Laden des Akku in der KFZ-Halterung unterdrücken?

  • Hallo,


    ich wollte wissen, ob es einen Weg gibt, das Aufladen des Akku zu verhindern, wenn der PDA (HP 2210) in der Autoladestation steckt.
    Man könnte natürlich den Stecker aus dem Zigarettenanzünder ziehen (Ha, ha, ha) aber dann hätte ich keine Verbindung mehr zur GPS-Maus. Die verlangt nämlich offensichtlich Saft aus dem Ladeadapter.


    Könnt Ihr mir helfen?


    Stephan

  • Hi,


    aus welchem Grund willst Du das denn tun?


    Aber OK. Du musst Dir eine andere Halterung für Deinen 2210er besorgen (guckst Du: Brodit und dann steckst Du den Ladedödel Deines iPaq einfach nicht in den PPC.


    Aber warum das Ganze würde ich schon gerne wissen ?(


    Gruß
    Peiki
    www.coolppcstuff.de

  • Hallo Peiki,


    der Grund ist, daß ich der Meinung bin, daß es besser für einen Akku ist, wenn er nicht mehrmals am Tag geladen wird.
    (Ich weiß, daß es dazu andere Auffassungen gibt.)


    Vielen Dank für Deine Antwort. Was mir noch nicht klar ist: Was ist der Ladedödel? ;)


    Im Ernst: Ich kann bei dem HP 2210 doch nur einen Stecker anschließen. Es gibt keinen Erxtrasteckplatz für das Laden.


    Gruß Stephan

  • Zitat

    Original von f650gs
    Hallo Peiki,


    der Grund ist, daß ich der Meinung bin, daß es besser für einen Akku ist, wenn er nicht mehrmals am Tag geladen wird.
    (Ich weiß, daß es dazu andere Auffassungen gibt.)


    ...


    Das ist wohl wahr, ich stand auch schon vor der gleichen Frage.
    Ich hab mit meinem alten iPAQ 3660 2 Akkus (Li-Polymer) verbraucht. Der erste wurde bei jeder Gelegenheit nachgeladen und hat ca. 15 Monate gehalten. Den 2. hab ich immer ziemlich entleert und dann erst nachgeladen. Der hielt nur 4 Monate.


    Für mich ist es seitdem klar, ich lade möglichst oft nach.

  • Zitat

    Original von f650gs
    Im Ernst: Ich kann bei dem HP 2210 doch nur einen Stecker anschließen. Es gibt keinen Erxtrasteckplatz für das Laden.


    Gruß Stephan


    Da hast Du Recht, hatte ich nicht bedacht.
    Dann bleibt Dir eigentlich nur, dass Du am Kabel balsteln mußt, um dort die Adern der Stromzufuhr zu kappen oder Du besorgst Dir ne BT-GPS-Maus.
    Allerdings halte ich das für übertrieben.
    Ich habe mit noch keinem PDA-Akku Probleme gehabt, weil er im Auto an der Stromversorgung hing.


    Gruß
    Peiki
    www.coolppcstuff.de

  • Hallo,


    Ein ständiges Nachladen = Überladen schadet JEDEM Akku und zerstört ihn mit Sicherheit viel früher wie nötig..
    Ein Tiefentladung allerdings ebenfalls.
    Ideal ist ein gesundes Mittelmaß.
    Ladezustand max 80% und Entladung min30 bis 40% wäre ideal.
    Das ist natürlich kaum durchführbar.
    Das ist aber der Idealzustand und den sollte man so gut wie möglich versuchen zu erreichen.
    Ein ständiges Nachladen ist daher für JEDEN Akku zu vermeiden. Man kann das am besten an der Temperatur feststellen. Fängt der Akku auch nur leicht an sich zu erwärmen findet eine Überladung statt.
    Die jetzt weiter zugeführe Ladeenergie wird nicht mehr in chemische Energie umgesetzt, die langsame Zerstörung beginnt.


    Problematisch sind hier nahezu alle Ladegeräte, die nicht zusätzlich die Akkutemperatur UND die Umgebungstemperatur erfassen können.
    Diese Ladegeräte sind aber extrem selten.
    Eine Erfassung des Ladezustandes nur nach der Delta U Methode (Standard) ist besonders bei NiMH und Lithium Ionen Akku sehr schwierig, da die Ladekurve sehr flach verläuft und damit auch schwierig zu erfassen ist. Hier findet eigentlich eine ständigige Überladung statt, wenn der Entnahmestrom nur wenig geringer ist wie der Ladestrom. Wenn jetzt die Akkus auch noch warm werden ist der Abschaltpunkt noch schlechter feststellbar.
    Der schleichende Tod ist somit vorprogrammiert.


    Es ist somit wirklich zu empfehlen die Ladung öfter einmal zu unterbrechen.


    Eine schöne und einfache Aufstellung dazu habe ich hier gefunden.


    http://www.flyheli.de/akku.htm


    Gruß


    Gerco

  • Hallo,


    die Meinungen widersprechen sich-
    Habe die Links gelesen:
    Tiefentladen ist am gefährlichsten (nachts kann der PPC angehen!)


    @Gerco:

    Zitat

    Ein ständiges Nachladen = Überladen schadet JEDEM Akku


    Kann das nicht bestätigen: Überladen am PPC ist kaum möglich , denn er hat eine spezielle Ladeelektronik im Akku, die die max. Zellenspannung (4,1V) kontrolliert - Wenn sie denn richtig justiert ist! Das muß jeder selbst ausprobieren, Messen scheint nicht möglich zu sein. Oder weiß jemand einen Trick?
    Ich verwende meinen PPC seit fast einem Jahr, meist immer am Strom im Auto oder am Akkupack, auch in der Sommerhitze aufm Rad, und seine Kapazität hat sich bisher überhaupt nicht geändert!
    Also bleibt er am Strom - Tiefentladen wäre schlimmer!


    Gruß mixel

  • Hallo,


    Das Gute ist, daß sich niemand an die Vorgaben der Chemie halten muß.


    Es bleibt damit natürlich auch jedem überlassen seinem Akku kein möglichst langes Leben zu ermöglichen.


    Noch ein Hinweis: Die Ladeschlußspannung ist gravierend von der Temperatur abhängig.
    Aber das wissen alle Nutzer ja bereits und sagen es ihren Ladegeräten, weil die es nicht wissen.


    Jede aber auch jede auch noch so geringe Überladung schadet den Akkus.
    Das Tolle ist, daß man es nicht sofort merkt.
    Dem einzigen dem das wenig ausmacht ist der Bleiakku.
    Da kann man dann wieder Wasser nachfüllen.
    Meines Wissens werden in einem PDA aber leider KEINE Blei-Zellen eingesetzt.


    Gruß


    Gerco

  • @Gerco


    Deine Meinung

    Zitat

    Die Ladeschlußspannung ist gravierend von der Temperatur abhängig.


    ist im Prinzip richtig. Aber: m.W. hat die Ladeelektronik der meisten PDAs auch eine Temperaturkontrolle. Ich habe jedenfalls mit meinem 2210er da keine Probleme, bin öfters in der Sommerhitze damit herumgefahren, ständig am Strom im Auto oder aufm Rad mit Akkupack dran >Ladeschluss-Spannung also höher>Überladung???


    Zitat

    ...jede auch noch so geringe Überladung schadet den Akkus.


    nach Deiner Dramatisierung müsste mein Akku wegen Überladung stark nachgelassen haben. Hat er aber nicht, die Kapazität ist die gleiche geblieben.


    Es wäre interessant zu erfahren, ob es da Unterschiede bei den verschiedenen Akkumarken gibt.


    Gruss mixel

  • Die IPAQs und ich vermute auch viele anderen PDAs haben eine Temperaturüberwachung. Das merkt man z.B. durchaus im Sommer, wenn der PDA im Auto sich plötzlich meldet, dass der Ladevorgang unterbrochen wird auf Grund zu hoher Temperatur des Akkus.


    Und natürlich wird auch die Spannung sicher peinlich genau überwacht. Ich kann bei meinem IPAQ4150 während dem gesamten Ladevorgang über meinen 'Handsensor' wirklich keinerlei Erwärmung des Akkus feststellen.


    Trotzdem ist auch meine Überzeugung, dass Dauerladen nicht von Vorteil ist. Das merke ich an den Akkus meines Notebooks. Der Akku, den ich immer in Betrieb habe, verliert seine Kapazität doch recht schnell, was natürlich auch auf die wiedrigen Temperaturverhältnisse im Innern des Gehäuses zurückzuführen ist. Dort wird es laut 'Handsensor' doch streckenweise an der Stelle, wo der Akku sitzt, erschreckend heiß. Der Zweitakku für den Schacht des DVD-Laufwerks, der nur wenn notwendig eingelegt ist und von mir in der Regel bei um die 80 - 90% Ladung ansonsten verwahrt wird, hat auch nach einem Jahr und ca. 30 Ladezyklen noch deutlich über 90%, der geprügelte Dauerakku hat noch... moment, schaue gerade mal nach... 75% nach 139 Ladezyklen.


    Bei PDA allerdings kann ich aus Erfahrung sagen, dass der Akku sehr viel länger hält sicher alleine schon deswegen, da er nicht mit den wiedrigen Temperaturverhältnissen eines Notebook zu kämpfen hat und vermutlich auch einer noch besseren Ladekontrolle unterliegt.


    Ich habe noch einen Palm Vx der schon mindestens schlag mich tot Jahre alt ist. Aber der Akku ist immer noch top obwohl er bis vor ca. 1,5 Jahren voll im Einsatz war und heute noch als Kinderspielzeug verwendet wird. Den kann ich völlig problemlos Wochenlang liegenlassen ohne mir Gedanken machen zu müssen. Auch unter Belastung hält dieser Akku noch einwandfrei.


    Gleiches beobachte ich bei meinen Mobiltelefonen. Ich bin eher ein Wenigtelefonierer, der sein Mobiltelefon nur einschaltet, wenn er es benötigt und der darauf achtet, dass der Akku ordentlich trainiert wird. Selbst beim ältesten Mobiltelefon kann ich nur geringste Ermüdungserscheinungen feststellen. Auch hier fällt mir auf, dass beim Laden nur eine sehr moderate Aufwärmung stattfindet (egal ob Siemens, Nokia oder Panasonic).


    Beim Notebook wie gesagt ist das anders, dieser Akku wird gestresst und beim Laden auch ordentlich warm.


    So vermute ich einfach mal, dass den Akkus besonders die Streßsituationen ordentlich an den Kragen gehen. Soll heißen wenn beim Laden hohe Temperaturen erreicht werden oder beim Entladen, so ist das der wesentlich wichtigere Faktor bzgl. Langlebigkeit als dauerndes Laden und Entladen.


    Das sind meine langjährigen persönlichen Erfahrungen, die ich immer wieder bestätigt finde bei LiIon/LiPolymer-Akkus.


    Ich würde mir wünschen, dass endlich mal ein Notebook-Hersteller es softwaremäßig erlaubt, dass man den Ladevorgang beeinflussen kann. Z.B. eine Softladefunktion (wenn ich bedenke wieviel Stunden mein Notebook am Netz hängt könnte der Ladevorgang gerne 6 Stunden oder mehr dauern und ich hätte kein Problem damit) oder dass man das Laden auch deaktivieren könnte obwoghl der Akku and der Dockingstation hängt. Ständiges Steckerziehen ist auf Dauer nervtötend.


    Noch ein Wort zu NiCD- oder NiMH-Akkus. Mit einem ordentlichen Ladegerät (Modellbauer wissen was ich meine) erreicht man bei diesen Akkutypen heute sehr lange Haltbarkeit. Diese Dinger sind IMO doch schon recht robust. Ich verwende heute noch Zellen aus den Anfangszeiten der NiMH-Zeit und kann mich absolut nicht über deren Kapazität beschweren. Wer hier auf Billiglader setzt bekommt mit wenigen Ladezyklen alles kurz und klein.
    Ich bin bekennender Aldi-Fan aber was da an Ladegeräten das Haus verlässt und die Akkus, die dort angeboten werden, grenzen an Körperverletzung und sollten verboten werden. Aus der letzten Aktion habe ich mir zum Testen mal die angeblichen 1700mAh-Mignons geholt. Auch nach sehr sauberem Training waren maximal 1400mAh rauszukitzeln und das war der Max-Wert, die Kapazitäten waren schon bei 4 Akkus so unterschiedlich dass ich diese Akkus sogar für gefährlich halte.