Hallo!
Ich lese hier schon seit einer Weile mit und bin von Eurem Forum sehr begeistert ![]()
Ich nutze die Pocket-Navigation hauptsächlich fürs Geocaching, und möchte auch gern die Hintergründe verstehen.
Meine Ausrüstung besteht aus: Dell Axim X50v PocketPC, Haicom HI303S GPSr, OziExplorerCE mit den MagicMaps Top25 Karten der NRW West DVD und etwas Zubehör. Außerdem hab ich noch ein Garmin 12 und einen Kompass im Einsatz.
Ich hoffe, ich bin in diesem Unterforum mit meinen Fragen richtig - das meiste betrifft ja auch den OziEplorer.
Hier also die Fragen, die bisher offen geblieben sind:
Die unterschiedlichen DOP-Werte, die ein GPS-Empfänger anzeigt, stellen ja nur den Beitrag der Messunsicherheit dar, der durch die relative Position der Satelliten entsteht. Der Anteil der anderen Fehlerquellen wird also nicht im DOP-Wert erfasst (hauptsächlich Signal-Rausch-Abstand, aber auch Mehrwegeausbreitung, Effekte der Ionosphäre, falsch gehende Uhren, ungenaue Bahndaten etc.).
Mein alter Garmin 12 gibt einen Genauigkeitswert in Metern an - das wird dann wohl eine statistische Schätzung sein, z.B. die geschätzte Standardabweichung der Position, oder? OziExplorerCE gibt so einen Wert nicht an. Warum?
Durch das Mitteln der Position (z.B. mit VisualGPSCE) werden ja nur die "mittelwertfreien" Fehleranteile beseitigt, die anderen bleiben. Der Einfluss des Rauschens wird kleiner, die Fehler z.B. durch falsche Entfernungsschätzung zu den Satelliten durch den Einfluss der Ionosphäre bleiben. Oder?
GPS-Empfänger geben die Koordinaten ja von Hause aus im WGS84 Referenzsystem aus. Warum kann ich dann beim OziEplorer das NMEA Output Datum verstellen? Das kommt doch immer als WGS84...
Wird immer davon ausgegangen, das die üblicherweise benutzten Karten in Mercatorprojektion vorliegen? Manchmal ist es doch ungünstig, dass die direkte Verbindungslinie auf der Karte dort die Loxodrome und nicht die Orthodrome ist... Oder andersrum: Wo könnte man über Karten von unseren Breiten stolpern, die eine andere Projektion verwenden?
Für die vollständige Referenzierung einer solchen Karte wird der Maßstab auf dem Hauptmeridian und die Lage der Zylinderachse benötigt. Wo befinden sich diese Angaben in den map-Files? Aus den zwei Kalibrierpunkten, die NH50TopTrans erzeugt, lassen sich ja nicht alle Angaben gewinnen...
Wie genau ist eine solche Kalibrierung mit zwei Punkten, wenn man annimmt, dass diese genau stimmen? Macht es Sinn, mehr Punkte zu verwenden? Wenn alle Angaben stimmen (Projektion, Ellipsoid, Datum, Hauptmeridian,...) sollte das ja eigentlich ok sein. Hängt die Genauigkeit von der Größe des Kartenausschnitts ab? Ich habe Kacheln von etwa 25x25km exportiert.
So - Fragen über Fragen. Ich hoffe, ich hab sie an der richtigen Stelle gestellt. Die Suche habe ich natürlich vorher bemüht, auch die Dokumente in den "GPS Grundlagen" hab ich mir angeschaut.
Viele Grüße aus Remscheid,
Martin aka. DeepImpact