"Wollen Sie 25 Minuten sparen?"

  • Hallo,


    könnte mir jemand zum möglichen Wahrheitsgehalt der folgdenen Ausrede etwas sagen.
    Leider weiss ich nur, dass es sich um ein TomTom Navi handelt (nicht uralt, 4,3").
    Ist es möglich, dass die folgende Geschichte wahr ist (ich kann das nicht glauben)?


    Eine Verspätung (um mehr als 60 Minuten) wurde mir folgendermaßen erklärt:


    "Als ich losgefahren bin, sagte mir TomTom, dass die Strecke etwa 100km weit ist"
    [Anmerkung: Start: Groß Lafferde; Ziel: Kalletal, Seeweg 1]
    "Nach der halben Strecke fragte mich TomTom, ob ich 25 Minuten sparen möchte."
    "Ich habe JA gesagt. Dann hat mich das Navi zu einer Autobahn geschickt und ich bin 50km Umweg gefahren."
    "Ich bin also insgesamt ungefähr 150km gefahren und bin deshalb zu spät gekommen."


    Mir ist natürlich klar, dass es eigentümlich ist, wenn das Navi eine viel bessere Route kennt, diese aber erst auf halbem Weg vorschlägt.
    Auch ist mir klar, dass man auf verbleibenden 50km kaum 25 Minuten einsparen kann - schon gar nicht, wenn man dann auch noch die doppelte Strecke fährt.


    Aber gibt es überhaupt solche Fragen ("Willst Du x Minuten sparen?") bei TomTom?
    Sind Fehler bekannt, die ein solches Verhalten des Navis erklären können?
    Gibt es andere Hinweise, die diese Ausrede glaubhaft machen?
    Oder ist die Geschichte einfach nur schlecht erfunden?


    Ulli

  • Wenn bedingt durch eine Verzögerung auf der Route (z.B. Stau) eine Alternative schneller geht und das TomTom entsprechend konfiguriert ist (nachfragen ob Alternative gewählt wird) dann sagt ein TomTom einem, dass eine Störung auf der Route vorliegt und es eine schnellere Alternative gibt, die x Minuten schneller ist.


    Das könnte hier der Fall gewesen sein, z.B. wenn es ein TMC/TMCPro-Gerät war und nach der Hälfte der Strecke durch einen Senderwechsel eine neue Verkehrsinformation erhalten hat. Oder eventuell auch eine HD-Traffic-Meldung, wenn es ein LIvegerät war. Das halte ich aber für eher unwahrscheinlich, da die Meldung dann wohl entwweder von Anfang an dagewesen wäre oder die zeitliche Verzögerung eher langsam hochgegangen wäre und nicht schlagartig (sonst hätte man ja kaum 25 Minuten sparen können).

    Kaum bist mal kurz weg sieht alles gleich ganz anders aus ??

  • Verstehe ich das richtig:


    Es hätte sein können, dass nach 50km Fahrt (und einer verbleibenden Strecke von 50km) durch TMC/Pro/Live eine Verkehrsmeldung hereingekommen ist und durch diese Verkehrsstörung die ursprüngliche Strecke z.B. 30 Minuten länger gedauert hätte.
    Die dann genannten 25 Minuten, die man hätte sparen sollen, hätten sich dann nicht auf die ursprüngliche Fahrzeit (ohne Stau) sondern die neue Fahrzeit bezogen. Habe ich das richtig verstanden?


    Dazu noch weitere Fragen:


    - Falls eine Verkehrsmeldung zu einer Zeitverzögerung führt, wird dies irgendwie angesagt?
    - Wäre es wie oben beschrieben passiert. Wie wärendie Ansagen/Meldungen im ungefähren Wortlaut gewesen.


    Wenn man sich die Strecke zwischen den beiden Orten einmal ansieht, dann verläuft jede auch nur ungefähr 100km lange Strecke abseits von Autobahnen. Wenn sich da in der letzten Zeit nicht viel geändert hat, ist die Wahrscheinlichkeit einer Verkerhsmeldung auf Bundes-/Landstraßen eher selten.
    Dass eine solche seltene Bundesstraßenmeldung aber zu einer Route über eine Autobahn geführt haben soll (mit 50km Umweg), erscheint mir weiterhin wenig glaubhaft - es sei denn, dass TomTom gerne mal solche Fehler macht ...


    Ulli

  • Es hätte sein können, dass nach 50km Fahrt (und einer verbleibenden Strecke von 50km) durch TMC/Pro/Live eine Verkehrsmeldung hereingekommen ist und durch diese Verkehrsstörung die ursprüngliche Strecke z.B. 30 Minuten länger gedauert hätte.
    Die dann genannten 25 Minuten, die man hätte sparen sollen, hätten sich dann nicht auf die ursprüngliche Fahrzeit (ohne Stau) sondern die neue Fahrzeit bezogen. Habe ich das richtig verstanden?



    Ja



    - Falls eine Verkehrsmeldung zu einer Zeitverzögerung führt, wird dies irgendwie angesagt?
    - Wäre es wie oben beschrieben passiert. Wie wärendie Ansagen/Meldungen im ungefähren Wortlaut gewesen.



    das kommt auf die Einstellung an, bei automatisch bin ich mir nicht sicher, ob einfach die schnellere Route kommentarlos genommen wird oder (Sprach)-Hinweis kommt, bei manueller Entscheidung siehe mein erstes Posting. Angezeigt werden die Störungen in einer Statusleiste rechts.





    Wenn man sich die Strecke zwischen den beiden Orten einmal ansieht, dann verläuft jede auch nur ungefähr 100km lange Strecke abseits von Autobahnen. Wenn sich da in der letzten Zeit nicht viel geändert hat, ist die Wahrscheinlichkeit einer Verkerhsmeldung auf Bundes-/Landstraßen eher selten.
    Dass eine solche seltene Bundesstraßenmeldung aber zu einer Route über eine Autobahn geführt haben soll (mit 50km Umweg), erscheint mir weiterhin wenig glaubhaft - es sei denn, dass TomTom gerne mal solche Fehler macht ...


    Diese Route ? http://routes.tomtom.com/route/Gro%25C3%259F%2520Lafferde%252C%2520Lahstedt%252C%2520DE%254052.22372%252C10.24763%2540-1/Seeweg%25201%252C%2520Kalletal%252C%2520DE%254052.17377%252C8.99794%2540-1/?leave=now&traffic=true&center=52.296641510167%2C9.3103624999998&zoom=7&map=basic


    Die führt lt. TT Routenplaner von Anfang an über die Autobahn und sieht sehr plausibel aus. Jetzt kann es natürlich so gewsen sein, dass auf der AB irgendwo ein Stau war, der zunächst zum Routing über die Dörfer geführt hatte und als diese Störung weggefallen oder entsprechend kürzer geworden ist, eine neue schnellere Route gewählt wurde. Imho läßt sich das aber jetzt kaum mehr vernünftig nachvollziehen.

    Kaum bist mal kurz weg sieht alles gleich ganz anders aus ??