Routing bei Blumberg

  • Hallo zusammen,


    habe eine Frage zu einem Routing:


    Start 1
    5417 Untersiggenthal
    (Schweiz)



    Ziel
    78187 Geisingen
    (Deutschland)


    Bei diesem Routing wird bei Blumberg folgendes Routing vorgeschlagen:


    [Blockierte Grafik: http://mypage.bluewin.ch/tunda/Navigon/Fotos/psnap000.JPG] [Blockierte Grafik: http://mypage.bluewin.ch/tunda/Navigon/Fotos/psnap001.JPG]


    Start 1: (liegt auf der Route. Jedoch auf deutscher Seite)
    79793 Wutösching


    Zeigt folgendes Routing (Richtigerweise für PKW):


    [Blockierte Grafik: http://mypage.bluewin.ch/tunda/Navigon/Fotos/psnap002.JPG] [Blockierte Grafik: http://mypage.bluewin.ch/tunda/Navigon/Fotos/psnap003.JPG]



    In beiden Fällen wird mit dem gleichem Geschwindigkeitsprofil / Einstelllungen gerechnet



    Frage:
    Woran kann das liegt?

  • Ich denke mir mal, dass wie im richtigen Leben der Zeitgewinn bezogen auf den Umweg im Verhältnis zur Gesamtstrecke steht.


    In anderen Worten:
    3 km Umweg bei 5 km Gesamtstrecke machen wohl keinen Sinn.
    Bei 50km evtl. durchaus wenn man dadurch schneller ist.

    <insert your favorite signature here>

  • Hallo Reser,


    auch mit meinem Geschwindigkeitsprofil nimmt MN5 bei mir die (zeitlich) längere Strecke. Dies ist natürlichg ein Fehler.


    Wie nicht anders zu erwarten, berechnet kein Navigationsprogramm wirklich alle Varianten. Dies wäre zeitlich viel zu aufwendig.
    Die Art, wie MN5 arbeitet kann in seltenen Fällen zu solchen Fehlern führen. Dies ist eine bekannte Schwäche der aktuellen Routing-Berechnungslogik.


    Ulli

  • Hallo zusammen,


    ja ich weiß habe schon eine 2-jährige Erfahrung mit einem anderen Navigatons-System hinter mir.
    Und wie schreibt / sagt man so richtig: Ein Navigationsgerät ist ein Hilfsmittel


    Trotzdem ist es für mich nicht ganz nachvollziehbar, dass ein anderer Startpunkt (in diesem Fall näherer zum Ziel) auf einer errechneten Route, ein besseres (anderes) Routingergebnis liefert.


    - auf jeden Fall habe ich gelernt wie man Bilder in einen Foren Beitrag einbindet ist doch auch schon was.. :gap

  • Hi,


    das Routing ist aufgrund der Routenberechnung logisch.


    Der MN|5 (sowie wohl auch die meisten anderen Programme) verwenden bei der Routenberechung einen "Trick", damit die Berechnungsdauer schneller wird.


    Würden alle Straßen und somit alle erdenklichen Kombinationen von Straßen in die Berechnung einfließen, so würde die Berechnungszeit wohl sehr sehr lange sein.
    Deshalb findet das Routing auf mehreren Ebenen statt:
    1. Ebene: 100% detailierte Karte im Startgebiet
    2. Ebene: weniger detailerte Karte für das Routing vom Start- ins Zielgebiet
    3. Ebene: 100% detailierte Karte für die Berechung zum Ziel.


    Vieleicht gibt es auch noch mehr Zwischenebenen. Aber meine 3 Ebenen erläutern den "Fehler" von Reser. Die Überbrückung von Startgebiet zum Zielgebiet findet auf einer weniger detailierten Karte statt, sprich kleinere Land- und Kreisstraßen sind darin vermutlich nicht vorhanden, nur größere Straßen werden zum Routing genutzt. Deshalb findet der MN|5 auch nicht die "Abkürzung" über die kleine Straße.


    Das die Route nun stimmt, wenn ein näheres Ziel gesetzt wird, ist somit auch klar, da sich dann das Startgebiet näher an der "Problemstelle" befindet und somit mehr Details bei der Berechung mit einbezogen werden.


    Dieses Verhalten ist schon in älteren Versionen aufgefallen, indem bei langen Strecken im mittleren Bereich der Route keine kleinen Straßen mit einbezogen werden.


    viele Grüße
    phil

  • Zitat

    Original von phil
    das Routing ist aufgrund der Routenberechnung logisch.


    Deine Erklärung ist gut und verständlich (und vermutlich auch richtig :))
    Den zitierten Satz würde ich aber anders formulieren:


    Der (erkannte) Routingfehler ist logisch erklärbar (und aufgrund der Leistung eines aktuellen PPCs nicht/kaum/schwer vermeidbar).


    Ulli

    Einmal editiert, zuletzt von Ulli_T. ()

  • Hi Ulli,


    "logisch" => "folgerichtig", "klar"


    Verbesserter Satz ;) :


    Das Routing ist aufgrund der Routenberechungsmethode von PPC-Navis logisch :)


    viele Grüße
    phil


  • mir fehlt da ein wenig die Vergleichsmöglichkeit mit eingebauten Navisystemen.
    Mein XDA hat 520Mhz, also eigentlich eine ganze Menge.
    Was genau sind denn die bremsenden Faktoren bei der Routenberechnung?
    Ein Festeingebautes System hat ein DVD Laufwerk als Datenträger, das ist u.U. auch eine extreme Leistungsbremse.


    Ist die Hardware einfach so unausgeglichen (schlechte Datenraten innerhalb des PDAs, lahme Datenbusse und Kartenzugriffe), sind die Routenberechnungen so uneffektiv oder bremst das Betriebssystem so vieles aus?
    WM2003 hakt ja auch so bei jeder kleinsten Bedienung.


    Also 520 Mhz sollten für eine Routenberechnung mehr als genug Power sein, so fürchterlich Komplex halte ich die Berechnungen auch nicht, bzw. dafür kommen einfach zu häufig "schlechte" Routen raus.


    Bei Tests mit Festeingebauten und Festplatten wurde kein Geschwindigkeitszuwachs festgestellt, also bremst die DVD dort scheinbar nicht.
    Wie sieht der Vergleich 200Mhz mit einem 520er PDA aus?
    Ist das wirklich mehr als doppelt so schnell?

  • Hi devastators,



    Zitat

    Original von devastators
    Was genau sind denn die bremsenden Faktoren bei der Routenberechnung?


    Von "bremsenden Faktoren" würde ich nicht reden. Es ist einfach so, wenn alle Straßen der Karte in die Berechnung einbezogen werden, dann sind das eben extrem viele Möglichkeiten und selbst mit einem 520MHz-Prozessor nicht in annehmbarer Zeit zu berechnen. Die Software muss immer alle Kombinationen durchrechen, um wirklich zu wissen, was die schnellste bzw. kürzesten Route ist. Für weiter Straßen die mit in das Routing einflüßen, werden die möglichen Routen exponentiell steigen, und was exponetiell bedeutet werden die meisten wissen.



    Zitat

    Original von devastators
    Ein Festeingebautes System hat ein DVD Laufwerk als Datenträger, das ist u.U. auch eine extreme Leistungsbremse.


    Wie ein Festeinbau genau arbeitet kann ich nicht sagen, weiß deshalb auch nicht, ob es sich ebenfalls eines solchen "Tricks" bedient.
    Aber hier wird wohl der eigentilche Vorteil der mobilen Navis zum Nachteil, man kann immer und überalle vorab die Route berechnen lassen und sie sich anschauen. Bei Festeinbauten ist dies nicht so einfach und oft auch ohne Display, sprich hier fallen solche Fehler vermutlich auch nicht so oft auf.


    viele Grüße
    phil

  • Du meinst dann also, die Berechnungszeit würde mit der CPU power 1zu1 skalieren?


    Gibt es irgendwo einen Vergleich zwischen unterschiedlichen CPUs?

  • Zitat

    Original von devastators
    Du meinst dann also, die Berechnungszeit würde mit der CPU power 1zu1 skalieren?


    Das habe ich so nicht gesagt, kann es auch nicht beurteilen. Damit kenne ich mich überhaupt garnicht aus. Da müssen andere User weiterhelfen.


    phil

  • Es ist einfach so, wenn alle Straßen der Karte in die Berechnung einbezogen werden, dann sind das eben extrem viele Möglichkeiten und selbst mit einem 520MHz-Prozessor nicht in annehmbarer Zeit zu berechnen.


    Damit beschränkst Du die "Bremse" nur auf die CPU (ich bin übrigens auch nicht der Meinung das die CPU die Bremse ist, 500Mhz sind irrsinnig viel nur für eine Eng definierte Routenberechnung)


    Ich denke diesen Trick müssen alle Navisysteme berücksichtigen, denn das komplette Kartenmaterial zu verwenden würde extrem viel Zeit beanspruchen, alleine bis die Karte mehrfach komplett geladen wurde. (vollständiges ablegen in den Ram würde das wiederum erheblich beschleunigen)


    Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr würde ich den mangelnden RAM als den schuldigen darstellen.
    Ein Rechnen auf der (sehr langsamen) Speicherkarte wird m.E. nicht gemacht oder weitgehends umgangen, alles Benötigte wird (hoffentlich) in den Speicher geladen, also kann das PDA nur wenige MByte einer Karte zum aktiven Berechnen benutzen.


    Dies wiederum würde dann auch erklären, wieso ein Desktop PC um ein vielfaches schneller ist als ein PDA. (Mehr Ram und schnellere Festplatte)


    Meine Frage bleibt aber bestehen und interessiert mich immer mehr.
    Gibt es ein Geschwindigkeitstest unterschiedlicher PDAs mit unterschiedlichen CPUs?

  • Zitat

    Original von devastators
    Meine Frage bleibt aber bestehen und interessiert mich immer mehr.
    Gibt es ein Geschwindigkeitstest unterschiedlicher PDAs mit unterschiedlichen CPUs?


    Kann man doch einfach selbst testen:
    Z.B. mit XCPUScalar den Takt verändern und eine Testroute messen. Hab's gerade probiert und einen fast linearen Zusammenhang zwischen CPU-Takt und Routenberechnungsgeschwindigkeit festgestellt:
    400 MHz: 1 Min.
    200 MHz: 1:50 Min.


    Ich weiß aber nicht, ob bei dem niedrigen Takt auch die Speicher(-Karten)-Zugriffe entsprechend langsamer sind. Also sind wir immer noch nicht viiel schlauer...

  • Hi Phil




    Denke mal das ist die logische Erklärung.
    Da hilft scheinbar nur eins: zwischendurch neu berechnen lassen...


    Danke für die Info.

  • Zitat

    Original von phil
    Das die Route nun stimmt, wenn ein näheres Ziel gesetzt wird, ist somit auch klar, da sich dann das Startgebiet näher an der "Problemstelle" befindet und somit mehr Details bei der Berechung mit einbezogen werden.


    Also soooo viel näher ist der Startpunkt dann nicht, dass Blumberg dann gleich in der nahen Nachbarschaft läge...


    Was lernen wir jetzt aus der Sache? Bei längeren Fahrten Route zwischendurch neu berechnen lassen?