MM Navigator - ein Erfahrungsbericht

  • Erfreulich, daß es doch noch andere PDA-Anwender in der Marinenavigation gibt.


    Ich habe erstmals GPS-Navigation auf meinem Boot über 10 Wochen (Seeland-NL) benutzt und bin begeistert.


    Meine Ausrüstung IPAQ3950 / Navman3000 / Pocket Navigator / Karten Maptech NL1 BSB4


    Ich hatte natürlich auch die aktuellen Papierkarten dabei, aber die habe ich praktisch nur noch zur schnellen großräumigen Übersicht benutzt. Dafür ist der kleine Bildschirm eines PDA doch nicht so ideal.


    Am Anfang habe ich häufig die Kurse und Wegpunkte auf der Papierkarte überprüft und habe mich nur über die Genauigkeit des kleinen Plotters gewundert.
    Lt. Info lag der GPS-Standort im Mittel bei 2,5 m, was auch Kontrollen bestätigten.
    Lag mal eine Tonne nicht genau an dem Punkt, den der IPAQ zeigte, lang das mit Sicherheit am Kartenmaterial.
    Soweit mir bekannt, sind die digitalen Karten Scans der Niederländischen 18xx-Karten. Somit werden diese Fehler auch auf den Papierkarten vorhanden sein.
    Auf jeden Fall war ich mir in diesem Jahr niemals über meinen Schiffsstandort im Unklaren, was mir mit Papierkarten / Peilung / Log-Lot in der Vergangenheit nicht immer gelang.


    Nachfolgend noch ein paar Fragen und Antworten, die ich an Maptech geschickt habe.
    Vielleicht interessiert es.


    Gruß Reimar


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    Dear Reimar,
    Thanks for the feedback. Some responses below:



    - Some function I missed in practice


    - In the window shown by the Data button I missed
    - the bearing and the distance from the actual GPS point
    - to this point
    ON THE BOTTOM TOOL BAR THERE IS A 'DATA BUTTON' WHICH ALLOWS YOU TO TAP
    ANYWHERE ON SCREEN AND A YELLOW TOOL-TIP WILL SHOW THE RANGE AND BEARING TO
    THE GPS POSITION.


    - It would be very helpful for later trips on the same
    - route if the actual track line data could be saved and restored
    YES. WE ARE WORKING ON THAT FEATURE.


    - An intergrated logbook permanently updated by the
    - data of th track line
    WE HAVE A VERSION OF THIS IN OUR DESKTOP SOFTWARE, BUT NO PLANS IN THE NEAR
    TERM TO INCLUDE ON THE PDA. I'LL GET IT ON THE LIST THOUGH.


    - In case of lost of GPS connection a sound should be
    - send to the IPAQ as warning about this dangerous situation
    RIGHT NOW WE JUST HAVE THE STATUS BUTTON ON THE BOTTOM TOOL BAR.


    - Hand over the NMEA data to an tiller pilot
    RIGHT NOW ONLY ON THE DESKTOP. I BELIEVE THE DEVELOPER HAS TESTED THIS
    FEATURE, BUT IT NEEDS A BIT MORE WORK BEFORE WE CONSIDER RELEASING IT.


    I think it would be very useful if this features coulde be integrated
    in a new update soon because it's time for a new version.
    THERE WILL BE AN UPDATE ON THE WEB SOON, BUT MOST OF YOUR LIST WILL NOT BE
    THERE.


    An other point I don't understand is the EXPORT function in the
    GPS menu for Marks/Routes/Tracks/.
    I din't find anythig about this in the help file.
    What happen if I use this function?
    THIS FUNCTION IS FOR SENDING DATA TO OTHER HAND HELD GPS UNITS OR TO
    MAPTECH'S OFFSHORE NAVIGATOR SOFTWARE.


    Many thanks in advance and best regards
    BEST REGARDS,
    Tim



    Reimar

  • Hallo,


    ich bin beeindruckt :D von euren Schilderungen über den MM Navigator. Da ich Anfang September in der Ägäis segeln gehe, plane ich den MMN einzusetzen.
    Eine andere Anwendung ist der Einsatz beim Radfahren. Dabei haben sich die Top50 Karten m.E. sehr gut bewährt.
    Gibt es eine einfache Möglichkeit - wie z.B. beim Fugawi - Top50 Karten ohne Kalibrierung zu importieren ?


    Wenn ja wie?


    Gruß
    fips

  • @fips
    Hallo fips,
    das ist sehr interessant.
    Welche Seekarten benutzt du im PDA ?
    ich habe einen Palm Vx & M515 mit Magellan GPS- funzt super. Suche verzweifelt ein Seekartensystem u.a. für die Ägäis - vielleicht kannst du mir da auf die Sprünge helfen .


    Ciao
    mike

  • Auf Grund der neuen Version habe ich mir mal die wichtigen Unterschiede zwischen Maptechs Pocket Navigator und MM Navigator angesehen.
    Für den PDA gibt es praktisch keine Unterschiede.
    MM Navigator bietet der Import von NMEA-Daten, aber das ist ja leider keine automatische, kontinuierliche Übergabe der Daten zur Verwendung am Autopilot, also m.M. nicht so relevant.
    Die PC-Version benutze ich sowieso nur zur Übertragung von Karten an den PDA, weil mit allen Maptech-Karten der Offshore Navigator Light kostenlos mitgeliefert wird und der ist m.M. nach um einiges besser als die PC-Variante von MM und Pocket Nav.
    Wer noch mehr will, kann sich die Vollversion des Offshore Navigator für 199,95$ kaufen.
    Damit hat man dann sicherlich für BSB-Karten ein optimales Werkzeug zur Marine-Navigation.
    @arthur möge mir widersprechen, wenn ich mit meiner Einschätzung schief liege.
    Gruß kurbel

  • Danke für deine schnelle Antwort.
    Wenn ich dich richtig verstehe, benutzt du Seekarten von Maptech , n-v-Verlag in Arnis, weil dort das Programm Offshore Navigator Light kostenlos beiliegt.
    Frage:
    Welches Programm benutzt du im PDA ?
    Die Karten kann man also einfach "übertragen" per Hotsync (so wie ich verstanden habe), doch womit werden diese angezeigt, bzw. geplottet ?
    Mein Palm Vx/M5x mit den entsprechenden Magellan Companion laufen wirklich top - schneller Kaltstart und lange laufzeit (ohne Bordnetz !!).
    Hast du mal was von "SailPalm" gehört ? - die sollen günstig Seekarten anbieten.


    Sorry - ich bin ziemlicher neuling in diesen Dingen, deswegen meine (blöden) Fragen.


    Ciao
    mike

  • @fips:
    ja - die habe ich auch schon gefunden.
    Welches programm im PC & Palm ist dann jedoch das Beste ?
    Fugawi soll mit den Karten auf PC & Palm zurechtkommen - testen kann ich es leider nicht.
    Ich habe mit Ozi- Explorer geladen -> die PPC Version geht bei mir nicht. Also : momentan bin ich zwar schlauer was die Seekarten angeht, jedoch nicht die Software.
    Nebenbei: wie werden die Seekarten aktualisiert ? Die angebotenen waren meines Erinnerns nach ziemlich alt, so das eine Korrektur wohl nötig ist.
    Ciao
    Mike

  • ja danke für deine schnelle Antwort,
    OZI schreibt nur was von Windows CE - ich habe aber Palm OS drauf.
    Fugawi hat was und Memory-Map Explorer.
    Habe das aber noch nicht probiert, ob´s mit´n Palm läuft.
    Ich habe einige Seekarten (CD 8 BSB) die in Maptech, Fugawi und Ozi laufen -> allerdings auf dem PC.
    Maptech will im April eine Palm- Version bringen (??).
    Doch was gibt´s momentan.
    Ich würde ja gerne ein wenig "üben" mit Ostseekarten (die habe ich).
    Das ist ja wohl echt ein problem, den Palm hierfür zu benutzen - hätte ich eigentlich nicht gedacht, weil Magellan super hierfür ist.
    Ciao
    Mike

  • Hallo Reimar,
    hallo fips,
    hallo Mike,


    Zitat

    @arthur möge mir widersprechen, wenn ich mit meiner Einschätzung schief liege.


    nein, im Gegenteil, der Offshore Navigator ist ein ausgezeichnetes Programm. Ich benutze es gern. Es hat eine ein ausgefeiltes Menue für den Autopiloten und auch sonst, was man in der Praxis braucht.


    Ich gebe zu, ich habe mich auf den Autopiloten bei diesem Programm auch schon manchmal verlassen. Aber natürlich ist niemand von der Wache dann zum Skatspielen in den Salon gegangen.


    Es gibt den Offshore Navigator bei Compass übrigens gerade für 149,90 .


    Der Knackpunkt dieses Programmes ist, es eignet sich gut für den Laptop und hat keine PDA-Abteilung.


    Und damit sind wir bei dem Problem, das den PDA interessant macht. Wozu eignet sich ein Laptop?


    Für mich macht ein Laptop im offenen Cockpit eines Segelbootes keine gute Figur. Das Segelboot braucht ein offenes Cockpit wegen des freien Blicks auf die Segel und die See. Sich selbst kann man was anziehen, dem empfindlichen Laptop nicht. Der Laptop ist auch nicht trainiert, sich im passenden Moment festzuhalten. Selbst wenn man ihn gut befestigt, ist das dann meist genau die Stelle wo später mal eine Welle einsteigt.


    Also Laptop im offenen Cockpit: lieber nicht.


    Im soliden Steuerhaus einer Motoryacht oder eines Motorseglers möchte man den vieleitigen Laptop bald nicht mehr missen, und man braucht auch im Prinzip keinen PDA. In solchen Umgebungen spielt der Laptop seine Vorteile aus: das große Display, die überragende Bildschärfe, die einstellbare Helligkeit.


    Und das moderne Programm auf dem Laptop, das stets den Stand der Technik repräsentiert. Bei den Schiffen, die ich manchmal überführe, ist das Datum der Taufe häufig auch das Baujahr der Navigation. Der Skipper hat sich daran gewöhnt, und wer reißt denn eine funktionierende Anlage raus für etwas, das man nicht kennt. Ankommen tut man doch mit dem Schiff auch, so wie es ist.


    Dann bringt man mit seinem Laptop den Stand der Technik mit auf das Schiff. Man navigiert in seiner gewohnten Umgebung, man spart sich Rechenstreß und Mühen. (Berichtigte) Seekarten - zur Kontrolle hoch willkommen.


    Und wo bleibt nun der PDA?


    Der PDA ist die kleine Tochter des Laptop. Der PDA verlängert die wesentlichen Informationen vor die Nase des Steuermanns. Wenn er vom Ruder aus den Laptop auf dem Naviplatz in der Kajüte nicht richtig oder schnell genug ablesen kann, wenn eine Auswahl wichtiger Informationen genügt.


    Den PDA kann ich notfalls durch ein Gehäuse geschützt anbringen, wo ich ihn vom Ruder aus am besten sehe. Im Navi-Modus läuft er automatisch und bedarf keiner Bedienung.


    Mit den Einschränkungen, die man eingehen muß. Man bekommt eine Auswahl von Informationen. Für die eigentliche Navigation muß man aus Sicherheitsgründen trotzdem regelmäßig an das Navigationspult. Sei es, um auf der Karte die Situation zu überprüfen, oder z.B. in schwierigen Gewässern die Tonne abzuhaken, die man gerade passiert.


    Eine Lösung, die sich bei mir bewährt hat: wenn es möglich ist, verteilt man die Information auf zwei Crewmitglieder. Der Rudergänger hat den PDA, der Navigator überwacht die Fahrt am übrigen Teil der Navigationsanlage. Verständigung wie immer durch Zuruf.


    Es gibt natürlich auch noch die professionelle Tochteranzeige für die Navigationseinrichtung. Nur die gibt es nicht zum Preis eines PDA und so vieleitig ist sie schon gar nicht. Dafür sieht man darauf besser als auf dem PDA. Die Frage ist nur, ist das nötig? Die Informationen, die ich am PDA ablese, sehe ich gut genug.


    Wenn ich etwas auf der Karte des PDA sehen will, erfodert der PDA Bedienung, dafür ist meist keine Zeit, und außerdem kann man dann auch gleich zu Laptop und Karte gehen, und ab und an ist dieser Gang sowieso wichtig.


    Also. Es gibt von Karte auf den Knien bis zu professioneller Navigation alle Stufen. Der PDA ist dabei eine Komfortergänzung. In Ergänzung der Karte auf den Knien leistet er wertvolle Dienste. Als einzige Technik in der Rettungsinsel ist er ein unschätzbares Geschenk.


    Sicherheit auf See kostet viel Geld. Man muß sich das leisten können, um abzuwägen. Mit weniger Geld muß man damit auskommen, was man sich leisten kann. Manches kann man mit Erfahrung und Seemannschaft kompensieren. Aber nicht alles. Es kommt der Punkt, wo das Schiff unter den Sicherheitsstandards fährt. Dann wünscht man sich in bedrängter Situation, man wäre im Hafen geblieben...


    Übrigens, ich habe bei Überführungen einen vollgeladenen und programmierten Zweitlaptop in der Schublade, direkt über der Schublade mit dem Sextanten.


    Gruß
    artur

    2 Mal editiert, zuletzt von artur ()

  • Ja - ich kann Artur nur beipflichten.
    Aber welche Software läuft auf einem Palm Vx/M5xx als Kartensoftware ?
    Ich habe diverse gesucht - finde einfach nix.
    Auf dem Notebook ist einfach eine super Planung zu machen. Ausgedruckt und mit den entsprechenden Seekarten eine gute Törnplanung. Der PDA ist in der Plicht einfcah dem Notebook überlegen. Selbst wenn er keine Karte mitplottet- (was ich unbeding möchte !!).
    So wie ich es sehe, hat der PDA ein erheblichen Vorteil im Energiemanagement. 1. benötigt er am Bordnetz sehr wenig Strom (selbst mit Magellan Companion !) und 2. kann der GPS mit Standard Akkus (nicht der PDA selber- aber der hält ein paar Wochen) schnell für einige Tage zum Leben erweckt werden - OHNE BORDNETZ.
    Aber es darf natürlich zur seemännischen Navigation nur eine Ergänzung , Kontrolle und/oder Erleichterung sein. Verlassen soll man sich auf seine Karte & Besteck.
    -> Damit hab ich aber immer noch keine Palm OS Software für BSB Seekarte.
    Ciao
    Mike

  • Mike,


    Deine Überschriften "Palm" und "PDA" leuchten wie Seenotsignale durch den Thread. Jeder erzählt daran vorbei, und Du bekommst keine Anwort.


    Ich sehe das wohl, aber ich kann Dir da nicht helfen. Seinerzeit habe ich mich wegen der Anwendungen für den PocketPC entschieden. Mit einem Gefühl, jemanden im Stich zu lassen. Palm hat die Pionierarbeit geleistet und wird dann mit dem kalten Kalkül überrollt.


    Dennoch, die Entscheidung war realistisch.


    Was habe ich dafür bekommen? Einen PocketPC der soviel Aufmerksamkeit fordert, daß man gar nicht mehr über den Tellerrand gucken kann.


    Ich weiß einfach nicht genug über die PDAs, um Dir einen Tip zu geben.


    Sorry
    artur

  • Hallo Artur,
    macht nix - danke dir für deine bemühungen die mich trotz allem weitergeführt haben.
    Ich warte auf den April - dann werde ich mal bei NV- Verlag vorbeifahren und mir den neuen Maptech- Kram für den palm anschauen. Ansonsten bleibt mir ja auch noch Fugawi.
    Memory-Map will auch für Palm was bringen - aslo es besteht Hoffnung.
    Ich schaue hier mal rein und werde meine Erfahrung posten - wenn ich welche habe.
    Ciao
    Mike

  • Hallo Arthur,
    danke für Dein umfangreiche Einschätzung.


    @mhc1 kann einem schon leid tuen, aber eine Zeit lang ist der Pocket PC eben dem Palm bzgl. seiner Innovationen davongelaufen.
    Die Meisten, die den PDA zur Navigation benutzen, werden wohl kein Palm verwenden.


    Übrigens überlege ich, mir als GPS den Holux GR 230 anzuschaffen, da dieses GPS als einziges eine doppelte Verteilung der NMEA-Daten realisiert hat. Somit könnte man mit einem GPS z.B. den Laptop via Kabel und den PDA via Bluetooth die selben Daten zukommen lassen.
    Außerdem ist das ein GPS auf dem Stand der Technik.


    Jetzt verwende ich das Navman-GPS-Jacket, das einen recht schwachen Empfang hat.


    Würde mich interessieren, ob Du mit der oben genannten Kombination ev. schon mal Erfahrungen gesammelt hast?


    Gruß Reimar

    Einmal editiert, zuletzt von kurbel ()

  • Hallo nochmal ans Forum:
    so schlimm kann´s mit einem palm nicht werden.
    Es gibt schon Software die auf dem palm läuft (Fugami, Sailpalm usw).
    Es hat nur keiner momentan Erfahrung damit, auch kommen jetzt diverse Anbieter für Palm zusätzlich auf den Markt.
    Ich liebe den kleine Palm und er ist soweit ich es bis jetzt gesehen habe von den Standzeiten allen Mitbewerbern weit voraus.
    Zusätzlich: welche Lösung als der Magellan Companion ist eleganter ???
    Palm hat etwas geschlafen - aber sie erwachen jetzt (hoffentlich )
    Ciao
    mike