Hallo miteinander,
die Klappmaus-Familie von Haicom ist hier schon im Test vorgestellt worden.
Nun soll es um die Frage gehen: was bringt SiRF III? In der direkten Gegenüberstellung von alter und neuer Generation kann man der Frage näher kommen.
Die Klappmäuse von Haicom zeichnen sich dadurch aus, dass sie mit dem PDA eine Einheit bilden. Man steckt eine Haicom in den CF-Slot und hat eine Navigationseinheit mit verstellbarer Antenne.
Bis auf den Chip sind sich Hi-303S und Hi-305 ziemlich ähnlich. Äußerliches Kennzeichen: die Hi-305 hat silberne Scharnierscheiben.
Die Hi-303S fährt einen SiRF II Chip und wertet nach XTRACK2 aus, dass heißt, die ausgegeben Protokollzeilen sind öfter in bestimmter Weise manipuliert und bilden nicht immer exakt die Himmelsdaten ab. Das sollte Vorteile haben, hat aber auch deutliche Nachteile.
Seit der Einführung der SiRF III Chips hat Haicom jetzt diesen Weg verlassen. Mit SiRF III werden die schwachen Signale unserer Satelliten auch dann noch berücksichtigt, wenn sie sich bereits mit dem Hintergrundrauschen vermischt haben. Das scheint ziemlich unglaublich. Aber in der Praxis von SiRF III funktioniert es.
Statt ein mäßiges Ergebnis zu interpretieren, um es zu verbessern, wird jetzt der Empfang entscheidend verbessert, und das führt zu besseren Ergebnissen.
Die Haicom-Empfänger können auch als Bluetoothmäuse fungieren. Es gibt von Haicom eine Slipper" genannte BT-Aufnahme, in die die Klappmaus eingesteckt wird wie in einen CF-Schacht. Mit dem Zusatz Hi-401 funktioniert eine Haicom Klappmaus dann wie ein BT-GPS-Empfänger.
Die Hi-305 ist ein Sonderfall in der Haicom-Familie, weil sie erstmals für eine Haicommaus mit einem SD-Kartenslot aufwartet. Durch die Belegung des CF-Slots verbraucht man ja eine Speichermöglichkeit. Diese bekommt man sozusagen zurück, wenn man eine SD-Karte in der Hi-305 fährt.
Für den vorliegenden Test habe ich die beiden Haicom-Klappmäuse mit jeweils einer aktiven Antenne auf meiner Mütze verbunden und auf meiner Hausstrecke am Liepnitzsee eine Vergleichsrunde gelaufen.
Auf dieser Strecke hatte ich schon oft die bewährte Hi-303S mit. Man kann sagen, etwa bei jedem zweiten Rundgang bekam ich wegen der schwierigen Empfangsbedingungen auf der Strecke von ihr keinen vollständigen Track, weil sie auf dem einem oder anderen besonders schwierigen Teil der Strecke versagte.
Am 24.09.2005 standen am späten Vormittag die Vögel allerdings recht günstig, so dass uns die Hi-303S einen vollständigen Umlauf fast ohne Satabriß aufzeichnete. Das war mir sehr recht, weil ihre jüngere Schwester, die Hi-305 auf meiner Strecke bisher noch nicht die Waffen gestreckt hatte, gleichgültig, welche Konstellationen sie am Himmel vorfand.