Ja ja, so ein Navi ist eine feine Sache. Es findet immer den schnellsten Weg und mit der automatischen Stauumfahrung bleibt man nie stehen.
Am Dienstag sind wir mit drei Fahrzeugen ins Allgäu aufgebrochen. Wir hatten drei unterschiedliche Termine also konnten meine Chef, meine Mitarbeiter und ich nicht zusammen fahren. Als Navis hatten wir ein Garmin, ein TomTom und mein MN6.2.
Eines der Dinger hat sogar TMC, ich glaube das Garmin.
Das Routing war bei allen gleich: Frankfurt A5 Karlsruhe A8 Stuttgart Ulm A7 usw.
Hinter Frankfurt wurde es lustig:
1. Behinderungen in einer Baustelle auf der A5 vor Karlsruhe
2. Rückstau A5 bis ins AD Karlsruhe
3. Stau auf der A8 wegen Gehölzpflege
Das Garmin und das TomTom ignorierten diese Verkehrsnachrichten. Mein Kollegen und mein Chef fuhren in den Stau. Das Garmin TMC leitete meine Kollegen auf der A8 um den Stau herum.
Ich fuhr die A6 Richtung Heilbronn. Die Autobahn war leer! Wer die A6 kennt wird es mir nicht glauben, die A6 war leer!!! Danach die A81 Richtung Stuttgart leer!! Ich wiederhole mich ja nur ungern aber wer die A81 kennt
Das Ende vom Lied:
Ich erster
Mein Chef mit TomTom ohne TMC zweiter mit 35 Minuten verspätung
Meine Mitarbeiter mit TMC dritte, 45 Minuten.
Nun stelle ich mir die Frage:
Wenn fast jeder so ein Navi an der Scheibe kleben hat und die Routingengines fast gleich rechnen und wenn TMC nicht so global navigiert wie es möglich wäre, produzieren dann die Navis den Stau?
Wenn alle wie die Lemminge in die Richtung fahren die die freundliche Stimme im Navi sagt dann produziert doch das Navi den Stau, oder?
Oder sehe ich das falsch?