Genie GPS BGT-31

  • Ich habe vor einigen Tagen das Locosys BGT-31 mit Zubehör bei gogps.ch gekauft. Der Preis für Österreich:


    1 Stk BGT-31 169,00
    1 Stk Genie Armstrap 10,90
    1 Stk Bike Mounting Kit 11,90
    Versand 12.00


    Netto vor Zoll (3,7%) und USt (20%) 203,80


    Zoll 7,54
    Zollstellungsentgelt 6,50
    USt 42,27


    Brutto 260,11.


    Das Gerät funktioniert wie erwartet. Die Genauigkeit kann ich nicht beurteilen, weil ich keinen Vergleich mit anderen Geräten habe.


    Anbei ein Track mit ein paar Metern zu Fuß und dann mit dem Auto. Der Ausgangspunkt stimmt um gut 20 Meter nicht, obwohl ich blauen Himmel hatte, der PDOP-Wert bei ca. 2 lag und die Stromsparfunktion nicht eingeschaltet war. Die 130 Meter bis zum Auto bin ich genau in der Mitte zwischen den Gebäuden gegangen. Im Auto habe ich das BGT-31 ganz vorne unter der Windschutzscheibe plaziert.


    Es wäre nett, wenn mir jemand sagen könnte, ob das, was man auf dem beigefügten Bild sieht, eine übliche Genauigkeit ist, oder ob man mehr erwarten dürfte.


  • Eigentlich sollte man schon mehr erwarten dürfen, der HDOP ist auch nicht so berauschend für einen Standort im Freien.


    Aber eine wirkliche Beurteilung ist so natürlich nicht möglich, solch ein Zustand kann sich sporadisch immer mal ergeben. Also beobachten.


    Eine Beurteilung wäre nur mit einem log möglich, dazu auch 1/2 h im Freien und in Ruhe. Wenn Du logs aufnehmen kannst, dann stelle solch ein log mal hier rein.

  • Anbei eine Log-Datei, die ich heute vormittag erstellt habe. Das BGT-31 hatte bei leichter Bewölkung freie Sicht. Die Aufzeichnung lief ca 42 Minuten an einer fixen Position mit einem Datensatz / Sekunde auf eine 2 GB SD-Karte im SBN-Format (SIRF Binary). Die Konvertierung von SBN nach GPX erledigte die dem BGT-31 beigepackte Software NAVLinkII V2.31.


    Während der Aufzeichnung entstanden in 2515 Sekunden 259530 Bytes, das sind 103 Bps. Hochgerechnet auf die Speicherkapazität der SD-Karte gibt das eine maximale Aufzeichnungsdauer von ca. 5460 Stunden bzw 228 Tage bzw 32,5 Wochen.


    Das beigefügte Bild zeigt die Position des BGT-31 und den Track der nach Google Earth importieren GPX-Datei. In der GPX-Datei sind HDOP-Werte angegeben. Das Gerät selbst zeigt den PDOP-Wert (Positional DOP) auf eine Nachkommastelle genau an. Den PDOP-Wert 1,0 (wie er in der GPX-Datei als HDOP-Wert öfter vorkommt) habe ich nie gesehen. Die besten PDOP-Werte lagen so um 1,5. Wie man den PDOP-Wert aus der SBN-Datei rausbekommt oder auf Basis der dort enthalten Daten berechnen kann, weiß ich nicht.

  • Zitat

    Original von schiffer
    Anbei eine Log-Datei, die ich heute vormittag erstellt habe. Das BGT-31 hatte bei leichter Bewölkung freie Sicht. Die Aufzeichnung lief ca 42 Minuten an einer fixen Position mit einem Datensatz / Sekunde auf eine 2 GB SD-Karte im SBN-Format (SIRF Binary). Die Konvertierung von SBN nach GPX erledigte die dem BGT-31 beigepackte Software NAVLinkII V2.31.


    Während der Aufzeichnung entstanden in 2515 Sekunden 259530 Bytes, das sind 103 Bps. Hochgerechnet auf die Speicherkapazität der SD-Karte gibt das eine maximale Aufzeichnungsdauer von ca. 5460 Stunden bzw 228 Tage bzw 32,5 Wochen.


    Das beigefügte Bild zeigt die Position des BGT-31 und den Track der nach Google Earth importieren GPX-Datei. In der GPX-Datei sind HDOP-Werte angegeben. Das Gerät selbst zeigt den PDOP-Wert (Positional DOP) auf eine Nachkommastelle genau an. Den PDOP-Wert 1,0 (wie er in der GPX-Datei als HDOP-Wert öfter vorkommt) habe ich nie gesehen. Die besten PDOP-Werte lagen so um 1,5. Wie man den PDOP-Wert aus der SBN-Datei rausbekommt oder auf Basis der dort enthalten Daten berechnen kann, weiß ich nicht.


    Offensichtlich hast Du mich nicht verstanden, ich wollte kein gpx->File sondern ein nmea-log. Da gibt es schon Unterschiede. :]

  • Ich hoffe, es jetzt richtig gemacht zu haben. Beim BGT-31 habe ich alle NMEA-Datensätze gewählt, die das Gerät aufzeichnen kann: GGA, GLL, GSA, GSV, RMC, VTG, ZDA.


    Aufgezeichnet wurden an diesem sonnigen Sonntagnachmittag 4006 Punkte in 4012 Sekunden. Dabei ist eine NMEA-Log-Datei mit 1,88 MB entstanden (siehe Anhang), das entspricht ca 490 Bps. Wenn man das NMEA-Logging maximal aufdreht kann man demnach auf einer 2GB-SD-Karte ca 1100 Stunden bzw 47 Tage bzw 7 Wochen lang aufzeichnen.


    Zusätzlich zu den NMEA-Logdateien habe ich eine Darstellung aus Google Earth und den Screenshot einer Analyse der Log-Datei mit VisualGPS beigefügt.


    Danke Charly, für deine Unterstützung.
    Stefan

  • Angesichts deiner Bilder die du mit hoch geladen hast muss ich sagen daran ist nichts besonderes.
    Hatte noch keinen GPS Logger der bei Stillstand nicht solche Schwankungen hatte.

  • Hallo Stefan,


    das sieht doch sehr gut aus.


    Der Schwanz, der nach unten raushängt, ist gewissermaßen das Einlaufen der Maus. Danach liegt die Abweichung im Durchmesser von 10 m.


    Der HDOP liegt im Durchschnitt bei 1,2, es sind aber auch Werte von 0,9 zu sehen.


    Die Protokolle GLL und ZDA kannst Du löschen, die werden nicht gebraucht. Ebenso VTG, hier reicht RMC. GSA und GSV reichen alle 5 sek., das alles verbessert die Performance.

  • Danke für diese Auskunft. Unsicher war ich mir beim BGT-31 nur bei der Genauigkeit, die anderen Merkmale überzeugen mich bisher ohnehin.


    Ich habe meinem Border Collie das Gerät umgeschnallt und ihn mit den Pferden um die Wette laufen lassen. Er kam laut Max-Speed-Anzeige am Gerät auf über 40 km/h. Braver Hund ;)

    Einmal editiert, zuletzt von schiffer ()

  • Zitat

    Original von schiffer
    Danke für diese Auskunft. Unsicher war ich mir beim BGT-31 nur bei der Genauigkeit, die anderen Merkmale überzeugen mich bisher ohnehin.


    Ich habe meinem Border Collie das Gerät umgeschnallt und ihn mit den Pferden um die Wette laufen lassen. Er kam laut Max-Speed-Anzeige am Gerät auf über 40 km/h. Braver Hund ;)


    Soweit man das an Hand eines einzelnen logs beurteilen kann, liegt die Genauigkeit gut im Rahmen der GPS-Genauigkeit.

  • Anbei die KML-Datei eines gemütlichen Waldlaufs mit dem BGT-31, falls sich jemand für die Genauigkeit des Loggers im Feld interessiert.


    Bisher bin ich mit dem BGT-31 recht zufrieden und froh, mir ein praktisches und robustes Gerät mit einer langen Akkulaufzeit zugelegt zu haben, auch wenn es nicht ganz billig war.


    PS: Ich hatte das Gerät am Oberarm befestigt und lief auf den Wegen und Brücken (bin nicht geschwommen, obwohl das Gerät wasserdicht ist ;)

  • ... das Ergebnis ist mehr als zufriedenstellend.


    Gruß
    Günther

  • ...finde ich auch, der erste Eindruck ist gut. Jetzt wäre natürlich noch interessant, wie die Ergebnisse unter weniger optimalen Empfangsbedingungen ausfallen. Alles in allem gefällt mir der GT-31 sehr, zumindest auf dem Papier. Vor allem der SD-Slot ist ein echtes Kaufargument - nie mehr ärgern, weil interessante Infos nicht in den Speicher passen. Aber wie immer - wo viel Licht ist, da ist auch Schatten - gibt´s wohl auch Nachteile. Mir gefällt der fest eingebaute Akku nicht. Und trotz SD-Slot, der Speicher für´s AKTIVE Log ist ziemlich klein. Und NATÜRLICH bin ich mir ganz sicher, wenn ich jetzt wirklich einen GT-31 hätte (und nicht einen WSG-1000), dann würden mir noch mehr kleinere Haken auffallen. So richtig kritisch hinschauen kann man eben erst, wenn man selbst testet...


    Trotzdem muß ich zugeben, daß das Gerät aktuell ziemlich spitzenmäßig aussieht.

  • Das BGT-31 loggt parallel in den internen Speicher und auf die SD-Karte. In diesem Sinn gibt es keine aktive oder passive Log-Datei. Es besteht zwar die Möglichkeit, die interne Log-Datei auf die SD-Karte zu speichern, aber ich nutze diese Möglichkeit nicht, weil ich ohnehin immer auf die SD-Karte mitlogge.


    Wenn ich das Manual richtig verstanden habe, werden Tracks (8192 Punkte), Waypoints (1000 Punkte) und Routes (20 Routes mit 125 Waypoints) nur im internen Speicher gehalten und können auch nicht auf die SD-Karte geschrieben, sondern nur mit der PC-Applikation zwischen BGT-31 und PC übertragen werden (Lesen und Schreiben).


    Verbesserungsmöglichkeiten gibt es selbstverständlich: beispielsweise werden Wegpunkte bei Drücken der Markierungstaste etwas verzögert erzeugt, was vor allem bei höheren Geschwindigkeiten zu durchaus beträchtlichen Abständen zwischen gewünschter und tatsächlich markierter Position führen kann.


    Ich habe aber noch nichts entdeckt, was ich so vermisse, dass ich mir dafür ein anderes Gerät kaufen würde, das nicht so robust ist und stabil läuft, wie das BGT-31.

    Einmal editiert, zuletzt von schiffer ()

  • Den Effekt, daß Wegpunkte mit deutlicher Verzögerung erzeugt werden, hat der WSG-1000 auch. Ein bißchen nervt mich das, wenn ich im Stehen einen Wegpunkt setzen will. Das geht nicht, man muß dann das Gerät so ein oder zwei Meter hin- und herbewegen, damit ein Punkt ins Log geschrieben wird. Ok, damit kann man leben...


    Aber DEN Satz von dir...


    Zitat

    ...werden Tracks (8192 Punkte), Waypoints (1000 Punkte) und Routes (20 Routes mit 125 Waypoints) nur im internen Speicher gehalten und können auch nicht auf die SD-Karte geschrieben...


    verstehe ich nicht ganz. Was wird denn dann überhaupt auf die SD-Card geschrieben? Wenn du z.B. einen Tag lang loggst und jede Sekunde einen Punkt erzeugst, dann hast du 86400 Punkte. Wo werden die denn hingeschrieben? Für´s interne Log sind es ja zu viele?

  • Hi, Schiffer,
    könntest Du noch mal auf der Joggingstrecke im dichten Wald eine längere Wegstrecke im Spaziergängertempo, so 4 bis 6 km/h, aufzeichnen?


    Gruß
    Günther