GPS60CS in den Alpen

  • Hallo,
    nach über einer Woche in den Bergen. bei miesesten Wetter hier noch ein Bericht vom Einsatz des 60CS.
    Was ich unter
    http://www.pocketnavigation.de/board/tid36969-sid.htm
    schrieb gilt weiterhin.
    Zu Hause hatte ich mir die entsprechenden Kacheln der bayrischen Alpen für Chiemgau auf den 60CS überspielt von der TOPO_Deutschland. Dabei habe ich die Erfarhrung gemacht, daß für eine Routenplanung, besonders ab Höhen 1500 m die TOPO-Deutschland unbrauchbar ist, da viele Details wie Steige, PFade fehlen. Ich nehme grundsätzlich jetzt die TOP50 der LVA oder Alpenvereinskarten für die Planung. Als Akku hatte ich UCAR2000mAH mit für den 60 CS.


    Als erstes eine Wanrung. Trägt man den 60CS mit Gürtelclip kann es passieren, daß der Aufnahmestift sich löst aus dem Gewinde des Gerätes, aufgrund der unterschiedlichen Schaukelbewegung beim Laufen. ZUm Glück war das Gerät mit Schlaufe noch am Rucksackgurt befestigt, sonst wäre es auf die Steine gefallen.
    ISt mir einmal passiert !


    Das Warmfixing geht unheimlich schnell, jedoch nach 24 h Ruhe braucht der 60CS seine Zeit zum Fixing. Hat in der Regel 60 Sekunden gedauert, bei freier Sicht zum Himmel.
    Im Talbereich hatte das Gerät fast immer ein Fixing, anders sah es aus , wenn man durch die Wälder ging mit extrem dicht stehenden Bäumen. HIer muß man mit Ausfällen rechnen. Ich war jedoch immer wieder überrascht ,wie lange das Fixing bestehen blieb in diesen Gebieten. Allerdings war die Genauigkeit dann bei +/- 25 - 35 m . Der e-Trex-Vista hatte früher schlapp gemacht. Oberhalb der Baumgrenze gab es keine Ausfälle, problematisch kann es werden , wenn man in sehr engen Schluchten unterwegs ist, ebenso in engen Hochtälern, wo man sich im Signalschatten der Berge befindet.


    Der Akku hat zwei volle Tageswanderungen überstanden a 8 h, die Akkuanzeige stand dann auf 1/2 - 1/4. War schwankend die Anzeige.


    Die GPS-Höhe stimmte in der Regel mit der amtlichen +/- 10 m überein.


    Das Display ist einfach Spitze, insbesondere bei Sonnenschein.


    Datenfelder:


    Die Datenfelder Abstieg / Aufstiegsdurchschnitt erscheinen mir nicht die Werte korrekt zu ermitteln. Selbst im Flachland schaffe ich locker 8 m/Minute, obwohl ich in einer Stunde nur 25 m an Höhe gewonnen habe.


    In der Anlage ein Bild von einer Wegaufzeichnung am Hochgern. HIer sind gut zu erkennen die Ausfälle.



    [Blockierte Grafik: http://www.naturstuermer40.de/gps1.jpg]


    Bemerkung TOPO_Deutschland


    Diese Karte kann man zum Routenplannen überhaupt nicht empfehlen, alerdings helfen die POI sich im Gelände besser zu orientieren und Entfernungen zu bestimmen. Besonders im hochalpinen Bereich ab 1800 m , sind die KArten wertlos, zwecks Wegfindung, da vieles einfach nicht eingetragen ist.


    Es sollte auf jeden Fall immer eine Paierwanderkarte mit dabei sein !


    Soweit die Ergänzungen zu meinen Erfahrungen.



    Gruß



    Frank

  • Hallo Frank,


    vielen Dank für deinen ausführlichen Erfahrungsbericht mit dem 60cs. Das mit dem Gürtelclip konnte ich bislang nicht feststellen, denn solange habe ich den 60cs noch nicht und hatte ihn in der letzten Zeit mehr am Bike.
    Der Rest deiner Erfahrungen deckt sich mit meinen beim Bergsteigen. Dass die Topos nicht perfekt sind, ist ja mittlerweile hinlänglich bekannt, und als alleinige Orientierungsmöglichkeit würde ich sowieso nie ausschließlich ein GPS nehmen. Auch bei mir steckt immer(!) noch eine Papierkarte im Rucksack. Man ist als Tourenführer ja auch zur Sicherheit quasi verpflichtet.


    Sonst bleibt deinen Bemerkungen nicht mehr hinzuzufügen - außer: stimmt alles so :D Auch mein 60cs fixt sich seine Satelliten sehr schnell und hält diese bis quasi nichts mehr geht - deutlich länger (und v.a. schneller!) als der Vista.


    Karten: zur Planung selber habe ich Garmin-Karten noch nie verwendet, da kann man eigentlich mit keiner was richtig anfangen. Hier läuft bei mir alles über Fugawi bzw. in bälde wohl auch über TTQV. Zur groben Orientierung und besseren Einordnung von gesetzten Wegpunkten sind die Garmin-Karten aber gar nicht so schlecht. Eben aber nicht als alleinige Hilfe, es sei denn mal läuft nur mal durch eine Stadt. Wie schon gesagt: in Bereichen, wo es wirklich auf Sicherheit ankommt (eben ja auch beim Bergsteigen) sollte man in solchen Dingen immer auf Redundanz setzen. Und eine Papierkarte wiegt ja nicht viel und Platz braucht sie auch kaum.


    Genauso würde ich mich (außer vielleicht im Auto, da ständige Stromversorgung) nie völlig auf einen PDA als Navigerät verlassen; der ist ja noch wesentlich schneller leer als die Garmins. Hier komme ich mit 2x 2300mAh-NiMH-Akkus auch an deine Werte ran, teilweise sogar noch ein bißchen mehr. Aber das dürfte je nach Region etwas unterschiedlich ausfallen, denn wenn guter Satempfang herrscht, muss er nicht so viel powern bei der Suche. Ist wie beim Handy. Da war bei mir mal ein vorher voller Akku nach 5 Stunden leer, da ständig Netzsuche...

  • @bombasti


    Das mit dem Gürtelclip war bis jetzt einmalig, ich meine aber einen Hinweis wert. ICh nehme an, daß durch die Schaukelbewegung beim Gehen, sich der Stift im Gewinde gelockert hat. Je wie die Reibung beim Schaukeln ist, kann es nun sein, daß mal der Stift durchdreht oder sich weiter rausdreht aus dem Gewinde.
    Eine andere Erklärung fällt mir nicht ein. Vielleicht war der Stift auch beim Einsetzen in den Clip gelöst worden schon?!


    Ich nutze für die Toruenplanung Fugawi mit TOPO50 oder Alpenvereinskarten.



    Gruß


    Frank