Stromversorgung mittels Zig.-anzünder: ist das grundsätzlich ratsam?

  • Hallo,


    kann es zu Problemen führen wenn man PDA und GPS Empfänger an den Zigarettenanzünder anschließt? Ich schaue mir gerade die Betriebsanleitung vom Auto (Mazda 323F) an und da steht folgendes:


    VORSICHT:
    Schließen Sie keine elektrischen Geräte, wie Rasierapparate, Kaffeewärmer usw. an die Zigarettenzünderbüchse an, weil die Büchse beschädigt werden kann und Störungen in der elektrischen Anlage auftreten können.


    Ich will natürlich nichts Kaputt machen. Ist das Anschließen von Geräten mit dem Zig.-anzünder zwecks Stromversorgung überhaupt grundsätzlich vorgesehen oder handelt es sich um eine Art Notlösung?

  • hallo
    ich nehme an ,das bezieht sich auf die stomaufnahme der angeschlossenen geräte.
    das navi bewegt sich im mA bereich.also no prob.


    mfg

  • Zitat

    Original von Scott


    VORSICHT:
    Schließen Sie keine elektrischen Geräte, wie Rasierapparate, Kaffeewärmer usw. an die Zigarettenzünderbüchse an, weil die Büchse beschädigt werden kann und Störungen in der elektrischen Anlage auftreten können.


    Ja, stecken Sie keine Katze in die Mikrowelle! :D


    Das ist wohl diese US-Sicherheits-Ausschlußklausel, "wenn dus doch tust, dann auf eigene Gefahr, du kannst uns nicht verklagen, wir haben das in der Bertriebsanleitung ausgeschlossen."


    Grundsätzlich ist der ZigAnz. dafür gedacht, Rauchwaren anzuzünden. Evtl. noch für Brandmalereien. :gap


    Da aber in der Regel keine andere Möglichkeit besteht, Spannung vernünftig abzugreifen, hat jeder aus der Not eine Tugend gemacht. Das ist auch o.K., ich hatte schon Spannungswandler (für den Rasierapparat!!) dran ohne Störungen - allerdings nicht bei einem Auto mit heutiger Motorelektronik. Grundsätzlich ist gegen (auch quasi) ohmsche Verbraucher bis in die Gegend der Sicherungsstärke von (Betriebsanleitung nachsehen) 15 A (bei mir) nichts einzuwenden.


    Allerdings ist bei elektronischen Verbrauchern zu berücksichtigen, dass der ZigAnz. im elektrisch/elektronischen Sinn kein Stecker darstellt, er ist eine (Hilfs-)Krücke. Der Kontakt ist nicht 100%ig gewährleistet, was bei Mäusen zu erheblichen Schwierigkeiten führen kann.


    Diverse Hilfskonstruktionen zur Abhilfe sind hier schon gepostet worden:


    gewolltes verkanten gegen Wackelkontakt,
    Tesafilm-umwickeln,
    Federn des Steckers verbiegen,


    und was derlei "Hilfen" mehr sind.


    Beim PDA ist das unkritisch, da der einen Akku hat, der kurzzeitige Spannungsunterbrüche auffängt. Die Maus nimmt das - hat sie keinen Stützakku - übel, weil sie neu mit Fix anfängt.


    Viele der hier geposteten Fix-Zeiten von Minuten bis Stunden (ja, gibt es!!) sind vermutlich darauf zurückzuführen.


    Ansonsten gib es keine Probleme, auf Grund der rel. kleinen Stromaufnahme von PDA und Maus können diese auch dauernd für gut eine Woche angeschaltet bleiben, intakte Batterie vorausgesetzt.

  • Zum Strom haben alle anderen ja schon das Richtige und Wichtige beigesteuert.


    Wenn´s bei Dir wackeln sollte und die Originaldose noch anderweitig (vielleicht wirklich als Zigarettenanzünder) gebraucht wird und sofern das Navi mit dem Adapter nicht regelmäßig das Fahrzeug wechseln muß, leg Dir einfach eine separate Steckdose (abgesichert) irgendwo unters Armaturenbrett, angeschlossen an Klemme 15 (Strom nur mit Zündung).


    So mach ich es auf dem Mopped und im Auto (2. Adapter). Wenn ein sauberer Kontakt besteht, Stecker und Dose mittels Isolierband fixieren, das Kabel sauber verlegt und schon gibts kein Kabelgewirr und wacklige Steckdosen mehr. Außerdem hat die Maus so immer den letzten Standort gespeichert, da sie ja auch ohne PDA-Anschluß in Betrieb ist.


    Gruß bikerolli

  • Bedenken habe ich im Bezug auf Spannungsspitzen beim Starten des Motors (mein erstes Notebook habe ich so gekillt)...ich ziehe vorsichtshalber den Stecker vor dem Starten. Natürlich gäbe es auch elegantere Lösungen, z.B. eine elektronische Stabilisierung !

  • Scott,


    mit dem Mazda 626F (den habe ich selbst) und so ziemlich allen anderen handelsüblichen Pkw gibt es keine Probleme bei der Stromversorgung der Navi über die Zig-Dose, egal, ob original oder nachträglich eingebaut. Warum sollte es beim 323F anders sein ?
    Vor allen Dingen: Welche Alternative hättest Du bei längeren Touren ? ?(
    Gruß


    Eichsi :)

  • @suetterlin Zitat:
    Bedenken habe ich im Bezug auf Spannungsspitzen beim Starten des Motors (mein erstes Notebook habe ich so
    gekillt)...ich ziehe vorsichtshalber den Stecker vor dem Starten.


    Bei einem Notebook steckt aber in der Spannungsversorgung kein Spannungsregler drin, der aus 12V 5Volt macht,..
    sondern ein Spannungsvervielfacher (ähnlich Kaskade) welcher
    aus 12V z.B. 19Volt macht,...


    und der nimmt dir Spannungsspitzen schon eher übel,.. besser gesagt,.. der macht dann auch mal locke mehr als 20V was für dein Notbook
    wohl nicht gut war...


    Ansonsten wird bei den PDA-KFZ Steckern typisch auch 24Volt max Eingangsspannung angegeben,.... (kompatibel für LKW)


    Ich lasse seit Monaten PDA und Maus,.. über Dauerspannung laufen,.. no Probs,.. ausser in Tiefgaragen ;)


    mfG PeDeAe

  • Die Vorgaben bzgl. der KFZ-Elektrik wurden vor ca. 1-2 Jahren verschärft.
    Alles was ans Bordnetz angeschlossen wird muss auch eine Prüfnummer tragen, die den Geräten die an den Zigarettenanzünder angeschlossen werden können in der Regel fehlt.
    Hintergrund sind u.A. verschärfte EMV-Bestimmungen.


    Das ganze ist jetzt etwas aus dem Hinterkopf zusammengekratzt. Wie das ganze jetzt rechtsverbindlich ist und wie streng das gehandhabt wird kann ich nicht beurteilen.
    Was man selber zusammenbastelt liegt wohl ehr in der eigenen Veranwortung, bei Geschichten wie der gewerblich angehauchten Navemutebox gab es wohl aber auch aus diesem Grund Ärger.


    Garry

  • Hallo,


    habe den TomTom Car Cit, dieser deckt Spannungen zwischen 12 und 24V ab.
    Welche Sicherung soll ich Euerer Meinung nach dazwischenbauen?
    Brauche ich noch etwas das Spannungsspitzen deckelt?



    -> TOMTOM CarCit + TOMTOM-WiredGBS + iPAQ2210


    Gruß und Dank


    Michael

  • ... normalerweise sind in KFZ-PDA Kabel im dicken Stecker direkt eine 2A Sicherung eingebaut,..


    guck mal,.. meisst kann man die Spitze aus dem KFZ-Stecker (Rändelmutter um der gefederten Spitze)
    einfach rausschrauben, da steckt dann bereits die
    Sicherung drinn,...


    naja,.. mit der Überspannung ist das so eine philosophie-Frage,.. wenn dein Auto nicht älter als 6-8 Jahre alt ist, würde ich
    mir weiter keine Gedanken machen....
    (wie du schon sagst, Adapter ist von 12-24V ausgelegt,.. dann ist dein Autoradio z.B. schon lange platt).


    mfG.

  • Hallo GPS-Ratte,


    ja, Danke es ist im Stecker eine Sicherung drinn.
    -> TOMTOM Original mit 3A Flink.


    Habe aber schon eine eingebaut mit 315mA Flink und es tut auch.


    Da Autoradio hat allerdings intern einen Spannungsschutz.
    Der Vergleich hilft mir dennoch.
    Gehe ab jetzt auch davon aus das die TomTom Halterung einen Überspannungsschutz hat.


    Gruß und Dank für die Hilfe


    Michael

  • Hallo Bikerolli,


    ich möchte mir einen neuen Zig.anschluss legen. Die von Dir genannte Methode gefällt mir. Dazu habe ich noch einige Fragen: Läuft noch alles? Wo finde ich Klemme 15? Muss ich auf eine bestimmte Kabeldicke achten? Wo hast Du den Anschluss befestigt? Wie hast Du dies gemacht? Wo kann man möglichst günstig das Zeugs kaufen?


    Vielen vielen Dank!


    Falk

  • Hallo,


    Du suchst Klemme 15? Das ist das Zündungssignal.
    In vielen Fällen kannst DU es ander Kabelfarbe erkennen.
    Rot mit einem farbigen Strich.
    Leider gibts dafür keine Norm.
    Rot ohne irgendeine Zusatzfarbe ist die Klemme 30=Dauerplus.
    Wenn Du neue Leitungen legen willst solltest Du Dich mit dem Kabelquerschnitt an die Vorsicherung halten.
    Bei einer 15A Sicherung ist das 1,5 mm(quadrat)
    Die Leitung darf NICHT dünner gewählt werden, auch dann nicht, wenn Du nur 0,1 A darüber beziehen möchtest.
    Hintergrund:
    Bei einem Kurzschluß MUSS die Sicherung zerstört werden können.
    Bei dünneren Kabeln glüht eventuell das Kabel und verursacht so einen Fahrzeugbrand.
    In so einem Fall zahlt keine Versicherung.
    Leider ist das schon häufig vorgekommen.
    Gruss
    Gerco

  • Noch nachträglich etwas zu den Spannungsspitzen beim Starten des Motors.


    Ich vermute hier etwas ganz anderes.


    Beim Anlassen des Motors gibt es keine positiven Spannungsspitzen, sondern das Gegenteil ist der Fall.
    Je nach Qualität der Batterie können im schlimmsten Fall auch 5V erreicht werden (Anlaßimpuls mit 400ms).
    Bei einer geladenen und vor allem frischen Batterie werden es nur 8 bis 10V sein.
    Beim Diesel sieht es immer schlechter aus.
    Das wäre alles kein Problem für einen Spannungswandler der regelt dann wieder hoch zB auf 18 V beim Notebook oder auf 5V beim PDA.
    Die Problematik kommt aber wenn Du jetzt den Zündschlüsselt wieder los läßt.
    In diesem Augenblick springt die Spannung wieder hoch auf 12 bis 14 V.
    Der Spannungswandler ist im allgemeinen nicht der schnellste (soll ja schön billig sein) kommt mit seiner Regelung nicht nach und gibt jetzt je nachdem bis zum doppelten der Spannung aus.
    Meist hat er sich schon nach 100 bis 200ms wieder gefangen, das könnte aber schon zu spät sein.
    Eine normale Sicherung kann das leider nicht abfangen.


    Spannungsspitzen beim Anlassen gibt es auch, die werden aber von dem Akku weggefangen und sind kein Problem.
    Wer seinen Lüfter ausschaltet oder die Klimaanlage schaltert aus, der kann jetzt mit deutlichen Spannungsspitzen rechnen.


    Das Pfeifen in schlecht entstörten Geräten kommt von der Lichtmaschine, wenn sie unter hoher Last läuft.
    Hier entstehen dann noch ein bis zu 3V Wechselspannung auf der 12V Leitung.
    Das sind dann Spitzen von 14,5 V + 3 Volt = 17,5V
    !4,5 V entstehen wenn die Batterie voll ist.(Regelgrenze)


    Allgemein: Störspannung = EMV:
    Normale Spannungsspitzen im Fahrzeug erreichen
    ca +- 80V bei Zeiten bis 10ms .
    Bis 300 V gibt es Impulse mit einer Dauer im mikro sekunden Bereich.
    Mit diesen und noch mehr Schlechtigkeiten muß JEDE Elektronik rechnen die ins Fahrzeug kommt.
    Dann soll sie auch noch problemlos funktionieren, wenn es -40°C sind oder auch +80°C im Innenraum.


    Von einer guten Elektronik wird schon viel erwartet.
    Den wenigsten Leuten ist das bewußt.
    Es gibt aber auch Leute, die sich zwangsweise damit beschäftigen müssen.


    Ich möchte niemand auf die Finger treten und es soll auch keine Lehrstunde sein, sondern es soll nur zur Problematik Elektronik und Auto dienen.



    Gruß


    Gerco