Holux M-241 - erster Eindruck

  • Hallo,


    seit Montag habe ich einen Holux M-241 hier, also einen GPS-Datalogger mit eingebauten LCD-Display. Wer sich für die technischen Daten interessiert:
    http://www.holux-europe.eu/de/products/m241_spec.htm


    Kaltstart
    Ich habe sowohl den Holux M-241 als auch meinen PDA Siemens Loox N500 mit ins Freie genommen (genügend Platz, keine Hochhäuser und keine hohen Bäume) und einen Kaltstart machen lassen. Beim Loox N500 konnte ich im Programm VisualGPS sehen, wie der Reihe nach Satelliten erkannt wurden. Bis zur Verwendung dauerte es aber etwas über 2 min. Den Holux habe ich nicht an ein Notebook etc. angeschlossen und konnte daher keine Details sehen, sein Display meldet nach 53 sec Betriebsberitschaft.


    Empfangsqualität
    Wieder in der Wohnung (Wände aus Ytong, Boden/Decke aus Beton) ist Empfang im Wohnzimmer (4 m bis zur großen Fensterfläche auf der Südseite, 2m bis zu einem kleinen Fenster nach Osten) möglich. Allerdings setzt er immer wieder aus, sowohl bei Loox N500 als auch beim M-241. Am Dachfenster des Badezimmers hat der M-241 durchgängig Empfang, der Loox N500 hatte dort immer wieder Ausetzer bzw. bekommt heute bei Regen nur 3 Satelliten, die er aber nicht nutzen möchte.
    Allerdings: an dieser Stelle im Wohnzimmer einen Kaltstart zu machen, kann man vergessen. Da hat der M-241 auch nach 15 min noch kein Signal.


    Akkulaufzeit
    Mit einem frisch geladenen Akku (Kapazität gemessen: 2000 mAh) läuft der Holux M-241 ca. 15 Stunden. Danach hat der Akku eine Spannung von 1,18 V - wird also nicht vollständig entladen.


    Äußerlichkeiten
    Auch wenn der Holux M-241 als nicht wasserfest beschrieben ist: eine Abdeckkappe über dem USB-Anschluss wäre nicht schlecht gewesen. Ein Mignon-Akku sitzt stramm im Schacht, man muss kräftig schütteln, um ihn heraus zu bekommen. Und die Abdeckkappe ist sehr hakelig beim Verschließen.


    Tracks
    Alles was zwischen Start und Stop an Daten gespeichert wird, ist ein Track und wird auch in einer Datei auf den PC exportiert. Es gibt also nicht das Problem, dass Daten eines ganzen Tages zusammengefasst werden. Man kann aber zusätzlich alle vorhandenen Tracks in einer Datei speichern.
    Wenn er kein Signal bekommt, werden möglicherweise im Modus "Log by Time" trotzdem Daten gespeichert? Das muss ich noch mal kontrollieren. In der zum PC übertragenen Datei sind dann aber zeitliche Lücken.


    StaticNavigation
    Scheint der Holux M-241 nicht zu haben - wenn er nicht bewegt wird, tanzen die letzten beiden Stellen der Koordinatenanzeige trotzdem hoch und runter.


    PC-Anschluss
    Zunächst muss man den Treiber installieren und den PC neu starten (im Internet-Café mal die Daten auf einen USB-Stick zu spielen, kann man mangels Admin-Rechten demnach vergessen). Dann muss man den Gerätemanager öffnen und nachsehen, auf welchem COM-Port der M-241 eingebunden ist. Das Holux Utility benötigt diesen COM-Port, um die Daten übertragen zu können. Ist es so schwierig, die Ports zu scannen, um den richtigen Anschluss selbstständig zu erkennen??? Und warum kann man diese Einstellung nicht als Konfig-File ablegen? Also da haben die Programmierer nur die allernötigsten Arbeiten gemacht! Gespeichert wird zunächst im Google-Earth-Format (*.kml und *.trl), andere Formate - GPX, NMEA und reiner Text - erzeugt man, indem man die so gespeicherte Trackdatei öffnet und konvertiert. Und mit der OK-Taste wird das Programm beendet ...


    Mein Fazit: mit den 32 Kanälen bekommt der Holux durchaus zügig das GPS-Signal, im Betrieb ist er etwa gleichauf mit anderen SirfIII-Geräten.


    Gruß
    Jürgen

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  • ...der kleine schwarze Nupsel an der Filmdose, ist das die Antenne?


    Die relativ schlechte Empfangsleistung Indoor ist ist erstaunlich, das deutet auf eine schwache Antenne hin.


    Toll finde ich allerdings das kleine Display.


    Gruß
    Günther

  • Hallo,


    der schwarzen Nippel ist ein Plastikring mit zwei Löchern, an dem man den Tragegurt befestigen kann. Zwar ist auf dieser Oberseite ein Antennensymbol und das Wort "Up" aufgedruckt - man soll ihn also wohl aufrecht transportieren - aber die bedienungsanleitung verliert darüber kein Wort. Die Antenne aber befindet sich vollständig im gehäuse.


    Gruß
    Jürgen