EGNOS geht in den Dauerbetrieb

  • Ab dem 01.Oktober 2009 geht EGNOS in den Regelbetrieb!
    Das bedeutet für uns, dass die Genauigkeit der Anzeige sich fast um den Faktor 10 verbessern soll.
    Voraussetzung ist, dass der GPS Chip die entsprechende Kennzeichnung "SBAS" (Satellite Based Augmentation System) oder "EGNOS" aufweist.
    Mein NAVIGON 2110 MAX hat einen Nemerix Chip. Ist dieser Chip kompatibel? (Frage an die Experten)


    Grüße aus dem Münsterland : drink

  • Zitat

    Original von Cerberus
    Ab dem 01.Oktober 2009 geht EGNOS in den Regelbetrieb!
    Das bedeutet für uns, dass die Genauigkeit der Anzeige sich fast um den Faktor 10 verbessern soll.
    Voraussetzung ist, dass der GPS Chip die entsprechende Kennzeichnung "SBAS" (Satellite Based Augmentation System) oder "EGNOS" aufweist.
    Mein NAVIGON 2110 MAX hat einen Nemerix Chip. Ist dieser Chip kompatibel? (Frage an die Experten)


    Grüße aus dem Münsterland : drink


    Das mit dem Faktor 10 vergesse mal lieber, sonst wirst Du nur enttäuscht.

  • Gibt es denn irgendwo eine Tabelle/Informationsquelle aus der man erfahren kann,ob bzw. welche Navigon-Navis etwas mit dem neuen Satelittensignal anfangen können ?


    Oder muss man im Navi etwas einstellen z.B. in dem Einfachnavi Navigon 1200?



    Ich hoffe ein Fachmann/-frau liest hier mit und kann uns aufklären !!

  • Zitat

    Original von Nedla
    ... Oder muss man im Navi etwas einstellen z.B. in dem Einfachnavi Navigon 1200? ...


    Hallo Nedla


    Die Strassennavigations-PNAs sind in aller Regel ein "geschlossenes" System. Dann kan man nichts einstellen. Wenn man nun ein "Freak" ist, koennte man unter der Vorraussetzung das man die passenden Programme zum verwendeten Receiver hat, etwas umstellen.


    Das waere aber, um es ehrlich zu sagen, fuer die Strassennavigation mit diesen PNAs kein Zusatzgewinn. Die Genauigkeit der verwendeten Chipsaetze/Receiver ist fuer den Verwendungszweck absolut ausreichend.



    PS:
    Selbst wenn man das umstellen koennte, waere der erhoffte Gewinn an Genauigkeit, der durch EGNOS passieren wird, nicht von Bedeutung. Also kannst Du das fuer diese Geraete getrost vergessen

    Immer ein offenes Ohr für alle Bytes und Ratschlaege -
    wuenscht Alfred, auch bekannt als 900SS-97. Der, der die Duc treibt.

  • Nebenbei steht Inmarsat auch recht tief und ist fast immer abgeschattet, weshalb er eher selten empfangbar ist. Also auch mit EGNOS-Funktion verändert sich für ein Navi in urbanen Gebieten kaum etwas.


    Franz

  • Ja, zusammen mit WAAS, das in den USA weitaus besser empfangbar ist. Die Wurzeln von Garmin liegen auch nicht unbedingt in der Autonavigation. Und in der Avionik oder bei maritimen Anwendungen sind die Empfangsbedingungen meist besser als bei der mobilen Anwendung auf einem Handgerät oder bei der Autonavigation.


    Franz

  • Die Garmin Outddorgeräte können auch egnos. Da es aber nicht deutlich genauer damit wird und der Stromverbrauch dadurch höher wird, nutzt es wohl fast kaum jemand hierzulande... : drink

  • Zitat

    Original von Volker_I.
    Die Garmin Outddorgeräte können auch egnos. Da es aber nicht deutlich genauer damit wird und der Stromverbrauch dadurch höher wird, nutzt es wohl fast kaum jemand hierzulande... : drink


    EGNOS hat keinen Einfluss auf den Stromverbrauch. Es sind Signale eines speziellen Satelliten, die eine Genauigkeits-Information enthalten. Diese können von einem geeigneten GPS-Empfänger ausgewertet werden. Das sind einfach die Daten eines weiteren Satelliten, von denen normalerweise eh 6...10... empfangen werden und das hat keinen Einfluss auf den Stromverbrauch. EGNOS erzeugt Korrekturwerte aus speziellen GPS-Positionsbestimmungen. Das Verfahren nennt sich "differentiales GPS" (DGPS). Früher gab es bereits ein ähnliches System bei dem man Korrekturwerte über einen Langwellen-Empfänger erhalten konnte. EGNOS Korrekturdaten kann man inzwischen auch über das Internet downloaden.#


    Kleine Korrektur

  • Hallo miteinander,


    EGNOS wurde zur Verbesserung der Navigation im Luftverkehr eingerichtet. Dort bringt es vor allem eine Verbesserung bei der Anzeige der Flughöhe.


    In der Seenavigation hilft ein Egnos-gestütztes Signal ebenfalls. Vor allem in Küstengewässern hat man schon gern etwas mehr Präzision und Zuverlässsigkeit. In manchen Fahrwassern der Wattenmeere hat man zwischen den Tonnen mehrere Meter Tiefe, zwei Meter außerhalb sind es dann vielleicht 80 cm. Mit einem genauen GPS-Signal kann man kontrollieren, ob die eine oder andere Tonne nicht vertrieben ist.


    In der Landwirtschaft kann lokal guter Empfang sein, dann hilft EGNOS, die nächste Furche anzusteuern.


    Auf der Straße sind die Empfangsmöglichkeiten meist schlecht, und der Empfang bleibt zufällig. Deshalb haben wir als Straßennavigateure von allen die schlechtesten Karten.


    Gruß
    artur



    EDIT: 2 Schreibfehler korrigiert

  • Nur mal so der Vollständigkeit halber: EGNOS wir immer noch - heute Mittag ist der 124 aktiv - mit Int Korr Test angeschrieben.


    Und eine Genauigkeitsverbesserung - eine die auffallen würde - sehe ich immer noch nicht, was aber auch nicht erwartet wurde.

  • Zitat

    Original von karomue
    Nur mal so der Vollständigkeit halber: EGNOS wir immer noch - heute Mittag ist der 124 aktiv - mit Int Korr Test angeschrieben.


    Und eine Genauigkeitsverbesserung - eine die auffallen würde - sehe ich immer noch nicht, was aber auch nicht erwartet wurde.


    Den Kommentar verstehe ich jetzt nicht....? EGNOS liefert Korrekturdaten aus einer GPS-Vermessung von bekannten Objekten. Es stellt sich zum Beispiel heraus, dass ein Referenzobjekt 1/2 m zu weit südlich angezeigt würde: das bedeutet, dass man von der eigenen - mit dem "normalen" GPS gemessenen - Position 1/2 m abziehen müsste, um die genauere Position zu erhalten. Und genau das machen Geräte, die die EGNOS (oder allg. DGPS) Daten auswerten. Wie gesagt, man kann die Korrekturdaten auch aus dem Internet bekommen und dann die eigenen GPS-Daten damit korrigieren. Die mit EGNOS korrigierten Daten sind auf alle Fälle genauer...ausser natürlich für den Spezialfall, dass die Korrekturwerte "0" sind ... was ja auch immer wieder der Fall sein kann ;)

  • Zitat

    Original von mimikri


    Den Kommentar verstehe ich jetzt nicht....? EGNOS liefert Korrekturdaten aus einer GPS-Vermessung von bekannten Objekten. Es stellt sich zum Beispiel heraus, dass ein Referenzobjekt 1/2 m zu weit südlich angezeigt würde: das bedeutet, dass man von der eigenen - mit dem "normalen" GPS gemessenen - Position 1/2 m abziehen müsste, um die genauere Position zu erhalten. Und genau das machen Geräte, die die EGNOS (oder allg. DGPS) Daten auswerten. Wie gesagt, man kann die Korrekturdaten auch aus dem Internet bekommen und dann die eigenen GPS-Daten damit korrigieren. Die mit EGNOS korrigierten Daten sind auf alle Fälle genauer...ausser natürlich für den Spezialfall, dass die Korrekturwerte "0" sind ... was ja auch immer wieder der Fall sein kann ;)


    Absolutes nein.


    EGNOS wird als DGPS geführt, angeschrieben, ist es aber zumindest nicht so, wie man DGPS mit Korrekturdaten von Feststationen versteht.


    EGNOS korrigiert vorwiegend Ionosphäreneinflüsse. Und eine signifikante, nein, noch präziser: überhaupt merkbare Verbesserung de Koordinaten habe ich in all den Jahren, auch jetzt nach "offiziellem" Betrieb, nicht feststellen können.


    Nach Aussage von u-blox - und hier nehme ich an, dass die das wissen - ist überhaupt nur eine Verbesserung im statistischen Mittel über Beobachtung die länger geht zu bemerken, und dies auch nur ab u-blox5-Chip. Also die modernste Generation der GPS-Chips.


    Das gilt für Beobachtung für meinen Standort. Durch den Standort der EGNOS-Sats wird dies aber weiter nördlich schlechter.


    Wie es für Navigation im Flieger oder n Booten aussieht, das kann ich nicht beurteilen. Ob das signifikant ist??? Sein kann??