Kalibrierung / Projektion

  • Ich habe eine eingescannte topographische Karte 1:25000 (ca 6x6km) in Glopus kalibriert, indem ich je eine Straßenkreuzung in der nordwestlichen und südöstlichen Ecke als Kalibrierungspunkte eingegeben habe. Damit sollte ich wohl die höchstmögliche Genauigkeit erzielen. Da ich zu faul war, bis in diese Ecken zu fahren, habe ich mir Länge und Breite aus der Karte meines Navigationsprogramms (Medion Navigator) geholt. Wenn ich mich nun aber zum südwestlichen Rand der Karte bewege, zeigt Glopus meine Position rund 50 bis 100m neben der eigentlich korrekten Stelle auf der Karte, also glatt eine Querstraße weiter.
    Liegt das an meiner Karte? Oder sind das Fehler bei der Transformation? Ich habe nur ein recht laienhaftes Verständnis von Transformationen zwischen unterschiedlichen geographischen Koordinatensystemen, habe aber gehört, dass dies keineswegs trivial ist. Können zwei Referenzpunkte überhaupt ausreichen?
    Wie nimmt Glopus die Transformation vor? Geht es einfach davon aus, dass eine grobe Näherung ausreicht?


    Perdurabo

  • 2 Punkte sind definitiv nicht ausreichend, zumindest nicht für die meisten Karten. Der Fehler hängt aber stark vom Kartenausschnitt ab und da Glopus sowieso nur kleine Karten verträgt und ich davon ausgehe, dass man eher einen großen Maßstab wählt, funktioniert das auch meist ganz gut. Ich hoffe trotzdem, demnächst mal mehr anzubieten, aber so schnell bin ích halt auch nicht.

  • Hallo Perdurabo und SVC.


    Ganz so negativ würd' ich das nicht sehen.
    Wenn die Breitengrade senkrecht auf den Längengraden stehen und
    alles dann noch parallel zu den Display Kanten liegen sollte es auch mit 2 Punkten keine Probleme geben.
    Wenn die Abweichungen davon in der Größenordnung der dargestellten Objekte sind dann reicht das allemal zur Orientierung.
    ....Und mehr sollte mann eigentlich nicht verlangen.
    Alles andere übernehmen Navigationsprogramme mit Vektorkarten und Objektbeschreibungen.


    Rasterkarten müssen übersichtlich sein.
    Häufig geht eine bessere Übersichtlichkeit einher mit gewissen Ungenauigkeiten (Objekte zu groß/klein; fehlende Kurven; falsche Lage....)
    Dann noch die GPS-Fehler...100m sind schon ganz gut...finde ich


    Gruß und viel Spass
    Bernhard

  • Wenn der Kartenausschnitt Gitterlinien enthält, erreicht man eine wesentliche Verbesserung, indem man mit einem Grafikprogramm die Karte so dreht, dass die Gitterlinien für die geogr. Länge parallel zur Y-Achse des Bildes verlaufen.


    Bei Nutzung der TOP 50 werden meine GPS-Postionen in der Karte dann auf 10-15 m genau dargestellt. Gute Satellitenkonfiguration natürlich vorausgesetzt.


    Ich erzeuge meist TK50-Ausschnitte für GLOPUS von 20x12,5 km, die jeweils in einer Bildatei von 3000x2000 Pixeln abgebildet werden.

  • @ Perdurabo


    Greife doch die Koordinaten deiner Top-Karte direkt aus der Top-Karte ab (z.B. links oben, rechts unten). Stelle dabei aber unbedingt als Kartendatum "WGS-84" ein! Dann kannste die Kalibrierungspunkte samt Koordinaten in GLOPUS eingeben und durch Anklicken der betreffenden Punkte die Karte kalibrieren.



    Viel einfach geht dieses Problem jedoch mittels NHTop50Trans zu lösen!


    Wenn man dieses "Schweizer Taschenmesser" mal verstanden hat, ist das wirklich genial - und schnell!



    Beschreibung auch hier im Forum: http://www.pocketnavigation.net/board/tid65859-sid.htm