Offene Kartendaten

  • Hallo!


    (Bin neu hier, nicht gleich raus-ekeln :) )


    Gibt es eigentlich noch kein Bestreben dieser (oder einer anderen Gemeinde) eine Art "OpenSource" Kartenmaterial zu sammeln?
    Wir haben alle ein Navi, basierend auf einem GPS. Die Daten müßte man abgreifen und speichern können; zu einer großen Karte zusammenfügen und zur Verfügung stellen können, oder?
    Oder eine Version kleiner:
    Wenn ich mit meinem Navi plötzlich durch "Niemandsland" fahre, fragt mich die Software nach Straßennamen etc.. Dieses Update speichere ich auf meiner SD Karte, lade sie zum Kartenhersteller hoch und der gibt mir im Gegenzug eine aktualisierte Karte oder einen Preisnachlass...


    Nur so ein Gedanke...

  • Hi hammartin,


    und Herzlich Willkommen im Forum.


    Eigentlich keine schlechte Idee. Leider sind die Kartendaten ein Heiligtum. Zumindest gab es riesen Zoff, als man es schaffte, beim MN4 (Navteq Material) die Kartendaten zu entschlüsseln und man damit in der Lage war, große Karten mit Mapexport zu erzeugen.


    Ich denke es muß noch viel Wasser den Rhein herunterfließen, damit Dein Traum war wird.


    BG,Ralf.

  • Hmmm... Ein Proggie, das im Speicher mitlogged, wo man sich befindet, sollte doch kein Problem sein.
    Wenn das Programm die Daten auf ein Speichermedium sichert, sind das MEINE Daten. Wenn ich die in eine Kartendatenbank einbringe und noch gaaanz viele Leute mitmachen, hätte man "bald" eine große "eigene" Karte..
    Ganz ohne "um-Erlaubnis-fragen-müssen" bei den Kartenherstellern...

  • Die Idee an sich ist gut, aber die Durchführung für Amateure leider unmöglich


    Du hast je keine Kartendaten, nur ein TrackVerzeichnis, du hast ja ohne Bearbeitung nicht mal den Strassennamen


    dann auch keine Möglichkeit, ein vernünftiges Routing durchzuführen, denn die Strassenklassen fehlen, die nötigen Abbiegepunkte fehlen - es fehlen überhaupt alle für ein Routing entscheidenden Faktoren und die Verknüfungen zu den anderen Daten der anderen User sind nicht vorhanden
    ganz abgesehen von der Datenbank, welche Strasse in welchen Ort führt und so weiter


    Die Kartendaten von beispielsweise Navteq beinhalten bis zu 190 Attribute pro Graph (kleinstes Strassenteilstück) von Strassenart und - Belag über Beleuchtung, Breite, Verkehrszeichen (der neue MN|5 wird beispielsweise Geschwindigkeitsbeschränkungen oder Ab- Auffahrtsschilder bei Autobahnen anzeigen können) bis zu der Pizzeria am Strassenrand


    Dann sind unsere Cosumer-GPS auch zu ungenau, wir leben ja mit Abweichungen von 5-15 Metern, die Erfassungsfahrzeuge von Navteq sind mit hochgenauen Differential-GPS ausgestattet.


    Lest doch mal die drei Dokumente durch, die uns Navteq anlässlich der Vortrages in Nürnberg überlassen hat - das sind zwar mehr Werbebroschüren, aber sehr informativ


    > LINK zu den Dokumenten <

    3 Mal editiert, zuletzt von Klaubi ()

  • Also ich finde die Idee einer OpenSource-Datenbank prima!!


    Mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen (gegen mutwillig falsche Einträge) könnte so eine Datenbank durchaus funktionieren.


    Ob dann eine neue Autobahn 1-5m falsch eingezeichnet ist sicher nicht so schlimm wie eine völlig fehlende Autobahn.


    Denke langfristig (auch unter Betrachtung künftiger, genauerer GPS-Hardware) könnte so ein System durchaus erfolg haben. Denke es gibt genug Hobby-GPSler und Interessierte, die da mitmachen würden. Natürlich geht sowas nicht von heute auf morgen. Auch sind nicht alle 190 Metadaten einer Graph-Kante notwendig. Allerdings muss da schon ein klares Konzept her!


    Vielleicht könnte man sowas erst mal im Kleinen aufbauen (z.B. Vektor-Karten für Wandergebiete mit Software für den PocketPC), am Schreiben einer entsprechenden Software würde ich mich beteiligen!


    Wer daran Interesse hätte, kann mir ja einfach mal schreiben, vielleicht kommen ein paar Leute zusammen.
    Denke wenn man an solche Sachen immer mit der Einstellung "des schaffen wir eh nicht" rangeht, wären viele erfolgreiche Projekte wohl heute nicht möglich.


    :) aber man wird mich sicher gleich eines Besseren belehren.... *gg*


  • Dieses Thema gab es letztes Jahr bereits in einem anderen Forum.
    Viel wurde gesprochen und diskutiert, bis man zur Einsicht gekommen ist, es wäre nicht Sinnvoll, da ja im Prinzip nicht nur die Kartendaten geschaffen werden müssten, sondern auch gleich noch die Navisoft.
    Auch der Gedanke von Rasterkartenbasis aus es zu machen wurde verworfen. Letztenendes ist es so wie ich es weiß zu den Akten gelegt worden.
    Aber nagelt mich jetzt nicht darauf fest.

    Einmal editiert, zuletzt von x8n0904 ()

  • Zitat

    Original von r17158
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    Eigentlich keine schlechte Idee. Leider sind die Kartendaten ein Heiligtum. Zumindest gab es riesen Zoff, als man es schaffte, beim MN4 (Navteq Material) die Kartendaten zu entschlüsseln und man damit in der Lage war, große Karten mit Mapexport zu erzeugen.


    ------------- 8< -------------


    DAS klingt doch mal spannend! :) Wo gibt's mehr zu dem Thema? ;)


    Zitat

    Original von r17158
    Ich denke es muß noch viel Wasser den Rhein herunterfließen, damit Dein Traum war wird.


    BG,Ralf.


    Darf es bitte auch die Havel sein? :)


    Gruß, Axel

    Einmal editiert, zuletzt von Herr R aus B ()

  • Hi Axel,
    willst mich locken, stimmt's?


    Dein Gedanke ist interessant aber - ich bin der Meinung, so durchgezogen wird es ein Verlustgeschäft.


    Alleine wenn ich mir die Link-Liste von TomTom-OpenSource anschaue und daran denke, wieviele Leute direkt oder tangential damit involviert gewesen sein müssen, wird mir schwindelig.


    Ich denke ein Erfolg stellt sich eher ein, wenn man sich mit einer !kleinen! Navi-Bude (möglichst in D) in Verbindung setz und mit denen ein solches Konzept bespricht.


    1. Hat die Firma nen guten Überblick über den Aufwand solcher Projekte
    2. Hat die Firma die Garantie, das da ein Markt ist, der von Leuten wie uns geebnet wird.
    3. Hat die Firma schon entsprechende Kontakte sowohl zu den Zulieferern, als auch einen Vertriebskanal.


    Somit ergäbe sich eine Win-Win-Situation. Die Großen (Navigon, TomTom) haben mit einem solchen Konzept nichts zu gewinnen, aber für einen Kleinen sollte es interessant sein.


    Wenn die Randbedingungen stimmen. unterstütze ich ein solches Projekt gerne, wenn es um die Definition und Prüfung der Funktionalität geht.


    Heute ist mein MN|5 eingetrudelt, da finde ich dann bestimmt noch mehr Anregungen für ein wirklich erfolgreiches (und dabei finanzierbares) Navi-System :D


    BG,Ralf.