Hallo,


    das Navi hat sich selbstständig gemeldet. Ich meine es waren ca. 25km vor dem Stau. Es kam eine Durchsage das auf unserer Strecke eine Verkehrstörung vorlag. Dann konnte man oben rechts ein Warnsymbol anklicken hinter welchem sich dann die Meldung selber mit den Hinweisen des vermutlichem Reisezeitverlustes sowie der Störungsort verbarg. Unten konnte man dann wählen, ob man eine Alternativroute berechnen lassen will.


    Schönen Gruß


    Holger

  • Danke Holger für diese nette Ergänzung. Hier im Saarland haben wir so wenig Stau und erst seit ein paar Wochen TMC Service durch den saarländischen Rudfunk! Herzlichen Dank für Deine genauen und gut beschriebenen Infos!


    Gruß von gume

    Einmal editiert, zuletzt von gume ()

  • Hier kurz meine Erfahrungen des ersten Urlaubs (Italien) mit dem Navi:


    Navigation erfolgte mit der DACH und Italienkarte(habe keine seamless).


    Etwas umständlich war, den Grenzübergang Österreich-Italien als Ziel auszuwählen. In der Karte wird der Übergang zwar angezeigt, man kann ihn aber ja nicht durch anklicken auswählen. Auch die Suche mit Auswahl Grenzübergänge brachte keinen Erfolg (ich dachte eigentlich, dass er mir die verschiedenen Grenzübergänge zur Auswahl anbietet, aber es kam immer die Meldung, dass das angegebene Ziel nicht gefunden werden kann).
    Erst als ich in einer "normalen" Straßenkarte nach dem Namen geguckt habe, konnte ich diesen dann eingeben.


    An der Grenze angekommen muss die Karte gewechselt werden (neue Karte wählen und Navi neu starten. Das ist vertretbar.


    Die Kartendaten von Italien scheinen nicht ganz aktuell zu sein. Im Bereich um Venedig und S'Dona di Piave waren wir auf Straßen unterwegs, die nicht in den Karten waren, andererseits waren in der Karte Straßen die komplett von Pflanzen überwuchert waren.


    Auf dem Heimweg wieder das Problem mit der Auswahl des Grenzüberganges (der Übergang der Hinfahrt kann nicht verwendet werden, da dieser in A liegt, der auf der Rückfahrt aber auf der I-Karte und einen anderen Namen hat, den man erst wieder rausfinden muss)


    Stauwarnung und Meldungen (in Deutsch) haben auch in I sehr gut funktioniert. Stauumfahrung ebenfalls.


    Optimal wäre es noch, wenn es ein Profil für Wohnwagen gäbe (95% der Leute von unserem Campingplatz waren mit Navi unterwegs, also wäre das bestimmt ein Verkaufsargument). Problem ist nämlich, dass man auf tlw. sehr kleine Straßen geroutet wird oder ggf. über Päße, die mit dem Wohnwagen nicht befahren werden können (in einer Straßenkarte steht ja z.B. auch drin, ob für WW geeignet oder nicht).
    Konkretes Beispiel: Vor Villach möchte mich das Navi von der Autobahn lotsen, da der Weg über (kleinere) Landstraße ca. 15 km kürzer wäre und die Fahrt auf der Autobahn nur 3 Min. Zeitvorteil bringt. Da ich ökonomische Route gewählt habe, wäre das völlig in Ordnung. Mit WW bin ich aber auf der Autobahn besser und schneller unterwegs als auf der Landstraße. Da ich auf der Autobahn auch nicht ständig beschleunigen und abbremsen muss ist die Route auf der Autobahn auch ökonomischer.


    Fazit: Insgesamt ok, die Auswahl der Grenzübergänge wäre einfach zu verbessern, wenn man einen Punkt in der Karte als Ziel auswählen könnte.
    Zusätzliches Profil Wohnwagen wäre super.

  • Zitat

    Original von aromedia
    ...Navigation erfolgte mit der DACH und Italienkarte(habe keine seamless) ...
    ... An der Grenze angekommen muss die Karte gewechselt werden (neue Karte wählen und Navi neu starten. Das ist vertretbar ...


    Zum Thema Grenzübergang, die ALPSplus Karte (müßte auch in deinem Bundle sein) hätte dir da vielleicht helfen können. Der Karte deckt den Alpenbereich bis nach Italien hinein ab. Später in Italien allerdings hättest Du aber wechseln müssen. Dir Karte reicht nur bis ca. zum Gardasee (als südl. Beispiel).

  • Danke für den Tipp.
    Damit hätte ich aber sogar zweimal die Karte wechseln müssen (einmal ab Höhe München von D auf ALPS dann in I von ALPS auf I.
    Aber Du hast Recht, das Problem mit den Grenzübergängen hätte ich damit umgehen können.

  • Kommt drauf an woher in Bayern du kommst ;) ALPS geht nördlich bis Hilpoltstein.

  • Hallo,


    du hast von der Erfahrung mit TMC berichtet. Auch bei mir lag einmal ein Stau auf der Strecke und wurde via TMC einige Kilometer vorher gemeldet. Ich bat dann darum eine Umfahrung zu berechnen. Leider meldetet das Gerät eine umfahrung sei nicht möglich.
    Die Situation war mitten im Ruhrpott. Dort sollte es eigentlich genügend Straßen für eine Umfahrung geben.
    Daher zwei Fragen:
    1. Hat jemand schon mal erfolgreich eine Umfahrung angeboten bekommen?
    2. Nach welchen Kritierien werden die Umfahrungen versucht? Oder werden diese im TMC Signal mit vorgeschlagen?

  • moin,


    auf dem Rückweg aus der Schweiz hatten wir zwei Staus, die beide rechtzeitig gemeldet wurden mit der ca. Verzögerungszeit und dem Angebot eine Umfahrung zu berechnen.
    1. Fall: Umfahrung hat perkekt funktioniert. Vor dem Stau raus, nach dem Stau rein. Was mir nur aufgefallen ist, daß eine offizielle U ? nicht genutzt wurde, sondern wir über die Dörfer geführt wurden. Ob besser oder schlechter kann ich nicht beurteilen.
    2. Fall: Umfahrung führte über eine andere Autobahn und hatte exakt den gleichen Verlauf wie im Verkehrsfunk empfohlen wurde.


    Besonders gut hat mir gefallen, daß eine ca. Verzögerung genannt wurde. Wenn ich mal zuviel Zeit habe werde ich mal keine Umfahrung nutzen sondern einfach mal probieren wie gut die Schätzungen sind. (Aber vielleicht kann ich mir das ja auch sparen weil jemand schon was dazu sagen kann)


    Resümee: Bisher absolut perfekte Stauumfahrung.


    Grüße

    Einmal editiert, zuletzt von marathonsnoopy ()

  • Zitat

    Original von marathonsnoopy
    Vor dem Stau raus, nach dem Stau rein.


    Wie muss ich mir das vorstellen? ?( Du kommst zurück auf die Autobahn und siehst hinter Dir alle Autos stehen? :D :D


    Meine Meinung: wärst Du nicht abgefahren, wärst Du an der Stelle, auf der Du wieder aufgefahren bist, vielleicht schon längst durch ;D


    Das weisst Du nicht, das weiß ich nicht.


    Aber psychologisch warst Du bestimmt besser drauf, weil Du umfahren hast :D

    Navigation mit Google Maps über Android Auto und AAWireless im Nissan Qashqai Akari Automatik. Zusätzlich ist POIbase NAVI ein treuer Beegleiter meiner Fahrten  ;)

  • Bei der von mir oben angesprochenen Stauumfahrung gab das Navi ca. 50 Min. Fahrzeitverlust an. Angezeigt wurden 12 km Staulänge.


    Als wir auf der Umfahrungsstrecke waren, kam im Radio inzwischen die Meldung, dass der Stau auf 16 km angewachsen ist. Ich gehe also davon aus, dass die Umfahrung sich gelohnt hat.


    Von der Entfernung war es zur ursprünglichen Strecke sogar leicht kürzer, aber von der ursprünglich berechneten Zeit etwa 12 Min. länger, da Landstraße. Aus meiner Sicht durchaus positive Bilanz.


    Ich habe das Gefühl, dass wenn die Meldung "Ausweichroute kann nicht berechnet werden" dann kommt, wenn sich die Umfahrung nicht lohnt. Hatte z.B. einen Stau mit Verlust von nur 7 Min. Habe dann neu berechnen lassen und dann kam die Meldung. Die 7 Min. waren auch zutreffend, aber ich denke das funzt nur, wenn die TMC-Meldung vom Sender entsprechend gut kommt.


  • Zu 1.) Ja
    Zu 2.) Vor allem Zeitverlust
    Im TMC-Signal? Never! Dazu müßte der Radiosender explizit wissen,
    wohin ausgerechnet ich gerade will... So wichtig bin dem SWR nicht! :D

  • Servus,


    ich habe auch schon einige Erfahrungen mit TMC und Stauumfahrungen machen können. Im Prinzip ist es nicht schlecht - Allerdings gibt es wie im richtigen Leben auch hier immer noch ein paar unbekannte Variablen, die eine Stauumfahrung auch negativ beeinflussen können.


    Bsp: Vor kurzen war ich Freitags zur besten Zeit (16.00) Richtung Süden unterwegs. der TMC hat nur noch massenweise Stauschilder aufgepoppt. Ich konnte mir also bereits im Vorfeld eine Strecke aussuchen, welche die geringsten Staus hatte. Ich nahm also die mit dem geringeren Übel. Bei Pforzheim nannte mir das Navi 3km Stau. Ich dachte, probiers mal mit der Umfahrung. Es hat zwar geklappt, allerdings hatte ich mich damit selbst aufs Kreuz gelegt, denn Freitag nachmittags sich als Alternativeroute durch Pforzheim umleiten zu lassen, da hätte ich auch die 3km im Stau stehen können ?( . Es dürfte genauso lange gedauert haben.


    Naja, es dürfte mittlerweile die 4 Umfahrung gewesen sein, auf die ich mich seit Navi-Besitz drauf eingelassen habe - wie gesagt, im großen und ganzen ist's wirklich gut - dummerweise .....Murphy's Law...hatte ich oft auf den Umleitung dann noch irgendwelche kleineren Strassensperrungen und Umleitungen, welche auf Grund ihrer Größe für TMC unbedeutend und nicht erwähnenswert waren und ich mußte innerhalb der Umleitung, Umleitungen fahren. :D war echt lustig.



    Das einzigste was mich bisher am Navi gestört hat ist: Man hat nur die Wahl: Umleiten lassen - oder nicht. Man hat keine Möglichkeit, sich die Alternativroute kurz anzeigen zu lassen um dann zu wählen. Einmal gedrückt - und man muß die Umleitung fahren. Nur durch eine komplett neue Routenberechnung könnte man das ganze wieder rückgängig machen. Finde ich persönlich etwas schade. Eine Umfahrungsvorschau wäre besser gewesen.