Live Dienste??? Nutzung von Bewegungsprofilen nur bei Tomtom? Erfahrungen mit Live-Diensten?


  • Wenn TomTom vor allem auf Bundesstraßen höhere Auflösungen erreicht, dann tut es das mit anderen Datenquellen, vermutlich vor allem Rückmeldungen der eingesetzten Geräte mit HD-Traffic.


    Sehe es doch einfach mal so. Wo es die geografische Lage der Strasse zulässt, reicht eine Auflösung von einigen hundert Metern durchaus aus. Meist sogar genauer, als es die LT von TMC zulässt. Zusätzlich gibt es noch die genaueren FD-Daten der Livegeräte/TT-App des iPhones. Das ist dann, wenn auch nicht jede mögliche Strasse/Stau erfasst werden kann, zumindest auf Landstrassen schon mal fast 100% mehr als andere Verkehrsdienste bringen.


    Und bei aller Spekulation, wie es denn nun funktioniert (die gibt es schon seit Einführung, man muss nur mal ein wenig im TT-Forum zurückblättern) kommt man an der Tatsache nicht vorbei, das es recht gut funktioniert. Meist sogar hervorragend und weit besser als TMC oder TMCpro oder gar Traffic-Live.


    Franz


  • Gegenfrage: Woher weiß Vodafone, welches Handy in einem Auto liegt, und ob der Fahrer ausgestiegen ist?


    Ich denke aber, hier kommt nicht an was ich sagen will. Ich bestreite nicht dass HD-Traffic mittlerweile meist eine gute Informationsquelle ist. Ich bin aber sicher, dass die wichtigen Informationen nicht aus der Verortung von beliebig vielen D2-Handies gewonnen werden, sondern durch Statusmeldungen von zigtausend Tomtom-Kunden, durch eingekaufte Staumeldedienstleistungen, durch offizielle Quellen und ähnliches. D2-Handies massenhaft zu verorten wird in Ballungsgebieten einfach nichts bringen, weil die Locationsupdates keine eindeutige Information enthalten. Ansonsten wäre hier täglich auf der Hildesheimer Straße Stau. Da fahren die Autos nämlich bei Rewe auf den Parkplatz und stehen da 15-30 Minuten. Und noch mehr Handies liegen einfach zuhause auf der faulen Haut, stecken bei Radfahrern in der Hosentasche oder werden mit z.B. Taxis völlig unregelmäßig im Kreis bewegt.


    Ciao,


    Detlev


  • Gegenfrage: Woher weiß Vodafone, welches Handy in einem Auto liegt, und ob der Fahrer ausgestiegen ist?


    Hallo


    Na daran, ob und wie schnell das Handy bewegt wird und dabei Funkzellen wechselt... :thumbup:


    Aber noch einmal die Frage zu Deiner Aussage: Wie lange dauert wohl so ein Zellenwechsel bei durchschnittlicher Fahrgeschwindigkeit? Sicherlich keine 30 Minuten!


    Und "JA"... TT verwendet noch weitere Informationsquellen. Das ist aber bekannt. Durch die Handydaten wird das Ganze aber eben deutlich exakter. Wie gesagt: Bei durchschnittlicher Fahrleistung komme ich selber im Grunde mit TMC zurecht und der Mehrwert rechnet sich in meinen Augen nicht. Damit käme ich auch mit dem LIVE-Service von Navigon zurecht. Aber HD-T funktioniert besser als TMC... kann man neidlos anerkennen.


    MfG

  • Sagt jemand, der HD-Traffic nur von Hören-Sagen kennt. Wenn man es erstmal benutzt, merkt man den Unterschied zu TMC/TMCpro/Traffic-Live schnell und gründlich kennen. ;)


    Franz

    HD-T basiert doch nicht ausschließlich auf den Bewegungsdaten der Mobiltelefone (wahrscheinlich sogar zum geringsten Teil, da die eindeutige Lokalisierung eben nicht möglich ist). Solange nicht bekannt ist, woher TomTom die Daten nimmt, ist alles nur Stochern im Nebel. Laut Inrix Kundenliste bezieht TomTom ebenfalls seine Verkehrsdaten von dort.


    Falls es wirklich mehr HD-T Meldung als Navigon Live Meldungen gibt, dann kommt das eventuell einfach nur von der weiteren Verbreitung der TomTom-Geräte, die die Verkehrslage an TomTom funken oder daher, dass Navigon die Meldungen stärker filtert. Im HD-T Forum liest man immer wieder Beschwerden über nicht existierende Verkehrsbehinderungen, das habe ich persönlich bei Navigon Live bisher noch nicht erlebt und hier auch nicht gelesen.


    Wenn es nur auf den Bewegungsdaten aufsetzen würde, könnte TomTom den Dienst auch für Österreich anbieten. Die Mobilfunkbetreiben in AT gehörten zu den ersten in Europa, die diese Daten angeboten haben. Also fehlt TomTom eine andere Datenquelle für Österreich, auf die sie angewiesen sind, damit HD-T angeboten werden kann.


    Ich will euch Euer TomTom nicht schlechtreden, wenn Ihr damit zufrieden seid, bestens! Für mich kam es nie in Frage, da ich auch viel im europäischen Ausland unterwegs bin, da bietet Navigon einfach die bessere Abdeckung.

  • HD-T basiert doch nicht ausschließlich auf den Bewegungsdaten der Mobiltelefone (wahrscheinlich sogar zum geringsten Teil, da die eindeutige Lokalisierung eben nicht möglich ist).


    Das hat auch niemand behauptet, aber sie werden eben auch berücksichtigt, was bei e anderen Anbietern nicht der Fall ist.
    Das sagt TomTom selber dazu:


    Zitat

    HD Traffic greift auf eine revolutionäre neue Quelle für Verkehrsinformationen zurück: anonyme Bewegungsprofile von reisenden Handy-Nutzern. TomTom empfängt Echtzeitdaten von Handy-Nutzern; diese werden unverzüglich analysiert, um ein umfassendes und genaues Bild über die Verkehrssituation zu gewinnen.


    Dank der anonymen Daten weiß TomTom ganz genau, in welche Richtung und mit welcher Geschwindigkeit diese Handy-Nutzer auf den Straßen unterwegs sind. Die Echtzeitdaten werden durch weitere zuverlässige Verkehrsinformationsquellen ergänzt, die von anderen Rundfunkdiensten wie RDS/TMC (Radio Data System – Traffic Message Channel) verwendet werden.


    Und ein sich bewegendes Handy kann man ziemlich genau orten, zumindest wenn es sich nicht nur mit Schrittgeschwindigkeit bewegt.
    Und eine Bundesstraße lässt sich auch sehr einfach von einer Autobahn unterschieden denn eine zweispurige Autobahn verkraftet in etwa die fünffache Fahrzeugmenge einer einspurigen Landstraße und eine deutlich höhere Durchschnittsgeschwindigkeit.


    Wenn also allmählich die Geschwindigkeit von 80% der Fahrzeuge im Bereich deutlich sinkt und etwa 20% gleich schnell bleiben dann ist das Problem auf der Autobahn.
    Wenn hingegen 80% gleich schnell fahren und nur 20% deutlich langsamer dann kann es nur auf der Landstraße sein.


    Solche Plausibilitätsrechnungen und statistische Auswertungen sind kein Hexenwerk sondern gängige Praxis.


    Sascha

  • da die eindeutige Lokalisierung eben nicht möglich ist


    Hallo


    Nein... eine "eindeutige Lokalisierung" benötigt TT auch nicht... aber aufgrund des Bewegungsprofils ist recht exakt feststellbar, welche Straße befahren wird. Das reicht eben aus. An sonst... ausprobieren... :) ...TT hat seine Schwachstellen [ich z.B. meide meist IQ]... aber an der Stelle ist es gut und anderen Lösungen in den angegebenen Ländern überlegen. Und "Ja"... wer Verkehrsinfo's für andere Länder benötigt, muss ggf. zu einer anderen Lösung greifen oder den TT mit TMC-Empfänger betreiben.


    MfG


  • Wenn es nur auf den Bewegungsdaten aufsetzen würde, könnte TomTom den Dienst auch für Österreich anbieten. Die Mobilfunkbetreiben in AT gehörten zu den ersten in Europa, die diese Daten angeboten haben. Also fehlt TomTom eine andere Datenquelle für Österreich, auf die sie angewiesen sind, damit HD-T angeboten werden kann.


    .


    Werden sie auch - genauso wie in vielen anderen Ländern auch. Allerdings stecken sie noch in Verhandlungen mit den Providern - wenn die abgeschlossen sind, dann werden es 33 Länder sein.


    cu Peter

  • Laut Inrix Kundenliste bezieht TomTom ebenfalls seine Verkehrsdaten von dort.


    Falls es wirklich mehr HD-T Meldung als Navigon Live Meldungen gibt, dann kommt das eventuell einfach nur von der weiteren Verbreitung der TomTom-Geräte, die die Verkehrslage an TomTom funken oder daher, dass Navigon die Meldungen stärker filtert.


    Das TomTom ein Kunde von Inrix ist, ist richtig für die USA, aber eben nicht für Europa.



    Das TomTom mehr Meldungen anzeigt liegt unter anderem daran, das es ein weit größeres Strassennetz
    innerhalb (z.B. Deutschland) abbildet.
    Dabei ist die Menge der Meldungen nur ein Kriterium,
    auf die Qualtät der Meldungen kommt es genauso an.


    Im direkten Vergleich von TrafficLive, TMCPro und HDTraffic
    kann man deutlich sehen, das die Meldungen von TrafficLive sehr oft nahezu statisch sind.


    Wenn bei TrafficLive eine Störung mit x Minuten gemeldet wird,
    dann bleibt diese sehr oft über den gesamten Zeitruam völlig unverändert bestehen.


    Ich konnte zudem schon oft beobachten,
    das Störungen die bei allen anderen Diensten schon lange aufgehoben sind,
    bei TrafficLive dann immer noch unverändert angezeigt werden.
    20, 30, 40 Minuten danach sind absolut keine Seltenheit.


    Das führt zu völlig unnötigen Umfahrungen und ärgerlichem Zeitverlust.
    Wohlgemerkt, Zeitverlust nicht duch einen Stau, sondern aufgrund eines
    Verkehrssystems, hier TrafficLive, das oft nicht aktuell ist.


    Grüße

  • HD-T basiert doch nicht ausschließlich auf den Bewegungsdaten der Mobiltelefone (wahrscheinlich sogar zum geringsten Teil, da die eindeutige Lokalisierung eben nicht möglich ist). Solange nicht bekannt ist, woher TomTom die Daten nimmt, ist alles nur Stochern im Nebel. Laut Inrix Kundenliste bezieht TomTom ebenfalls seine Verkehrsdaten von dort.


    Falls es wirklich mehr HD-T Meldung als Navigon Live Meldungen gibt, dann kommt das eventuell einfach nur von der weiteren Verbreitung der TomTom-Geräte, die die Verkehrslage an TomTom funken oder daher, dass Navigon die Meldungen stärker filtert.


    Soviel Unfug kann ja kaum in einem Beitrag stehen... Sorry, aber du hast kaum einen Schimmer von dem, was du schriebst. Wenn du nichts weisst, dann belese dich doch erstmal.


    Die Stau/Verzögerungsdaten stammen in D/NL/CH/GB (da weiss ich es sicher) ausschließlich von FPD und FCD (Floatingphone und Floatingdevice). In Ö werden IMHO keine FPD oder FCD benutzt. Dort wird IMHO von nem 3rd Party nur zugekauft. Generell werden von 3rd Party-Anbieter die redaktionellen Daten gekauft (Baustellen, Sperrungen, Unfälle usw).


    Inrix ist die Quelle für den Live-Verkehrsdienst in den USA. In Europa wüsste ich nicht, das irgendwo von TT genutzt wird. Generell sind FPD/FCD durch TT nicht mit Staudaten von Dritten mischbar, weil sonst die Daten inkonsistent werden. Und außerdem, warum sollte man die guten HDT-Daten mit den anderen Daten versauen?...


    HDT-Meldungen in der Innenstadt gab es schon, als es in Berlin genau 2 Testgeräte gab. Also wer hier behauptet, das FPD (ohne FCD!) in Innenstädten nicht funktioniert, hat einfach keine Ahnung.


    Franz


  • HDT-Meldungen in der Innenstadt gab es schon, als es in Berlin genau 2 Testgeräte gab. Also wer hier behauptet, das FPD (ohne FCD!) in Innenstädten nicht funktioniert, hat einfach keine Ahnung.


    Im innerstädtischen Bereich stehen die Mobilfunkmasten aufgrund der dichten Bebauung auch sehr dicht beieinander und somit ist eine noch wesentlich präzisere Ortung möglich als auf freiem Feld.
    Wenn man dann noch die Bewegungen mit den örtlichen Gegebenheiten (Straßenlayout) abgleicht bekommt man sehr gute Resultate.


    Sascha

  • Hier ein Beispiel aus London von gestern abend - der Stau hörte genau vor der Kreuzung auf und kurz nach der Einmündung der Old Marylebone Road staute es sich weiter, genauer geht es nicht. Der Bereich, der auch mit "keep clear" auf der Strasse bezeichnet ist, blieb frei :D


    [Blockierte Grafik: http://a.imageshack.us/img826/5435/dump855282303.png]


    cu Peter

  • so was kann ich auch bereichten... auf der autobahn und auf dem TomTom hört der Stau/Zähfluß genau, besser exakt an der Stelle auf, wo er aufhört.
    Wie das so genau geht, weiß ich nicht, aber es hat sehr zuverlässig funktioniert !


    Erstaunlich !

  • Der Bereich, der auch mit "keep clear" auf der Strasse bezeichnet ist, blieb frei :D


    Die Engländer sind halt gut erzogen und halten sich i.d.R. recht ordentlich an die Verkehrsregeln.
    Vor allem können die aber mit Kreisverkehren umgehen, auch mehrspurigen oder Mehrfachkreisverkehren (magic roundabouts), die sowohl rechts als auch links herum umfahren werden können.
    Aber die gelb schraffierten und tlw. mit keep clear markierten Sperrzonen (meist in der Nähe von Krankenhäusern und Feuerwehr-/Polizei-Einsatzzentralen) sollte man in der Tat meiden, sonst kann's echt teuer werden.


    Sascha