Neulich gefunden. Passend zur Weihnachtszeit?

  • Der Weihnachtsmann kommt in den Knast


    Lieber guter Weihnachtsmann,
    jetzt ist`s soweit, jetzt bist du dran.
    Mein Chef ist nämlich Rechtsanwalt.
    Der klagt dich an, der stellt dich kalt.


    Schon seit vielen hundert Jahren,
    bist du nun durch das Land gefahren,
    ohne Nummernschild und Licht.
    Auch TÜV und ASU gab es nicht.


    Dein Schlitten eignet sich nur schwer,
    zur Teilnahme am Luftverkehr.
    Es wird vor Gericht zu klären sein:
    Besitzt du 'nen Pilotenschein?


    Durch den Kamin ins Haus zu kommen,
    ist rein rechtlich streng genommen
    Hausfriedensbruch - Einbruch sogar.
    Das gibt Gefängnis, das ist klar.


    Und stiehlst du nicht bei den Besuchern,
    von fremden Tellern Obst und Kuchen?
    Das wird bestraft, das muss man ahnden.
    Die Polizei lässt nach dir fahnden.


    Es ist auch allgemein bekannt,
    du kommst gar nicht aus diesem Land.
    Wie man so hört, steht wohl dein Haus
    am Nordpol, also sieht es aus,
    als kämmst du nicht aus der EU.
    Das kommt zur Klageschrift dazu!


    Hier kommt das Deutsche Recht zum Tragen.
    Ein jeder Richter wird sich fragen,
    ob deine Arbeit rechtens ist,
    weil du ohne Erlaubnis bist.


    Der Engel, der dich stets begleitet,
    ist minderjährig und bereitet
    uns daher wirklich Kopfzerbrechen.
    Das Jugendamt will mit dir sprechen!


    Jetzt kommen wir zu ernsten Sachen.
    Wir finden es gar nicht zum Lachen,
    dass Kindern du mit Schläge drohst.
    darüber ist mein Chef erbost.


    Nötigung heißt das Vergehen
    und wird bestraft, das wirst du sehen,
    mit Freiheitsentzug von ein paar Jahren.
    Aus ist's bald mit dem Schlittenfahren.


    Das Handwerk ist dir bald gelegt,
    es sei denn dieser Brief bewegt dich,
    die Kanzlei reich zu beschenken.


    Dann wird mein Chef es überdenken.

  • Marry X mass


    When the snow falls wunderbar
    And the children happy are,
    When the Glatteis on the street,
    And we all a Glühwein need,
    Then you know, es ist soweit:
    She is here, the Weihnachtszeit


    Every Parkhaus ist besetzt,
    Weil die people fahren jetzt
    All to Kaufhof, Mediamarkt,
    Kriegen nearly Herzinfarkt.
    Shopping hirnverbrannte things
    And the Christmasglocke rings.


    Merry Christmas, merry Christmas,
    Hear the music, see the lights,
    Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
    Merry Christmas allerseits...


    Mother in the kitchen bakes
    Schoko-, Nuss- and Mandelkeks
    Daddy in the Nebenraum
    Schmücks a Riesen-Weihnachtsbaum
    He is hanging auf the balls,
    Then he from the Leiter falls...


    Finally the Kinderlein
    To the Zimmer kommen rein
    And es sings the family
    Schauerlich: "Oh, Chistmastree!"
    And the jeder in the house
    Is packing die Geschenke aus.


    Merry Christmas, merry Christmas,
    Hear the music, see the lights,
    Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
    Merry Christmas allerseits...


    Mama finds unter the Tanne
    Eine brandnew Teflon-Pfanne,
    Papa gets a Schlips and Socken,
    Everybody does frohlocken.
    President speaks in TV,
    All arround is Harmonie,


    Bis mother in the kitchen runs:
    Im Ofen burns the Weihnachtsgans.


    And so comes die Feuerwehr
    With Tatü, Tata daher,
    And they bring a long, long Schlauch
    An a long, long Leiter auch.
    And they schrei - "Wasser marsch!",
    Christmas is - now im Eimer...


    Merry Christmas, merry Christmas,
    Hear the music, see the lights,
    Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
    Merry Christmas allerseits...

  • Adventszeit im Altersheim



    28. November 2004


    Liebe Bewohnerrinnen und Bewohner des Antonius-Heims.


    Es ist soweit, die schöne Adventszeit steht vor der Tür! Wie in jedem Jahr erwarten uns auch diesmal wieder viele besinnliche, fröhliche und unterhaltsame Veranstaltungen. So lädt Sie der Landfrauenverein zu einem gemütlichen Adventskaffee ein und der Blockfötenkreis der Volkshochschule wird uns mit einem schönen Konzert erfreuen. Auch die Kunstradsportler haben ihr Erscheinen zugesagt und zu unserer aller Freude ist die bekannte Sopranistin Elfriede Schmitz trotz ihrer 73 Jahre wieder bereit, für uns weihnachtliche Melodien zusingen.
    Voller Freude auf eine harmonische Vorweihnachtszeit


    Ihre Heimleitung



    2. Dezember 2004


    Liebe Heimbewohnerrinnen und Heimbewohner,


    nein, wir haben bei der Aufzählung unserer adventlichen Aktivitäten den Besuch des Weihnachtsmarktes nicht vergessen. Er wurde nicht erwähnt, weil er diesmal nicht stattfindet. Die Fahrten des DRK-Rettungswagens vom Glühweinstand zur Ausnüchterung in die Uniklinik haben unseren Etat im letzten Jahr so belastet, dass wir den Ausflug dieses Jahr streichen mussten.


    In diesem Zusammenhang möchten wir noch erwähnen, dass es nicht nett war, den Landfrauen beim gestrigen Adventskaffee ihre etwas hart geratenen Plätzchen an den Kopf zu werfen! Glücklicherweise konnte unsere Krankenschwester die Platzwunde am Kopf der Vorsitzenden gleich vor Ort nähen. Auch Bemerkungen wie Ihr könnt euch Euer Gebäck vom vergangenen Jahr sonstwohin stecken zeugen nicht gerade von gutem Benehmen. Früher war man dankbar für jede Gabe und hat harte Plätzchen einfach in den Kaffee getunkt dann konnte man sie auch ohne Zähne schlürfen.


    Peinlich berührt


    Ihre Heimleitung



    8. Dezember 2004


    Liebe Neuzugänge in unserem schönen Altenheim,


    bitte lassen Sie sich nicht von ihren alteingesessenen Mitbewohnern durch Gräuelmärchen vom vergangenen Jahr in Panik versetzen! Der Sturz des Kunstradfahrers Christof P. von der Bühne auf unsere allseits geschätzte Seniorin Johanna A. wird völlig zu Unrecht dramatisiert und aufgebauscht. Zum einen hat das der jugendliche Sportler nicht absichtlich getan. Und zum anderen waren die Knochenbrüche der alten Dame bereits Ostern wieder verheilt und sie ist aus ihrer Rehabilitationsmaßnahme beinahe unversehrt zu uns zurückgekehrt. Dass sie sich jetzt nur noch im Rollstuhl vorwärts bewegen kann, muss nicht auf dieses unglückliche Ereignis zurück zu führen sein auch andere 88jährige leiden unter Gehbehinderungen.


    Leicht verstimmt


    Ihre Heimleitung



    11. Dezember 2004


    Leute,


    was soll denn das! Selbstverständlich wird die Haustür unseres Heimes während des Konzertes der Sopranistin Elfriede Schmitz wieder verschlossen! Außerdem weisen wir noch einmal darauf hin, dass das Klettern über Balkonbrüstungen und das Verlassen des Hauses über die Regenrinne streng verboten ist! Die Reparaturarbeiten vom vergangenen Jahr sind heute noch nicht abbezahlt. Und falls Sie es noch nicht wissen sollten: die Batterien ihrer Hörgeräte, die Sie beim letzten Konzert in den Blumentöpfen vergraben haben, enthalten Blei und sind sehr schädlich für jede Art von Pflanzen!.


    Wir werden im übrigen diesmal streng darauf achten, dass niemand einen Kassettenrekorder dabei hat. Wie Sie sich vielleicht erinnern können, hat das ohrenbetäubende Abspielen des Radetzky-Marsches während des Liedes Süßer die Glocken nie klingen die Sängerin im vergangenen Jahr fast zu Tode erschreckt. Wir sind froh, dass sie sich von ihrem Kollaps endlich wieder erholt hat!


    Inzwischen ziemlich verärgert!


    Ihre Heimleitung



    17. Dezember 2004


    Nein, und nochmals nein, Friedrich K.
    (und mit Ihnen alle anderen Querulanten)


    wir können das Blockflötenensemble der Volkshochschule nicht ausladen und statt dessen zum Konzert der Barrelhouse Jazz Band in die Festhalle gehen! Was hei0t denn hier, Sie sind es leid, als wehrloses Publikum für Dillethantische Amateure missbraucht zu werden! Mein Gott, Sie haben in Ihrem langen Leben schon so viel Schreckliches durchgemacht Sie werden doch wohl auch noch dieses elende Gefiepe mit einigem Anstand über sich ergehen lassen können!


    Langsam reißt uns der Geduldsfaden!


    Ihre Heimleitung



    23. Dezember 2004


    Liebe Bewohnerrinnen und Bewohner des Antonius-Heims,


    als Stellvertreterin des Heimleiters, der sich vermutlich auf längere Zeit in psychiatrischer Behandlung befindet, möchte ich Ihnen folgendes mitteilen:


    1.) Der Gemeinschaftsraum ist wegen Renovierung bis auf weiteres geschlossen. Alle noch anstehenden Veranstaltungen sind abgesagt.
    2.) Die Mehrheitspartei im Rathaus hat ihre jährliche Spende von Weihnachtsgänsen zurückgezogen. Die Opposition wird keinen Tafelwein liefern. Ein Ersatz ließ sich auf die Schnelle nicht finden.
    3.) Das gemeinsame Festtags-Essen fällt deshalb aus. Wir werden Ihnen die Erbsensuppe auf Ihren Zimmern servieren.


    Ihre stellv. Heimleiterin


    P.S. War das wirklich nötig? Mussten Sie den Oberbürgermeister bei seinem Besuch mit Zwischenrufen wie: Was macht deine Partei mit unseren Renten, Du Weihnachtsmann verärgern und das auch noch in Gegenwart der Presse Mussten Sie sich über die Frage, welche Partei denn nun für das Rentendebakel und die Misere im Gesundheitswesen verantwortlich ist, dermaßen in die Wolle kriegen, dass nicht nu Möbel, Geschirr und Fenster zu Bruch gingen, sondern der OB auch noch eine Oberschenkelfraktur, der Oppositionsführer einen Herzinfarkt und der Heimleiter einen Nervenzusammenbruch erlitten? Die Folgen müssen Sie nun selbst ausbaden


    Ein frohes Weihnachtsfest


    Ihre stellv. Heimleiterin