Ich habe im Juni 09 bei einer Fahrt durch Kalifornien, Arizona und Utah viel Ärger mit meinem tomtom 940 gehabt. Das ist alle 6-8 Minuten ausgefallen, hat sich aufgehängt, rebootet und dann jedes Mal drei bis fünf Minuten lang gebraucht, bis es wieder die Stalliten eingefangen hatte. Da ich zunächst dachte, die Karte sei defekt, habe ich eine neue USA-Karte im online-Shop von tomtom bezahlt - aber noch nicht heruntergeladen, weil das unterwegs in einem Hotel nicht klappte. Dann hat mir ein Kollege gemailt, dass die Probleme nichts mit der Karte, sondern mit der Hitze zu tun haben.
Er hatte sich eine Art Sonnenschutz für sein tomtom aus Alu-Papier gebaut. Ich habe es dann mit einer möglichst kalten Einstellung der Klima-Anlage - und einem "Sombrero" aus einer alten ADAC-Karte geschafft. Mehrfach habe ich mich zwischenzeitlich an den tomtom-Service auf deren website gewandt: zu den Ausfallerscheinungen haben die gar nichts vernünftige geschrieben, auf meine dezidierte Frage nach der Hitzeempfindlichkeit habe ich bis heute keine Antwort bekommen. Nur in einem sind die sehr klar: die 69 für das bezahlte aber nie heruntergeladene US-Karten-Update bekomme ich nicht zurück. Es ist noch nicht einmal möglich, die "gekaufte" USA-Karte stattdessen auf mein altes 300 (das ich vergangenes Jahr in den USA ziemlich problemfrei benutzt hatte, ich Idiot!) umzuschreiben. Vermutlich ist das rechtlich alles völlig ok. Aber in Ordnung finde ich das nicht.
Hitzeschwaches Navi - kalter Kommerz - kein Service. Kurz: tomtom.
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Weil das Thema ja öfters auftaucht, hier mal ein Auszug aus der Bedienungsanleitung:
Zitat
AkkuDieses Produkt verwendet einen Lithium-Polymer-Akku. Verwenden Sie Ihr Produkt nicht in feuchten, nassen und/oder rostfördernden Umgebungen. Betreiben, lagern oder platzieren Sie Ihr Produkt nicht in oder neben Wärmequellen, an Orten mit hoher Temperatur, im direkten Sonnenlicht, in einer Mikrowelle oder in einem Druckbehälter, und setzen Sie es keinen Temperaturen über 60 C (140 F) aus. Eine Missachtung dieser Anweisungen kann dazu führen, dass der Lithium-Polymer-Akku Batteriesäure freisetzt, zu heiß wird, explodiert und/oder sich entzündet und dadurch Verletzungen und/ oder Sachschäden verursacht. Sie dürfen den Akku nicht mit spitzen Gegenständen beschädigen, öffnen oder auseinander nehmen. Falls Batteriesäure aus dem Akku ausläuft und Sie damit in Kontakt geraten, spülen Sie die betroffene Körperstelle gründlich mit Wasser ab und suchen Sie danach sofort einen Arzt auf. Aus Gründen der Sicherheit und zur Verlängerung der Akkulebensdauer erfolgt der Aufladevorgang nicht bei zu niedrigen (unter 0 C/32 F) oder zu hohen (über 45 C/113 F) Temperaturen.
Temperaturen: Normaler Betrieb: 10 C (14 F) bis +55 C (131 F); kurzfristige Lagerung: 20 C (4 F) bis + 60 C (140 F); langfristige Lagerung: 20 C (4 F) bis +25 C (77 F).
Das betrifft alle Geräte mit einem Lithium-Polymer Akku und ist nicht auf TT beschränkt. Solche Temperaturen entstehen sehr schnell, wenn das Gerät der Sonne ausgesetzt ist und sommerlichen Temperaturen herrschen.
Abhilfe schafft, wenn man das Gerät in den Luftstrom der Lüftung/Klimaanlage positioniert. Zum Beispiel etwas die Frontscheibendüsen öffnen, wenn das Gerät an der Scheibe hängt.Franz
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vielleicht sollte TT als Feature ein Thermometer einbauen und die Geräte/Akku-Temperatur anzeigen bzw. als Warnung einblenden...
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Zitat
Original von Franz Jaeger
Das betrifft alle Geräte mit einem Lithium-Polymer Akku und ist nicht auf TT beschränkt. Solche Temperaturen entstehen sehr schnell, wenn das Gerät der Sonne ausgesetzt ist und sommerlichen Temperaturen herrschen.
Abhilfe schafft, wenn man das Gerät in den Luftstrom der Lüftung/Klimaanlage positioniert. Zum Beispiel etwas die Frontscheibendüsen öffnen, wenn das Gerät an der Scheibe hängt.Franz
Da hat Franz recht, große Diskussionen auch im Navigon Forum. Ich habe meinen 8310 mit Brodit-Halter vor die Lüftungsgitter beim A4 plaziert. Es gibt daher bis jetzt keine Temperaturbedingten Probleme.

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Zitat
Original von StefanMoll
Ich habe im Juni 09 bei einer Fahrt durch Kalifornien, Arizona und Utah viel Ärger mit meinem tomtom 940 gehabt. Das ist alle 6-8 Minuten ausgefallen, hat sich aufgehängt, rebootet und dann jedes Mal drei bis fünf Minuten lang gebraucht, bis es wieder die Stalliten eingefangen hatte. Da ich zunächst dachte, die Karte sei defekt, habe ich eine neue USA-Karte im online-Shop von tomtom bezahlt - aber noch nicht heruntergeladen, weil das unterwegs in einem Hotel nicht klappte. Dann hat mir ein Kollege gemailt, dass die Probleme nichts mit der Karte, sondern mit der Hitze zu tun haben.
Er hatte sich eine Art Sonnenschutz für sein tomtom aus Alu-Papier gebaut. Ich habe es dann mit einer möglichst kalten Einstellung der Klima-Anlage - und einem "Sombrero" aus einer alten ADAC-Karte geschafft. Mehrfach habe ich mich zwischenzeitlich an den tomtom-Service auf deren website gewandt: zu den Ausfallerscheinungen haben die gar nichts vernünftige geschrieben, auf meine dezidierte Frage nach der Hitzeempfindlichkeit habe ich bis heute keine Antwort bekommen. Nur in einem sind die sehr klar: die 69 für das bezahlte aber nie heruntergeladene US-Karten-Update bekomme ich nicht zurück. Es ist noch nicht einmal möglich, die "gekaufte" USA-Karte stattdessen auf mein altes 300 (das ich vergangenes Jahr in den USA ziemlich problemfrei benutzt hatte, ich Idiot!) umzuschreiben. Vermutlich ist das rechtlich alles völlig ok. Aber in Ordnung finde ich das nicht.
Hitzeschwaches Navi - kalter Kommerz - kein Service. Kurz: tomtom.Selten so viel m... gelesen, ausgerechnet die Ecke in den USA die immer sehr kühl ist!
Gruss
PMAX -
Hallo Franz,
das ist interessant, das wußte ich nicht. Und die tomtom-Service-Abteilung offenbar auch nicht.
Dann ist ein solcher Akku aber m.E. schlicht nicht geeignet für ein Navi-Gerät im Auto. Denn dort wird es sogar bei uns in Deutschland leicht über 45 Grad im Bereich der Frontscheibe. Wer will schon im Sommer immer mit Strickjacke im Auto sitzen, damit sein tomtom funktioniert? Wenn das Gerät sogar explodieren kann, dann dürfte es m.E. nicht verkauft werden für den Betrieb im Auto. Und: die Bedienungsanleitung liest man erst, wenn man schon gekauft hat. Und ich habe sie auch dann nicht ganz gelesen. Mein altes tomtom 300 hat vermutlich einen älteren Akku - und keine Probleme mit der Hitze. Wenn ich dann ein neues, verbessertes, teureres Gerät vom selben Hersteller kaufe, komme ich nicht von selbst auf den Gedanken, dass es unter normalen Einsatzbedingungen schlechter sein könnte (jedenfalls im Sommer).
Trotzdem vielen Dank für die schnelle und interessante Reaktion. Offenbar sind die Kenner der tomtom-Bedienungsanleiutungen hier im Forum flotter als in der Service-Stelle der tomtom Firmen-Website.....
Kompliment! Und vielen Dank.
Stefan -
Lieber PMAX,
Ironie ist in Postings oft schwer zu verstehen. Aber Du wolltest doch mit Deinem Hinweis auf die Kälte in sicher ironisch sein, oder? Denn in Kalifornien, Utah und Arizon brennt jeden Sommer der Wald - er erfriert nicht und geht auch nicht an Fäulnis zu Grunde....
Im Winter - das stimmt - ist dort allerdings vermutlich auch zu kalt für Warmduscher-Polymer-Akkus....
Auf jeden Fall vielen Dank für Deinen unterhaltsamen Schnellschuss.Stefan
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Zitat
Original von StefanMoll
Mein altes tomtom 300 hat vermutlich einen älteren Akku - und keine Probleme mit der Hitze.Dort ist ein Lithium-Ionen Akku verbaut. Für den gilt das gleiche wie beim Lithium-Ionen Akku des GOx40. Allerdings ist das Gehäusedesign etwas anders und der Akku kann besser Wärme abführen bzw. liegt er nicht so exponiert an der Rückseite, wo normalerweise die Sonne drauf scheint. Außerdem hat der GO300 ne andere Halterung, weshalb er u.U. seltener bzw. anders der Sonne ausgesetzt ist.
Das ist ein Opfer, das alle Hersteller zugunsten der flachen Bauweise der aktuellen Navis erbringen.
Franz
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Zitat
Original von Franz Jaeger
Das ist ein Opfer, das alle Hersteller zugunsten der flachen Bauweise der aktuellen Navis erbringen.Franz
also im Sommer nicht mit Navi an der Scheibe fahren ,ist in den USA in einigen Bundesstaaten verboten,für Touristen mit Leihwagen keine gute
Lösung. Gerät zu Hause lassen und sich ein Leihgerät in den USA geben lassen das ist dann auch Tropen fest.Oder ein Gerät verwenden was keinen Accu hat ... Gibt ein oder zwei Modelle ohne, haben dan Nachteil das sie am Kneipentisch zur Planung der Route nix taugen .Gruss
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Die Temperaturbeschränkung von max 45 Grad laut Bedienungsanleitung ist tatsächlich ein Witz !
Im Sommer erreicht die Innenraumtemperatur leicht Werte jenseits der 60 Grad und das sogar in einiger Entfernung zur Scheibe, somit ist es für diese Geräte also dringend nötig, eine externe Kühlung (z.B. durch Luftstrom der Klimaanlage) zwingend vorzusehen.
Ich habe mir damals aus ergonomischen Gründen eine Lüftungsgitter-Halterung besorgt und damit sitzt der GO direkt über dem Luftstrom. Bisher habe ich daher keinerlei Schwierigkeiten durch Hitzeeinwirkung erleben können.
Die beste Lösung bestünde darin, das GO endlich mit einem Wechselakku auszustatten, so dass man diesen bei solchen Einsatzbedingungen einfach entfernen könnte (da am Bordnetz des Fahrzeugs) und wer den GO dann ausserhalb des Fahrzeugs einsetzen will, packt den Akku einfach wieder rein.
Vielleicht denkt TT ja mal drüber nach; bei der übernächsten oder über-über-übernächsten Generation - wir wollen sie ja nicht künstlich unter Zeitdruck setzen.

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Zitat
Original von bach_bodo
Die Temperaturbeschränkung von max 45 Grad laut BedienungsanleitungAb dieser Temperatur wird nicht mehr geladen und das betrifft alle Geräte mit einem Lithium-Io/Poly Akku. Auch dein Handy oder die Digicam.
Betriebstemperatur, also der Temperaturbereich, wo die restliche Elektronik mitspielt ist von -10 bis 55°C. Der GO kann also bis 55°C betrieben werden. Er wird dann aber ab 45°C nicht mehr geladen.
Wechselakku finde ich überflüssig.
Franz
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Zitat
Original von Franz Jaeger
Wechselakku finde ich überflüssig
Aber so was von ... -
Habt Ihr zu dieser Aussage auch eine schlüssige Argumentation oder muss ich mich mit Eurem Bauchgefühl zufrieden geben ?

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Zitat
Original von bach_bodo
Habt Ihr zu dieser Aussage auch eine schlüssige Argumentation oder muss ich mich mit Eurem Bauchgefühl zufrieden geben ?

Das ist ein Zitat von Franz aus der Bedienungsanleitung.
Gut, die wird traditionell nicht gelesen, aber es gibt sie !

Für weitere schlüssige Argumentationen brauchten wir einen Akku-Experten, ich gehe aber davon aus, dass dies zum Schutz des Akkus und des Gerätes dient, da das Aufladen des Akkus zusätzlich Wärme erzeugt.
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Zitat
Original von Bogi100
ich gehe aber davon aus, dass dies zum Schutz des Akkus und des Gerätes dient, da das Aufladen des Akkus zusätzlich Wärme erzeugt.So sieht es auch.
@Bodo
Meinst du mit dem Bauchgefühl meine Meinung zum Wechselakku?
Wozu soll das gut sein. Vermisse ich nicht, brauch ich nicht, gibt nur Probleme, braucht Platz.... etc. Zum Wander, Fußgängermodus, Fahrad etc. gibt es besser geeignete Geräte -> Garmin
Franz