Sind 12 SATs InView/InUse moeglich?

  • Das Thema ist so dermaßen theoretisch und ohne echten praktischen Nutzen --- das gefällt mir :D


    Ich hatte übrigens gestern Nachmittag(11.7.2006 ca. 16-17 Uhr) in Hamburg (nähe HBF) mit meinem Sirf-III im Rucksack 12 Sats in View UND in Use ... kurz vorher ist mein Handy mit TT5.2 drauf abgestürzt.


    Jetzt frag ich mich was z.B. TT5.2 mobil für Symbian dazu sagen würde wenn ich da evtl. mal kurz 13 Sats gehabt hätte und ob das ein Grund für den Absturz sein könnte.... normal läuft die Navigation mit dem Gespann ohne jedes Problem!


    Argumente FÜR die 12 Sats als Maximale Anzahl ....


    - Früher gabs einfach nicht genug Sats um jemals mehr als 12 Sats zu sehen.
    - Die Empfänger hatten nicht genug Kanäle um mehr als 12 auszuwerten
    - Die Specs (jedenfalls die von 900SS-97 erwähnte Ausgabe) erlaubt nur 12 Sats im NMEA-Protokoll
    - Die meisten Programme sind nur für 12 Sats in der Anzeige ausgelegt.


    Argumente GEGEN diese Beschränkung...


    - Es gibt inzwischen Empfänger mit mehr als 12 Kanälen
    - Es gibt genug Sats um zeitweise mehr als 12 gleichzeitig sehen zu können
    - Evtl. sind neuere Specs als die von 2005 erschienen die mehr als 12 Sats im Protokoll erlauben.



    Also ist nach wie vor die Frage ob es "erlaubt" ist mehr als 12 anzuzeigen... und ob es zur Zeit nicht mehr Probleme macht als es hilft. Immerhin ist sicher nicht jede Software geeignet damit klarzukommen.


    gruß

    Einmal editiert, zuletzt von bitboy0 ()

  • Zitat

    Original von bitboy0
    Das Thema ist so dermaßen theoretisch und ohne echten praktischen Nutzen --- das gefällt mir :D


    Nee, nee - nicht nur theoretisch! Wir wollen hier im Thread zwar nur grundsätzliche Dinge klären, das Thema ist aber schon von Nutzen! Ich "stutze" deine Aufzählung jetzt einfach mal auf das aus meiner Sicht wirklich Wesentliche (Sorry)...



    Kleine Zusammenfassung:


    Wir wissen, daß sich in unseren Breiten kurzzeitig 14 (oder gar 15) Sats über dem Horizont befinden können.


    Das ist nicht nur Theorie, sondern läßt sich mit Orbitron oder Trimble nachweisen oder auch im voraus berechnen.



    Wir wissen (zumindest läßt eine Log-Auswertung keinen anderen Schluß zu), daß bei SiRF-III Chips unter 5° Schluß ist.


    Alle Versuche, die Tracking-Mask auf 0° zu setzen, schlugen bisher fehl. (Diese Einstellung ist ja laut Sirf auch nicht implementiert.) Damit ist jeder "Sat-Jäger" mit SirF-Chip schon aus dem Rennen, da sein Empfänger in unseren Breiten (und mit den 29 oder 30 GPS-Sats am Himmel) nie mehr als 12 Sats sieht.




    Wir wissen, daß ein Log existiert, in dem 13 Sats in View sind.
    Wir wissen anhand dieses Logs, daß dadurch eine vierte GSV- Zeile ausgegeben wurde.


    Beide Angaben sind verifiziert - die Sats standen wirklich so wie im Log aufgezeichnet am Himmel.



    Zitat

    Original von bitboy0
    Also ist nach wie vor die Frage ob es "erlaubt" ist mehr als 12 anzuzeigen... und ob es zur Zeit nicht mehr Probleme macht als es hilft. Immerhin ist sicher nicht jede Software geeignet damit klarzukommen.


    Die grundsätzliche Frage ist wirklich - und du hast sie ja auch schon vor ein paar Tagen formuliert - Darf man das? Darf man vier GSV-Zeilen ausgeben?


    Ich hab kein Problem damit, wenn sich meinetwegen VisualGPS an vier GSV-Zeilen "verschluckt". Bei den Navis auf einem Schiff oder Flugzeug wäre mir diese Reaktion aber verständlicherweise nicht ganz so egal.


    Und genau das ist der tiefere Sinn dieses Threads.



    Jetzt kommt natürlich gleich der Einwand: "GPS allein ist für See/Luft - Navigation nicht erlaubt". Ja, aber lassen wir diesen Aspekt einfach mal weg.


    bfn hevo2

  • Zitat

    Original von hevo2
    Jetzt kommt natürlich gleich der Einwand: "GPS allein ist für See/Luft - Navigation nicht erlaubt". Ja, aber lassen wir diesen Aspekt einfach mal weg.


    bfn hevo2


    Ich denke mal das zumindestens viele privat-Flieger aus Gründen der Bequemlichkeit gerne lieber auf's GPS sehen anstatt aufs VOR in Verbindung mit der Karte... GPS ist im Regelfall deutlich einfacher, schneller und auch genauer als die Navigation mit den Funkfeuern der Luftfahrt. Auf See ist es sicher auch so... ich war selber schon auf einigen Booten wo der Kapitän anstelle eines Sextanten oder anderer Hilfmittel nur eben mal einen Blick aufs GPS geworfen hat.


    Das ist menschlich und üblich! Wenn nun aber ein moderner Empfänger für einen Zustand sorgen kann bei dem evtl. das Auswertungsprogramm sich "aufhängt" führt das zum Unfall. Auch die ARINANE-Rakete ist damals abgestürzt weil eine Variable in einem älteren Systemteil einfach nichts mit der viel höheren Geschwindigkeit der neuen Rakete mithalten konnte.


    gruß

  • Zitat

    Original von hevo2
    Wie du schon schreibst - "nach einiger Zeit... wieder etwas warten.,.", bei (hier) über 2000 Zeilen (und wohl weit über 90 Spalten) in der Tabelle kein Wunder. Excel haut den stärksten Rechner um und man denkt das Ding ist abgestürzt. Dabei rechnet Excel nur vor sich hin... Nee danke! ;)


    Vielleicht sollte man dein ganzes VBA-Macro mal genauer untersuchen und in richtigen Code gießen? ...


    Hallo hevo2


    Ich bin auch kein Excelfreak, nutze es aber, weil es in der Firma zur Standardsoftware gehoert. Ohne geht es nicht.


    Es gibt garantiert User die sich in Excel besser bewegen als ich, aber das was Du versuchst geht in Excel (meine Meinung) schneller. (1 Minute pro Datei)


    Vorgehen:
    LogFile mit Excel oeffnen
    Textimport auf getrennt
    getrennt durch Komma und Andere (hier * angeben wegen Pruefsumme)
    weiter
    alle Felder markieren und oben Text anklicken
    Fetig stellen
    im Excelblatt oben eine Zeile einfuegen (siehe Beispielanhang)
    Autofilter setzen
    In der Spalte A, $GPGSV als Autofilter aktivieren


    Wenn Du nun auf die Pfeile des Autofilters in den Spalten F, J, N oder R klickst, erkennst Du direkt die Elevationsgroessen die in der Spalte vorkommen.

  • Also es ist sicher mehr Aufwand das in Code zu packen, aber es geht in Delphi vermutlich recht schnell...


    Was für Werte sollte man denn dort in der Auswertung sehen können?


    gruß

  • Zitat

    Original von bitboy0
    Also es ist sicher mehr Aufwand das in Code zu packen, aber es geht in Delphi vermutlich recht schnell...


    Was für Werte sollte man denn dort in der Auswertung sehen können?


    gruß


    Hallo bitboy0


    Also im Grunde genommen geht es hier im Speziellen darum zu sehen, ob es die Werte "kleiner 5° Elevationswinkel" in den LogFiles gibt. Da die Reihenfolge der Feldinhalte im GSV-Protokoll koennte man die in einer Routine abfragen ob die Werte "kleiner 5" enthalten.


    Aber bitte nicht zuviel Arbeit investieren, weil die daraus abgeleiteten Ausgaben natuerlich weiter verarbeitet werden muessen. Daher hatte ich mir in den paar Minuten die Excelvorlage gemacht.

  • Ich werd mal sehen was ich machen kann ...


    Wenn ich mal Zeit hab die Tage, oder es zu warm ist zum Schlafen werde ich mal probieren was auf die Schnelle geht. Gibt es da noch nichts fertiges? Auch nichts was man kaufen könnte?


    gruß

  • Zitat

    Original von bitboy0
    Ich werd mal sehen was ich machen kann ...


    Wenn ich mal Zeit hab die Tage, oder es zu warm ist zum Schlafen werde ich mal probieren was auf die Schnelle geht. Gibt es da noch nichts fertiges? Auch nichts was man kaufen könnte?


    gruß


    Hallo bitboy0


    Nein, man kann das ja auch nur fuer diesen speziellen Fall der Suche nach den Werten kleiner 5 im GSV Protokoll nutzen. Das dies aber jemand macht ist mehr als ingewoehnlich. Denn diese Suche ist hier auch nur von Bedeutung LogFiles (aus einem Pool von mehreren Hundert ) zu finden die dem Merkmal entsprechen. Wenn man dann dieses LogFile hat, spielt die Suche keine Rolle mehr. Denn die Auswertung geschieht dann anderweitig.


    Und so viele Verrueckte, die in ihrem Pool nach LogFiles suchen in den GSV-Elevationswerte kleiner 5 vorkommen, gibt es nicht. Da kenne ich nur wenige.
    :D :D :D


  • Entschuldige, wenn ich hier nur ganz kurz dazu sage: das ist schlicht und einfach falsch. Argumente stehen weiter unten.

  • Zitat

    Original von 900SS-97



    Es gibt garantiert User die sich in Excel besser bewegen als ich, aber das was Du versuchst geht in Excel (meine Meinung) schneller. (1 Minute pro Datei)


    Sicher bewegen ist sehr relativ.


    Ich frage mich alllerdings allen Ernstes, ob Du schon mal was von GPSLog gehört hast....


    Da ist das seit sehr langer Zeit bereits implementiert.

  • Zitat

    Original von bitboy0
    Also es ist sicher mehr Aufwand das in Code zu packen, aber es geht in Delphi vermutlich recht schnell...


    Was für Werte sollte man denn dort in der Auswertung sehen können?


    gruß


    Um das zu beurteilen wäre es sicher interessant, wenn Du einfach mal GPSLog anwerfen würdest.


    Nicht, dass ich jetzt dafür werben wollte, oder es "nötig" hätte, es ist einfach so, dass diese Auswertung in mehr als 3 Jahren in Verbindung mit unserem Haupttester peterpu gewachsen ist. Außerdem sind dort Graphiken eingebaut, bei denen man mit anderen Programmiersprachen evtl. etwas Mühe haben könnte.


    Das Prog erlaubt außerdem die Verarbeitung bis zu 4 logs (zeitgleich), die gerade für uns Tester den einfachen Vergleich von mehreren parallel laufenden logs und deren Vergleich erlaubt.


    Zusätzlich ist seit etwa einem knappen Jahr eine Ausgabe eines GoogleEarth kml-Files möglich, das in Erweiterung der sonst so bekannten Umwandlungen einen "Gartenzaun" mit abbildet, der proportional der Geschwindigkeit ist.


    Es ist mir wurscht, wer es verwendet. Es ist mit aber nicht wurscht, wenn Beurteilungen hier abgegeben werden, wenn man zwischen den Zeilen lesen kann, dass das Prog noch nicht einmal angefahren wurde.



  • Auch wenn ich mich wiederhole: GPSLog.


    Ich habe inzwischen gefunden, Mäuse die bis 0° gehen:
    Xaiox,
    Polstar PBT 111,
    RN-205,
    CR4,
    Loox N560 (PDA mit integrierter Maus),
    die SysOn von Alfred,


    mit 4° Grenze:
    Nemerix,
    eBonTek 397,


    nicht ganz gesichert bis 4°, 3°,
    Keomo


    Manche der logs sind gesichert, d.h. man sieht aufsteigende sats von 0° gegen >5° gehend und oft gleichzeitig von >5° kommend und bei 0 oder <1° verschwindend.


    Leider habe ich das Problem, dass ich erst vor rel. Kurzem den Mausnamen mit in den log-File-Namen aufgenommen habe. Und auch da nicht das genaue Modell, soweit es denn überhaupt bekannt war. Es wird also so sein, dass wir neue logs sammeln sollten, das ist gleichzeitig ein Aufruf an alle, die hier mitarbeiten wollen. Die Sichtbarkeit der sats läßt sich mit Orbitron rel. einfach ermitteln, damit muss man ein log nicht "ins Blaue" aufnehmen, sondern kann geziehlt in dem Zeitbereich loggen, der > 12 sats in view angibt.

  • Zitat

    Original von karomue
    ...
    Ich frage mich alllerdings allen Ernstes, ob Du schon mal was von GPSLog gehört hast....
    ...


    Hallo Charly


    Klar habe ich und nutze es auch fuer einige Untersuchungen. Kann man z.B. im Test des Adapt700 gut sehen. Da sind Diagramme zu erkennen, die ich mit GPSLog gemacht habe. Die Antwort bezog sich auf den Einwand von hevo2, das dies mit GPSLog lange dauert. Wenn ich auf meinen alten Rechnern (Penti II mit 450Mhz) GPSLog starte um eine Textdatei von 2-3 MB zu analysieren, dann braucht der Lahmars... dazu mindesten 8-10 Minuten. Das Ergebnis ist zwar dann in allen Varianten auswertbar, aber wenn ich Pech habe, dann enthaelt ausgerechnet diese Datei keine Elevationswinkel kleiner 5°. Also naechste Textdatei und weiter. Deshalb habe ich mir gestern, als ich mit der Suche nach den kleinen Winkeln anfing, diese Methode ueberlegt. So bin ich pro Datei mit maximal 1 Minute durch und sehe ob es lohnenswert ist diese Datei weiter zu analysieren.


    Bei der Menge an Dateien kommt da schon eine grosse Zeitverkuerzung bei raus.

  • Hallo Alfred,


    Argument akzeptiert.


    GPSLog ist halt "mein" Verfahren. Abgesehen davon, dass ich die Eingangsprozedur nicht mehr machen muss - die steckt ja da schon drin - sieht man in der Summenzeile (grün) halt alle sats auf einen Blick. Ist einer (oder mehrere) dabei mit min <5, dann kann ich mit den Cursortasten ganz schnell durchtakten, ob er rein- oder rausläuft und woher er kommt oder wohin er geht.


    Klar, das ist vergebliche Müh, wenn kein Randsat dabei war.


    Die Laufzeit ist doch erheblich vermindert worden, nachdem mich ein freundlicher User auf einen bislang unbekannte Befehl (bei mir) aufmerksamm machte, mit dem man Bildschirmeinblendungen ausblenden kann. Das ist das weiter unten angehängte. Probiers gelegentlich mal.


  • Hallo Charly


    Das ist so mit den alten Rechnern. Aus Deinem Posting entnehme ich, das Du auch die ExcelFiles speicherst. Aus Platzgruenden passiert damit bei mir:


    Get Time
    Get ExcelFile
    Get ExcelFileTime
    If ExcelFileTime+14>=Time
    Del ExcelFile
    EndIf


    :D :D :D



    Da wo noch die ExcelFiles vorhanden sind geht das schnell, da gib ich Dir Recht.


    Welches neue GPSLog.xls ???