MN4 <-> MN|4 erster Eindruck

  • Hallo miteinander,


    für eine Fahrt etwa 60 km durch das nächtliche Berlin, habe ich mir das kleine Aldiwunder ausgeliehen, um es neben dem großen Navigonmirakel zu beobachten. Anlaß war eine Ausstellungseröffnung im Filmmuseum am Potsdamer Platz, anschließend ein Empfang in Lichterfelde und die Heimfahrt in den Norden.


    Beide Systeme wurden etwa 70 cm entfernt voneinander betrieben (wegen der Akkustik, wer redet jetzt?), sodaß Fahrer und Beifahrer die Geräte jederzeit im Blick hatten.


    Optisch kaum Unterschiede. Beide PDAs bilden scharf und kontrastreich ab. Der HP leuchtet etwas wärmer, der Yak ein bißchen unterkühlt. Im Ton ist sind beide gut verständlich. Allerdings brauche ich nur wenig Lautstärken, weil das Auto hervorragend gedämpft ist.


    Die berechneten Routen zeigten leichte Unterschiede, aber dabei ging es überwiegend nur darum, eine Straße früher oder später abzubiegen. Beide Routen waren vernünftig, weil um diese Nachtzeit in der Stadt nicht mehr so viel los ist. Wie überhaupt die hauptstraßenverliebten Standardprofile ideale Nachtrouter sind.


    Wenn beide Navis eine eigene Vorstellung vom Weg entwickelten, fuhr ich möglichst einen dritten Weg. So ließ sich gut das Rerouting beobachten. Keine Unterschiede: Rerouting prompt und ohne störende Verzögerungen.


    Beide Systeme schlugen sich wacker. Der Yak war meist einen Tick voraus mit den Ansagen. Über "Nachhinken" kann ich nichts berichten - beide Systeme arbeiten bei mir ohne nenenswerte Verzögerung.


    Die "bitte wenden"-Arie kommt gelegentlich von beiden, bei Navigon allerdings penetranter. Diesen Programmschlenker haben aber beide Programme immer noch.


    Alle Straßen, die ich benötigte, waren natürlich vorhanden, da wird man bei Stadtdurchfahrten keine großen Unterschiede finden können.


    Eine kleine Sensation habe ich mir zum Schluß aufgehoben. In meinem Auto ist die Frontscheibe metallbedampft, und die 9810 schaut deshalb durch eine kleine unbeschichtete Luke neben dem Spiegel. Der Yak hatte nur die metallbedampfte Frontscheibe für den Durchblick und sah trotzdem immer 2 bis drei Satelliten mehr als der HP. Dies ist die eigentliche Überraschung für mich.


    Bei den Vorbereitungen hatte ich sowas schon geahnt, als ich mit dem Yak in der Wohnung 5 bis 7 Satelliten sah, die vorher mit der 9810 nie in das Blickfeld gekommen waren.


    Zusammenfassend muß man dem kleinen Aldiwunder ein Kompliment machen. Bei einer stinknormalen Navigationsaufgabe schlägt sich der MedionYak nicht schlechter als der NavigonHP. In der Empfangsemfindlichkeit ist der Yak der konventionellen Anordnung von PDA und GPS-Maus sogar haushoch überlegen. Wenn man den Preisunterschied mit einbezieht, wiegt dieses Ergebnis noch schwerer.


    Ich werde noch etwas dranbleiben. Vor allem zu Fuß interessiert mich das kleine Aldiwunder noch mächtig.


    Gruß
    artur

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  • Guter Bericht artur!


    Deckt sich voll mit meinem ersten Eindruck. Die sehr gute GPS-Empfangsempfindlichkeit kann ich nur bestätigen. Ich hatte gestern das Teil auf dem Beifahrersitz liegen und immer noch Empfang mit mindestens 4 Sats.


    Das ist wirklich erstaunlich. Preis und Leistung bei diesem Bundle stimmen. Ein günstigeres Angebot hab ich zur Zeit noch nicht gesehen!


    Gruß
    Navifreak

  • @navifreak


    danke.


    Heute vormittag haben wir das nochmal genauer abgeklärt. Sieht der Yak vom Armaturenbrett eventuell durch die Seitenscheiben?


    Aber es wurde schnell klar: der Yak kann tatsächlich durch die metallbeschichtete Frontscheibe gucken.


    In Oranienburg sind wir voll in eine Straßensperrung geraten, weil wir den Vorschlägen des Yak gefolgt sind und nicht Navigon. Navigon wußte es tatsächlich besser, er hatte die TMC-Information.


    Aber dafür kann der Yak ja nichts...


    Gruß
    artur

  • Hinsichtlich der Bewertung der Empfindlichkeit ist wohl weniger Euphorie als Skepsis angebracht, fürchte ich.


    Bei einem Vergleich zwischen einer Holux- und Royaltek-Maus sah es auf den ersten Blick auch so aus. Des Rätsels Lösung scheint wohl eher in dem unterschiedlich hohen max. HDOP-Wert zu liegen, der noch aktzeptiert wird, als an der Empfindlichkeit.


    Es sollten also unbedingt zwei weitere Indizien bewerten werden:
    1) Wie genau sind die Positionsangaben
    2) Wie viele Sats sind zu sehen und wie viele werden verwendet.


    Dies meinte LeGro

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