Die Satelliten spinnen

  • Zitat

    Original von Wastl
    Warum sollte man die auf exakt(?) 300m kommen? Das einzige weiter Datum, dessen 'Bezug' zum WGS84 mir geläufig ist, ist das Potsdam-Datum und dessen Verschiebung liegt etwa 180m in Süd-West Richtung.


    Nun, die 300 m waren von mir grob geschätzt. 180
    m erscheinen mir aber etwas wenig für die beobachtete Abweichung. Speziell auf der Autobahn hatte ich genug Ruhe, zu beobachten.


    Zitat

    Original von Wastl
    Mich lässt das Ganze eher an Zahlendreher denken, die dann, aus welchen Gründen auch immer, eine Zeitlang weitergeführt werden. Wohlgemerkt, in der Navi-Soft, nicht im GPS.


    Würde mich freuen, wenn du es mir auf einem nächsten Treffen genauer erklären könntest. ;)


    Gruß
    bonnie

  • Gestern Nacht hat's wieder gesponnen...


    Diesmal war die Entfernung aber nicht so groß, wie damals, als ich den Thread eröffnet habe.


    Habs mal mit dem Handy gefilmt, weils grad in der Nähe lag. Habs bei YouTube hochgeladen


    Klick hier

  • Schade, daß Du nicht geloggt hast, aber diese Abweichung würde ich erstmal als normal einstufen, zu dem Zeitpunkt waren es nur 4 Sats in Use bei einem HDOP von 22, also eine sehr ungenaue Positionsbestimmung unter sicher ungünstigen Bedingungen.


    Ich würde jetzt vermuten, daß nach und nach weitere Sats in Use genommen wurden und sich die Positionsgenauigkeit dann deutlich verbessert hat.

    Kaum bist mal kurz weg sieht alles gleich ganz anders aus ??

  • Moin, moin!


    Irgendwie habt Ihr doch alle recht, was die Fehldeutung betrifft.


    Natürlich sieht auch ein Empfänger mit einem Uralt Almanach die Sat's. Der scannt im Grunde dann den kompletten Frequenzbereich, bis er was findet. Der Almanach hilft nur, die "richtigen" Frequenzen schneller zu finden. Hört mal rein in das Frequenzsegment, hört sich interessant an, was da an Daten rumflitzt. Ich bräuchte da zumindest deutlich länger, um was rauszufiltern.


    Wie wäre es jetzt noch kurz mit einem Exkurs in die Welt der Hochfrequenztechnik, gekoppelt mit mächtig viel Mathematik. Bis wir damit auch nur Ansatzweise durch sind, ist der GPS-Reset längst durchgelaufen und der GPS-Empfänger hat wieder einen aktuellen Almanach.


    Die Frage ist, wie kommt es nach längerer Zeit navigieren dazu, daß es zu diesen Problemen kommt. Aber auch den GPS-Empfänger haben nur Menschen programmiert, und die können Fehler machen. Buffer Overflows und ähnliche Sachen können auch bei diesen Kisten vorkommen.


    Gruß, Karsten

  • Zitat

    Original von dc7os
    Natürlich sieht auch ein Empfänger mit einem Uralt Almanach die Sat's.


    Genau, die Frage ist aber,


    wie soll der Empfänger es schaffen, mit veralteten, also falschen Satelliten-Positionen eine Position zu errechnen?


    Am Anfang steht die exakte Synchronisierung der Uhrzeit zwischen Empfänger und Sats, wie das geht, steht bei Kowoma schön beschriieben. Und da behaupte ich, mit falschen Satellitenpositionen kann die Uhrzeitsynchronisation nicht klappen, und damit auch nicht eine Positionsermittlung, egal ob richtig oder falsch.


    Das es zu Speicherüberläufen oder sonstigen Dingen kommt, die dazu führen, daß der Empfänger eine falsche, veraltete Position ausweist, stelle ich nicht in Abrede, auch nicht, daß die Lösung ein Reset des Empfängers sein kann (damit wurde schon vielen Usern im Board geholfen).

    Kaum bist mal kurz weg sieht alles gleich ganz anders aus ??

  • Moin, moin!


    Zitat

    Original von Bogi100
    wie soll der Empfänger es schaffen, mit veralteten, also falschen Satelliten-Positionen eine Position zu errechnen?


    Am Anfang steht die exakte Synchronisierung der Uhrzeit zwischen Empfänger und Sats, wie das geht, steht bei Kowoma schön beschriieben. Und da behaupte ich, mit falschen Satellitenpositionen kann die Uhrzeitsynchronisation nicht klappen, und damit auch nicht eine Positionsermittlung, egal ob richtig oder falsch.


    Und wie soll dann die Positionsermittlung klappen, wenn Du deinen Empfänger für längere Zeit abgeschaltet irgendwo eingebuddelt hast? Wird der dann nie mehr seine Position finden können? Auch das steht bei Kowoma drin, wie der Abgleich da läuft.


    Gerade deswegen ist es sinnvoll, wenn der Almanach quasi initialisiert wird, daß möglichst viele Sat's zu sehen sind, besser, schneller, sicherer.


    Gruß, Karsten

  • Zitat

    Original von dc7os


    Und wie soll dann die Positionsermittlung klappen, wenn Du deinen Empfänger für längere Zeit abgeschaltet irgendwo eingebuddelt hast? Wird der dann nie mehr seine Position finden können? Auch das steht bei Kowoma drin, wie der Abgleich da läuft.


    Indem er Ephemeriden und, falls notwendig, den Almanach aktualisiert, und, meine Behauptung, erst dann ist eine Positionsbestiimmung möglich, und ein funktionierender Empfänger wird auch erst dann eine Position errechnen (können).

    Kaum bist mal kurz weg sieht alles gleich ganz anders aus ??

  • Ich verstehe echt NICHTS von eurem Fachchinesich :D
    Almanach bla bla...Jungs, mal im Klartext, was ist da oben los? :D

    Einmal editiert, zuletzt von Fethiye ()

  • Zitat

    Original von Fethiye
    Ich verstehe echt NICHTS von eurem Fachchinesich :D
    Almanach bla bla...Jungs, mal im Klartext, was ist da oben los? :D


    Oben is nix los, alles im Lot.


    Wenn, dann ist unten was nicht in Ordnung :D


    also bei deinem Empfänger....

    Kaum bist mal kurz weg sieht alles gleich ganz anders aus ??

  • Zitat

    Original von dc7os Natürlich sieht auch ein Empfänger mit einem Uralt Almanach die Sat's. Der scannt im Grunde dann den kompletten Frequenzbereich, bis er was findet. Der Almanach hilft nur, die "richtigen" Frequenzen schneller zu finden. . . . . Aber auch den GPS-Empfänger haben nur Menschen programmiert, und die können Fehler machen. Buffer Overflows und ähnliche Sachen können auch bei diesen Kisten vorkommen.


    Genau das ist es! Es ist eine unumstößliche Tatsache, dass der Empfänger erst nach den Satellitensignalen sucht, dann den Almanach lädt und dann die genaue Position mit den Ephemeriden- und Almanachdaten bestimmt. In dieser Reihenfolge! Manche haben EGNOS und WAAS Funktionalität und die Möglichkeit, die so gewonnenen Positionsinformationen zu verifizieren.


    Wenn die verfügbaren Daten falsch sind, kommt auch eine falsche Position raus. Da helfen dann auch WAAS oder EGNOS nicht. Dieser Vorgang dauert bei einem jungfräulichen GPS-Chip rund 15 Minuten. Mindestens. Jegliche Vorkehrungen der GPS-Hersteller, diesen Vorgang zu beschleunigen, sind Kann-Möglichkeiten, die zweifellos i.d.R. funktionieren, aber eben nicht immer, geschweige denn garantiert. Dazu kommt, dass sich auch die Prozessoren der mehrkanaligen Empfänger aufhängen können und es liegt im Geschick des System-Herstellers, wie dieses Problem angegangen wird, manuell, automatisch oder sowohl als auch.


    Zweifler sollten sich fundiertes professionelles Wissen holen. Unis oder die Hersteller von Satelliten und Empfangssystem haben da durchaus Kenntnisse, die findet man allerdings nicht auf WebSites. Und ansonsten wäre es auch ein bisschen langweilig im Forum . . .

  • Zitat

    Original von Fethiye
    Ich verstehe echt NICHTS von eurem Fachchinesich :D
    Almanach bla bla...Jungs, mal im Klartext, was ist da oben los? :D


    Das glaube ich sofort. Mir ist es auch egal, warum sich Windows aufhängt, solange es nicht zu häufig vorkommt und ich den Reparatur = Reset-Knopf kenne.


    Insofern gibt es jetzt drei Möglichkeiten:


    Dein Systemhersteller hat den Menüpunkt für GPS-Reset dann führe ihn aus.


    Er hat diesen Reset kombiniert mit den Möglichkeiten der Eingabe der aktuellen Position. Dann diese eingeben und hoffen, dass es zum Reset komm.


    Oder das System in Ruhe über einen längeren Zeitpunkt an einem Standort zu lassen.