WSG-1000 Empfangsvergleich mit Xaiox Diamond

  • Hallo,


    habe vorhin die WSG-1000 abgeholt und angefangen, outdoor damit zu spielen!
    Karomue´s Artikel hatte ich zwar nicht dabei, aber vorher gelesen. Ich muss sagen, das Menü hab ich schon ganz gut im Griff! Wenn man die Struktur gerallt hat, gehts prima von der Hand. Die Funktionalität gefällt mir sehr gut.


    Ein erster Empfangsvergleich mit der Xaiox Diamond (Sirf III) zeigt leider leichte Schwächen bei der WSG-1000, wie folgende Versuche zeigen:


    In meinem Test-Bunker (Stahlbetonbunker im Wald) wurden beide Geräte in der flachen Hand gehalten, und dann im Eingangsbereich auf Sat-Fix hin beobachtet.
    Die Diamond hält den Fix deutlich länger, bei zentimeterweiser Fortbewegung in den Bunker hinein. Drinnen gibt es zwei Stellen, an denen sie zwischen 3 und 5 Sats sieht.
    Da muss die WSG-1000 leider deutlich früher passen, ihr geht schneller der Empfang aus. Im Bunker keine Chance, neben der Diamond auf der flachen Hand liegend einen Fix zu bekommen. Sie sieht nur max. 2 Sats mit schwacher Feldstärke.
    Zurück im Eingangsbereich findet die Diamond schnell bis zu 6 Sats, während die WSG-1000 nicht fixen kann. Sie muss für den Re-Fix erstmal freien Himmel sehen.
    Das war erstmal eine herbe Enttäuschung.


    Im Souterrain-Zimmer unseres Hauses der nächste Vergleich: Beide Geräte liegen auf der Fensterbank, kein Satfix möglich. die WSG-1000 sieht einen Sat, die Diamond zwei und den dritten sehr schwach.
    Nun wird das Fenster wird geöffnet, die WSG-1000 sieht 2 Sats, das wars.
    Die Diamond fixt zwischen 4 und 6 Satelliten. Hmmm.


    Jetzt muss ich das erstmal sacken lassen und mir überlegen, ob ich die WSG behalten und die relative Empfangsschwäche in Kauf nehmen will. Schwierige Verhältnisse gibts genug, sei es in der Stadt oder im Gelände. Die Diamond arbeitet dort auch aus der Tasche heraus, im Auto leg ich sie manchmal gar nicht erst aufs Armaturenbrett.


    Die WSG-1000 punktet bei mir mit dem beleuchteten Display, der Logger-Funktion (deswegen wollte ich sie ja haben) und den nice-to-haves: Elektronischer Kompass, barometrischer Höhenmesser, Temperatur, Akkuspannung, einfache Programmierbarkeit... für solche Spielereien hab ich eine Schwäche. Aber Prio 1 ist und bleibt der Empfang, außerdem scheint die WSG leider höhere Feldstärken fürs Re-Fixen zu benötigen.


    Nun bin ich mal auf eure Erfahrungen mit dem Gerät gespannt!


    Grüße,
    Peter

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  • Ich kann nur mit einem annähernden Vergleich dienen zwischen der WB201 und der WSG-1000. Wie unten auf den Bildern zu sehen ist, besteht fast kein Unterschied was die Empfangsstärke betrifft. Die etwas verschiedenen db-Werte kommen vermutlich von nicht gleichen Winkeln der Planantenne. Beim Versatz um 45Grad ändern sich die db-Werte schon wieder leicht. Das ist aber normal.


    Ich muß sagen, das ich mit der WB201 selbst hier in Frankfurt zwischen Hochhäusern noch nie Empfangsprobleme hatte. (Dürfte bei der WSG-1000 auch nicht anders sein). :)


    Die zwei Ergebisse sind auf einem Dachfenster welches genau parallel ausgerichtet war, an selber Stelle ausgeführt worden.


    Ja, schade das es im Bunker nicht besser ging mit der WSG-1000, aber ich nehme an, Du kennst dich in der Örtlichkeit gut aus, und hast dich nicht verlaufen. ;)


    Gruß - Barny

  • Halli, hallo Ihr 2.


    Dazu mal grundsätzlich:


    wer hier schon länger mitliest und meine Bemerkungen zur 201 kennt weiß,m dass diese bei kleinen Geschwindigkeiten dazu neigt, zu "tanzen", d.h. die Koordinaten wackeln etwas. Das ist bei der Grundeinstellung des WSG nicht mehr so.


    Wintec ist es zu verdanken, dass wir hier jetzt wissen, warum das so ist. Im Artikel steht das noch nicht, ich weiß, das sollte ich dringend nachtragen.Komme aber momentan nicht dazu. :(


    Der WSG hat einige Parameter verändert, z.B. die Signalstärke bis zu der ein Fix bleibt, bzw. ab der er erst erreicht wird. Das kann man z.B. mit TMX verändern - wenn man weiß wo und wie natürlich auch mit u-center.


    Es steht hier im Loggerfile soweit ich mich ohne suchen erinnere eine kleine Excel Tabelle mit den Änderungsmöglichkeiten und den Grundeinstellungen der 201 und des WSG. Stelle den WSG auf die Einstellungen der 201 und man wird auch bei ungünstigeren Empfangsbedingungen den fix erreichen bzw. erhalten. Aber, dann tanzt halt auch der WSG. Mit den 6 vorgeschlagenen Möglichkeiten über TMX sollte aber für jeden Anwendungsfall ein guter Kompromiss möglich sein.


    Wer die Diskussionen kennet weiß, dass SiRF ein gutes Empfangsverhalten hat aber den Track mit TrackSmoothing "bügelt". Nicht mein Geschmack!


    Wintec/u-blox macht das halt anders.

  • Hallo karomue,


    erstmal vielen Dank für die Infos. Für Leute wie mich, die gern mal etwas Zeit zum Feintuning investieren, gibt es da also vielleicht noch was zu retten.


    Mich interessierte zunächst mal die Empfangsfähigkeit unter erschwerten Bedingungen im Auslieferungszustand. Es ist imho wichtiger, überhaupt einen Fix zu bekommen! Ob es dann tanzt oder gefiltert wird, ist für mich erstmal zweitrangig.
    Das Ändern der Schwell-Signalstärken durch Wintec mag ja gut gemeint sein, die WSG-1000 scheint jedoch grundsätzlich eine geringere Empfangsleistung zu haben als zum Beispiel die Diamond.
    Da beißt die Maus keinen Faden ab.


    Zur SiRF:Grundsätzlich bin ich auch nicht für glätten, bügeln etc. Aber wenn ein Filter sinnvoll eingesetzt wird, kann er Gutes bewirken.


    Habs grad nochmal am offenen Fenster getestet:
    Die WSG-1000 findet nach ca. 2 Minuten am offenen Fenster 3-4 Sats, die angezeigte
    horizontal accuracy beträgt 85m, vertical acc = 130m
    (Diamond: 6 Sats, Vacc=23m, Hacc=35m)
    Bin bei den Werten aber skeptisch, weil ich nicht weiß wie sie errechnet werden (Scheingenauigkeit, glattbügeln).


    Geschlossenes Fenster:
    WSG-1000 sieht 2 Sats,
    Diamond sieht 4-5 und fixt sofort 3-4.


    Mist.
    Ich geh jetzt weinen und irgendwem die Ohren voll jammern.


    Grüße,
    Peter

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  • Hallo Peter,


    probiers mal mit den Einstellungen der WBT201. Sollte einiges besser - für diesen Fall - sein.


    Vorher über u-center - hast Du?? - die Konfig sichern. Wenn Du die Werte mit u-center änderst, sind sie nach Ausschalten des WSG wieder im vorherigen Zustand, das ist zum Testen recht einfach. Wenn mit TMX geändert werden sie wohl gleich permanent geschrieben. Was aber über TMX mit einem Befehl auch geändert werden kann.


    Bin heute Abend evtl. zeitlich besser dran.

  • Hi karomue,


    mit dem u-center hab ich mich jetzt mal befasst. Bin aber trotz diverser Anleitungen nicht sicher ob meine Änderungen sinnig sind, denn die WSG-1000 kann sich auch bei 5 Sats nicht unbedingt zum 3D-Fix entscheiden?!



    Hast du mal bitte ein Konfig-file für die WBT201? Ich hab eines gefunden, das brach aber beim upload ins GPS ab.



    [Blockierte Grafik: http://foto.arcor-online.net/palb/alben/21/3941621/1600_3932373532316331.jpg]

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  • Hallo Charly,


    jo hatte send geklickt.


    ok wieder etwas schlauer. Das Konfigfile der 201 lässt sich nicht in meine WSG-1000 laden. Der Upload bricht kurz vor Ende ab. Nagut, ein Versuch wars wert.


    Edit:
    Ich kenn mich zwar mit HEX nicht so aus, hab aber die Konfig-Files mal in zwei Word-Dokumente umgewandelt und diese durch den Dokumente-Vergleich laufen lassen.
    Da hats in der Zeile CFG-NAV2 gar keine Unterschiede zwischen der WBT-201 und der WSG-1000!
    Dafür um so mehr in der Zeile CFG-PRT, was immer das ist.

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  • Hm, das verstehe ich jetzt nicht ganz.


    PRT sind die Ausgänge, 1-USAET1 ist BT, USB ist USB. Relevant ist Protocol out, sollte auf 0+1 UBX+NMEA stehen (beide, jeweils send) wenn man auch UBX-Infos haben will.

  • Hallo, Tester pm wob


    dein Experiment mit den Geocaches im Bunker ist sehr spannend. Werde es auch mal probieren: Mit einem Laptop mit u-center und dem WSG-1000.
    Schön, dass Du hier von Deinen Erfahrungen berichtest. Wir sind immer an was besserem interessiert.
    In Höhlen ist GPS nicht die erste Wahl. Da ist eine Schnur besser. Zwischen engen Wänden kann es zu einem Scheinempfang durch Reflexionen kommen. Also Vorsicht mit einem GPS, gleich welcher Bauart.
    Das WSG-1000 ist von Haus aus auf hohe Levels eingestellt. Entweder präzise oder gar nicht. Ein weiches Abdriften bei Störungen und schwachen Signalen gibt es nicht. Das "gar nicht" ist manchmal lästig. PDOP / TDOP auf 50 eingestellt, hilft hier viel. Im u-center von u-blox kann in der Tabellenansicht ( vorher Auswahl konfigurieren ) temporär die Auswirkung der Triggerschwellen beim Abdecken der Antenne beobachtet werden. Von 3D -Fix zu 2D zu DR. Beschreibung hierzu im ANTARIS4_Modules_SIM(GPS.G4-MS4-05007).pdf und hier im Forum.


    Bei Sicht auf den Himmel liefert das WSG-1000 hervorragende Ergebnisse.
    Einen Track habe ich in eine Top50 eingezeichnet. Die Strasse ist immer getroffen. Die Geometer haben bei der Kartenerstellung also gut gearbeitet. Es ist sogar zu sehen, das bei der Rückfahrt die Strassenseite unterschiedlich ist. Ich bevorzuge 2 sec GPS-Messzeit, alle 6 sec oder nach 12 m bei mindestens
    0.7 km/h. Die Messzeit verkürzt sich bei höherer Geschwindigkeit. PDOP 15 führt bei kleinen Abweichungen zur "Tunnelfahrt" DR. damit sehe ich an den Tracks, dass sie die Strasse verlassen haben. Walk loggt alle 20 sec, Bike alle 10 sec. und Motor alle 6 sec.


    Es gibt sicher kein Gerät auf dem Markt, dass so vielseitig auf eine spezielle Anwendung konfigurierbar ist. Die Antenne könnte besser und grösser sein, aber eine Helicoil lässt sich nicht so platzsparend unterbringen. Für eine gebräuchliche Anwendung im Freien besser kleiner als zu gross, so ist das ein guter Kompromiss.


    Viele Grüsse .