Bitte dringend: Nüvi 200 als Fußgänger benutzen !?

  • Hallo,


    ich habe gerade das Magellan Roadmate 1200 bei Saturn für 99
    Euro gekauft. Ich bin primär Fußgänger und Radfahrer und habe
    kein Auto.


    Ich habe gute Testberichte über das Roadmate gelesen, der
    Verkäufer sagte, ich könne es als Fußgänger benutzen.


    Inzwischen habe ich festgestellt: Dies ist nicht optimal ... es wird
    nicht der direktes Weg berechnet.


    Soweit die Vorgeschichte.


    Jetzt meine Frage:
    Wie ist der Fußgänger Modus beim Nüvi 200?
    Wird da der direkte Weg berechnet, also auch durch kleinere
    Straßen und Pfade.
    Welche Vorteile hat der Fußgänger Modus noch für Fußgänger?
    Passt dann immer noch die Zuordnung in die Straßen bzw.
    ist die Anzeige trotz der geringen "Bewegunggsgeschwindkeit"
    genau?


    Bitte um schnelle Hilfe, weil ich dann womöglich noch heute
    den Tausch vornehmen kann.


    VIELEN DANK !

  • Hallo MartinR,


    es gibt kein Auto-Navi mit einem gut funktionierenden Fussgängermodus. Keines der gängigen Autonavis führt da zu guten Ergebnissen. Der Nüvi ist da genausoschlecht wie der Magellan, der TomTom, der Navigon etc.
    Fussgänger, Wanderer und Radfahrer benutzen deshalb Naviprogramme, die einem keine Richtung angeben, sondern nur die Karte darstellen und dort die Position anzeigen (sog. Rasterkartenprogramme). Sie können auch einen vorher festgelegten Weg auf der Karte als Linie anzeigen, aber keine Anweisungen geben.


    Grüsse roeka

  • Hallo Martin!


    Wie roeka schon schrieb, wird sich mit einem Navi, das primär für
    Autonavigation ausgelegt ist, keine perfekte Wegweisung für
    Fussgänger erzielen lassen.
    Aber das heisst nicht, dass es nicht geht und dass es für Fussgänger
    keinen Vorteil bringen kann.


    Ich habe das 250W, aber für Deutschland ist das mit dem 200er
    identisch, was die Karten und die Routenberechnung angeht.


    Eben habe ich mal den Weg von mir zu meinen Eltern (ca. 5km vom
    Stadtrand Münchens aufs "Dorf") im Auto- , Radfahrer und im
    Fussgängermodus berechnen lassen:


    Fussgänger, kürzeste Strecke: Eine Einbahnstrasse wird (korrekt)
    entgegen der Fahrtrichtung verwendet und ebenso wird ein nur für
    Fussgänger freigegebener Weg als Abkürzung zwischen zwei Strassen
    in die Route einbezogen.
    Was öffentliche, geteerte Wege angeht, ist das wirklich die kürzeste
    Strecke. Ein existierender, aber nicht in der Karte verzeichneter
    Schotterweg durch den Wald wird natürlich nicht vorgeschlagen,
    denn den kennt das Navi nicht.


    Radfahrer, kürzeste Strecke: Einbahnstrasse entfällt, Fußweg enfällt.


    Auto, kürzeste Strecke: obige Abkürzungen entfallen natürlich wieder
    und zudem wird eine sehr kleine und enge Strasse umfahren, in der
    bei Gegenverkehr schon mal rangiert werden muss.


    Auto, schnellste Strecke: Die Route ist komplett anders und es
    werden (wo möglich) grosse und breite Straßen ausgewählt.


    Fazit:
    Fussgänger 4,1km,
    Radfahrer 4,4km,
    Auto (kurz) 4,6km,
    Auto (schnell) 4,8km.
    Die Luftlinie beträgt übrigens 3,5km.


    Womit (zumindest für diese eine Strecke) bewiesen wäre, dass der
    Fussgänger- und auch der Radfahrermodus doch was bringt!
    Hätte selbst nicht gedacht, dass das nüvi doch so "schlau" ist und
    die verschiedenen Verkehrsteilnehmer so gut unterscheidet.


    Damit ist natürlich nicht gesagt, dass das nüvi für alle Strecken
    grundsätzlich wirklich den kürzesten Fussweg wählt. Das wird manchmal
    an Fehlern im Kartenmaterial scheitern, aber auch die Webberechnung
    kann schon auch mal daneben liegen.


    Um auch diese Probleme zu umgehen, empfiehlt sich beim nüvi der
    Luftlinienmodus. Dabei wird einfach eine gerade Linie zwischen Start
    und Ziel angezeigt und man kann/muss selbst überlegen, welcher der
    vor einem liegenden Wege näher an der Luftlinie liegt. In diesem Fall
    dient das Navi nur als eine Art Kompass, der die Richtung vorgibt.


    Wie dem gegenüber das Magellan abschneidet, kann ich leider
    nicht beurteilen.


    Viele Grüße,
    Rainer