In Japan müssen ab 2007 alle neuen Mobiltelefone mit GPS-Chips ausgestattet sein. Hintergrund ist der Aufbau eines neuen Notfallmeldesystems.
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In Japan müssen ab 2007 alle neuen Mobiltelefone mit GPS-Chips ausgestattet sein. Hintergrund ist der Aufbau eines neuen Notfallmeldesystems.
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Mmhh..,
interessante Anwendung von GPS ![]()
Wird die Mitnahme (und Benutzung) eines solchen Handys ab 2007 für jeden japanischen Autofahrer Pflicht ?
Werden die Handys (im nächsten Entwicklungsschritt) so konfiguriert, dass die den Standort auch auf externe Anfrage melden ? Big Brother würde seine helle Freude an dieser Technik haben !
Die Handy-Ortung gibt's doch heute schon.
Über den ADAC gibt es eine Notruf-Ortung, die wird mit der Ruf-Nummer 08006683663 freigeschaltet.
Oder hab ich da was falsch verstanden? ![]()
VlG
Norbert
Hallo Norbert,
meinst Du den Service, welcher für die Siemens GPService Pilot Freisprecheinrichtung angeboten wird/wurde?
Nachdem ich eher aus Zufall eine entsprechende Freisprecheinrichtung habe, habe ich es mal versucht, mich anzumelden, negativ. Auch auf der ADAC-Homepage habe ich nichts mehr dazu gefunden.
Die Idee finde ich grundsätzlich nicht schlecht. Es gab mal vor ca. 10 Jahren im Rahmen eines EU- und landesgeförderten Forschungsprojekts in Stuttgart den Ansatz, Unfall- oder Notrufmeldungen automatisch oder auch manuell per GSM zu übertragen. Die Position sollte per DGPS bestimmt werden. Allerdings war das seinerzeit recht aufwendig.
Gruss, Snoopy
Hallo Snoopy,
nein, die Freisprecheinrichtung, wo man nur auf einen Knopf drücken musste, meine ich nicht. Ich glaube, das stand in einer der letzten ADAC-Ausgaben drin. Du musst Dich über "normales" Handy mit der oben genannten Rufnummer anmelden. Ich kann Dir aber nicht sagen, wie das dann mit der Notruf-Ortung weitergeht. Ich denke mal, wenn man den ADAC über Handy anruft, kann man dann gefunden werden, auch wenn man nicht genau weiß, wo man sich befindet (Trotz Navi
).
Ich muss mich noch mal bei den gelben Engeln schlau machen.
VlG
Norbert
Jedes Handy läßt sich doch heute schon auf 20m genau orten. Wozu dann der GPS-Chip? Ach ja: die Handyortung darf nur dern BND nutzen.
ZitatOriginal von Dali
Jedes Handy läßt sich doch heute schon auf 20m genau orten. Wozu dann der GPS-Chip? Ach ja: die Handyortung darf nur dern BND nutzen.
Deshalb muss man sich über die Nummer anmelden bzw. sein Einverständnis geben.
Im Augenblick warte ich noch auf eine Rückmeldung vom ADAC, wie dann der weitere Ablauf ist.
VlG
Norbert
ZitatOriginal von Dali
Jedes Handy läßt sich doch heute schon auf 20m genau orten. Wozu dann der GPS-Chip?
o2 bietet ja einen Handyfinder an... aber da kann man nicht von 20m reden - bei meinem letzten Versuch lag es 2-3 km daneben....
So, jetzt habe ich die Antwort des ADAC:
... bei der von Ihnen genannten Nummer handelt es sich um einen "Notruf"-Dienst
der Versicherer (GDV). Dabei können die Anrufer mit einer (Un-)Genauigkeit
von 7-14 km (außerorts) und wenigen Hundert Metern (innerorts Stadtgebiet)
geortet werden, was allerdings für gezielte und vor allem schnelle Hilfe oft
unzureichend sein dürfte...
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Diese Aussage macht mich jetzt allerdings stutzig. Das kann es doch nicht sein, das auch noch als Notrufortung zu bezeichnen. Da sind ja Rauchsignale noch genauer.
VlG
Norbert
Nach meinem Wissen gibt es mehrere Verfahren zur Lokalisierung von Mobiltelefonen. Die gängigeren sind CELL-ID, EOTD, AGPS, UTDOA.
Cell-ID ist der Standort der Funkzelle in der sich das Telefon gerade befindet. Die Größe der Funkzellen bewegt sich zwischen einigen hundert Metern bis zu 50 km. Dies entspricht dann auch der Lokalisierungsgenauigkeit.
EOTD ist ein Verfahren, bei dem die Laufzeit des GSM Signals zu mehreren speziellen Einheiten im Netz bestimmt wird. Man erreicht hierbei ca. 50-100m Genauigkeit, allerdings sind die Investionen ins Netz sehr gross.
AGPS ist das sogenannte Assisted GPS und bedingt, dass die Handsets ein GPS Empfänger integriert haben und das Netz entsprechend ausgestattet ist um die Assisted Information ans Handy weiterzugeben.
UTDOA ist ähnlich dem EOTD, berechnet also die Position über Laufzeiten der GSM Signale.
Alle Verfahren haben Vor- und Nachteile (Investion ins Netzwerk, Stromverbrauch und Gewicht im Handset, Privacy, Genauigkeit).
Derzeit findet in Europa fast ausschliesslich die netzwerkseitige Lokalisierung per Cell-ID statt, daher die genannten Ungenauigkeiten.