Navigation im Segelflugzeug

  • Ein herzliches Hallo erstmal an alle PDA-Navigatoren/innen!


    Schön, dass es so ein Forum gibt (bin nach einigem Suchen draufgestossen)


    Und hier auch gleich mein Problem:
    Ich suche einen PDA, mit dem ich sowohl im Auto als auch im Segelflugzeug navigieren kann.
    Dabei soll der "Umbau" von Auto auf Flugzeug und umgekehrt relativ einfach vonstatten gehen. Da ich auf dem Gebiet relativer Laie bin, weiss ich natürlich überhaupt nicht, worauf ich da auchten soll/muss.


    Interessieren würde mich z.B. der Acer n35 wegen der integrierten GPS-Antenne.
    Sind grundsätzlich integierte Antennen schlechter für Auto/Flugzeug?
    Die Sichtverbindung sollte ja im Flugzeug kein Problem darstellen.
    Wie sieht es mit der Akku-Laufzeit aus? Im Flugzeug sollte die Navi mindestens 4 Stunden halten.
    Falls sie das nicht tut: gibt es externe Akkus?


    Habt Ihr schon generell Erfahrungen mit dem n35?


    Einen größeren Speicher werde ich wohl zulegen müssen, habe vor TomTom und SeeYou zu installieren.


    Vielen Dank schon im Voraus für Eure Hilfe!

  • Hallo,


    ... zuerst mal willkommen im Forum :)


    ... das ist sicher alles überhaupt kein Problem und Battery Extender oä gibt es viele.


    Du wirst aber sicher Landkarten (Pilot Charts) brauchen. Schau doch mal hier im Forum bei den "Fliegern" vorbei, guckst Du HIER ;)

  • Hallo cludy :)


    Der Link führt bei mir genau wieder zurück zur Übersicht?!?
    Karten sind ja bei SeeYou Mobile schon mit dabei.
    Was hältst Du vom n35?

  • Hallo,


    Zitat

    Original von Schmecker
    Ich suche einen PDA, mit dem ich sowohl im Auto als auch im Segelflugzeug navigieren kann.
    Dabei soll der "Umbau" von Auto auf Flugzeug und umgekehrt relativ einfach vonstatten gehen. Da ich auf dem Gebiet relativer Laie bin, weiss ich natürlich überhaupt nicht, worauf ich da auchten soll/muss.


    ich würde mal die PDA-Halter und Zubehör von Brodit anschauen.


    Dort gibt es modular aufgebaute Systeme.


    Es gibt für sehr viele Autos den ProClip (Grundplatte).
    Es gibt für sehr viele PDAs aktive und passive Halterungen.
    Dazu brauchst Du dann noch den MoveClip (zum schnellen wechseln der PDA-Halterung) und evtl. ein Kugelgelenk 15°.
    Nur die Grundplatte für den Flieger musst Du Dir selbst basteln (lassen).


    Zusammen kostet es je nach PDA-Halterung unter oder über 100,- EUR.


    http://www.brodit.com/
    http://www.brodit.de/
    http://www.pie-com.de/



    Gruß
    fly

  • Hm danke für den Link fly, aber für das n35 scheint es noch keine solche Halterung zu geben. (Für den PKW ist ja sowieso eine im Lieferumfang enthalten)


    Generell stellt aber die "integrierte" GPS-Maus kein Problem für meine Anforderungen dar, oder?

  • Hallo,


    Zitat

    Original von Schmecker
    Hm danke für den Link fly, aber für das n35 scheint es noch keine solche Halterung zu geben. (Für den PKW ist ja sowieso eine im Lieferumfang enthalten)


    Generell stellt aber die "integrierte" GPS-Maus kein Problem für meine Anforderungen dar, oder?


    Der Acer n35 ist ja IMHO sehr neu. Vielleicht gibt es in Zukunft ja eine Halterung. Schreib doch mal eine eMail an Brodit.


    Oder nimm den Yakumo Delta 300 GPS, auch unter dem Namen BlueMedia erhältlich und bei Aldi. Den gibt es schon lange und hat auch eine integrierte GPS-Antenne.



    Zum Empfang.
    Wenn Du über Dir Metall hast, könnte es problematisch werden.
    Oder der PDA muss weit an die Frontscheibe.



    Gruß
    fly

    2 Mal editiert, zuletzt von fly ()

  • Hi!


    Zitat

    Original von fly
    Zum Empfang.
    Wenn Du über Dir Metall hast, könnte es problematisch werden.
    Oder der PDA muss weit an die Frontscheibe.


    ... oder du stöpselst eine GPS-Verlängerungskabel an das Gerät. Geht auch mit Yakumo Delte 300 / BlueMedia / Mitac / Aldi Geräten.


    Gruss
    Heiko J.

  • Hallo, Schmecker.


    Willkommen.
    Als (Motor-/UL-) Flieger empfehle ich nicht zwangsläufig einen PDA mit angebauter Antenne. Ich habe es mit meinem IPAQ 3850 und einem CF-GPS (das ist ein GPS, das man mittels der angebauten CF-Schnittstelle in den PDA oder (bei IPAQ) in ein Aufnahme-Modul, sog. Jacket, steckt) probiert und hatte im Flieger damit selten Empfang. Mit der externen GPS-Maus geht es supergut.
    Natürlich: beim Segelflieger hast Du selten eine Tragfläche über Dir, wie es manchmal in Cessnas o.ä. der Fall ist. Damit ist die Empfangs-Wahrscheinlichkeit im Segelflieger mit einer angebauten GPS-Maus höher als in den Cessnas (o.ä.). Allerdings: Sichtbarkeit ist das weitere Argument: der Bildschirm sollte hell genug sein und das Bild halt sichtbar - vor allem bei Sonne. Das könnte dann wieder - unter Berücksichtigung der Empfangs-Wahrscheinlichkeit - ein Argument werden für eine externe GPS-Antenne.


    Weiterhin zu bedenken: Stromversorgung - gerade im Segelflieger! Damit käme ein PDA mit langer Autonomie in Frage bzw. mit Wechsel-Akku. Dies bitte nicht kleinreden: denn ein Nav-System macht ja bei Streckenfliegen den meisten Sinn - und dann sollte man nicht wegen fehlender Batteriekapa dann doch ratlos dastehen wollen.


    Die anderen Ratschläge bzgl. Halterung usw. kann ich nur unterstützen. Insbesondere die Brodithalterungen!!


    Happy Landings
    uwe

  • Hallo, Schmecker


    ich bin selber Segelflieger und habe bisher mit dem Medion Bundle (MD7200) brauchbare Erfahrungen gemacht. Aber wegen der vielen Kabel habe ich das Teil verkauft und habe nun: Ipaq h2210 mit CF-Card (Haicom Hi-303CF)


    Das System funktioniert im Auto perfekt. Ich hatte immer guten Empfang, auch wenn der PDA an den Lüftungsschlitzen am Amaturenbrett festgeklemmt ist.
    Im Segelflugzeug sind die Empfangsbedingungen auf jeden Fall noch besser.
    Das "Problem" ist die Stromversorgung. Beim 2210 gibt es einen fetten 3600mah Zusatzakku, der ca. 5 Stunden halten soll. Damit wäre einiges möglich, ist aber recht teuer, das Teil.


    Beim Streckenflug brauche ich aber nen Logger. Daher habe ich mir aus einer Zigarettenanzünder-Stromversorgung einen Adapter gebaut, der den Anschluss an den Volkslogger und die 12V am Flugzeugakku (oder jede andere Stromquelle von 5-24 V)ermöglicht. So kann ich, wenn gerade mal ein Logger verfügbar ist, die CF-Card rausnehmen und den Logger als GPS-Antenne nutzen.


    Das Problem der Helligkeit ist aber nicht zu unterschätzen. Man braucht schon ein helles und kontrastreiches Display. Beim MD7200 und h2210 ging es gerade so. Bei voller Sonneneinstrahlung musste man schon genau hinschauen. Aber es war alles irgendwie erkennbar. Wie gut das Display vom n35 ist, weiss ich leider nicht. Jedenfalls musste ich die Displayhelligkeit immer voll aufdrehen, was natürlich den Stromverbrauch in die Höhe getrieben hat.


    Der Volkslogger zieht bei 12 V ca. 100 mA, der pda (volle Helligkeit) ohne CF-Card ca. 360 mA, mit CF ca. 460 mA. Das heisst, ein 12 V Akku mit 2200 mAh hält theoretisch 4,8 Stunden durch (bei 460 mA). Ich hatte erst einen entsprechenden Blei-Gel-Akku im Einsatz, der war mir aber zu schwer und ich habe mir einen Camcorder Li-Ionen Akku mit 6000 mAh zugelegt. Der ist viel kleiner und leichter und hält theoretisch 13 Stunden. Das sollte für die eine oder andere Strecke reichen ;) .


    Happy Landings,
    agongas

  • Gut zum loggen beim fliegen geeignet sollte auch der GPS-Mini-Datenlogger sein.
    Beim Skifahren hat das Teil an 8 NMIH-Akkus nur 50mA incl. GPS-Maus gezogen, sollte bei guten AA-Zellen also für mehrere Flugtage reichen.


    Garry

  • @Garry,


    das "loggen" was ich meine, ist an bestimmte zugelassene Geräte gebunden. Da gibt es keine so große Auswahl. Es existiert eher ein Monopol weniger Hersteller, die ihre primitiven Geräte zu Schweinepreisen verkaufen. Das billigste wettbewerbszugelassene Gerät kostet rund 750 Euro. Drin ist nichts besonderes, ein veralteter GPS-Empfänger und ein Datenspeicher, der nach dem Prinzip lastIn-firstOut auch noch die aktuellen Daten vernichtet, wenn er voll ist. Aber man muß eben ein zugelassenes Gerät haben, um den eigenen Streckenflug offiziell werten lassen zu können.


    apongas

    Einmal editiert, zuletzt von agongas ()

  • Wer vergibt den die Zulassung?
    Ist das eine luftrechtliche Geschichte oder geht es da einfach nur um Wettbewerbswertung?


    Garry

  • Die FAI (Federation Aeronautique Internationale) ist dafür zuständig, dort gibt es eine Gliding Commission (IGC), die eine Liste mit "IGC-zugelassenen Loggern" herausgibt.
    Diese sind nur bei der Teilnahme an Wettbewerben zum Nachweis der geleisteten Flüge notwendig. Eigentlich nehmen die meisten Segelflieger, wenn sie denn mal ein Stück weiter weg fliegen und so einen Logger mithaben, an diesem Wettbewerb teil, indem sie die aufgezeichneten Dateien online an die Wettbewerbsorganisationen (DMSt und Onlinecontest) senden. Dort sind dann alle eingereichten Flüge der vielen Tausend Teilnehmer in Wertungslisten verzeichnet und können nachträglich angeschaut werden.


    agongas

    Einmal editiert, zuletzt von agongas ()

  • Wird da dann das ganze Gerät eingeschickt oder nur eine Datei? Diese könnte man aber fälschen..


    Garry

  • @Garry


    Man schickt nur die Datei ein (online). Die hat die Endung IGC. Sie enthält ganz normale ASCII Zeichen. In der Datei ist so etwas wie eine Prüfsumme enthalten, die die Authentizität der Datei sichern soll. Sie wird vom registrierten Gerät erstellt und kodiert. Sicher kann man so was fälschen, es gibt kompliziertrere Schutzmöglichkeiten für Daten, die schon geknackt wurden. Aber warum sollte man das machen? Man kann sowieso nix gewinnen, außer "Ruhm". Ausserdem ist man als Segelflieger immer in irgendeinem Verein. Da fällt es schon auf, wenn du plötzlich einen Flug einreichst, den man dir einfach nicht zutraut. Und wenns denn rauskommt, wäre das mehr als peinlich...
    Den einzigen Sinn, sowas zu knacken würde ich darin sehen, z. B. mit dem PDA-Navi-System einen registrierten Logger zu simulieren, der mir gültige IGC-Dateien von meinen realen Flügen liefert. Wie gesagt, so ein Logger ist ziemlich teuer und zu nichts anderem zu gebrauchen als zum Fliegen. Was ein PDA dagegen alles kann, brauch ich ja wohl nicht zu erklären.


    agongas