Geschwindigkeitsanzeige bei GPS System

  • ich bins nochmal - der verfasser des thread


    hat denn jetzt jemand was aufgetan inzwischen ( software die nebenher läuft wenn tt arbeitet um die geschwindigkeit anzuzeigen und zu warnen ) oder muß ich die hoffnung begraben....... ?


    Gruß
    Heinz

    2 Mal editiert, zuletzt von Arschbrezel ()

  • >> ...software die nebenher läuft wenn tt arbeitet ...


    Also normalerweise "hängt" immer nur eine Software am Seriellen- / USB- Port und somit kann auch immer nur diese Eine die Daten von der GPS-Maus empfangen!
    Es wäre aber denkbar, dass eine dieser Softwareprogramme die Daten einfach, z.B. per ASCII-File, an eine andere (parallel laufende) Software, weitergibt.


    Meines Wissens kann dies aber momentan keine hier angesprochenen Programme.


    LG
    Roland

    Einmal editiert, zuletzt von KalliR ()

  • Den Einfluss der üblichen Steigungen die selten über 7% bei schnell befahrbaren/überwachten Strassen sind hat praktisch keinen Einfluss auf die Geschwindigkeit und Strecke.
    Die GPS-Geschwindigkeit wird übrigens aus der Signal-Laufzeit ermittelt und nicht wie oft angenommen über Zeit/Wegmessung zwischen zwei gemessenen Punkte,
    das wäre zu ungenau.

    Garry

  • Garry, dann sollte die Geschwindigkeit in Kurven aber auch stimmen? Einige haben was anderes beobachtet ?(

  • Es kommt auf den Empfänger an.


    Beispiel gefällig aus meiner technischen Datenbank:


    Die OEM4 verwendet Doppler zur Geschwindigkeitsbestimmung. Zwar rauscht das Ergebnis mehr, als bei der Deltaphase der OEM3 (alte Kartengeneration), aber die Lösung ist robuster.


    Die Geschwindigkeitsangabe in den einzelnen Logs ist vom Lösungstyp abhängig:
    Die Geschwindigkeit aus einer RTK-Lösung basiert auf aufeinanderfolgenden Positionen. Die Aktualisierungsrate und die Latenz sind abhängig von der Rate des RTK-Low-Latency-Filters, der standardmäßig mit 2 Hz (Latenz von 0,25 Sekunden) arbeitet. Wenn die Logs schneller abgerufen werden, wird allerdings auch der Filter schneller.


    Der Pseudorange-Filter verwendet zur Geschwindigkeitsberechnung den Doppler. In Firmware-Version 1.0 und 1.1 der OEM4/EURO4 wurde der für die Geschwindigkeit benutzte Doppler aus den differenzierten Phasenmessungen ermittelt. Aktualisierung und Latenz waren damit von der Filterrate abhängig. Auch hier ist der Standard 2 Hz (Latenz von 0,25) Sekunden und auch hier wird der Filter schneller, wenn die Logs häufiger abgerufen werden.


    Ab Version 1.2 (sollten auf Ihren Karten installiert sein, lässt sich über den Befehl "log versiona once" prüfen) wird die "instantaneous" Dopplermessung verwendet. Hier kann lediglich eine Verzögerung durch den Tracking-Hold-off der Dopplermessung entstehen. In Version 1.2000 enthalten die Logs, in denen die Geschwindigkeitslatenz angezeigt wird, leider noch den alten Wert (halbe Filterrate). Die Beschreibung der Geschwindigkeitslogs im aktuellen Handbuch (Rev 7) ist in dieser Hinsicht ebenfalls noch nicht auf dem neusten Stand.


    Die NMEA-Logs verwenden dieselbe Lösung wie die Logs vom Typ BEST*. Die Nachricht GPVTG verwendet also, wie BESTVEL, RTK sofern verfügbar und ist mindestens so genau wie die Pseudorange-Position. In allen anderen Fällen wird die Information aus dem Pseudorange-Filter entnommen. In GPVTG gibt es kein Feld, dass den Lösungstyp angibt, aber hier kann man sich nach dem Log GPGGA oder einem der Logs vom Typ BEST* zum selben Zeitpunkt richten.


    Alles verstanden?


    Prima, setzen, sehr gut.

  • Hallo,


    ich habe folgendes gefunden:


    Velocity is computed from change in position over time, the SV Doppler frequencies, or both.


    (http://www.colorado.edu/geogra…raft/notes/gps/gps_f.html)


    Also entweder über die Positionsänderung über die Zeit (wobei ja nicht nur die letzten 2 bekannten Punkte herangezogen werden müssen sondern auch mehrere, was die Genauigkeit wieder erhöht), oder über die Frequenzänderung des GPS Signals durch den Doppler-Effekt. Klingt zwar wahnsinnig genau, aber in Sachen Kurven und Höhenunterschiede ist das vermutlich genauso fehlerbehaftet wie die Geschwindigkeitsermittlung über die Positionsänderung/Zeit. Es ist auch möglich beide Verfahren zu kombinieren.


    Was letztendlich eine GPS Maus macht, ist wohl Geräteabhängig. Zu meiner Maus (Holux GM-210) habe ich nicht leider nicht herausfinden können. Weiss dazu jemand mehr?


    Gruß
    Hendrik

    2 Mal editiert, zuletzt von hendrik_1 ()

  • @guido: wird denn bei abweichender Achsentangentiale die isobare Geometrie berücksichtigt? 8o


    ...cooler Beitrag... nicht alles begriffen - aber cool 8) zeigt mal wieder das Niveau hier ;)


    nSonic

  • @all


    Zum Glück(!) muss das keiner wirklich verstehen - es funktioniert ja auch so.


    Wäre aber witzig: "Wenn Sie eine Ausweichroute fahren möchten, beantworten Sie bitte folgende Frage:" oder so ähnlich :P

  • Eine Mittlung der Geschwindigkeit über mehrere Messpunkte kann nur genau werden, wenn ich mich konstanter Geschwindigkeit bewege was im Fahrzeug eigentlich nur mit
    gutem Tempomat auf gerader Strecke einigermassen der Fall ist. Andernfalls erhalte ich eine Durchschnittsgeschwindigkeit, die mit dem Realwert nicht mehr viel zu tun haben muss(etwas übertrieben ausgedrückt).
    Über den Dopplereffekt sollte sich eine Geschwindigkeit wesentlich schneller ermitteln lassen, da hierzu nicht erst zweimal die Position zur Differenzbestimmung ermittelt werden muss.


    Garry

    Einmal editiert, zuletzt von Garry ()