Akkubetrieb

  • hi,


    mich würde interessieren, was ihr für erfahrungen mit eurem go im akkubetrieb gesammelt habt.


    ich lade ihn immer entweder zu hause über nacht oder aber im auto (allerdings immer nur wenn er leer ist);
    da ich am liebsten immer ganz ohne kabelgewirr rumdüse.


    nach anfänglich in der tat guten fünf stunden ausdauer muß ich nun doch festellen, daß die ausdauer rapide sinkt.


    habt ihr ähnliches beobachtet ??

  • Zitat

    Original von navili
    ...habt ihr ähnliches beobachtet ??


    Ich stimme Dir zu. Anfänglich waren es ca. 5 Stunden, die möglich
    waren. Inzwischen hat es sich so auf ca. 4 Stunden eingependelt.
    Ich denke mal, dass dies auf die Beschaffenheit der Lithium-Ionen-
    Akkus zurückzuführen ist. Die bringen in den ersten Betriebszeiten
    eine sehr hohe Betriebsdauer, dannach sackte es etwas ab, bleibt
    dann aber weitestgehend konstant. Vorausgesetzt, dass er bei
    den ersten 2 bis 4 Ladevorgängen vollständig entladen und
    dannach wieder voll aufgeladen wurde (Schade, dass TomTom
    keine guten Tips zur richtigen Akkupflege nennt).


    Zu beachten ist bei dieser Akkuart, dass nicht die Höhe der
    Ladung die Lebensdauer beeinflusst, sondern die Anzahl der
    Ladezyklen. Das bedeutet, dem Akku ist es wurscht, ob der voll
    oder nur halbvoll geladen wird. Er sieht jeden Ladevorgang, auch
    wenn dieser nur 1 Minute andauert, als einen vollständigen
    Ladevorgang.


    Viele Grüsse


    Detlev

  • Was heisst das denn nu, wenn ich mein TTG ständig am Bordnetz angeschlossen habe? Vermutet er bei jedem Motorstart (= "aha - plötzlich merke ich, dass da Strom 'reinkommt") als ein versuchter Ladezykklus, obwohl Akku voll? Mache ich also mein Akku so kaputt, in dem ich ihn gar nicht verwende?


    D aud ZH

  • Das verstehe ich auch so. Wenn meine externe Antenne da ist und ich ein kompatibles Stromkabel gefunden habe, will ich auch in meinem Hauptfahrzeug einen "Festeinbau" realisieren. Dann werde ich lieber für das Stromkabel noch einen Schalter einbauen, um die Stromzufuhr unterbrechen zu können, wenn der Akku nicht geladen werden muss.

  • Zitat

    Original von danis
    Was heisst das denn nu, wenn ich mein TTG ständig am Bordnetz angeschlossen habe? Vermutet er bei jedem Motorstart (= "aha - plötzlich merke ich, dass da Strom 'reinkommt") als ein versuchter Ladezykklus, obwohl Akku voll?


    Hallo danis,


    stimmt. Der Akku registriert einen Ladezyklus, und sei er noch so
    kurz. Und durch permanenten Ladebetrieb verringert sich die
    Lebensdauer erheblich. Das ist ja auch der Part, wo z. B. viele
    Notebookhersteller richtig fett Kohle machen.

    Zitat

    Original von danis
    Mache ich also mein Akku so kaputt, in dem ich ihn gar nicht verwende?


    Nicht direkt kaputt. Aber er hält dadurch eben nicht so lange. Die
    Lithium-Ionen-Akkus haben zwar nich mehr den unangenehmen
    Memory-Effekt wie seinerzeit die NI-CD-Akkus, aber auch sie
    sollten gepflegt werden. Der Vorschlag von Stefan ist sehr gut.
    Mit Akkubetrieb fahren, und sobald sich die Ladung dem Ende
    zuneigt, einen Schalter betätigen. Ich fahre nur mit Akku, nehme
    dann das Teil mit in die Wohnung und lade es vollständig wieder
    auf. Bei langen Fahrten kommt man natürlich nicht um die Bord-
    ladung im Auto herum.


    Die Informationen über diese Akkus habe ich von einem Varta-
    Mitarbeiter. Ich unterstelle mal, dass er es wissen sollte.


    Viele Grüsse


    Detlev

    Einmal editiert, zuletzt von Reineke ()

  • Hier eine Quelle, die den Sachverhalt sehr gut beschreibt:


    http://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/0810281.htm


    Und nochmal als kompletter Text, falls der Link mal nicht will:


    Lithium-Ionen-Akkus
    Der Markt von Kleinstgeräten (Handys, Notebooks, Smartphones, PDAs) zeigt einen Trend zur Miniaturisierung. Gleichzeitig steigt der Energiebedarf solcher Systeme. Wegen der hohen Energiedichte der Lithium-Zellen sind diese besonders für mobile Geräte geeignet. Allerdings sind Lithium-Ionen Akkus teuer und reagieren wesentlich empfindlicher auf falsche Behandlung als andere Akkus.
    Ist bei der Konstruktion und Fertigung nichts schief gegangen, so bleibt er über 5 Jahre funktionstüchtig. Werden die 500 bis 1000 möglichen Ladezyklen konsequent ausgenutzt, bleibt auch die Kapazität weitgehendst erhalten. Generell sollte ein Lithium-Ionen-Akku immer vollständig geladen und entladen werden. Unvollständige Lade-/Entladevorgänge zählen als ein kompletter Ladezyklus. Auch der ständige Betrieb von Akku und parallel dazu ein Netzteil drückt die Anzahl der möglichen Ladezyklen. Die Aufladung erfolgt mittels des I/U-Ladeverfahren, bei dem der Akku erst mit Konstantstrom und dann mit Konstantspannung aufgeladen wird.
    Die Alterung der Lithium-Ionen-Akkus wird duch die Zell-Oxidation hervorgerufen. Dabei oxidieren die Elektroden. Diese verlieren die Fähigkeit Lithium-Ionen zu speichern, die für den Stromfluß notwendig sind. Die Zell-Oxidation wird von verschiedenen Faktoren beeinflußt. Z. B. durch die Temperatur und dem Ladezustand des Akkus. Bei hoher Temperatur und vollem Akku entwickelt sich die Zell-Oxidation besonders schnell. Dieser Zustand kommt z. B. bei Laptops häufig vor, wenn der Akku vollständig geladen ist und gleichzeitig das Gerät in Betrieb ist und warm wird. Die Wärme überträgt sich auf den Akku. Benötigt man den Akku nicht, so sollte man Ihn zur Hälfte aufladen und bei Zimmertemperatur lagern. Erst kurz bevor man ihn wieder einsetzen will, lädt man ihn vollständig auf.
    Muß ein Lithium-Ionen-Akku längere Zeit gelagert werden, muß regelmäßig der Ladezustand kontrolliert werden. Optimaler Ladezustand liegt zwischen 50% und 80%. Der Kapazitätsverlust von 0,2% pro Tag ist äußerst gering, allerdings stark temperaturabhängig. Lithium-Ionen-Akkus sollten alle 3 bis 4 Monate nachgeladen werden, um Tiefentladung zu vermeiden. Erreicht eine Zelle eine Spannung unter 2V kann die Zelle sich zerstören.
    Beim Erwerb von Lithium-Ionen-Akkus muß immer damit gerechnet werden, das Akkus vorzeitig den Geist aufgeben. Vor allem bei Akkus die aus Fernost kommen oder länger unterwegs gewesen sind. Das gilt genauso für Ersatzakkus, die evt. eine längere Lagerung hinter sich haben. Ist ein Akku doch kaputt, dann kann ein Reparatur in Frage kommen. Wenn nicht, dann sollte der Akku beim Händler oder im Sondermüll entsorgt werden.

  • gut beschrieben! : drink


    ansonsten wenn euch das mehr interessiert einfach unter google akkupflege eingeben, da wurden wie bereits schon mal gesagt ganze diplomarbeiten zu diesem thema verfasst 8)


    müsst einfach ein bißchen stöbern

    Einmal editiert, zuletzt von navili ()

  • ich fahre den akku immer ganz leer, wenn ich ihn etwa drei stunden ohne stromanschluss im auto betrieben habe - er liegt also angeschaltet zu hause rum, bis er aus geht. ist das in ordnung oder zählt das als tiefentladung und ist daher eher schädlich?

  • Das geht in Ordnung, der TomTom Go schaltet sich schon "rechtzeitig" aus ;)


    blue

  • mache es genauso pablo, da wenn er noch saft hat mal wieder seinen dachausflug macht und dann irgendwann ausgeht ... :]


    das einzige was du nicht machen solltest, ihn dann so zu lagern, sprich leer werden zu lassen und ihn dann mehrere wochen nicht zu benutzen. falls du verreist oder ihn aber mal zwei/drei monate nicht benutzen willst ist es am besten ihn drei viertel geladen zu lagern (s.a. was reineke geschrieben hat, er sprach glaube ich von 50 - 80% )


    cu

  • okay, vielen dank.
    wenn ich mir aber reineke's artikel da so ansehe und dann lese, dass man einen li-akku um die 500-100 mal laden kann, dann ist meiner in zwei jahren kaputt... :(
    ob er dann wenigstens noch per zigarattenanzünder funktioniert? :)

  • ja das ist der nachteil des Li-Ion Akkus, er hat zwar so gut wie keinen memory effekt doch eben cave:
    jeder ladevorgang zählt und sei er noch so kurz.


    in zwei,drei jahren bleibt uns dann nur noch der saft aus der ziggi- dose :-D)


    thats life :P

  • [quote
    in zwei,drei jahren bleibt uns dann nur noch der saft aus der ziggi- dose :-D)


    [/quote]



    Also Leute, so innovativ wie wir sind, haben wir dann sowieso schon etwas neueres, oder???


    MfG



    Thomas

  • Hmmm....


    Zitat aus dem "Yakumo delta 300GPS"-Handbuch:


    Zitat

    Lassen Sie den Yakumo delta 300GPS möglichst immer mit dem Netzteil und einer Stromquelle verbunden. Der Akku ist dann immer voll aufgeladen.


    Hat das - ausser dem immer gefüllten Akku - noch einen tieferen Sinn oder soll damit nur quasi die Lebensdauer des Akkus und damit des PDAs "verkürzt" werden?


    Andererseits: Wenn ich den Akku leerlaufen lasse, sind doch die Daten, die ich auf dem Gerät gespeichert habe, im Nirvana verschwunden. Und ich hab bis jetzt noch keine Möglichkeit gefunden, die Ladestandsanzeige direkt auf dem Desktop anzeigen zu lassen, um rechtzeitig das Ladegerät wieder zu aktivieren. ( Ja, ich weiß: Einstellungen -> System -> Stromversorgung , aber so ein Blinkeding wäre schon praktischer... )

  • @tokybre


    so ist es thomas, daher mach ich mir auch keinen kopf :geld


    @ webmichel


    ne, die sind nicht weg, sind doch auf der karte gespeichert. wenn du deinen fernseher aussteckst sind ja auch nicht alle programme weg auch wenn er keine stand-by batterie hat. :wow


    so ist es zumindest beim TTG!


    wenn du beim yakumo direkt auf das gerät speicherst sollte trotzdem nicht alles weg sein, da er sich wie alle anderen geräte vorher , quasi rechtzeitig ausschaltet, wie zum bleistift mein pda, den lass ich leer werden und wenn ich ihn dann nicht ein halbes jahr rumliegen lasse ist ja auch noch alles drauf.

    2 Mal editiert, zuletzt von navili ()