Hallo zusammen,
nachdem der schlechte Empfang meines TMC Empfängers nur genervt hat, habe ich mir die Schaltung genauer angesehen.
Der Empfänger IC ist ein TEA5764HN von NXO/Philips Semiconductors.
Die Antenne wird hier definitiv (entgegen anderen Forenbeiträgen) am Mittelpin (TIP) angeschlossen und ist über einen C 100pF vom Eingang getrennt. Der äußere Ring (Ring3) ist mit dem GNDRF (Nicht GND!!!) verbunden.
Edit: "GND und GNDRF sind vermutlich über Durchkontaktierungen im Layout direkt miteinander verbunden."
Somit sollte sich mit den beiden Pin´s eine schöne Dipolantenne anschließen lassen.
An PIN 24 und 25 ist der (unbeschaltete) Stereo NF Out.
Hier kann man prima einen (hauch)dünnen Draht anlöten und einen NF-Verstärker anschliessen. Dann hört man endlich was das Teil so empfängt.
Leider kommt hier dann gleich die große Ernüchterung...
Der Empfänger ist garnicht so schlecht wie ursprünglich gedacht.
Auch unter ungünstigen Bedingungen (Betonkeller, Wurfantenne) findet man immernoch Sender. Die Sender sind jedoch ganz massiv gestört, sodass das TMC Signal nicht dekodiert werden kann.
Ein Einkoppeln eines Messsenders brachte die schlechte Signalqualität besonders gut zu Tage.
Beim Anhören des Signals wird auch schnell klar, dass sogar der viel gelobte Y-Adapter kein Wundermittel sein kann. Das Signal wird erst dekodiert, wenn es wirklich kräftig anliegt und sämtliche Störungen überlagert.
Hat hier schon einmal jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder sich mit der Empfängerschaltung intensiv auseinandergesetzt?
Achtung und hier der leider wichtige Hinweis:
Bevor ihr die og. Tipps nachmacht, schaut euch bitte zuerst den IC an und vergleicht ihn mit eurer Lötspitze. Dann überlegt euch welchen Schaden ihr mit Papas Brutzler anrichten könnt.
Wenn ihr euch 100% sicher seit, dann freue ich mich auf einen Erfahrungsaustausch.
Viel Spaß beim Basteln
Erik