Bestes System für Land/See Kombi-Einsatz

  • Hallo zusammen,


    welches System (Hard- und Software) würdet ihr mir für den kombinierten Einsatz an Land (Strassennavigation) und auf See empfehlen?


    Für die Landnavigation habe ich mit die entsprechenden Threads durchgelesen, da würde ich natürlich gerne ein günstiges Bundle mit den Optionen POI Warner etc. mitnehmen.


    Für den Einsatz auf See wäre mir die Verfügbarkeit bezahlbarer und vernünftiger Karten wichtig.


    Habe ich das jetzt richtig verstanden: man kann die selbe Hardware (Pocket PC, GPS Maus) verweden, braucht aber für die beiden Einsatzzwecke unterschiedliche Navi-Software. Oder gibt es hierfür auch ein empfehlenswertes Bundle?


    Besten Dank für Infos und Hilfe,


    Andreas

  • Hallo Andreas,


    erstmal willkommen an Bord.


    Für die Seenavigation kannst Du grundsätzlich dieselbe Gerätschaft einsetzen wie auf Land.


    Aber die Einsatzgebiete sind doch so verschieden, daß man für die Seenavigation andere Programme und evtl. eine separate Maus braucht, sofern man die Straßenmaus fest verlegt hat.


    Rechner sind für beide Einsätze brauchbar. Die üblichen Straßennavigationsprogrammme sind auf dem Wasser nicht brauchbar.


    Es gibt Programme, die man für Land und See benutzt, z.B. MemoryMap Navigator. Man sollte darauf achten, daß solche Programme eine Notebook- und eine PDA-Funktionalität haben. Auf dem Notebook (oder PC) einen Törn vorbereiten, auf dem Wasser den vorbereiteten Törn abfahren.


    Beim GPS-Empfänger evtl. darauf achten, daß er auch beide Rechner mit demselben Signal versorgen kann. Dann kann man wahlweise in der Plicht oder am Navigationstisch navigieren. Im Rechner eingebaute GPS-Empfänger sind zwar praktisch, liefern aber u.U. problematische Fixe.


    Das Seenaviprogramm sollte nicht nur ein propietäres Format, sondern mindestens auch BSB-Karten lesen können. Das bringt einen finanziell in einigermaßen erschwingliche Regionen. Es gibt auch eine ganze Reihe von Programmen, die den Einsatz eigener Papierkarten möglich machen. Das funktiomiert an Land ziemlich gut. Für den Einsatz auf See lehne ich persönlich den Einsatz selbstkalibrierter Karten ab.


    Grundsätzlich aber gilt: so gut sie auch in der Praxis funktioniert, die Navigation mit dem PDA ist nur als Hilfmittel zulässig. Sie kann die klassische Navigation nicht ersetzen.


    Gruß
    artur

    Einmal editiert, zuletzt von artur ()

  • Besten Dank für die Auskünfte. So langsam sehe ich ein bisschen klarer, und meine Wunschkonfiguration nimmt konkretere Züge an (ipaq 4700, Haicomm 303MMF mit BT-Slipper, Navigon fürs Land und MemoryMap auf See).


    Deine Warnungen bezgl. PDA als Haupt-Navigationswerkzeug rennen bei mir offene Türen ein - ich würde nie auf Papierkarte (und bei größeren Schlägen auf Sextant) verzichten. GPS ist immer Backup, und PDA/GPS allemal eher Spielerei - aber eben eine schöne!


    Noch 'ne kleine Frage: kann man die "klassichen" GPS Anzeigen und Funktionen (SOG, TTG, VMG, CTE, Wegepunkte etc.) auch im PDA bekommen, wenn man kein Kartenmaterial für das entsprechende Seegebiet dabei hat? Kann das die MemoryMap Software oder braucht man da ein weiteres Programm?


    Und: Ist die Positionsbestimmung überhaupt genau genug, um Daten wie Geschwindigkeit und Kurs sauber zu ermitteln (im Vergleich zu spezifischen GPS Empfängern für die Seefahrt wir Garmin, Magellan und Konsorten)?

  • Hallo Andreas,



    die Zusammenstellung sieht solide aus.


    Prüf doch mal, ob nicht auch der iPAQ 2750 in Frage kommt. Das Gerät hat viel Speicher im direkten Zugriff, was Land- und Seesystemen entgegenkommen würde.


    Wichtig wird neuerdings die WLAN-Funktion, man sollte es nicht glauben. AWN hat sich dieses Jahr in der Pocketnavigation heimisch gemacht und versorgt den PDA vom Notebook aus über WLAN als Tochtergerät.


    Schau mal im Hauptkatalog 2005 auf Seite 161. Für erstaunlich wenig Geld sogar ein vektorbasiertes Kartensystem - auf Wunsch auf dem Speicherstick.


    Ich habe das System zum Test vorgemerkt.


    Mit den modernen Centrinosystemen haben die Notebooks auch in der Energiebilanz viel von ihrem Schrecken verloren.


    Ohne Seekarte habe ich, ehrlich gesagt, den MM-Navigator noch nicht gefahren. Ich setze die Waypoints per Mausklick in der Seekarte auf dem Notebook und übertrage den Track auf den PDA, wo er auf derselben Karte abgebildet wird.


    Käme auf einen Versuch an.


    Die Positionsangaben stehen in der Genauigkeit den klassischen See-Empfängern nicht nach. Vor allem mit der 303MMF bist Du da auf der sicheren Seite.


    Ich hatte letzte Saison vor Harlingen einen prächtigen Blick auf die Skyline der Stadt, ging schnell runter, die Kamera holen. Als ich wieder raufkam, war unsere HR 36 in eine weiße Wand gehüllt. Nichts mehr zu sehen, gerademal das Vorschiff.


    Vom Ablegen in Harlingen hatte ich den mitgeschnittenen Track aufliegen. Das war wichtig, weil in der normalen Ansteuerung eine Wrackbetonnung lag.


    Jetzt kam es wirklich mal drauf an.


    Mit MemoryMap und auf die Wirkung eines guten Radarreflektors vertrauend kamen wir ohne weitere Probleme in den Hafen, zum Glück war dort die Sicht dann besser.


    Seitdem traue ich der PDA-Navigation etwas mehr als vorher.


    Gruß
    artur

    Einmal editiert, zuletzt von artur ()

  • Das AWN Angebot klingt ja wirklich interessant - halte uns doch bitte auf dem Laufenden, was Deine Tests ergeben. Wenn Das Kartenmaterial BSB kompatibel ist, wäre das ja zu schön um wahr zu sein.

  • Hallo Artur,


    Zitat

    Original von artur
    Schau mal im Hauptkatalog 2005 auf Seite 161. Für erstaunlich wenig Geld sogar ein vektorbasiertes Kartensystem - auf Wunsch auf dem Speicherstick.


    ... jetzt lese ich das schon mehrmals, welcher Hauptkatalog ist da gemeint ?(
    ... und AWN-Vektorkarten ?(
    ... danke für einen hilfreichen Hinweis ;)

  • Hallo miteinander


    die AWN-Navi ist auf der Internetseite recht summarisch beschrieben.


    Etwas besser informiert der Katalog. Allerdings ist auch hier nicht gesagt, ob unter "Navigator" mehr als ein Kartenplotter zu verstehen ist.


    Hier die PC-Grundlage. Vorerst noch mit wenigen Karten. Vielleicht wird das noch.



    ....

  • Zitat

    Prüf doch mal, ob nicht auch der iPAQ 2750 in Frage kommt. Das Gerät hat viel Speicher im direkten Zugriff, was Land- und Seesystemen entgegenkommen würde.




    Hallo Andreas,


    inzwischen habe ich mich für die ersten Berichte vom 2750 interessiert.


    Es sieht so aus, als ob der 2750 noch gravierende Bugs hat, die HP bisher nicht im Griff zu haben scheint.


    Also abwarten.


    Gruß
    artur

  • Ich würde mir auch nochmal den Pocket Navigator ansehen.
    Im Vergleich zum MemoryMap Navigator schneidet der m.M. besser ab.
    Zumindest finde ich Darstellung und Funktionen professioneller.