Hallo zusammen. Ich bin wieder im Lande und wollte doch noch kurz die Eindrücke von den 3.000 km nach und in und von Dänemark schildern.
Der Gesamteindruck des Routings war wirklich gut, das Fahren der grossen Strecken in der Nacht ohne lästiges Nachschlagen im Autoatlas sehr entspannt. Alle Ziele konnten problemlos über Adresseingabe oder über analoge Übertragung von Stadtplänchen in den Nüvi übernommen werden und wurden tadellos angefahren.
Vom Kartenmaterial in Dänemark hatte ich vorher schon gehört, dass es nicht auf dem zentraleuropäischen Stand wäre. Ausser wegen wenigen kleineren Strassen, die aufgrund einer offenbar falschen Qualifizierung nicht im Routing berücksichtigt wurden, kann ich mich aber nicht beklagen.
Trotzdem sind mir folgende Eigenarten aufgefallen:
1. Nach dem Durchfahren von Tunnel war das Gerät verwirrt und hat den Pfeil irgendwo in die angrenzenden Wohnquartiere gesetzt statt auf der Schnellstrasse zu bleiben. Das lange Warten, bis der nüvi wieder anständige Informationen von sich gab, war ziemlich nervig, zumal in Städten nach einem Tunnel oft Ausfahrten/Abzweigungen kommen. (WAAS/EGNOS war aus)
2. Nach erfolgreicher Navigation an ein Ziel habe ich das Nüvi für einen Stadtrundgang aus dem Auto genommen. Der Pfeil blieb aber reglos stehen, Ein- und Ausklappen der Antenne brachten keinen Erfolg, erst ein Neustart.
3. Auf der Rückfahrt (950km) fast ausschliesslich über Autobahn (Strecke war eigentlich eindeutig) wunderte ich mich, dass Steffi 3 oder 4 mal eine bessere Strecke kannte. Soweit ich dass am Bildschirm beurteilen konnte, waren die berechneten Strecken alle identisch, nur die vorausgesagte Fahrdauer wurde jeweils ein paar Minuten kürzer. Ich habe vermutet, dass es sich nicht um wirklich bessere Routen, sondern um eine bessere präzisere Berechnung gehangelt hat.
4. Während der Fahrt habe ich mir die Seite mit den Fahrdaten angesehen (Tacho) und habe nicht schlecht gestaunt, dass der Nüvi einem während der Fahrt auf der Autobahn nicht nur die "Zeit in Fahrt" erhöht, sondern immer wieder ein paar Sekunden abzweigt für "Zeit im Stand". So kamen insgesamt einige Minuten Stehen auf der Autobahn hinzu!
Diese Beobachtungen beunruhigen mich nicht besonders, da sie Hauptaufgabe eines Navi nicht wesentlich beeinträchtigen. Aber vielleicht hat jemand von Euch dazu noch interessante Hinweise.
Ach ja, einen echten Wunsch hätte ich noch für das nächste Update:
Eine Öse an das Nüvi, dass man es in der Stadt als Fussgänger umhängen kann, wäre nicht schlecht: Wenn man in einer Hand einen Reiseführer und den Nüvi balancieren muss und mit der anderen Hand ein Kind vor dem Rennen über die Strassen hindern muss, ist man in seinen Handlungsmöglichkeiten schon ziemlich eingeschränkt! ![]()
Gruss