Lernfähige NaviSysteme

  • Moin, moin zusammen!


    Warum gibt es eigentlich keine lernfähige Navi-SW?
    Wie? Was? Wo?
    Ein Beispiel: bei mir wird in Kürze ein neuer Autobahnabschnitt eröffnet. Dieser ist noch nicht digitalisiert und fehlt in der Karte. Die SW sollte dies bemerken und den Weg aufzeichnen, bis ich wieder auf einer bekannten Route bin. Dann werde ich aufgefordert, dieser neuen Straße bestimmte Attribute zu vergeben (BAB, Bundesstr. Landstr. etc.). Auch Feld und Wanderwege wären möglich. Natürlich könnte man diese Daten per Internet sammeln und somit den Datenbestand erweitern. Klar dass das nicht unbedingt im Interesse des Herstellers von Karten wäre aber vielleicht im Interesse der NaviSW-Hersteller. Für den User wäre es auf jedenfall gut. Wenn ich mir nun ein PPC Navisystem kaufe, werde ich mich die nächsten Jahre darüber ärgern dass diese BAB fehlt. Fahren werde ich sie trotzdem.
    Hat jemand schonmal darüber nachgedacht?
    Wie machen es die Kartenhersteller?


    Viele Grüße


    znew

  • hab ich auch schon vorgeschlagen (Editor für die Karten) - dann könnte man auch Industriegebiete (große Parkplätze mit eigenen Straßen - OBI+Marktkauf oder BAHR + MM + Toys'r'us + ... auf einem Platz) erfassen ;)


    und über export/import könnten die User sich austauschen ...


    ...wird wohl nie kommen, weil dann die Institutionen arbeitslos werden, die jetzt mit sehr viel Aufwand präzise Karten erstellen (das ist garnicht so simpel wie es hinterher aussieht!)


    nSonic

  • denke, da wird es wohl auch ein problem sein, daß das programm versucht, auf die nächstgelegene strasse zu springen, sollte parallel dazu eine laufen oder in der nähe sein.


    alles liebe - adam

  • Zitat

    Original von adamwien
    denke, da wird es wohl auch ein problem sein, daß das programm versucht, auf die nächstgelegene strasse zu springen, sollte parallel dazu eine laufen oder in der nähe sein.


    alles liebe - adam


    Das muss aber nicht sein. Diese Snapfunktion lies sich z. Bsp. bei Citymaps abschalten. NachDeaktivierung kam es durchaus vor, dass der Zeiger zwischen zwei Strassen lag.

  • Och, die langweilige Intelligenz meint ihr ;)


    Problem: dazu müssten die Kartendaten als Rohdaten vorliegen = mehrere GB


    Wer attributiert das?


    Lösung: Wenn alle Daten online erfasst sind und per <insert high-speed wireless communication protocol of your choice> auf die Endgeräte übertragen werden, könnte das möglich sein -> aber wollt ihr eure Positon dann in diese Zentrale übertragen (wäre andererseits der optimale Stauwarner)


    Andere Art der Intelligenz (von NAVIGON-Vorläuferfirma GPS GEAR 1997 auf der IFA und IAA quasi ins Leben gerufen) ist das, was heute LBS (location based services) genannt wird: Profilerstellung beim Fahren (automatische Anpassung der Durchschnittsgeschwindigkeiten, bevorzugten Straßen etc), Hotelsuche mit Zimmerbuchung (ebenfalls anhand der Gewohnheiten), Vorschläge für die Abendunterhaltung (Filme, Theater etc) mit Kartenreservierung, Parkplatzsuche, Verbindung aller Verkehrsmittel (Auto, Bahn, Flieger, ÖPNV) etc. pp.

  • adamwien   peterpu


    Das mit der Snapfunktion sehe ich genauso. Ich bemerke eine fehlende Straße. Beim nächsten mal, vielleicht auf der Rückfahrt, aktiviere ich die Aufzeichnungsfunktion. Diese endet, wenn ich mich eindeutig auf einer bekannten Straße befinde oder manuell. Zugegeben in der Stadt problematisch.
    Auch bekannte Straßen mit falschen Attributen, wie z.B. das Attribut "Einbahnstraße" fehlt, könnten so erfasst werden.


    nSonic


    Warum nicht, wenn doch ein SW-Hersteller damit das bereits gekaufte Kartenmaterial verbessern kann. Arbeitslos wird dadurch niemand werden.


    guido


    Warum muss das online geschehen? Man könnte doch die Aufzeichnungen auch später an Euch senden. Fragt sich nur, wie ihr diese in die Karten einfügt. Ich bin leider kein Programmierer! Wer seinen Beitrag dazu leistet, bekommt dann auch ein Update auf das Kartenmaterial. Natürlich ist das Ganze etwas ungenau bis dann irgendwann eine "echte" Karte vom Kartenhersteller kommt. Die Daten können natürlich auch bei mir bleiben, zur eigenen Verwendung. Auch hier die Frage wie diese dann in die bestehenden Daten implementiert werden können.


    Das Attributieren übernimmt der User selbst, nach vorgegebenem Schema. Ohne Überprüfung läuft man aber Gefahr, dass sich jemand einen Scherz erlaubt, bzw. das unbeabsichtigt Fehleingaben vorgenommen werden.


    Wie kann ich mir diese Rohdaten vorstellen?


    LSB wird von seite der Mobilfunknetzbetreiber eingehend untersucht und wird in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen. Mit Einzug von UMTS wird die Lokalisierung noch besser. Und wenns billiger wird, könnte auch mit dieser Technik die Offboard-Navigation neuen Aufwind bekommen und Euch das Leben schwer machen.


    Ideen sind da, um gesponnen zu werden. Manchmal wird auch was daraus, wenn man nur weit genug spinnt.


    Viele Grüße

  • Kartenerweiterung:
    Ich schätze mal so grob, vielleicht kann der Doc den Prozess genauer erklären, aber eine Karte, die von TeleAtlas auf zig CDs mit x GB im rohen Format kommt (GDF ist das Zauberwort), braucht, bis sie im Navi verwendet werden kann, y Schritte, die ein paar Monate Arbeitsaufwand verschlingen, in denen z Rechner Tag und Nacht durchlaufen. Und da rede ich nicht von 1000-Euro-Maschinen :)


    LBS:
    Wir machen ja nicht nur Verbraucherprodukte...

  • guido


    das ist richtig, dass die Aufbereitung der Daten sehr zeitaufwendig ist. Der Grund sind die vielen Daten, die komprimiert abgelegt werden muessen.


    Nur mal ein Beispiel: für das Straßennetzwerk von Stuttgart sind über 150.000 Koordinaten in GDF erfaßt. Rechne das mal hoch füer ganz Deutschland.


    Einzelne kleinere manuell erfasste Straßen könnten sehr wohl gemangaget werden. Der Aufwand wäre minimal.


    Problematisch wäre jedoch das korrekte Zusammenführen mit den bestehenden Daten, da das GPS bestenfalls 10 m Genauigkeit (bei schlechten Bedingungen auch darunter) liefert. Mit einem einfachen Snap ist es dabei nicht getan.