Akkustand bei BT-Mäusen auslesen?

  • Frage an alle BT-Maus-User:
    ist jemandem ein Tool bekannt, mit dem man den aktuellen Ladestand des Akkus auslesen bzw. anzeigen kann? Manchmal ist der nämlich schneller leer als man denkt und v.a. wenn man ihn outdoor benutzt, wäre es sehr sinnvoll die Restkapazität zu wissen.


    Vielleicht auch als Tipp an mitlesende Hersteller: eine gestufte LED- oder LCD-Anzeige mit Prüftaste für den Akku wäre mal was :) Eine LED ist ja schön und gut, aber sie zeigt bei 100% genauso an wie nur noch bei 10%...

  • Zitat

    Original von mr.boombasti
    Frage an alle BT-Maus-User:
    ist jemandem ein Tool bekannt, mit dem man den aktuellen Ladestand des Akkus auslesen bzw. anzeigen kann? Manchmal ist der nämlich schneller leer als man denkt und v.a. wenn man ihn outdoor benutzt, wäre es sehr sinnvoll die Restkapazität zu wissen.


    Vielleicht auch als Tipp an mitlesende Hersteller: eine gestufte LED- oder LCD-Anzeige mit Prüftaste für den Akku wäre mal was :) Eine LED ist ja schön und gut, aber sie zeigt bei 100% genauso an wie nur noch bei 10%...


    Bevor sie ganz den Geist aufgibt, leuchtet schon die rote LED.
    Meine Empfehlung:
    Maus immer aufladen, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet. Das schadet ihr auf keinen Fall, es ist sogar gut - in Bezug auf die Langlebigkeit der eingebauten LiIon Batterie.

  • Zitat

    Original von r17158


    Bevor sie ganz den Geist aufgibt, leuchtet schon die rote LED.
    Meine Empfehlung:
    Maus immer aufladen, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet. Das schadet ihr auf keinen Fall, es ist sogar gut - in Bezug auf die Langlebigkeit der eingebauten LiIon Batterie.


    Da kenne ich aber andere Meinungen von Batterieexperten!

  • Zitat

    Original von karomue


    Da kenne ich aber andere Meinungen von Batterieexperten!


    sag mal an - Bin gespannt - man lernt gern dazu.

  • Klar lade ich immer, wenn es geht - aber gerade outdoors unterwegs wäre eine Anzeige schon ganz brauchbar :gap

  • Zitat

    Original von mr.boombasti
    Klar lade ich immer, wenn es geht - aber gerade outdoors unterwegs wäre eine Anzeige schon ganz brauchbar :gap

    Vielleicht hilft das: immer wenn Du den PDA ausschaltest, schalte auch die Maus aus. Beim 2210 hält die Batterie glaub ich etwas weniger als bei der TT BT Maus. Und im PDA hast Du eine Anzeige drin. da kannst Du dann auch einigermaßen abschätzen, wie lange die Maus noch aushält.

  • Ja, leider...


    Bin schon eine Weile am Suchen, finde es aber nicht (mehr):


    Auch LiIo-Akkus soll man nicht dauernd am Ladegerät lassen. Die in den Akkus eingebaute Elektronik (soll) verhindert zwar das sehr schädliche Überladen, aber durch die bei jedem Akku vorhanden Selbstentladung wird der Ladevorgang immer wieder eingeleitet. Das (soll) führt zur Verkürzung der Lebensdauer (hat mit den begrenzten Ladezyklen zu tun, auch wenn sie nicht vollständig sind).


    Außerdem soll es auch bei LiIo "gut" sein, diese nicht nach Teilentladung wieder aufzuladen, besser wäre, sie bis zur Anzeige zu entladen um sie dann wieder voll zu laden.


    Bei meinem Notebook mache ich das so. Beim PDA aber wird täglich im Cradle wenn der PC-Abgleich über AS efolgt eben auch geladen bis zur Volladung. Hier bin ich nicht konsequent und hoffe, dass das in Maßen gut geht. Handy wird entladen bis es "schreit".


    Leider wie gesagt, könnte bei Conrad gewesen sein, da muss ich nochmal nachschauen.


    LiIo ist bez. Laden übrigens ein überaus komplizierter Akku. Auch die Temperaturgrenzen sind sehr eng. Ich glaube, dies wurde auch hier schon mal diskutiert.

  • Zitat

    Original von karomue
    Auch die Temperaturgrenzen sind sehr eng. Ich glaube, dies wurde auch hier schon mal diskutiert.


    Ja stimmt, besonders in Bezug auf Minusgrade sind LiIon anfällig.
    Ich habe nen alten Palm Vx (ebenfalls mit LiIon) seit 4 Jahren (erster Accu) - der sitzt in der Hauptsache in seiner Cradle - außer ich gehe auf Reisen - dann hält er immer noch zwei Wochen durch (normale Benutzung). Dann habe ich ein Handy (ebenfalls 4 Jahre und LiIon) , das ist mal sehr niedrigen Temps ausgesetzt gewesen und ich habe es mehrfach leertelefoniert. Das hält jetzt keine 15 Min mehr Gesprächszeit.
    Das sind meine Erfahrungswerte. Vielleicht hat es auch mit dem Ladealgorithmus zu tun, ob ein LiIon Accu lange lebt.
    Außerdem spielt die Strombelastung eine Rolle. LiIon und auch NiMH nehmen einen zu großen Entladestrom glaube ich auch übler, als z.B. NiCd.
    Vielleicht findet sich ja noch ein Experte der vollständige Klarheit schafft.

  • Hallöchen,
    ich habe folgende Info's über die Behandlung von Lithium-Ionen-Akku gefunden, die ich mir dann auch als Gedankenstütze auf meinem PC gespeichert habe: :gap


    Das Laden von Lithium-Ionen-Akkus
    Während die Lader für Nickel-Akkus strombegrenzend sind, wird bei Li-Ionen-Ladern die Begrenzung der Spannung angewendet.


    Es gibt nur eine Möglichkeit, Lithium-Akkus zu laden!
    So genannte Wunderlader, die angeblich alte Akkus wieder verjüngen können und lebensdauerverlängernd wirken, gibt es im Fall der Lithium-Chemie nicht. Auch ein superschnelles Laden ist nicht möglich. Die Hersteller von Li-Ionen-Zellen schreiben sehr präzise Ladeverfahren vor.
    Die ersten Graphitsysteme erforderten eine Spannungsbegrenzung auf 4,10V pro Zelle. Zwar führen höhere Spannungen zu mehr Kapazität, aber die Lebensdauer nimmt dabei durch Oxidieren der Zellen ab. Dieses Problem wurde durch chemische Zusätze gelöst.
    Heutige Li-Ionen-Zellen können bis 4,20V ± 0,05V pro Zelle geladen werden. Die Ladezeit beträgt bei den meisten Geräten drei Stunden. Der Akku bleibt beim Laden kalt. Sollte sich der Akku beim Ladevorgang erwärmen, weist das auf einen Defekt im Akku oder im Ladegerät oder auf eine unzureichende bzw. falsche Anpassung zwischen Akku und Ladegerät hin!
    Der volle Ladezustand ist erreicht, wenn eine bestimmte Spannung erreicht und der Strom auf einen konstanten niedrigen Wert abgesunken ist.
    Eine Erhöhung des Ladestroms verringert die Ladezeit kaum. Zwar wird die Spannungsspitze mit einem höheren Strom schneller erreicht, doch die Auffüllladung dauert entsprechend länger.
    Li-Ionen Zellen werden in 2 Ladestufen geladen. Eine Anfangsladung (Stufe 1) die bis zum erreichen der Ansprechspannung geht, und eine Auffüllladung (Stufe 2).
    Einige Lader sollen Li-Ionen-Akkus angeblich in einer Stunde laden können. Solche Geräte lassen die Stufe 2 aus und melden einen vollen Akku, wenn die Ansprechspannung am Ende der 1. Stufe erreicht wird. Der Ladezustand beträgt aber erst 70 %. Die Auffüllladung dauert normalerweise doppelt so lange wie die Anfangsladung!
    Bei Li-Ionen-Akkus kommt keine Erhaltungsladung zur Anwendung, weil diese Akkus keine Überladung vertragen. Dabei würde es zu einer Beschichtung mit dem Lithiummetall kommen, wodurch die Zellen instabil werden.
    Statt der Erhaltungsladung wird die geringe Selbstentladung über den Akku und den Schutzkreis durch eine kurze Auffüllladung ausgeglichen. Akkuabhängig können Auffüllladungen alle 20 Tage erforderlich sein. Die Auffüllladung wird normalerweise ausgelöst, wenn die Leerlaufspannung des Akkus auf 4,05 V pro Zelle abfällt, und bei 4,20 V pro Zelle wieder abgeschaltet.
    Eine Tiefentladung tolerieren die Li-Ionen-Akkus überhaupt nicht. Sinkt die Zellenspannung unter 2,5V ist eine Reaktivierung nur mit speziellen Ladegeräten möglich. Sinkt die Zellenspannung unter 1,5V ist der Akku nicht mehr verwendbar!
    Was passiert, wenn ein Akku versehentlich überladen wird?
    Li-Ionen-Akkus können im normalen Spannungsbereich gefahrenlos betrieben werden; sie werden bei höheren Spannungen jedoch instabil. Wird eine Zelle über 4,30 V aufgeladen, setzt sich Lithiummetall auf der Anode ab; die Katode wird zu einem Oxidationsmittel, verliert ihre Stabilität und gibt Sauerstoff ab. Beim Überladen wird die Zelle warm.
    Damit Li-Ionen-Akkus sich sicher betreiben lassen, muss ein Überladen und Überentladen verhindert werden. Kommerziell erhältliche Li-Ionen-Akkupacks sind mit einem Schutzkreis ausgestattet, der verhindert, dass die Spannung beim Laden zu hoch ansteigt. Die obere Ansprechspannung beträgt normalerweise 4,30 V pro Zelle. Außerdem wird die Ladung abgeschaltet, wenn eine Temperatur von 90 °C erreicht wird. Viele Akkus sind zusätzlich mit Druckschaltern auf den Zellen ausgestattet, die den Ladestrom abschalten, wenn der Ansprechdruck erreicht wird. Ausnahmen bilden einige Spinellpacks (Mangan) mit einer oder zwei kleinen Zellen. Li-Ionen-Polymer-Akkus werden ähnlich geladen wie Li-Ionen-Akkus. Diese Akkus verwenden einen gelierten Elektrolyten, um eine höhere Leitfähigkeit zu erzielen.
    Li-Ionen-Akkus lassen sich im gesamten Temperaturbereich recht gut laden. Unter 5 °C sollte die Laderate 1 C nicht überschreiten. Ein Laden bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ist zu vermeiden, da dann eine Lithiummetall-Beschichtung auftritt.
    Li-Ion-Akkus leiden nicht unter dem Memory-Effekt. Dafür vertragen sie nur etwa 300 bis 500 Ladezyklen; dann lässt die Kapazität nach und der Akku ist kaputt.


    Um einen Lithium-Akku lange fit zu halten, sollte er möglichst selten aufgeladen werden.
    Den Li-Ionen-Akku erst mit dem Netzteil verbinden, wenn der Akku noch ca. 20% Restkapazität hat. Wird er immer leer gemacht, verringert sich dadurch zwar nicht direkt seine Lebenszeit oder Kapazität, aber die Anzahl möglicher Ladezyklen nimmt stark ab und damit sinkt bei häufigem Gebrauch eben doch die Lebenszeit.
    Man kann bei Li-Ionen Akkus sonst nichts tun, um das Akku-Leben zu verlängern oder Kapazität zurückzugewinnen. Die Alterung ist nicht zu verhindern
    .


    Ein Li-Ionen-Akku altert grundsätzlich durch interne Oxydation. Dies beginnt bereits unmittelbar nach der Herstellung. Diese steigt mit zunehmendem Alter.
    Die Selbstentladung eines Li-Ion Akku durch seine internen chemischen Prozesse und den Energiebedarf der Schutzschaltung liegt nur bei ca. 3-10% je Monat.
    Es macht aber Sinn, einen "intelligenten" Akku trotzdem gelegentlich vollständig zu entladen. Da in den Akkupacks eine Elektronik eingebaut ist, die unter anderem die Kapazität ermittelt, woraus z.B bei Notebooks oder PPC die angezeigte Laufzeit berechnet wird.
    Das vollständige Entladen ist also nicht für den Akku notwendig, sondern für die Elektronik. Bei dieser gibt es Messfehler, die sich bei jedem Ladezyklus summieren. Ein gelegentliches vollständiges Entladen setzt diese Werte zurück.
    Selbst wenn Sie einen fast vollen Li-Ion-Akku nachladen, zählt das als ganzer Ladezyklus, der die Lebensdauer des Stromspenders verkürzt.
    Wer fürs gleiche Gerät zwei Li-lon-Akkus verwendet, sollte sie wechselweise einsetzen: So können Sie die Lebensdauer durch Halbierung der Ladezyklen deutlich verlängern.
    Es gibt auch nicht die Notwendigkeit die Akkus neu oder nach längerer Lagerung zu cyclen um ihre volle Kapazität zu erreichen. Daß dieser Effekt doch gelegentlich beobachtet wird, daß ein Li-Ionen-Akku erst nach 2-3 Ladevorgängen seine volle Kapazität erreicht, ist nur ein Zeichen dafür, daß die Initialladung nicht richtig durchgeführt wurde.
    Die Akkus sollen über längere Zeit nicht leer, aber auch nicht vollgeladen, gelagert werden. Die bei voller Ladung ablaufenden chemischen Prozesse altern den Akku auch verstärkt.
    Die optimale Lagerung erfolgt mit 40% Kapazität und bei niedrigen Temperaturen(5°C bis 10°C), aber nicht bei unter 0°C.
    Die Akkus altern bei höherer Ladung (Volladung) und höherer Lagertemparatur noch wesentlich stärker, als NiCd und NiMH!
    Bei längerer Lagerung muß hier darauf geachtet werden, daß die Zellenspannung 2,5V nicht unterschreitet!


    Alles klar ;D


    Gruß
    Michael

    2 Mal editiert, zuletzt von Mad Max ()

  • Interessant! Danke für die Info :).


    Kannst Du auch noch die Quelle nennen?


    Gruß, u4

  • Nach diesem ausführlichen Exkurs in die geheimnisvolle Welt der Lithium-Ionen-Akkus, werde ich das Gefühl nicht los, das diese Dinger verdammt sensibel sind. Wenn ich mich aber der Aufzucht und Pflege meiner Akkus gewissenhaft annehme, werde ich wohl öfters mal ohne "Saft" dastehen müssen, zumindest wenn ich unterwegs und fern jeglicher Steckdosen bin. Da vergeude ich doch lieber einen Ladezyklus als den PPC halbvoll getankt mit auf die Piste zunehmen. Für alle die täglich mit ihrem "kleinen Freund" per kabelgebundender GPS-Maus navigieren, wird es sowieso schwierig Rücksicht auf die Ladezyklen zu nehmen. Bei jedem Zwischenstop und ausgeschalteter Zündung geht der Akku seinem Lebensende mit großen Schritten entgegen. Ich habe allerdings bislang immer eher einen neuen PPC als einen neuen Akku erworben. Bei den Preisen für Original-HP-Akkus ist der preisliche Unterschied ja eh schon verschwindend gering. :D

  • Zitat

    Original von Möppel
    Nach diesem ausführlichen Exkurs in die geheimnisvolle Welt der Lithium-Ionen-Akkus, werde ich das Gefühl nicht los, das diese Dinger verdammt sensibel sind. Wenn ich mich aber der Aufzucht und Pflege meiner Akkus gewissenhaft annehme, werde ich wohl öfters mal ohne "Saft" dastehen müssen, zumindest wenn ich unterwegs und fern jeglicher Steckdosen bin. Da vergeude ich doch lieber einen Ladezyklus als den PPC halbvoll getankt mit auf die Piste zunehmen. Für alle die täglich mit ihrem "kleinen Freund" per kabelgebundender GPS-Maus navigieren, wird es sowieso schwierig Rücksicht auf die Ladezyklen zu nehmen. Bei jedem Zwischenstop und ausgeschalteter Zündung geht der Akku seinem Lebensende mit großen Schritten entgegen. Ich habe allerdings bislang immer eher einen neuen PPC als einen neuen Akku erworben. Bei den Preisen für Original-HP-Akkus ist der preisliche Unterschied ja eh schon verschwindend gering. :D


    Hi Möppel,


    ich stimme Deinem Kommentar voll und ganz zu. Allerdings kann es aber auch nichts schaden, zu wissen welche Behandlung für welchen Accu optimal ist. Ob und wie konsequent man dieses Wissen dann anwendet steht dann wieder auf einem anderen Blatt bzw. in einem anderen Thread ;D .


    Gruß, u4