Und GPS ist auch schon drin
Einschalten, Ziel eingeben, losfahren: Neues Navigationssystem von TomTom überzeugt durch einfache Bedienung
Ein neues, nachrüstbares Navigationssystem fürs Auto ist seit kurzem in vielen Elektronikfachmärkten erhältlich: Das TomTom Go wird als so genannter All-in-one-Autonavigator angepriesen, das bedeutet: Er hat den GPS-Empfänger bereits eingebaut, der für die Ortung der eigenen Position Kontakt mit Satelliten aufnimmt. Ausgestattet mit dem neuesten Kartenmaterial für Deutschland, Österreich und die Schweiz, kostet das System 689 Euro.
TomTom Go ist ein reines Navigationssystem und keine Kombination aus einem Persönlichem Digitalen Assistenten (PDA) und einem GPS-Empfänger. Somit entfällt für den Benutzer die Suche nach einem geeigneten Platz für den separaten GPS-Empfänger auf dem Armaturenbrett, und der lästige Kabelsalat gehört auch der Vergangenheit an.
TomTom Go funktioniert zudem ohne Installation über den PC. Das entsprechende Kartenmaterial ist auf einer SD-Chipkarte mit jeweils bis zu 256 Megabyte Platz gespeichert, die auf der Vorderseite des Gerätes eingeschoben wird und nach dem Einschalten automatisch zur Verfügung steht. Die Steuerung erfolgt mit dem Zeigefinger durch Berühren von Feldern auf dem 3,5-Zoll-Bildschirm. Die Eingabe des Zielortes ist benutzerfreundlich gestaltet PC-Kenntnisse sind dafür nicht erforderlich.
Neben der flächigen Kartendarstellung, wie sie bei Straßenatlanten allgemein üblich ist, bietet das TomTom-Go-System eine weitere Kartendarstellung, die 3-D-Ansicht: Wie in einem einfachen Autorennspiel für den PC fährt der Fahrer in die Karte hinein, was dem Fahrtgefühl näher kommt als die Ansicht von oben.
Gelungen sind auch die Auswahlmöglichkeiten der so genannten POIs: Diese points of interest sind lohnenswerte Ziele nahe der Strecke, also zum Beispiel Restaurants, Hotels und Tankstellen. Im TomTom-Programm kann jede Kategorie einzeln zur Anzeige ausgewählt werden. Bei entsprechender Voreinstellung werden auch die Straßennamen während der Fahrt in scharfer Bildqualität dargestellt.
Die eigentliche Navigation erfolgt durch einen kleinen Pfeil, der anzeigt, wohin die Reise beim nächsten Abbiegepunkt gehen soll. Das erleichtert die Einordnung bei mehreren Fahrspuren im Stadtverkehr erheblich. Hinzu kommen gesprochene Navigationsanweisungen. Sie sind klar und deutlich verständlich und in der Lautstärke regelbar. Bei einer Akkulaufzeit von fünf Stunden eignet sich das System auch für Fahrrad-, Motorrad- oder sogar Fußgängertouren. Im Auto lässt es sich an den Zigarettenanzünder anschließen, zusätzlich gehört ein Kabel zum Aufladen an normalen Stromsteckdosen zum Lieferumfang. Befestigt wird das Gerät mit einer stabilen Saughalterung an der Windschutzscheibe oder auf dem Armaturenbrett. Nach wie vor gilt bei Fahrzeugen mit besonders beschichteten Wärmeschutz-Frontscheiben, dass das GPS-Signal nicht durchdringt und damit das System nur mit einer zusätzlichen Außenantenne störungsfrei funktioniert.
Bei direkter Sonneneinstrahlung stören allerdings Reflexionen auf dem Monitor. Reduzieren lassen sich diese Spiegelungen durch Display-Schutzfolien, wie sie auch für PDAs und Handys erhältlich sind. Diese Folien schützen den Monitor gleichzeitig vor Kratzern.
In den nächsten Wochen soll Nutzern von TomTom Go Zusatzkartenmaterial für weitere europäische Länder auf vorinstallierten SD-Karten zur Verfügung stehen. Eine Karte kostet 149 Euro. An der Landesgrenze genügt es dann, die passende SD-Karte in den TomTom Go zu stecken, und die Fahrt kann fortgesetzt werden. Gerald Mohr
Mehr Informationen unter www.tomtom.com
Quelle HAZ (Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 07.10.2004