A-gps...

  • Siemens und T-Mobile testen A-GPS in Prag
    Bessere Positionsbestimmung durch Daten aus dem Mobilfunknetz



    Der Siemens-Bereich Communications hat eine neue Technologie für das Assisted Global Positioning System (A-GPS) entwickelt, mit der Mobilfunkbetreiber die Ortungstechnik schneller in ihre Mobilfunknetze integrieren können als bisher. T-Mobile Tschechien testet das Produkt derzeit in Prag. Als Endgerät wird das SX1-Phone von Siemens eingesetzt, das speziell für den Feldtest mit einem A-GPS-Chip ausgestattet wurde. Die IP-basierte A-GPS-Technologie von Siemens wird ab dem dritten Quartal 2005 auf dem Markt verfügbar sein, teilte der Konzern heute in Prag mit.


    Die Siemens-Technologie besteht aus einem speziellen Location-Server, der sich direkt in das Mobilfunknetz integrieren lässt und über eine IP-Verbindung mit dem mobilen Endgerät kommuniziert. Dadurch sollen Location-based Services preiswerter umgesetzt werden können als bei bisherigen Ansätzen, hieß es weiter.


    Um den Standort eines Anwenders zu eruieren, ist die bisher übliche Ortungstechnologie GPS auf Sichtkontakt zu den Satelliten angewiesen, die die Erde in 20.000 Kilometern Höhe umkreisen. Die Signale von mindestens drei Satelliten muss ein Ortungsgerät empfangen, um seine Position zu bestimmen. Dabei kann es mit einem herkömmlichen GPS-Empfänger durchaus mehrere Minuten dauern, eine Position zu berechnen. In Häuserschluchten von Großstädten oder in Gebäuden sind die Signale der Satelliten oft so schwach, dass GPS nicht zuverlässig funktioniert.


    Bei A-GPS erhält das Handy aus dem Mobilfunknetz Daten zu Umlaufbahn, Frequenzen und Funktionsfähigkeit der Satelliten und kann auch schwächere Satellitensignale binnen Sekunden auswerten. (ck)


    [ Dienstag, 11.01.2005, 13:30 ]

  • Hi Charly,


    kannst Du den Sinn, bzw die Perspektiven, dieses Artikels für Land- und Wassergebundenes Ferdervieh nachvollziehbar interpretieren?


    Dank käme vom Pinguin.

  • Zitat

    Original von Lucky-Felix
    Dank käme vom Pinguin.


    Soweit ich A-GPS verstanden habe (aus Infos neben diesem Werbeblub oben), ist der 'Trick' vorallem folgender: Schaltet man ein GPS ein, muß es ja erstmal Sats suchen und finden. Das dauert zum einen, zum anderen braucht man dazu eine gewisse Mindestsignalstärke. Letzeres, weil man ja auch die Referenzzeit aus dem Signal ermitteln muß (der berühmte vierte Sat), obwohl man ja eigentlich mit dreien hinkommen würde für eine §D-Position.


    Das A im A-GPS liefert nun diese Zeitbasis (und auch ungefähre Positionsdaten?), so daß dem (auf neuen, sehr viel empfindlicheren Chips basierenden) A-GPS der 'Einstieg' viel viel einfacher gemacht wird. Hat er nämlich die Zeitbasis, dann ist der Rest ein 'Kinderspiel' ...



    Wastl

    Das schöne an Bienchen ist, man hat immer was worauf man sich freuen kann :love2

  • Dank kommt vom Pinguin! :]


    Hab ich das richtig verstanden?


    Erst [d]$[/d] 4 "sauber" empfangene Sats ermöglichen eine präzise Standortbestimmung der Maus.


    A-GPS übermittelt die Informationen zum aktuellen Standort, per Handyfunk zum schnellen Auffinden der aktuellen Satelitenkonstellation.


    Also Kopplung der Ermittlung des Standortes über Handynetz und GPS-Sateliten?


    Wobei der bessere Empfang im Handynetz Zeitvorteile bringen soll.


    ÄÄHHMM - sollte nicht auch Handynetznavigation möglich sein?


    Einige Anbieter behaupten in "gut" versorgten Gegenden den Handystandort bis auf 2Meter genau orten zu können - es gibt ja solche Tarife.

  • Zitat

    Original von Lucky-Felix
    Erst 4 "sauber" empfangene Sats ermöglichen eine präzise Standortbestimmung der Maus.
    A-GPS übermittelt die Informationen zum aktuellen Standort, per Handyfunk zum schnellen Auffinden der aktuellen Satelitenkonstellation.
    Also Kopplung der Ermittlung des Standortes über Handynetz und GPS-Sateliten?
    Wobei der bessere Empfang im Handynetz Zeitvorteile bringen soll.


    4 x ja :)


    Zitat


    ÄÄHHMM - sollte nicht auch Handynetznavigation möglich sein?


    Das auch, ich vergaß :-D)


    Zitat


    Einige Anbieter behaupten in "gut" versorgten Gegenden den Handystandort bis auf 2Meter genau orten zu können - es gibt ja solche Tarife.


    Ob das Zukunft hat? Die Investitionen darein sind IMHO höher als ein 'GPS-Aufbohren' des/der Mobilnetze.


    Letztendlich wird sich das auch daraus entscheiden, was Not- und Rettungsdienste an Netzausrüstung verlangen werden. Siehe Beispiel USA bzw Japan, wo ja ab 2007(?) A-GPS in Handys Pflicht werden soll. Zur Navigation tuts ja im Allgemeinen auch das normale GPS-Signal ...



    Wastl

    Das schöne an Bienchen ist, man hat immer was worauf man sich freuen kann :love2

  • Wastl


    Recht hast Du, ich folge grundsätzlich Deiner Argumentation.


    Allerdings mache ich mir Gedanken darüber, wie hoch ist der Verbreitungsanteil von Handys und der von PDA-GPS-Systemen.


    Handys (Handies?) sind mit hohem Vielfachfaktor verbreiterter.


    Sieht man die Geschichte, so entwickelte sich aus einer geheim entwickelten militärischen Insellösung (Cruise Missiles) ein weltumfassendes Navigationssystem.


    Das ist abhängig von in 20-36000 km entfernten Vögeln.


    Könnte man die Idee der mobilen Standortdarstellung mit vorhandenen Mitteln zurück auf die Erde holen, wäre allen geholfen.


    Für mich stellt sich die, sicherlich nicht topaktuelle Frage, wie geht es weiter?


    US-GPS zu nutzen ist bequem und z.Zt. lukrativ, weil verfügbar, Handynetze gleichwertig zu nutzen langfristig naheliegend.

  • Zitat

    Original von karomue
    Gallileo. Wird irgendwann - wie die Maut - auch kommen.


    Ja. Und? Ist damit per se genauso A-GPS fähig wie das amerikansiche NAVSTAR-GPS auch.
    Was es (bislang) nach den Werbebroschüren gegenüber GPS herausstellen soll, ist die direktere(?) Einbindung in Mobilfunk und Rettungswesen (Value added Dingsbums?).



    Wastl

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  • Hi Jungs,


    vertut euch da mal nicht. Bei einem berechtigten Anfangsverdacht kann manN eueren Standpunkt(bei eingeschaltetem Handy) im GSM-Netz ziemlich genau ausmachen. Anhand eurer Mobilfunknummer und der Nummer eurer SIM-Karte kann manN ein einwandfreies Bewegungsprofil erstellen! Da muß nicht einmal ein Sattelit im Spiel sein. Jede Mobilfunkzelle liefert die entsprechenden Daten. Der genaue Standort und die Abdeckung der Zelle ist bekannt, alles andere ist simble Mathematik! Denkt nur an das Roominig(auch innerhalb eines Landes), wie sollten sonst die Abrechnungsdaten erstellt werden?


    Jeder Besitzer einer registrierten SIM-Karte(egal ob Prepaid oder Vertrag) mit eingeschaltetem Handy ist "gläsern"!

    Einmal editiert, zuletzt von cohabit ()

  • Zitat

    Original von cohabit
    Hi Jungs,


    vertut euch da mal nicht. Bei einem berechtigten Anfangsverdacht kann manN eueren Standpunkt(bei eingeschaltetem Handy) im GSM-Netz ziemlich genau ausmachen. Anhand eurer Mobilfunknummer und der Nummer eurer SIM-Karte kann manN ein einwandfreies Bewegungsprofil erstellen! Da muß nicht einmal ein Sattelit im Spiel sein. Jede Mobilfunkzelle liefert die entsprechenden Daten. Der genaue Standort und die Abdeckung der Zelle ist bekannt, alles andere ist simble Mathematik! Denkt nur an das Roominig(auch innerhalb eines Landes), wie sollten sonst die Abrechnungsdaten erstellt werden?


    Jeder Besitzer einer registrierten SIM-Karte(egal ob Prepaid oder Vertrag) mit eingeschaltetem Handy ist "gläsern"!


    Davon versuch ich ja grad zu reden!


    Jedes Handy kann standordgenau, solange es stromversorgt ist, geortet werden, nein falsch, es wird geortet.


    Bis jetzt, ohne Zusatznutzen für den User, vom Anbieter passiv, zur Schleusung durch das Netz, wird diese Notwendigkeit "passiv" verwendet.


    Aus der Tatsache, das jedes Handy ständig genau sowieso geortet ist, ergibt sich für mich klar der Sinn, diese Tatsache zur Navigation zu nutzen.


    Wenn jetzt noch die Infos aus dem Startposting zutreffen, daß die per Handynetz Standortinformationen schneller verfügbar sind, als per Satfix, dann sehen wir uns doch einer Zukunft der "Handynavigation" gegenüber, oder?