Aldi-Navigator Ignoriert Alpenpässe

  • hi freaks,
    ich wohne in der schweiz, und fahre mit dem motorrad gerne passstrassen. bei der routenberechnung werden Passstrassen, die nicht das ganze jahr geöffnet sind, konsequent ignoriert, und die berechnung mit einer fehlermeldung abgebrochen, oder ein umweg über legale strassen, die ich aber nicht fahren will, berechnet. wie kann ich den aldi-navigator überlisten, dass er die strassen doch nimmt? in der karte sind sie jeden falls alle drin. oder gibt es für den aldi-navigator kartenmaterial, in dem die passstrassen freigegeben sind?
    gruss von Norbi

  • Hallo Norbi,
    versuch's doch mal über das Definieren von Zwischenzielen. Um die "Fähnchen" wird dein PPC dann nicht herum kommen.

  • Habe auch das selbe Problem festgestellt. Und über den Umweg läßt es sich auch nicht richtig lösen.


    Weiß jemand ob TomTom das besser kann?

  • @Norbi:


    Mir scheint das Problem daran zu liegen, ob man die Kartenausschnitte als Route oder als Gebiet exportiert, und womöglich auch, wie eng der Korridor gelegt wird.


    Ich habe mal testeshalber a) eine Route von Chur nach Scuol exportiert, und dann anschließend b) ein Gebiet (im wesentlichen Graubünden, bzw. der Osten davon) exportiert.


    Im ersten Fall will mich der MN (Version 1.3) grundsätzlich immer durch den Veraina-Tunnel schicken, und erklärt Scuol für "isoliert" sobald man "Fähren vermeiden" anklickt (der Autoverlad gilt wohl als eine Art Fähre....).


    Im 2. Fall habe ich dann auf dem PDA eine Route von Klosters nach Scuol berechnen lassen, und die führt einwandfrei über den Flüelapaß, obwohl dieser im Winter mit Sicherheit geschlossen ist (National(?)straße 28).


    Beim MapExport habe ich beim Berechnen der Route keine besonderen Optionen angekreuzt, sondern alles auf Voreinstellung gelassen.


    MfG,
    L. Willms

    Einmal editiert, zuletzt von L.Willms ()

  • @willms,
    habe bei mir alle variationen durchprobiert. bei mir geht die route grundsätzlich nie über den flüelapass. es ist zum verzweifeln. selbst mit dem anlegen einer korridorkarte, wo er einfach keinen umweg fahren kann, geht es nicht.
    gruss von norbi

  • @Norbi 

    Zitat

    . bei mir geht die route grundsätzlich nie über den flüelapass.


    von wo nach wo geht sie denn dann welchen alternativen Weg?


    Ich muß noch vorausschicken, daß ich diese Tests mit dem alten MapExport vom Navigon Mobile Navigator 1.1 (mit SR2 beta auf 1.3 upgedated) mache.


    Bei den Tests auf dem PDA wird von Klosters nach Scuol eigentlich immer der Flüelapaß genommen (was ja auch nicht sein darf, weil der im Winter zu ist).


    Ich hab dann im Mapexport mal Lindau am Bodensee (Bayern) als Ausgangspunkt genommen und Routen nach Scuol (Bagnera 1) als Ziel ausrechnen lassen Glücklicherweise hat sich Mapexport mal wieder bequemt, die Routen auch bildlich anzuzeigen.


    Je nach Auswahl der Optionen "Schnelle Route", "Kürzeste Route" bzw. "Mautstraßen vermeiden" oder "Fähren vermeiden", wird der Weg über Vorarlberg und den Arlbergtunnel genommen (fällt aus, wenn Mautstraßen ausgeschlossen werden) oder Landquart - Klosters und dann den Flüela-Paß bzw. den Autoverlad durch den Verainatunnel ("Fähre", aber kürzester Weg ohne Maut, d.h. ohne Arlbergtunnel) genommen.


    Andere Routen mit anderen Pässen habe ich nicht probiert (ich war 2 mal mit einer ex-Freundin, die 3 x im Jahr nach Ftan fährt, dort auf diesen Wegen).


    Nebenbei: es muß doch in so einem Navigationssystem eine Möglichkeit geben, saisonale Sperrungen von Straßen wie eben die Wintersperrungen von Alpenpässen zu berücksichtigen!). Im MN fehlt das leider...


    MfG,
    L. Willms

    3 Mal editiert, zuletzt von L.Willms ()

  • @willms,
    also die route wird berechnet von klosters über tiefencastel dann interessanterweise über den julierpass bis silvaplana dann über zernez, susch nach scuol. das sind über 100 km umweg!


    gruss von norbi

  • Zitat

    Original von Norbi
    @willms,
    also die route wird berechnet von klosters über tiefencastel


    den direkten Weg über Davos und Wiesen?


    Zitat


    Original von Norbi
    dann interessanterweise über den julierpass bis silvaplana dann über zernez, susch nach scuol. das sind über 100 km umweg!


    Ds ist ja wirklich schon irre. Ist denn der Julier womöglich nicht im Winter gesperrt wie der Albula und der Flüela? Oder es werden grundsätzlich alle Alpenpässe vermieden, die höher sind als 2300 Meter?


    Trotzdem ist die Frage nicht beantwortet, ob das eine Route ist, die von MapExport berechnet wurde, oder vom Navigator. Das ist ja ein erheblicher Unterschied.


    Vielleicht, obwohl es eigentlich überflüssig ist, der Hinweis, daß der Navigator nicht die vom Mapexport für die Bestimmung des zu exportierenden Korridors abfährt, sondern seine eigenen Berechnungen macht. Der Mapexport ist kein Routenplaner, sondern nur dazu da, um Teilstücke aus dem Gesamtstraßendaten auszuschneiden.


    Und nochwas: eigentlich dachte ich, die Kartenbasis vom Navigon Mobile Navigator mit DEutschland und Alpenraum wäre eine genaue Oberrmenge der Straßendatenbasis Deutschland, Österreich, Schweiz vom Medion Mobile Navigator und in dem gemeinsam abgedeckten Territorium identisch. Scheint nicht so zu sein.



    Mfg,
    L. Willms

    2 Mal editiert, zuletzt von L.Willms ()

  • Zitat

    Original von L.Willms


    Nebenbei: es muß doch in so einem Navigationssystem eine Möglichkeit geben, saisonale Sperrungen von Straßen wie eben die Wintersperrungen von Alpenpässen zu berücksichtigen!). Im MN fehlt das leider...


    Problrm dabei ist dass die Wintersperre für jeden Pass separat erfolgt und vom Wetter, nicht aber einem genauen Datum abhängig ist.
    So ist einem auch nicht geholfen wenn man einfach eine Unterscheidung Winter/Sommer trifft und dementsprechend alle Pässe ausschliesst, die von einer Wintersperre betroffen sein können.



    Garry

  • @Garry


    Ich kenne das System nicht, nach dem die Alpenpässe gesperrt werden, ich fahre selten dorthin, und bin kein Wintersportler. M.W. gibt es aber auch welche mit festen Zeiten. Es gibt auf jeden Fall Verbindungen, wie z.B. Fähren o.ä., die in dieser Hinsicht einen festen Fahrplan haben.


    Wie dem auch sei, es muß möglich sein, für ein bestimmtes Straßenstück festzuhalten, daß dieses von Zeitpunkt A bis Zeitpunkt B nicht befahrbar ist, oder nur in der und der Richtung.


    Das gilt auch für Sperrungen aufgrund von Baustellen u.ä.


    Diese individuelle Konfigurierbarkeit fehlt leider völlig in diesem Navigationssystem -- dabei haben die ja, anders als die Festeinbausysteme -- nicht nur eine CD als Speichermedium, die man ja nicht beschreiben kann.


    MfG,
    L. Willms

  • Zitat

    Original von L.Willms
    Ich kenne das System nicht, nach dem die Alpenpässe gesperrt werden, ich fahre selten dorthin, und bin kein Wintersportler. M.W. gibt es aber auch welche mit festen Zeiten. Es gibt auf jeden Fall Verbindungen, wie z.B. Fähren o.ä., die in dieser Hinsicht einen festen Fahrplan haben.


    Hab noch keine Fähre gesehen die über einen Alpenpass führt :D
    Ok, ich weiss was Du meinst. Bei Fähren mag das ja durchaus gehen da dort in der Regel ein fester Saisonbetrieb herrscht. Ist nur vielleicht derzeit noch etwas viel alle Fahrpläne mit zu erfassen.
    Die Pääse werden aber meist je nach Schneelage gesperrt, da kommt manchmal eben der Winter schon Ende September, machmal auch erst im November. Umgekehrt genauso im Frühjahr

    Zitat


    Wie dem auch sei, es muß möglich sein, für ein bestimmtes Straßenstück festzuhalten, daß dieses von Zeitpunkt A bis Zeitpunkt B nicht befahrbar ist, oder nur in der und der Richtung.


    Das gilt auch für Sperrungen aufgrund von Baustellen u.ä.


    Sowas macht nur Sinn wenn man die Daten Tage-oder Besser noch Stundenaktuell von einem Server abrufen kann.


    Garry

  • Zitat

    Original von Garry


    Sowas macht nur Sinn wenn man die Daten Tage-oder Besser noch Stundenaktuell von einem Server abrufen kann.


    Sie sind ein großer Freund des jeweils Bestehenden, nicht wahr? Nur ja nichts ändern.


    An anderer Stelle beharrten Sie doch so darauf, daß alle Angaben unbedingt in für das konservative Beharrungsvermögen der Menschen passenden Maßeinheiten und Größenordnungen gemacht werden sollen, obwohl sie nur von Computern für Computer gemacht werden. Aber wenn es darum geht, dem Menschen den Computer nützlich zu machen anstatt in dem Computer auszuliefern, da sperren Sie sich?


    Wann z.B. Alpenpässen gesperrt werden, kann man aus der Zeitung erfahren, und die werden i.d.R. in Kalenderdaten nach dem hierzulande üblichen gregorianischen Kalender angegeben, obwohl in einer EDV-Anwendung das Kalenderdatum auch anders dargestellt wird (sofern diese vernünftig ist).


    Gerade bei sowas eine direkte Computer-zu-Computer-Verbindung zu verlangen, ist ziemlicher Quatsch, man verzeihe mir die deutliche Ausdrucksweise.


    Sowas liest man eben in der Zeitung, oder fragt die Daten auch auf einer Webseite ab, und muß es dann in den Datenbestand des Navigationssystems eingeben können.


    Was spricht dagegen? Einzig das Bemühen der Straßendatensammler, eine Monopolstellung zu halten.



    MfG,
    L. Willms

  • Zitat

    Original von L.Willms
    Sie sind ein großer Freund des jeweils Bestehenden, nicht wahr? Nur ja nichts ändern.


    Mhm.. müssen wir uns jetzt "siezen"? Würde gerne beim Foren- und Newsgruppüblichen allgemeinen "Du", bleiben um es nicht unnötig kompliziert zu machen, respektiere aber wenn es von einzelnen abgelehnt wird...


    Ich bin Entwickler und trage da eine gewisse Verantwortung was die Einführung von Neuerungen angeht. Ich bin gundsätzliche für jede Neuerung die etwas bringt und sich mit vertretbarem Aufwand realisieren lässt.
    Meine Schwester ist Geodätin so dass ich auch aus dieser Thematik einiges als Hintergrund mitbekommen habe(ich nehme an es war bzw. ist im folgenden eine Anspielung auf meine Argumentation gegen die xyz-Koordinaten-Anwendung?).
    Es ist hier nicht mein bestreben gegen etwas neues zu sein, sonst wäre ich nich schon seit über zwei Jahren verfechter der Pocket-PC-Navigation.

    Zitat

    An anderer Stelle beharrten Sie doch so darauf, daß alle Angaben unbedingt in für das konservative Beharrungsvermögen der Menschen passenden Maßeinheiten und Größenordnungen gemacht werden sollen, obwohl sie nur von Computern für Computer gemacht werden. Aber wenn es darum geht, dem Menschen den Computer nützlich zu machen anstatt in dem Computer auszuliefern, da sperren Sie sich?


    Wann z.B. Alpenpässen gesperrt werden, kann man aus der Zeitung erfahren, und die werden i.d.R. in Kalenderdaten nach dem hierzulande üblichen gregorianischen Kalender angegeben, obwohl in einer EDV-Anwendung das Kalenderdatum auch anders dargestellt wird (sofern diese vernünftig ist).


    Der Winter richtet sich nunmal nicht tages, wochen, z.T. nicht mal monatsgenau nach dem Kalender. Die Schneelelage ist aber nun mal das massgebliche ob ein Pass offen oder zu sein kann. Mag sein dass es für ein paar Strecken zusätzlich die Massgabe gibt dass sie grundsätzlich bestimmte Monate geschlossen sind.

    Zitat


    Gerade bei sowas eine direkte Computer-zu-Computer-Verbindung zu verlangen, ist ziemlicher Quatsch, man verzeihe mir die deutliche Ausdrucksweise.


    Sowas liest man eben in der Zeitung, oder fragt die Daten auch auf einer Webseite ab, und muß es dann in den Datenbestand des Navigationssystems eingeben können.


    Was spricht dagegen? Einzig das Bemühen der Straßendatensammler, eine Monopolstellung zu halten.


    Die Daten von Hand mit seiner Strecke abzugleichen erfordert relativ viel Aufwand wenn mehrere Pässe auf der Strecke liegen - Was in der Zeitung steht ist vom Vortag, bei einem Wetterumschwung kann es da von Stunde zu Stunde schon wieder ganz anderst aussehen. Von der zuverlässigkeit von Kalenderangaben möchte ich hier gar nicht erst reden...


    Garry