EGNOS ! Gibts das eigentlich schon ?

  • Guten Tag


    EGNOS, irgendwie ein Zauberwort. Mit EGNOS wesentlich genauere Positonsbestimmung als ohne EGNOS Zusatzsattelit. Sagt man. Aber stimmt das auch ?


    Meine bisherigen Recherchen ergaben lediglich vage Informationen, deshalb versuche ich nun hier der Sache etwas auf den Zahn zu fühlen.


    Folgende Fragen:


    1.) Ist ein EGNOS Signal derzeit überhaupt in den Deutsch-Österreichischen Alpenregionen empfangbar ? Angeblich steht der EGNOS Satellit ja über Afrika und kann angeblich nur aus Flugzeugen empfangen werden, da er nur knapp über dem Horizont zu sehen sein soll ?


    2.) Die Meinungsmaschine Wikipedia gibt zum Theme EGNOS unter anderem derzeit die Informationen her, dass eine genauere Positionsauswertung mit EGNOS nur möglich ist, wenn EGNOS sowohl Hardwareseitig als auch Softwareseitig eingeschalten werden kann. Stimmt das in dieser Form überhaupt ?


    3.) Wenn ja, gibt es zur Zeit überhaupt schon Navi / GPS - Software für den PDA, die geeignet wäre EGNOS Signale zu verarbeiten ? In Pathaway und in iGO konnte ich dazu nichts finden. Auch andere GPS Programme wie Maspware GPSMeter und Wildsoft SurveyArea sind diesbezüglich nicht konfigurierbar. (Zumindest nicht die Demo-Versionen)


    4.) Ist es mit einer SIRF III Antenne technologiebedingt eigentlich überhaupt möglich EGNOS Signale zu empfangen ?



    Vielen Dank für fachliche fundierte Antworten.

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  • Hallo.


    Viele Fragen. Ich versuche es mal.


    1. Ja. Ohne nachgesehen zu haben wo die EGNOS-sats stehen, es sind ja 4, empfangen kann man 2 - 3 hier zu Lande.


    2. Nein. Es muss SW-seitig unterstützt werden, das können aber die meisten Mäuse heute.


    3. Es ist keine Frage einer Auswerte-SW wie Pathaway o.ä., die Koordinatenkorrekturen werden in der Maus verrechnet.


    4. Natürlich.


    Aber: es wäre so schön, wenn nicht - immer noch - ein Haken dabei wäre. EGNOS ist leider immer noch im (vorwiegenden) Testbetrieb. Das führt dazu, dass man den Testbetrieb (auch) zulassen muss, was andererseits - wie öfter hier von Usern festgestellt - dazu führt, dass eher eine Positionsverschlechterung eintritt. Also so richtig ist EGNOS noch keine "eierlegende Wollmilchsau"


    Es gibt mit den SiRF-Programmen (SirfDemo u.ä.) die Möglichkeit mehr über die Auswirkung von EGNOS zu erfahren. Dazu raten kann ich nicht, weil 1. SirfDemo sehr oft dazu führt, dass eine Maus in die ewigen Jagdgründe geschossen wird, was daran liegt, dass die genauen Baudrates für das Hin- unf Herschalten Sirf <-> NMEA meist nicht bekannt sind. Weiter sind die Sorf-Mäuse bei mir nur noch Nippes im Regal, denn ich gehevorwiegend nur noch mit Mäusen mit ANTARIS (u-blox) Chips um, wie Wintec WBT 300, 201 und WSG-1000.Dazu gibtes das hervorragende u-center, mit dem ganz easy
    auch EGNOS Infos zu erhalten sind. Daher stammt auch meine Erfahrung mit EGNOS.


    Übrigens: Wenn Du stimmende Angabemn über EGNOS haben möchtest, bist Du bei Wicki mit Deinen obigen Angaben wohl arg daneben. Mache Dich bei kowoma oder den ESA-Seiten schlau, da stimmen die Angaben!


    Momentan ist kein EGNOS-Sat in Sicht.

  • Danke für die hilfrreichen Antworten.


    Einiges ist jetzt klarer, aber es tun sich dadurch neue Fragen auf. Vor allem zum Thema Testbetrieb.


    Alles was jetzt von mir kommt, ist nur gelesenes, nichts erfahrenes. Daher bitte um Nachsicht, wenn ich da etwas falsch verstanden habe.


    EGNOS sendet angeblich ja seine Signale mit einer Identifizierung. Angeblich "0" für den Testbetrieb. "1" für den "Regelbetrieb" und "2" für den "Safety-of-Life" Betrieb. (Was immer das auch können soll).


    Ich würde jetzt mal einfach davon ausgehen, dass man einen entsprechenden GPS Empfänger der EGNOS kann, so einstellen kann, dass er nur Code "1" und Code "2" Signale verarbeitet und die Code "0" Signale einfach ignoriert. Da sollte es dann doch keine Verschlechterung der gelieferten Positionsangaben geben, oder ?


    Bei meiner Angabe gibt es für mich aber zwei Unbekannte.
    a.) Einerseits weiss ich nicht, ob EGNOS übehaupt schon mit Code "1" und/oder '"2" sendet oder nur mit Code "0". Weiss das jemand ?
    b.) Welche Blauzahn GPS Empfänger sind derzaei tam Markt verfügbar, die man so parmeterisieren kann, dass die EGNOS Signale nur dann verwertet werden, wenn diese mit Code "1" oder "2" daherkommen ?


    Vielen Dank für weitere Antworten.


  • Ich fange mal hinten an, damit erübrigt sich fast alles andere:


    b): Mäuse mit ANTARIS/u-blox-Chips, wie da z.zT.sind WintecWBT201, WBT300, WSG1000. Als reiner Logger WPL1000. Dann hat Navilock einiges im Programm, kann man auf deren HP nachlesen.


    Bei aller Einstellmöglichkeit und Ausblenden des Testbetriebes eine Verbesserung der Genauigkeit konnte ich bislang nicht wirklich nachweisen. Das zu beweisen ist aber auch schon recht schwierig, denn die bisherigen Beobachtungen zeigen leider, dass ein stabiler Betrieb nur immer sporadisch stattfindet. Man kann also nicht mal 10 min mit EGNOS und danach 10 min ohne zum Vergleich laufen lassen, denn ob der Betrieb mit EGNOS 10 min stabil läuft, das weiß man leider nicht. Sicher, man kann es sehen, aber das macht eine Auswertung zur Sysiphusarbeit. Das sieht mit u-center dann z.B. so aus:

  • Hallo und Danke nochmal.


    Bisher war ich mit meiner CF SIRF III Navilock GPS Antenne sehr zufrieden, dass der neue Ipaq214 seine CF Schnittstelle verbaut hat, und an der anscheinend absolut keine CF GPS Antenne flutscht, da kann Navilockk nichts dafür. (Auch dafür nichts, dass der CF Slot des Ipaq 214 ständig unter Strom steht, auch wenn das Gerät abgeschalten wird, und daher der Akku leer gesaugt wird :-D) )


    Daher war für mich bisher SIRF oder Nicht - Sirf ein K.O. Kriterium für eine neue Antenne. Deine Worte haben mich nachdenklich gestimmt und ich beginne nun tatsächlich mit einer Navilock "BT-451" zu liebäugeln. : drink


    Deine beiden Screenshots sagen mir leider nicht viel, da es auch keinen Hinweis darauf gibt, auf was man da achten sollte. Ich nehme aber einfach mal an, da steht geschrieben, dass man den Empfänger so einstellen kann, dass da Code "0" ausgefiltert werden kann, oder ?


    In diesem Zusammenhang die Frage, diese "u-center" Software, kann man die für alle Empfänger verwenden, die den "u-blox" Chip verwenden, also auch für die Navilock "BT-451" Antenne ?


    Nachdem ich mit den Navilock Geräten und dem Navilock Support sehr gute Erfahrungen machen konnte, denke ich auch künftig Navilock Geräte kaufen zu wollen. Noch dazu, Made in Germany !


    Danke, Liebe Grüße

  • Das eine war eine Situation mit EGNOS-Empfang, man sieht den sat 131 mit Test, den 126 mit Corr Int Test.


    Das 2. Bild war ein Ausschnitt aus der Antaris-Protocol-Specifikation für UBX-NAV-SBAS, dort die Protokoll Erklärung der 4 Bits Ranging, Corrections, Integry, Testmode.


    U-Center (und u-center mobile für PDAs) ist allgemein verwendbar. Für Nicht-u-blox-Chips können nur die NMEA-Signale ausgewertet werden, für u-blox-Chips erlaubt das Prog die Programmierung und Auswertung von UBX-Befehlen, diese sind ähnlich der binären Sirf-Befehle.


    Da der Navilock 251 einen ANTARIS4-Chip besitzt, ist es ein must-to-have, u-center zu haben.


    Sieh auch den Artikel über die CR4 über die Info-Seite und die über u-center auf meiner HP.


    "Meine" Antaris laufen mit u-center sowohl über BT als auch über USB.

  • Guten Morgen


    Je mehr man sich in die Materie vertieft, desto mehr Fragen tauchen auf. Aber da quäle ich jetzt im Forum nicht mehr weiter. Ich denke es wird nun doch ein Wintec WBT-300. Neben den technischen Features reizen die geringe Größe und der Energiesparmodus mit aut. Aktivierung für den praktischen Einsatz doch sehr.


    Abschliessend noch einmal die Frage, die mir vor einer endgültigen Kaufentscheidung noch am meisten unter den Fingern brennt:


    Kann man als Anwender den Wintec WBT-300 so konfigurieren, dass er EGNOS Signale mit dem Code "0" (Testbetrieb) nicht verarbeitet ? (Die Grafik erklärt "nur" das Protokoll selbst, sagt aber nichts über die Einstellbarkeit des Parameters aus)


    Danke

  • Die 300 ist auf jeden Fall eine gute Wahl.


    Trotzdem solltest Du Dir nochmal die 201 anschauen, parallel zu loggen ist auch was nettes.


    Und wenn wir schon dabei sind, sicher, etwas teuerer, dann schau Dir einfach so noch den WSG-1000 an. Der hat ein paar nette Dinge zusätzlich. Es wäre schade, wenn Du gekauft hast und danach feststellt, dass es noch was netteres gibt. Die (Accu-) Laufzeit ist hier auch einiges länger.


    Empfehle übrigens Haid-Service, Shop meines Vertrauens mit gutem Service, guten Preisen und sehr kulant, sollte wider Erwarten einmal etwas vorkommen.


    Und ja, natürlich lassen sich alle diese 4 Bits/Betriebszustände einzeln einstellen, u-center UBX-CFG-SBAS, -> Bild.

  • Hallo und Danke für die rasche Reaktion


    Ich denke es wird nun ziemlich sicher ein Wintec WBT-300 werden. Auch ein lieber Bekannter von mir, ebenfalls ein Mensch der latent zum "Mäusemelken" neigt, ist völlig unabhängig von mir, ebenfalls zu der Entscheidung gelangt, dass der Wintec WBT-300 "das" Mass der Dinge (für seine Bedürfnisse) ist.


    Danke für die Empfehlungen bzgl. der Geräte mit Logg-Funktionalitäten. Einerseits sicher sehr reizvoll, aber nachdem ich diese Funktionalität in den letzten Jahren eigentlich praktisch nie wirklich zur Anwendung gebracht habe, obwohl ich Sie sogar über Pathaway und über iGo auf dem PDA, den ich wirklich ständig mit mir schleppe, ebenfalls verwenden hätte können, denke ich, dass ich da bei der Gerätebeschaffung darauf keine Rücksicht nehmen werde.


    Schlimmstenfalls kann ich ja wieder meinen "alten" aber robusten und zuverlässigen Garmin Gecko aus der Mottenkiste holen, wenn ich mal Bedarf an "sicherer" Trackaufzeichnung haben sollte. Die ganze Geschichte mit den empfindlichen PDA´s ist meiner Ansciht nach im Outdoorbereich ja doch wohl eher nur eine anfällige technische Spielerei, auf die ich mich auf Grund prsönlicher schlechter Erfahrungen (verrecken einer SD-Speicherkartee mit allen Daten) im Ernstfall nicht mal ansatzweise verlassen täte.


    LG und Danke

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  • Dann viel Freude mit der 300.


    Und für u-center (u-center mobil fürPDAs) Artikel auf meiner HP oder einfach fragen... :]

  • Die allermeisten Schriften zum Thema EGNOS beziehen sich auf eine Verbesserung der Positionsermittlung in der Ebene. Und die Ergebnisse scheinen so aus der Entfernung betrachtet offensichtlich noch wenig befriedigend. Teilweise besser mit EGNOS, teilweise schlechter mit EGNOS. Seltsam.


    Was ich so bisher wahrnehmen konnte, ist die für mich eher unbefriedigende Situation, dass die durch GPS ermittelten Höhenwerte, ganz allgemein gesehen, im Regelfall deutlich unpräziser (Faktor 3, Faktor 5 ?) sind, als die dazu entsprechenden Ebenenwerte. (Unabhängig von Kartendatum und Geoiden).


    Hat eigentlich schon jemand beobachtet, wie sich EGNOS auf die Präzision der durch GPS ermittelten Höhenwerte derzeit auswirkt ? Und welche Beobachtungen, welche Erkenntnisse gibt es schon in diesem Zusammenhang ? (Alleine durch die Tatsache bedingt, dass die EGNOS Satelliten, aus unseren Breiten gesehen, immer knapp über dem Horizont stehen, sollten diese ja auch vorzüglich zur präzisen Bestimmung von Höhenwerten geeignet sein)


    Das Thema ist dann äußerst interessant, wenn man z.B. versucht virtuelle Geländemodelle (für diverse Simulationen wie den MS Flightsimulator) auf Basis von Satelliten DEM Daten (ASTER) möglichst exakt zu georeferieren.


    Liebe Grüße

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  • Das ist - leider - ein Thema, bei dem man sich hintersinnen könnte.


    Aber: auch ein Thema z.B. einen WSG-1000 zu bevorzugen, der die Möglichkeit hat, die Höhe barometrisch anzugeben.


    Nur als Beispiel:


    Ich hatte gestern im Laufe unserer Postings meinen WSG angeschlossen, EGNOS ist von mir aktiviert. Im Moment des Einschaltens hatte ich eine horizontal Accuracy von 2 m. (!!!) Große Freude. Aber eben nur kurzzeitig, denn wenige Minuten später ging sie auf etwa 30 m hoch. Leider ist es mit sehr viel Aufwand verbunden zu ergründen, wie die momentanen EGNOS-Werte aussehen. Meine bisherigen "Versuche" waren nicht wirklich erfolgreich.


    Und ja, es ist bekannt, dass die GPS-Höhe miserabel ist. Da gibt es durchaus um 50 m und mehr plötzliche Schwankungen sowohl rauf als auch runter.


    Mach Dir selbst ein Bild, wenn Du die 300 hast und mit u-center eingehende Untersuchungen anstellen kannst. Plane aber Zeit, viel Zeit, dazu ein...

  • Guten Morgen


    "barometrisch" ! Auch eine Verlockung. Solange bis man der Sache etwas genauer auf den Zahn fühlt.


    Ich denke mal behaupten zu dürfen, dass es bei barometrischen Skalen einen linearen Zusammenhang zwischen Höhenwerten und Luftdruckwerten gibt. ;)


    Also, steh ich wo, und es ändert sich das Wetter (Luftdruck), ändert sich auch die angezeigte Höhe. Obwohl ich mich gar nicht bewege.


    Bewege ich mich jetzt aber eine gewisse Zeit auf und ab durchs Gelände, weiss ich nun natürlich nicht mehr, hat sich zwischenzeitlich der Luftdruck geändert (wegen einem unmerklichen Wetterumschwung) oder hat sich meine Höhenposition mehr oder weniger geändert.


    Schlimmstenfalls bewege ich mich im Gelände auf und ab und auch der Luftdruck ändert sich im gleichen Zeitraum wetterbedingt mit, verändert sich an der barometrischen Höhenanzeige unter Umständen vielleicht gar nichts und ich Wirklichkeit stimmen nun weder die Höhenangabe noch die Luftdruckangabe. Weil beide voneinander beeinflusst werden. Sich vielleicht sogar gegenseitig aufgehoben haben. Oder überlagert haben, oder sich addiert haben, oder, oder, oder ...


    Das heisst weder die barometrischen Höhenangaben noch die barometrischen Luftdruckangaben sind im freien Gelände präzise und daher wirklich nur eingeschränkt brauchbar.


    Natürlich, die Profis arbeiten mit barometrischen Werten, schon lange. Aber die haben auch andere Bedingungen. Am Flughafen gibt es einen Punkt dessen Höhe eingemessen ist, also referenziert. An diesem Punkt kann ich bei jeder Wetterlage die Anzeige meiner Barometer nachjustieren. Und komme so zum genauen temporären örtlichen Luftdruck. Der geht dann als Info an alle anfliegenden Stinker. Präzise Angaben für einen eingeschränkten Geltungsbereich. Perfekt.


    Unterwegs zu Fuss oder mit einem Fahrzeug spielt es diese eigentlich ständig nötige Justiererei aber nicht wirklich, da man nicht so oft über eingemessene Höhenpunkte stolpert.


    Daher bin ich kein Freund von, einfach so aus dem Stegreif ermittelten, barometrischen Höhen. Da halte ich es dann lieber auf die traditionelle Art und Weise mit den Höhenlinien auf konventionellen Karten. Wetterunabhängig !


    Oder halt auf die modernere Art und Weise, indem ich meine GPS ermittelten Werte arithmetisch ausmittle und einmalig pro Region auf einen eingemessenen Punkt hin korrigiere. Da bring ich damit auch gleich alle Irritationen durch unbekannte Geoide raus. (Lässt sich z.B. in Pathaway ganz einfach durch einen +/- Korrekturwert bewerkstelligen)


    Mal sehen, was da EGNOS zur Zeit in diesen Belangen bereits hergibt. Das da viel Zeit dabei drauf gehen wird, ist klar. Ich denke aber, dass es durchaus interessant und fesselnd sein wird.


    Ach ja, aus oben genannten Gründen stellt sich für mich die Barometerfunktionalität des Wintec WSG-1000 eher als Verkaufsgag dar, als als brauchbares Goodie.

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  • Ja, guten Morgen.


    Das darf nicht unwidersprochen bleiben.


    Wie man - eigentlich - allgemein weiß, sind die Höhenangaben von GPS mit einem rel. großen Fehler behaftet.


    Sicher, der Luftdruck ändert sich auch. Nach Erfahrung mit dem WSG1000 kann ich aber bestätigen, dass die barom. Höhe (schätzungsweise) um eine Zehnerpotenz weniger schwankt als die GPS-Höhe. Allerdings habe ich dabei keine Erfahrung mit plötzlichen Luftdruckschwankungen in Gewittern z.B., Aber das merkt man ja.


    Aber: die Höhe des WSG kann jederzeit kalibriert werden, entweder nach der momentanen GPS-Höhe oder manuell, z.B. eben auch nach einer Höhenlinie in einer Karte, wenn man rel. genau weiß, wo man gerade ist. So ist auch der Vergleich zwischen GPS- und barom. Höhe möglich, im Kalibrierfenster wird ja die barom.Höhe (seit letzter Kalibrierung) angezeigt, die GPS-Höhe steht in einem der GPS/sat-Fenster.


    Nein, Deine Einwände sind nicht wirklich relevant. Im Normalfall ist die barom. Schwankung so klein, dass es zu Abweichungen von ca. 10 m führt, wenn ich zu Hause bei bekannter Höhe barom. kalibriere und anschließend 1 Tag im Elsaß wandere.


    Und es ist soweit ich mich schlau gemacht habe richtig, dass in den Höhen, in denen man normalerweise sich bewegt, der Zusammenhang als linear angesehen werden kann. In meinem Bericht (auf meiner HP) ist ein Link enthalten wo man den Zusammenhang sehen kann. Dort könnte man sicher auch shen, wie es bei größeren Höhen aussieht.

  • Hallo


    Deine persönlichen Einschätzungen bezüglich der Auswertegenauigkeit von Barometer- und GPS- Messergebnissen unterscheiden sich von meinen persönlichen Einschätzungen.


    Das liegt möglicherweise an den Bandbreiten der erzielbaren Ergebnisse.


    Freilich, mit einem geeichten und zyklisch nachgeichten professionellen Barometer komm ich auf etwa 2 m Genauigkeit hin, aber auch nur, wenn jeweils ein bekannter Luftdruckunterschied zur Korrektur herangezogen wird.


    Solche präzise Geräte und solche präzise Korrekturwerte stehen einem im Gelände aber im Regelfall nicht zur Verfügung, wobei wir uns dann unter diesen Verhältnissen bei den Barometern bereits hin zu einer Güte von nur mehr etwa 20 m Messgenauigkeit begeben.


    Und eben genau diese 20 m Messgenauigkeit, die sind aber auch bereits von Hinz- und Kunz GPS Geräten erreichbar. Vor allem, wenn man sich die Zeit nimmt einen Bezugspunkt arithmetisch mitteln zu lassen, wie ich schon sagte. Interessant wird das ganze nun wieder, wenn wir zum eigentlichen Ausgangsthema zurückkehren, dem EGNOS Signal. Auf welche Präzision sich die Höhenauswertung von GPS Signalen dadurch steigern lässt.


    Die Sensoren digitaler Altimeter mögen zwar theoretisch in der Lage sein, Unterschiede von nur 1 m zu erfassen, aber auch diese Altimeter müssen ständig entsprechend nachkalibriert werden, da ihnen auf Grund von Luftdruckschwankungen ganz einfach der Bezug verloren geht.


    Und wenn ich bei der ganzen Sache schon irgendwas kalibrieren muss, um zu präzisen Ergebnissen zu gelangen, dann kann ich auch gleich meine gemittelten GPS Messergebnisse mit einem Korrekturwert an die Realität anpassen. Der Aufwand ist der selbe. Der tatsächliche Nutzwert eines ZUSÄTZLICHEN Barometers also nicht wirklich gegeben.


    Es möge wirklich jeder halten wie er möchte. Ein Jeder der mag, möge sich an Messergebnissen auf drei, fünf oder noch mehr Dezimalstellen solcher "Spielzeuge" erfreuen. Denn es ist in den meisten Fällen wirklich nicht relevant, ob man sich nun auf 456,789 m Höhe befindet oder auf 436,789 m Höhe. Denn nur die wenigsten von uns bewegen sich in derart steilem Gelände, dass eine Höhenangabe präziser zur präzisen Lagebestimmung herangezogen werden kann, als die ansonst üblichen ebenen Koordinatenangaben. (Für die weniger theoretisierenden unter uns, dass ist ab 45° Neigung / 100% Gefälle der Fall)


    EGNOS Signal versus Barometer. Zur exakten Höhenbestimmung. Mal sehen wie das ausgehen wird.


    PS.: Um das Baby beim Namen zu nennen:
    Ein Luftdruckunterschied von 1 hPa entspricht einem Höhenunterschied von 8 Metern. Ein Luftdruckunterschied von drei bis fünf hPa im üblichen Tagesverlauf ist durchaus nichts unübliches. Daraus resultiert, alleine durch diese Luftdruckunterschiede kann es Differenzen der Messergebnisse von noch so genauen Barometern von etwa 30 ! Metern geben. Und das alles bereits ohne irgend welche Wetterkapriolen, die den Effekt noch drastisch verschärfen würden.

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