TTg: Vollkommen unlogische Routenführung?

  • Hallo TTg-Freaks,


    ich bin neu hier - weil ich einen neuen TTg habe.


    Das Konzept vom TTg ist klasse. Zugegeben. Aus der Packung, an die Scheibe, Ziel eintippen, losfahren - und ankommen. Das klappt und ich war anfänglich sehr begeistert.


    Nach über 1 Woche Testphase bekomme ich allerdings langsam ein beklemmendes Gefühl, für 666 Euro doch nicht so den Navi-Kracher gekauft zu haben.


    "Nur ankommen" kann doch im Jahre 2005 nicht alles sein, was ein Navi bieten soll. Denn beispielsweise routet mein TTg
    a) die Strecke HH > M über Leipzig u. Halle (irre?), zurück aber den direkten Weg
    b) von meinem Wohnort in die HHer-City einen bis zu 10 Min. längeren Weg als ich sonst fuhr
    c) von mir nach Lübeck eine vollkommen andere Autobahnauffart als auf dem Rückweg (mit 6 Min. Zeitdifferenz)
    d) mit brachialer Vorliebe über Autobahnen, auch wenn es garantiert nicht mehr die "schnellste Strecke" ist (gemessen).


    Dazu empfinde ich die Empfangsqualitäten nicht als herausragend (nein, habe keine bedampfte Frontscheibe etc.).


    Habt ihr auch ähnliche Erfahrugen gemacht? Dass die schnellste Route nicht immer die schnellste ist? Vermisst ihr auch die Einstellung "kürzeste" u. "schnellste" Route, weil das für Citybereiche einfach besser ist?


    Was kann man tun, damit die Holländer das nächste TTg-Update (habe neueste Version) mal wirklich perfekt konzipieren?

  • Herzlich wilkommen im Forum, Verbraucher!!
    In den Augen von TomTom ist der Go perfekt. Er verfolgt ja eine bestimmte Philosophie, nämlich mit einem absoluten Minimum an Wissen und Gefummel ein Maximum an Navigation zu erhalten. So nach dem Motto: Frag nicht, fahr einfach, mit dem Go kommst Du schon an, und das fast immer auf vernünftigen Routen. Ich finde, das macht der Go perfekt.
    Es gibt hier im Forum schon viele Beiträge zu diesem Thema, sogar eine Wunschliste für künftige Versionen. Verwende einfach mal die Suchfunktion des Forums oder schnupper mal durch die älteren Threads zum Go. Sind ein paar coole Ideen dabei.
    Beim Empfang kannst Du noch was machen, es gibt für den Go eine Zusatzantenne, die wirkt wahre Wunder ;)

    Einmal editiert, zuletzt von razfaz ()

  • Danke razfaz,


    für deinen Beistand.


    Wenn ein Hersteller sein Produkt für perfekt erklärt, hat er aufgehört, das Optimum zu erreichen. Das ist schade. Denn nichts ist perfekt, schon gar nicht ein Navi, das ganz offensichtlich schlecht routet.


    Habe tatsächlich mal gestöbert - das sind ja schlimme Dinge, die etlichen Usern da am TTg aufgefallen sind. Bis hin zur zweckfreienen Navigation im grenznahen Bereich.


    Was das simple Handling angeht, da scheint das TTg unschlagbar zu sein. Ist ja auch meine Erfahrung. Das werden aber andere sehr schnell aufholen - nämlich die, die ihr Produkt nicht für perfekt erklären, sondern stets an der Verbesserung arbeiten.


    Ich freu mich drauf!


    Erinnert mich ein bisschen an Nokia in den 90ern: Erst haben die einen verdammt guten Wurf getan, dann sich drauf ausgeruht und jetzt sind sie von einigen lässig überholt worden.


    Eine Frage noch: Verbessert so eine ext. Antenne den Empfang auch schon merklich, wenn man sie im Inneren des Fahrzeuges, vorn unter die Frontscheibe anbringt?

  • Hallo,
    ich habe leider auch schon festgestellt, daß der Go manchmal eine wirklich sehr komische Routenwahl hat.
    Manchmal sogar einen direkten!! Umweg fährt.
    Merkt man am besten auf Straßen bei denen man sich eigentlich auskennt.


    Zu der Antenne. Ich habe sie im inneren auf den Innenspiegel montiert.


    Der Empfang ist deutlich besser!!


    Evtl. mache ich mal ein Bildchen.


    Den Go würde ich allerdings nicht als perfekt bezeichen. Denn mir geht ehrlich gesagt die Wahl zwischen kürzerster/schnellster/Autobahn sperren usw. geht mir auch etwas ab.
    Außerdem nervz mich sehr, daß man den Zoom beim Navigieren nicht manuell festlegen kann.


    Das würde dem eigentlichen Bedienaufwand auch nicht ändern. Denn diese Auswahlmöglichkeit ist ja nicht zwingend erforderlich. Wer will kann genauso einfach wie bisher Navigieren.


    Man sollte nie meinen ein bzw. sein Produkt ist perfekt, denn die anderen schlafen auch nicht.


    Gruß
    Gruß

  • hi zusammen. ich bin handwerker und fahre in ganz südbayern und umgebung auf baustellen mit mein tom tom . bin wirklich sehr zufrieden und verstehe das gejammere nicht zwecks den routen . wenn mir mal eine route nicht passt, drücke ich auf altern. route errechnen oder strassensperre und habe einen anderen weg. klappt prima !!! fahre einen passat avant und habe den go in die ablage unter den aschenbecher festgemacht mit saugnapf. die ext. antenne habe ich am amaturenbrett ( fotos unter einbau ) . voller empfang und war in 10 min. eingebaut . bei meinen zeti bmw hab ich ein becker navi , und war schon 6 min. schneller am ziel als meine freundin . fazit : bin sehr zufrieden , den tmc und norm. oder schnelle route wählen ist auch nicht immer das beste . gruß harryman

  • Was ich wohl nie verstehen werde: wozu braucht ihr die Unterstützung vom Navi auf Straßen die ihr genau kennt? Ist doch total unlogisch. Und daß der Navi nicht so gute Ortkenntnisse haben kann (Schleichwege, Staustrecken usw. ) wie ihr sollte doch klar sein. Der Grundgedanke ist doch immer noch daß man ans Ziel kommt. Also, denkt mal ganz kurz nach bevor ihr eine NavigationsHILFE dermaßen anprangert.

  • Außerdem versucht ein NAVI einen doch immer die "Hauptstraßen" fahren zu lassen...


    Wenn man (wie R1-Rider es sagte) nun ne "Abkürzung" fährt....


    Ich finde den TomTomGo perfekt, habe ihn jetzt seit 2Tagen... :gap

    Einmal editiert, zuletzt von Dahlkowski ()

  • Ich habe das Navi natürlich (wie sicher jeder hier im Forum) gleich einmal ausprobiert. Und in meiner nächsten Umgebung kenne ich mich nun mal aus.


    Ich rede auch nicht davon, daß der Go die schleichwege kennen müsste.
    NEIN!!!!!


    Sondern das der Go direkte!!!! Umwege fährt.


    Sprich runter von der Hauptstraße, mich durch kleine Kuhdörfer schickt (Ca. 4km Umweg) um dann wieder auf die selbe Hauptstrasse zu biegen.?!!???!!


    Mir kommt vor der Go meidet eher die Hauptstrassen.


    Außerdem:
    Nehemen wir an ich fahre auf der Hauptstrasse.
    Der Go will das ich die Hauptstrasse verlasse (Restzeit 18 min. bzw. Reststrecke 14 km).


    Nun bleibe ich aber entgegen der Anweisung auf der Hauptstraße.
    Nach ein paar Sec. und neuer Berechnung (Restzeit nur noch 14 min bzw. Reststrecke 11 km).
    Das hat micht Schleichweg wirklich nichts zu tun.


    Mir ist auch klar, daß man auch ankommen würde, aber bestimmt nicht auf dem besten weg.


    Gruß

  • Du hast den Sinn eines Navigerätes, meiner Meinung nach, vollkommen mißverstanden. Auch rate ich Dir Dich mal zu informieren wie Deine reale Umgebung digitalisiert wird (sprich: wie die Karten entstehen) und wie so ein Navigationsgerät überhaupt arbeitet. Dann darfst Du gerne wieder meckern. Bis dahin allerdings darfst Du den kleinen TTG weiterhin gerne als amüsantes, zeitvertreibendes Spielzeug betrachten.


    Ich will hier nicht den TTG bis aufs Blut verteidigen, ganz bestimmt nicht. Jeder Navi hat seine "Macken", aber wer weiß wie die Dinger funktionieren versteht auch das Wieso. Dies trifft auf die "tragbaren" Geräte zu wie auch auf die fest eingebauten. Dabei ist teuer nicht auch besser.

  • Zitat

    Original von R1-Rider
    Was ich wohl nie verstehen werde: wozu braucht ihr die Unterstützung vom Navi auf Straßen die ihr genau kennt? Ist doch total unlogisch. Und daß der Navi nicht so gute Ortkenntnisse haben kann (Schleichwege, Staustrecken usw. ) wie ihr sollte doch klar sein. Der Grundgedanke ist doch immer noch daß man ans Ziel kommt. Also, denkt mal ganz kurz nach bevor ihr eine NavigationsHILFE dermaßen anprangert.


    Ich brauche keine Unterstützung auf Straßen, die ich schon kenne. Diese Annahme ist unlogich. Sondern ich habe den TTg einfach mal überprüft anhand von Strecken, die ich schon kenne. So wie das mit Sicherheit jeder von uns gemacht hat. Und siehe da: Das Vertrauen in den TTg rauschte ab.


    Zu den Schleichwegen: Komisch, dass das Navi in der neuen E-KLasse tatsächlich immer den schnellsten Weg drauf hatte, als ich die Karre mal für 10 Tage fahren konnte, hm?


    Offensichtlich gibt es hinsichtlich Parameter - was nun die schnellste oder kürzeste Route ist - doch einige unterschiedliche Möglichkeiten der Festlegung. Und die der TTg wählt, sind augenscheinlich nicht optimal.


    Tut mir ja leid, aber diese Tatsache wird man einfach nicht ignorieren können. Auch nicht, wenn man kerngesunde Kritik mit "... denkt mal ganz kurz nach bevor ..." abwiegelt.


    Gell? ;)

  • Zitat

    Mir ist auch klar, daß man auch ankommen würde, aber bestimmt nicht auf dem besten weg.


    Wobei man jetzt natürlich trefflich darüber philosophieren könnte was denn nun der "beste Weg" ist. ;)
    Interessant wäre natürlich zu wissen woran ein solches, einem wirr erscheinendes Verhalten, liegt. Neben der Software, die möglicherweise die falschen Entscheidungen trifft, kann es natürlich auch an den TeleAtlas-Karten liegen. Die Software analysiert ja schließlich nur, wie komme ich von A nach B und wertet dazu die Daten der Karten hinsichtlich kurzer Verbindung und der den Straßen zugeordneten Kategorien (BAB, L, K usw.) aus.
    Für den Verbraucher ist es natürlich erstmal egal, ob es an Software oder Daten liegt. Er kauft ein Gesamtpaket, das ihn möglichst optimal ans Ziel bringen soll.
    Interessant wäre es natürlich trotzdem, weil dann das "Problem" mit anderen Produkten, die das gleiche Kartenmaterial benutzen, genauso auftreten müßte, was für die Suche nach alternativen Produkten von Bedeutung wäre.
    Alles in allem habe ich aber schon das Gefühl, daß von einigen Nutzern der TTG überwiegend im bekannten Umfeld benutzt wird und dann überprüft wird wie gut oder schlecht er einen geroutet hat. :D
    Das hab ich ja durchaus auch schon oft genug gemacht und es war bestimmt nicht immer der optimale Weg, aber ich kam immer an. Und ich denke darum gehts auch bei einem Navi. Vielleicht sollte man ein Navi daran messen, wie man zu einem völlig unbekannten Ort ohne Navi gefunden hätte.


    Viele Grüße, Api.

  • Zitat

    Original von R1-Rider
    Du hast den Sinn eines Navigerätes, meiner Meinung nach, vollkommen mißverstanden. Auch rate ich Dir Dich mal zu informieren wie Deine reale Umgebung digitalisiert wird (sprich: wie die Karten entstehen) und wie so ein Navigationsgerät überhaupt arbeitet. Dann darfst Du gerne wieder meckern. Bis dahin allerdings darfst Du den kleinen TTG weiterhin gerne als amüsantes, zeitvertreibendes Spielzeug betrachten.


    Ich will hier nicht den TTG bis aufs Blut verteidigen, ganz bestimmt nicht. Jeder Navi hat seine "Macken", aber wer weiß wie die Dinger funktionieren versteht auch das Wieso. Dies trifft auf die "tragbaren" Geräte zu wie auch auf die fest eingebauten. Dabei ist teuer nicht auch besser.


    Ujui - hier sind ja lustige Patienten unterwegs. Von Null auf 100 in zwei Postings. "Du hast den Sinn vollkommen missverstanden" hm. "Du darfst" und so. Aha. Nun gut. Eine ehrliche Sprache ist mir am Ende auch lieber als Wischiwaschi.


    Übrigens - wenn man den Sinn vom TTg so verstehen muss, wie R1-Rider ihn auslegt, dann sollte TT in ihrer Werbung das auch so kundtun. Dann sollten sie sagen: "Seht her, wir haben ein tolles Ding für knappe 650 Euro. Das ist ganz einfach zu bedienen. Und irre schnell in der Streckenberechnung. Und endlich mal wirklich plug & play. Aber ihr kauft für 650 Euro auch ein Gerät, das noch nicht ausgereift ist."


    So aber wird mir der durchaus gute TTg - ich werde ihn auch behalten - doch etwas zu hoch in den Himmel gelobt. Oder sind hier auch ein paar Lobbyisten unter uns? :)

  • Zitat

    Original von api
    Vielleicht sollte man ein Navi daran messen, wie man zu einem völlig unbekannten Ort ohne Navi gefunden hätte.


    Ich finde, du hast ein bisschen Recht. Doch möchte ich zu dieser kühnen These noch den Anschaffungspreis fügen und das Jahr 2005 (nach Columbus.) So betrachtet, erwartet man vielleicht etwas mehr als nur den Vorteil, dass man seine Karte nicht auf dem Schoß haben muss. Es ist ein Verbraucher-Bedürfnis, maximale Präzision aus einer teuren Neuanschaffung zu holen. Vor allem wenn's geht.


    Vielleicht sollte man ein Technik-Forum so verstehen, dass Hersteller sich nicht mehr verstecken können, sondern ihre Produkte mit Leidenschaft weiterentwickeln, weil ihnen sonst die User abspringen.


    Und damit schließt sich möglicherweise der Kreis in diesem Thread: Anfänglich bekam ich auf mein Posting die Antwort, der TTg sein perfekt. Ist er aber nicht. Und die Käsköppe sollten schnellstens daran arbeiten, ein Update ins Web zu stellen, das die verbesserte Routenführung hat. :)


    Oder hat jemand was gegen Optimierungen?

  • Zitat

    Oder hat jemand was gegen Optimierungen?


    Bestimmt nicht. :)

    Zitat

    Anfänglich bekam ich auf mein Posting die Antwort, der TTg sein perfekt.


    Das ist er mit Sicherheit nicht, was ist schon perfekt?


    Aber der große Vorteil liegt beim TTG meines Erachtens in der sehr einfachen Möglichkeit des Software-Updates.
    Hoffen wir, das TomTom diese Chance nutzt, ihr Produkt immer wieder zu verbessern.


    In diesem Sinne noch einen schönen Sonntag und verfahrt euch nicht.


    Viele Grüße, Api.


    --Gone Fishing--

  • ... und noch ein Vorteil, der mir ständig zu Begeisterung verhilft: Die glockenreine Sprachausgabe! Selbst bei 240 auf der Gasse und ein bisschen Radio - dann aber volle Lautstärke - kann man jedes Wort verstehen. Das ist für eine Mobil-Lösung meines Wissens unerreicht. Hut ab!