Dakota, Oregon oder doch ein neues Etrex x0?

  • Die Frage stellen sich evtl. momentan viele, die sich überlegen ein neues Garmin Outdoor- navigationsgerät zuzulegen. Die GPSMaps lasse ich mal außen vor, da ich mit ihnen nur geringfügige Erfahrungen durch gelegentliches Herumprobieren habe.
    Pauschal leider nicht zu beantworten. Da kommt es unter anderem auf die persönlichen Anforderungen an, d. h. wofür will ich das Gerät hauptsächlich verwenden. Wandern, Biken, Geocachen etc. Da ich ein Oregon 300 und einen etrex 30 habe, schildere ich das mal aus meiner persönlichen Sicht.


    Dazu hole ich ein wenig aus: ich hatte früher ein etrex vista hcx, mit dem ich bis auf die üblichen Garminwehwechen sehr zufrieden war. Dann wurde es vom Gummibug getroffen, ich bekam in der Garantiezeit kostenlos ein Ersatzgerät geliefert (da hat Garmin einen ausgezeichneten Service bei) und der Oregon 300 erschien. Da ich technischen Neuerungen aufgeschlossen bin, ein Touchscreen mit größerem Bildschirm lockte, paperless Geocaching per FW-Update nachgereicht wurde, griff ich zu und verkaufte den vista hcx und legte mir den Oregon 300 zu. Da neue Geräteserien von Garmin normalerweise mindestens 1 Jahr „Reifezeit“ beim Kunden benötigen, sah man freudig erregt über die kleinen Unzulänglichkeiten der FW hinweg, die eigentlich stetig durch beta- und normale FW-Updates bereinigt wurden. Bei einigen Kundenwünschen hat Garmin sich aber bis heute stur gestellt.
    Bauartbedingt ist die Displayablesbarkeit bei den Touchscreengeräten (Dakota, Oregon Montana) und den Non-Touchscreengeräten (etrexe, GPSMaps) doch etwas unterschiedlich und man sagt den etrexen, GPSMaps eine bessere Darstellung zu (dem stimme ich voll zu), da sollte man sich die Geräte in einem direkten Vergleich schon persönlich ansehen. Ebenfalls sollte man berücksichtigen, dass die Touchscreengeräte eine niedrigere Akkulaufzeit aufweisen. Das Argument Größe zieht bei den Oregons, Dakotas im Vergleich zu den neuen Etrexen x0 nicht, da sind die Abweichungen doch nur sehr gering: VergleichBeim Gewicht tun sich Oregon und Dakota nichts, die etrexe x0 sind ca. 50g leichter. Den „Ziegelstein“ Montana lasse ich mal bei Gewicht und Größe außen vor)


    Welches denn nun? Es kommt immer noch drauf an... :P


    Wofür will ich das Gerät überwiegend einsetzen?


    Geocaching:
    Alle neueren Geräteserien von Garmin beherrschen paperless Geocaching, Unterschiede gibt es ggf. nur in der Anzahl der zuladbaren Caches. Einen 3-Achs Kompass (der aber FW-bedingt (?) auch bei allen Geräteserien mit 3-Achs Kompass Probs bei Stillstand/langsamer Bewegung verursacht- und dies schon seit längerem) haben diese Geräte alle (bis auf die Dakota/etrex 10 und die alten Oregons x00). Eine Koordinateneingabe empfinde ich persönlich bei den Touchscreengeräten angenehmer. Da muss man abwägen, was einem besser gefällt. Zum Geocaching sind alle 3 gut geeignet, ob sich GPS+Glonass bei den etrexen x0 als großer Vorteil herausstellen wird (hier bei mir im Flachland habe ich keine bemerkenswerten Verbesserungen festgestellt- soll ja auch nur bei schwierigen Empfangsbedingungen Vorteile bieten), muss sich erst noch zeigen.


    Biken:
    Vom Funktionsumfang tun sich die oben angesprochenen Geräte (wieder bis auf die Dakota/etrex 10) nichts, das Display der neuen Etrexe ist m. E. aber bei unterschiedlichen Bedingungen besser ablesbar, während beim Oregon ein deutlich größeres/übersichtlicheres Display angeboten wird.


    Zu Fuß:
    Vom Funktionsumfang tun sich die oben angesprochenen Geräte (wieder bis auf die Dakota/etrex 10) nichts, das Display der neuen Etrexe ist m. E. aber bei unterschiedlichen Bedingungen besser ablesbar, während beim Oregon ein deutlich größeres/übersichtlicheres Display angeboten wird. Dies ist gerade z. B. bei Rasterkarten ( z. B. die Garmin AV-Karte) schon allein wg. der Übersichtlich-keit und Scrollinggeschwindigkeit der Karte ein Vorteil gegenüber den etrexen x0.


    Da ich ja etrex 30 und Oregon 300 habe:
    Fürs Cachen und fürs Fahrrad hier bei mir im Flachland, werde ich wohl bis dahin den etrex 30 weiter nutzen. Für die Berge oder Gegenden mit Rasterkartenabdeckung bleibt aber auf alle Fälle der Oregon meine erste Wahl. Obwohl, der Kartenaufbau beim scrollen der Karte per Stick ist beim etrex x0 ca. 2 mal so langsam, wie bei meinem Oregon, extrem langsam wirds bei Rasterkarten- der Prozessor des x0 scheint ziemlich lahm zu sein, evtl. kann Garmin da ja per FW Update noch ein wenig nach oben Schrauben- falls das schon die volle Leistung sein sollte- für ein aktuelles Gerät nicht zeitgemäß aus meiner Sicht.



    Ok, ich hab halt den "Luxus", dass ich beide Geräte habe.


    Stünde ich jetzt vor der Kaufentscheidung Oregon oder etrex, würde meine Wahl wohl aus oben genannten Gründen aufs Oregon fallen, da mir die Übersichtlichkeit bei der Verwendung von Rasterkarten und ein schneller Kartenaufbau beim Scrollen sehr wichtig ist. Das kommt aber auf den individuellen Anwendungsbereich des Einzelnen an.


    Was ich dort aber noch auf alle Fälle ausführlicher testen werde, ist, wie sich das etrex mit Gps+ Glonass bei schwierigen Empfangsbedingungen in den Bergen macht. Hier im Flachland habe ich bisher keine Vorteile von Gps+Glonass feststellen können. Sollte es sich aber gut in den Bergen machen und dann demnächst ein Gerät in Oregongröße mit Gps+Glonass erscheinen, würde ich wohl auf das zugreifen und meinen Oregon 300+ etrex 30 verkaufen, denn zwei bzw. drei Geräte sind dann doch etwas übertrieben. :D


    Resümee : die perfekte Empfehlung gibt es nicht- das muss man auf Grund seiner individuellen Anwendungen/Anforderungen jeder für sich selbst entscheiden.

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